Cannabis Grow-Guide für Anfänger

Kranakrina

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Wir wünschen Dir viel Spaß und einen großartigen Informationsaustausch!

Wichtiger Hinweis: Wir fordern alle Leser dazu auf bestehende Gesetze einzuhalten. Wir weisen alle Leser darauf hin, dass wir auf keinen Fall Gesetzesverstöße jeglicher Form befürworten oder unterstützen.

Der Anbau von Cannabis fällt in Deutschland (sowie auch in fast allen anderen europäischen Ländern) unter das Betäubungsmittelgesetz und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu mehreren Jahren geahndet werden.

Planung

Grow Planung

Wer Cannabis anbauen will, muss vor allem auf eins achten: DISKRETION!

Don’t tell, don’t smell, don’t sell!!! (auf deutsch: niemals weitererzählen, kein Geruch, kein Verkauf). Wer Cannabis in den eigenen vier Wänden anbauen will, sollte sein Ego hinten anstellen und absolut niemandem etwas erzählen. Selbst den besten Freunden nicht.

Deshalb sind die wichtigsten Vorüberlegungen:

  • Ist das Vorhaben wirklich gut geplant?
  • Hat man einen sicheren Platz?
  • Könnte jemand etwas riechen oder sehen?
  • Gibt es potenziell gefährliche Mitwisser? (Nachbarn, Verwandte, Ex-Freund*innen)

Diese Punkte sollten unbedingt gut durchdacht werden. Und das BEVOR man anfängt zu Growen. Wenn auch nur ein Punkt fragwürdig ist, sollte man das Projekt wenigstens verschieben, bis man diese Sicherheitslücke behoben hat.

Cannabis Pflanze

Cannabis Pflanze

Die Pflanze Cannabis unterteilt sich in mehrere Arten/Gattungen. Die zwei bekanntesten sind Sativa und Indica. Die dritte ist Cannabis Ruderalis, die sich etwas absetzt. Aus diesen drei Arten wurden mittlerweile tausende verschiedenen Sorten (Strains) gezüchtet, die allesamt unterschiedliche Aromen und Wirkungen verursachen.

Jede Art weist Eigenarten im Wachsumsverhalten, in der Blütedauer sowie in der Wirkung auf!

Gattungen

Grundsätzlich kann man eine Cannabis Sativa und eine Cannabis Indica anhand der Blütedauer unterscheiden.

Eine reine Sativa oder sativa-dominante Pflanze hat eine durchschnittliche Blütezeit von 10 bis 12 Wochen. Eine reine Indica oder indica-dominante Pflanze hingegen im Schnitt 6-9 Wochen.

Sativas wachsen eher in die Höhe, Indicas bleiben klein und gedrungen. Hat man nur wenig Höhe zur Verfügung, sollte man also eher auf Indicas zurückgreifen.

Weiterhin lässt sich sagen, dass der THC-Gehalt bei Sativas meist deutlich höher ist als bei Indicas. Legt man hingegen Wert auf einen höheren CBD-Gehalt, findet man diesen bei indica-lastigen Sorten.

Sativa

Cannabis Sativa

Aufgrund ihrer Veranlagung wachsen Sativas wesentlich höher und schmaler als Indicas und bilden fluffigere Blüten aus.

Sativas besitzen meist einen weitaus höheren THC- als CBD-Gehalt und wirken somit euphorisierender, mit einem ausgeprägteren High, als reine Indicasorten.

Zu den reinen Sativa-Sorten (100%) zählen unter anderem:

  • Mamma Thai
  • Purple Honduras Haze
  • Destroyer
  • Durban Poison
  • Dr. Grinspoon

Indica

Cannabis Indica

Reine Indica-Sorten wachsen wesentlich kleiner und kompakter als Sativas. Sie bilden feste, dicke Blüten aus. Der THC-Gehalt ist deutlich geringer, wobei der CBD-Gehalt relativ hoch ist. Das führt dazu, dass die Wirkung von Indicas eher als beruhigend, angstlösend, stressmildernd und muskelentspannend wahrgenommen wird.

Zu den reinen Indica-Sorten (100 %) zählen unter anderem:

  • Critical Kush
  • Hindu Kush
  • Super Skunk
  • Royal Cookies
  • Hollands Hope
  • Northern Lights

Ruderalis

Cannabis Ruderalis

Cannabis ruderalis besitzt die Eigenschaft automatisch (auto-flowering), im entsprechenden Alter, das Blühen anzufangen. Völlig unabhängig von der Beleuchtungszeit. Sie bildet wenig Zweige und Blätter aus und wird im Schnitt nur zwischen 30 und 80 cm groß.

Der THC-Gehalt ist verschwindend gering, während der CBD-Gehalt relativ hoch ist. Reine Ruderalis-Sorten finden meist Verwendung in der Faserherstellung, sowie in der Lebensmittelindustrie.

Besonders interessant für Samenzüchter sind jedoch die Eigenschaften von Cannabis ruderalis sehr früh und automatisch in die Blüte zu gehen, sowie ihre schnelle Reifung und ihre Widerstandsfähigkeit! Durch eine geschickte Kreuzung können großartige Hybriden z.B. mit „Autoflowering Eigenschaften“ entstehen.

Hybride

Cannabis Hybrid

Cannabis sativa, Cannabis indica und Cannabis ruderalis lassen sich problemlos miteinander kreuzen um unterschiedliche Merkmale in einer Pflanze zu vereinen. Dies machen sich die Samenzüchter zum Vorteil und kombinieren die besten Eigenschaften verschiedener Cannabisfamilien in einer neuen gekreuzten Art, einem Hybrid!

Beispiele für Hybride sativa-dominant sind:

  • Chocolate Haze
  • Durban
  • Dutch Haze
  • Super Silver und viele mehr …

Beispiele für Hybride indica-dominant sind:

  • Super Skunk
  • OG Kush
  • Blueberry
  • Bubble Kush
  • Gorilla Glue
  • Somango und viele mehr …

Inhaltsstoffe

Cannabis Inhaltsstoffe

Cannabis enthält mindestens 400-500 nachgewiesene Inhaltsstoffe. Ungefähr 100 davon sind die Cannabinoide. Die wohl bekanntesten Cannabinoide sind CBD und THC. Letzteres ist für die berauschende Wirkung bekannt. Beide haben jedoch einen hohen therapeutischen und medizinischen Nutzen!

CBD

CBD

CBD besitzt KEINE berauschende Wirkung! Es ist somit legal zu konsumieren.

CBD wirkt:

  • angstlösend
  • stresslindernd
  • beruhigend
  • antipsychotisch
  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend
  • antidepressiv
  • hilfreich bei Epilepsie
  • hilfreich für Parkinson-Patienten
  • hilfreich bei Schlafstörungen…

Und dies ist nur ein Auszug der großartigen Wirkungen von Cannabidiol (CBD).

THC

THC

THC wirkt psychoaktiv und dadurch berauschend!!! Bei manchen Menschen kann der Konsum zu Unwohlsein, Herzrasen, Angstzuständen, Verfolgungswahn und ähnlichen negativen Empfindungen führen. In diesem Fall wird zu Sorten mit wenig THC oder reinen CBD-Sorten geraten!

Weiterhin wirkt THC:

  • schmerzlindernd
  • euphorisierend
  • appetitanregend
  • gefühlsverstärkend
  • beeinflusst die Wahrnehmung…

Auch hier könnte man die Liste endlos weiterführen. Vor allem durch Kombination der verschiedenen Cannabinoide treten weitere verschiedene Wirkungen auf.

Jede Pflanzensorte ist in ihrer Zusammensetzung unterschiedlich, mit unterschiedlich hohen Zusammensetzungen der verschiedenen Inhaltsstoffe. Das macht diese Pflanze so unsagbar wertvoll, besonders für die Heilmedizin!

Samen kaufen

Samen kaufen

Bei nahezu jeder Samenbank oder Seed-Shop von Hanfsamen gibt es diese Klassifizierungen:

  • Regulär: Samen sind zu etwa 50 % männlich und zu 50 % weiblich
  • Feminisiert: Samen sind zu 99 % weiblich
  • Autoflowering: Samen blühen automatisch. Meist weiblich, soweit nicht anders angegeben

In jeder Rubrik gibt es Sorten mit unterschiedlich hohen Anteilen von CBD und THC, bis hin zu reinen CBD-Pflanzen oder auch Pflanzen mit überwiegend THC.

Als kleine Entscheidungshilfe gibt es hier eine Hanfsamen-Kaufberatung.

Liste von Samenbanken

Indoor Anbau

Indoor Anbau

Indoor stellt sich die Frage, ob man auf Erde oder Hydrokultur anbauen möchte. Man braucht für beides teilweise unterschiedliches Equipment, deshalb sollte man sich die Frage ziemlich am Anfang stellen, bevor man euphorisch beginnt das – eventuell falsche – Equipment zu kaufen.

Anfängern und Erstgrowern empfehlen wir den Anbau auf Erde. Man braucht weniger Equipment und die Handhabung ist deutlich einfacher. Durch die Pufferwirkung der Erde ist eine Überdüngung nicht so einfach möglich. Zusätzlich hat man die Option einen Bio-Grow zu machen, wodurch das Weed schmackhafter wird.

Allerdings können sich auch Schädlinge ausbreiten, um die man sich kümmern muss. Hat man einmal Nährstoffprobleme, dauert es ein bis zwei Wochen, bis man weiß, ob man diese wirklich behoben hat.

Vor- und Nachteile Erde:

  • Biologischer Anbau/Nachhaltigkeit
  • Einfacher für Anfänger
  • Überdüngung schwer möglich
  • Schmackhaftes Weed
  • Kontrolle verzögert
  • eventuell Schädlinge in der Erde

Ein Hydroponik System ist nur was für Fortgeschrittene, die solide auf Erde growen können. Damit bekommt man volle Kontrolle über die Nährstoffzufuhr der Pflanze. Die Nährstoffe wirken sofort und etwaige Mängel können ohne Wartezeit behoben werden. Gleichzeitig bekommt man garantiert keine Ungeziefer.

Nachteil ist, dass man zusätzliches Equipment für die Wasser- und Nährstoffversorgung braucht. Der Aufbau des Hydro-Systems kann einen schnell überfordern. Da die Nährstoffe sofort wirken, verzeiht Hydro keine Fehler. Man kann die Pflanze sehr schnell überdüngen. Auch ist das Weed nicht so schmackhaft, wie bei einem organischen oder gar Bio-Grow.

Vor- und Nachteile Hydro:

  • Hohe Kontrollmöglichkeit
  • Nährstoffe schnell verfügbar
  • Keine Schädlinge im Medium
  • Wesentlich aufwändiger
  • Komplexität des Systems
  • Schneidet geschmacklich schlechter ab

Erde

Cannabis Erde

Fällt die Wahl auf Erde, muss man sich überlegen ob man organisch (biologisch) oder mineralisch (synthetisch) anbauen möchte.

Bei organischer Erde werden keine künstlich hergestellten Stoffe verwendet. Erde und Dünger sind voll biologisch hergestellt und abbaubar. Da der organische Dünger in der Erde erst verarbeitet werden muss, da er nach und nach freigesetzt wird, sinkt die Gefahr vor Überdüngung. Das bedeutet aber auch, dass man bei einem auftretenden Mangel nicht direkt eingreifen kann.

Mineralische Erde erhöht die Kontrolle ungemein, da ein direktes Eingreifen möglich ist. Die Nährstoffe stehen unmittelbar zur Verfügung und ein Mangel kann schnell behoben werden.er Nachteil ist, dass dadurch die Gefahr von Überdüngung deutlich erhöht ist. Mineralische Erden und Dünger bestehen meist aus nicht erneuerbaren Ressourcen und müssen aufwändig hergestellt werden.

Organisch

Organische Erde

In einer organischen (biologischen) Erde herrscht ein aktives Bodenleben. Die Erde ist voll von Mikroorganismen. Diese gilt es zu „versorgen“ (organisch düngen), da durch ihre Ausscheidungen die für die Pflanze benötigten Nährstoffe freigesetzt werden. Deshalb sind die meisten Nährstoffe auch erst nach einigen Tagen verfügbar! Lediglich ca. 30 % der Nährstoffe können direkt verarbeitet werden!

Mikroorganismen sterben ab, sollte die Erde zu sehr austrocknen. Deshalb ist es bei Bio-Erde wichtig sie nie gänzlich austrocknen zu lassen! Falls die Erde zwischen den Gießintervallen auf der Oberfläche zu sehr austrocknet, ist es ratsam sie zu bedecken. Dafür eignet sich zum Beispiel sauberes Stroh, Heu oder kleine Styroporkügelchen.

Vor- und Nachteile organische Erde:

  • Überdüngung schwer möglich
  • Schmackhaftes Weed

  • Nährstoffe zeitversetzt verfügbar
  • Etwas teurer

WICHTIG: Man sollte Bio-Erde nicht dauerhaft mineralisch düngen, da sonst das Bodenleben in der Erde zerstört wird (In diesem Fall müsste man mineralisch weiterdüngen!) Denn es bringt nichts eine mineralisch vorgedüngte Erde, organisch zu düngen. Hier gibt es kein Bodenleben welches mit organischen Düngern versorgt werden könnte.

Mineralisch

Mineralische Erde

In einer mineralisch (synthetisch) gedüngten Erde gibt es kein Bodenleben! Sämtliche Nährstoffe müssen über das Gießwasser verabreicht werden. Sie sind für die Pflanze sofort verfügbar!

Natürlich könnte man auch eine Bio-Erde verwenden und dauerhaft mineralisch düngen, das macht aber keinen Sinn. Vorallem da Bio-Erde im Vergleich teurer ist als mineralisch vorgedüngte Erde.

Das bedeutet, man muss sich um eine dementsprechende Erde und den dazu passenden Dünger bemühen!

Vor- und Nachteile mineralische Erde:

  • Nährstoffe sofort verfügbar
  • Günstiger Preis
  • Überdüngung möglich
  • Nicht ganz so schmackhaftes Weed

Hydrokultur

Hydrokultur

Entscheidet man sich für Hydrokultur gibt es verschiedene Anbaumedien. Hier wird nicht auf „normaler“ Erde angebaut, sondern auf Steinwolle, Kokos-Erde oder Substraten. Um die Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen gibt es die unterschiedlichsten Systeme.

(Vielen Dank an lemmi21)

Es gibt, unter anderem:

  • Ebbe- und Flutsysteme
  • Autopotysteme (wie oben im Bild zu sehen)
  • DWC-Systeme (deep water culture)
  • aeroponische Systeme
[Hier folgt ein eigener Beitrag!]

PH-Wert

Grow PH Wert

Der richtige Ph-Wert des Gießwassers (Nährlösung) hängt IMMER vom eingesetzten Medium ab!

  • Erde –> pH-Wert des Gießwassers zwischen 6,0 und 7,0.
  • Steinwolle –> pH-Wert des Gießwassers zwischen 5,5 und 6,5.
  • Kokos-Erde –> pH-Wert des Gießwassers zwischen 5,5 und 6,5.
  • Substrate –> pH-Wert der Nährlösung zwischen 5,5 und 6,5.

Der richtige pH-Wert ist deshalb so wichtig, weil die Pflanzen ALLE benötigten Nährstoffe nur innerhalb eines bestimmten Bereiches aufnehmen können!

Beim Anbau auf organischer Erde kann man sich normalerweise das regelmäßige Messen des pH-Wertes sparen. Wenn man genau nach Düngeschema (des Düngerherstellers) verfährt und nicht zu weiches Wasser hat, senkt der Dünger den pH-Wert auf ein optimales Niveau! (ca. 6,5).

Das bedeutet aber auch, dass man sich über seine Wasserwerte im Vorfeld informieren sollte. Dazu entweder den pH- und EC-Wert selber messen oder sich über den zuständigen Wasserversorger die Werte besorgen. Meist werden sie auf der Webseite der Stadtwerke o.ä. veröffentlicht.

Zum Messen gibt es sogenannte pH-Test-Kits für kleines Geld, mit welchem man ganz einfach den pH-Wert seines Wassers oder Nährlösung ermitteln kann. Für die Messung des EC-Werts muss ein EC-Meter her.

Wichtig: Der Dünger wird bei jedem Gießen zugefügt! Würde man bspw. alle drei oder vier Gießvorgänge düngen, wird man zu große Schwankungen im pH-Wert Bereich haben und einen Nährstoff-Lockout riskieren.

Kleinere Schwankungen kann die Erde gut puffern. Gerade organische Erden haben eine super Pufferwirkung, sodass zu hohe oder zu niedrige pH-Werte nicht sofort der Pflanze schaden.

EC-Wert

Grow EC Wert

Der EC-Wert (electric conductivity) gibt die elektrische Leitfähigkeit des Wassers an. Diese wird in Siemens pro Meter (S/m) angegeben. Man misst damit die Konzentration der gelösten Salze (Ionen) in der jeweiligen Nährlösung. Je höher der Anteil der Salze, desto höher der Wert und somit die Leitfähigkeit.

Beachte: Bei den meisten Messgeräten wird der Wert in mS/cm angegeben! (milli Siemens / Zentimeter).

Der optimale Ausgangswert für Nährlösungen ist ein EC-Wert von 0,2 bis 0,4 mS/cm. Die Temperatur der Nährlösung verändert auch den EC-Wert bei der Messung. Deswegen sollte man unbedingt ein Messgerät mit eingebautem Temperaturausgleich kaufen.

Baut man seine Pflanzen auf Erde an interessiert einen der EC-Wert normalerweise erst, wenn man eine Versalzung des Mediums (also eine Überdüngung) vermutet. Dann misst man den EC-Wert des Drainage-Wassers. (Das Wasser, was sich im Untersetzer sammelt beim Gießen).

Bei mineralischer Erde sollte der EC-Wert 2,3 mS/cm nicht übersteigen! Ist das der Fall, muss die Erde gespült werden. Das macht man mit dem 3-fachen Volumen der Erde im Topf. Das bedeutet: Hat man etwa 5 Liter Erde im Topf, sollte man ca. 15 Liter Wasser nehmen!

Bei organischer Erde sollte man niemals spülen! Ansonsten werden die Mikroorganismen mit rausgespült. Dadurch werden die Nährstoffe für den Rest des Grows nur noch langsam verarbeitet. Mängel sind dadurch vorprogrammiert.

Zum Spülen sollte man ungedüngtes Wasser mit einem pH-Wert von 6 nehmen, da sich so die Mineralien und Salze am besten lösen!

Wenn man sich trotzdem nicht sicher ist, sollte man sich – bevor man spült – mit aktuellen Fotos der betroffenen Pflanze und einer kurzen Beschreibung hier helfen lassen.

Dünger

Cannabis Duenger

Cannabis braucht einen speziellen Nährstoff-Mix. Man sollte nicht „irgendwelchen“ Dünger aus dem Baumarkt benutzen. Man sollte auf jeden Fall auf speziellen Dünger für Cannabis zurückgreifen und nach dem jeweiligen Düngeschema verfahren.

Um nicht unnötig die falschen Produkte zu kaufen, am besten die Dünger-Kaufberatung lesen.

Mineralisch/Synthetisch

Mineralischer Dünger

Vor-, und Nachteile mineralischer Dünger:

  • Hohe Kontrollmöglichkeit
  • Nährstoffe schnell verfügbar
  • Mängel schnell zu beheben
  • Risiko von Überdüngung erhöht
  • eventuell nicht aus erneuerbaren Ressourcen

Organisch/Biologisch

Organischer Dünger

Vor- und Nachteile organischer Dünger:

  • Aus organischen Quellen/Nachhaltigkeit
  • Überdüngung schwer möglich
  • Schneidet geschmacklich besser ab
  • Bei Mängeln kein direktes Eingreifen möglich
  • Risiko von Pilzen und Algen erhöht

Richtiges Gießen

Richtig Bewässern

Cannabis sollte nie zu nass stehen! Staunässe muss unbedingt vermieden werden! Deswegen sollten die jeweiligen Töpfe ausreichend Löcher für den Ablauf des Wassers besitzen.

Die Wurzeln von Cannabis müssen auch immer wieder die Möglichkeit bekommen Luft zu erlangen. Das funktioniert aber nicht wenn die Erde dauerhaft zu nass gehalten wird. Während die Pflanze das Wasser verarbeitet und die Erde langsam wieder trockener wird, kann Sauerstoff in die Erde nachströmen und an die Wurzeln gelangen.

Gegossen wird am besten zu Beginn der Beleuchtungsphase. Das Wasser (sofern es aus der Leitung stammt) sollte ca. 12-24 Stunden abgestanden sein, um CO² ausgasen zu lassen und es auf Zimmertemperatur zu bringen!

Es geht um das Ausgasen von CO², welches die Wasserversorger zum Wassertransport im Leitungssystem, aber auch als pH-Senkung des Leitungswassers verwenden!

Da CO² ausgast, wird sich der pH-Wert des Wassers erhöhen, weil die senkende Wirkung verloren geht.
Bereitet man also seine Nährlösung mit „nicht abgestandenen“ Wasser zu und stellt den pH-Wert ein, dann wird sich dieser innerhalb 24 Stunden wieder nach oben verschieben, weil das CO² ausgast.

Wenn das beim Hydroponikanbau im Nährstofftank passiert ist das kein Problem, da man ja gegensteuern kann. Wenn damit aber schon gegossen wurde, hat man im Medium starke pH-Wert Schwankungen, die in einem zu hohen pH-Wert der Wurzelzone endet.

Um eine stabile Nährlösung zuzubereiten muss das Wasser abgestanden sein! Sonst kann man den pH-Wert nicht richtig einstellen, weil man ja nicht wissen kann, um wieviel er nach dem Ausgasen steigen wird.

Darüber hinaus unterliegt es starken Schwankungen. Je nachdem bei welchem Leitungsdruck der Wasserversorger CO² zuspeist und/oder um wie viel er den pH senken muss, um seine Werte einzuhalten. Dies kann sich täglich ändern!

Es geht also um die Stabilität des pH-Wertes im Medium und im Tank!

Nach dem Ausgasen gibt man seinen Dünger nach Düngeschema hinzu und rührt mehrmals um!

Faustregel der Gießmenge: 1/3 des Volumens des Topfes. Zum Beispiel, bei einem 6 Liter Topf beträgt die Gießmenge ca. 2 Liter!

Immer langsam und in kleinen Intervallen gießen, damit die Wurzeln genug Zeit bekommen das Wasser aufzunehmen! Das Wasser, was sich eventuell im Untersetzer sammelt (Drain), schüttet man weg.

Das Gießwasser sollte eine Temperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius haben. Je wärmer das Wasser umso weniger Sauerstoff enthält es! Zu heißes oder zu kaltes Wasser kann die Wurzeln schädigen!

Um Über- oder Unterwässerung zu vermeiden, ist es am besten, wenn man den Topf mit der Pflanze direkt nach dem vollständigen Gießen (bis ein bisschen Drainage-Wasser unten aus dem Topf abfließt) wiegt und sich diesen Wert notiert. Dann wartet man, bis sich das Gewicht etwa um 2/3 verringert hat. Dann ist es wieder Zeit zu Gießen!

Beispiel: Wiegt ein Topf nach dem Gießen 6 kg, dann sollte bei einem Gewicht von ca. 2 kg gegossen werden.

Richtiges Umtopfen

Richtiges Umtopfen

Die Keimung und Anzucht der Pflanze sollte in einem kleinen Topf erfolgen. Eine Keimung direkt im End-Topf erhöht das Risiko von Staunässe und Pilzen, da das Wasser unten im Topf steht und nicht durch die Pflanze aufgenommen werden kann.

Umtopfen bedeutet immer Stress für die Pflanze. Sie wird ihr Wachstum für ein paar Tage einstellen und weniger Wasser verbrauchen. Falls die Erde stark vorgedüngt ist, kann es sogar zu leichten Überdüngungserscheinungen kommen.

Als Anfänger sollte man nur einmal umtopfen. Wir empfehlen einen 3 bis 5 Liter Topf für die Keimung und Anzucht. Danach setzt man die Pflanze in einen 8 bis 12 Liter Topf. Wie groß der End-Topf sein sollte, hängt meist von der Höhe der Growbox ab. Mehr dazu im Blumentopf-Artikel.

Nachdem man etwas Grow-Erfahrung gesammelt hat, kann man zweimal umtopfen. Beispielsweise nach dem Keimvorgang von einem Topf mit 0,25 bis 0,5 Liter zur Anzucht, in einen mit 1,5 bis 2,5 Liter, danach 4 bis 7 Liter und dann in den Endtopf.

Durch richtiges Umtopfen zur richtigen Zeit kann man das Wurzelwachstum massiv anregen. In dem kleinen Topf werden sich die Wurzeln bis zum Geht-nicht-mehr ausbilden und die gesamte Erde verwurzeln. Das erhöht die Stabilität und die Nährstoffaufnahme der Pflanze.

Ein Umtopfen sollte spätestens ab der frühen Blütephase nicht mehr erfolgen. Nun sollte die Pflanze in ihrem Endtopf sitzen und sich – ohne Umtopfstress – voll auf die Blütenproduktion konzentrieren können.

Autoflowering-Pflanzen werden direkt in den Endtopf gepflanzt! Hier gilt es: So wenig Stress wie möglich!

Hier das kleine Umtopf-1×1:

Sobald die ersten Wurzelspitzen unten aus den Ablauflöchern rauswachsen, ist es Zeit umzutopfen!

Zuerst bereitet man sich den neuen Topf vor. Wenn organisch angebaut wird, empfiehlt der Hersteller, dass die Erde einige Stunden vorher „aktiviert“, das heißt angegossen, werden soll. In dieser Zeit entwickelt sich das Bodenleben und die Mikroorganismen werden aktiv.

Im besten Fall benutzt man eckige Töpfe, um Ringwuchs der Wurzeln zu vermeiden. Hier im Beispiel sind jetzt runde Töpfe zu sehen.

Man bereitet also seinen neuen Topf vor, indem man mit dem kleinen Topf ein Loch in der Erde vorformt. So lässt sich die Pflanze mit dem Wurzelballen problemlos einsetzen.

Nun nimmt man die Pflanze und neigt sie über Kopf.

Wichtig: Mit zwei Fingern den Stamm auf der Erdoberfläche festhalten. Ein leichtes Rucken sollte genügen und der Wurzelballen rutscht aus dem Topf.

Geht das nicht, kann man den Topf von aussen leicht eindrücken oder/und auf den Topfboden klopfen.

Beachte: Die Erde sollte beim Umtopfen nie ganz trocken oder klitschnass sein. In beiden Fällen wird der Wurzelballen wohl nicht am Stück rauskommen.

Starkzehrer (oder bei einer sehr langen Wachstumsphase bspw. 12 Wochen) verlangen auch einen großen Topf. Hier sollte der Endtopf nicht unter 12 Litern liegen.

Hier nochmal etwas ausführlicher: Umtopfen!

Schädlinge

Schädlinge

Je früher man einen Schädlingsbefall erkennt, umso eher hat man die Chance effektiv dagegen vorzugehen. Einige Schädlinge können Cannabis massiv schädigen!

Auch hier gibt es wieder verschiedene Mittel und Wege wie man Schädlinge loswerden kann. Als erstes gilt es zu bestimmen um welchen Schädling/Schädlinge es sich handelt. Befinden sich die befallenen Pflanzen schon in der Blütephase ist es z.B. oft ratsam Raubmilben einzusetzen. Im Beitrag „Schädlinge beim Anbau von Cannabis“ [folgt] werden Präventionsmaßnahmen und Lösungen zur Bekämpfung von Schädlingen ausführlich behandelt.

Die gängigsten Schädlinge beim Anbau von Cannabis:

Das Beste, was man gegen Schädlinge unternehmen kann, ist die Prävention! Die Growbox und die Umgebung sollten stets sauber gehalten werden. Nach jedem Grow sollte eine Grundreinigung des gesamten Equipments erfolgen!

Nährstoffprobleme

Nährstoffprobleme

Bekommt eine Pflanze vermehrt gelbe oder welkende Blätter, hat auffällige Flecken oder Verfärbungen und Schädlinge sind auszuschließen, hat man wahrscheinlich ein Nährstoffproblem.

In diesem Fall hat man die Möglichkeit mit unserem Nährstoff-Diagnosetool herauszufinden, ob es sich um eine Über- oder Unterdüngung handelt:

Equipment

Grow Equipment

Eine vollständige Growbox-Mindestausstattung:

  1. Growbox: Growzelt aus Stoff oder solider Growschrank, ggf. selbstgebaut
  2. Beleuchtung: Lampe (eventuell Vorschaltgerät) und Zeitschaltuhr
  3. Belüftung: Abluft-Ventilator, Aktivkohlefilter und Umluft-Ventilator
  4. Erde und Dünger: Mineralisch oder organisch, aufeinander abgestimmt
  5. Töpfe: Kleine Anzucht-Töpfe, große Endtöpfe
  6. Werkzeug: Thermo-/Hygrometer, pH- & EC-Meter, Taschenmikroskop, Ernte-Scheren, Lagerbehälter, ggf. Trockennetz

Wenn man sich vorstellt, dass man für seine Pflanzen ein regelrecht eigenständiges Mikroklima erschaffen muss, wird einem bewusst, dass alle Teile aufeinander abgestimmt sein sollten.

Um am Anfang nicht völlig überfordert zu sein, kann man sich mit unserem Equipment-Guide unter die Arme greifen lassen:

Growbox

Growbox Kaufen

In Sachen Growbox gibt es mittlerweile unzählige Größen, Bauformen und Preisklassen.

Der einfachste und schnellste Einstieg ins Indoor Growing ist ein fertiges Growzelt. Das besteht aus einem festem Stoff, der einfach über ein Plastik-Gestell gezogen wird. Innen ist eine reflektierende Folie angebracht, sodass möglichst viel Licht ausgenutzt wird.

Alternativ greift man zu einem soliden Growschrank aus Holz oder Metall. Mittlerweile findet man perfekt getarnte Growschränke, bei denen Licht und Abluft speziell darauf abgestimmt und fest verbaut sind. Diese sind zwar sehr teuer, aber dafür extrem effizient und ersparen einem die Planung.

Um die Wahl etwas einfacher zu gestalten, haben wir hier einige Infos in der Growbox Kaufberatung zusammengestellt.

Natürlich kann man seine Growbox auch selber bauen. DIY (Do-it-yourself). Dennoch gibt es beim Selbstbau einiges zu beachten.

Beleuchtung

Beleuchtung


Beim Indoor Anbau muss ein Kunstlicht her, sodass Cannabis wachsen und gedeihen kann. Man muss zu einer Pflanzenlampe greifen, die ein passendes Lichtspektrum für die Pflanzen hat.

Es gibt unterschiedliche Beleuchtungsarten. Von Leuchtstoffröhren in der Anzucht, über Metallhalogen und Natriumdampflampen, bis hin zur LED-Technik. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Doch eins steht fest:

LED Pflanzenlampen sind allen anderen Beleuchtungsarten klar überlegen!

Für 99 % aller Grower sind LEDs schlichtweg die beste Wahl. Sie bieten ein exzellentes Farbspektrum, haben eine extrem hohe Lebensdauer und verbrauchen weitaus weniger Strom als klassische MHL und NDL Grow Lampen.

Abluft/Umluft

Belüftung

Die süßen und wertvollen Cannabis-Pflanzen brauchen neben Nährstoffen und Wasser auch ausreichend Frischluft, um überhaupt wachsen zu können.

Um Wachstum zu erzeugen, brauchen die Pflanzen Kohlendioxid (CO2) aus der Luft. Damit können sie Photosynthese betreiben und überhaupt erst Zellwachstum in Gang setzen. Draußen ist das kein Thema, da die Pflanze durch Wind und Klima ständig frischer Luft ausgesetzt ist. Doch drinnen in einer Growbox muss man selber aktiv werden und für Luftaustausch sorgen.

Weiterhin „schwitzen“ die Cannabis Pflanzen Wasser über die Blätter an die Luft ab. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit in der Growbox. Diese muss abtransportiert werden, damit es nicht zu feucht in der Growbox wird. Ab 70 % Luftfeuchtigkeit besteht Schimmelgefahr!

Auch muss man die Abwärme von der Lampe abtransportieren. Grow Lampen heizen in Betrieb die Luft in der Growbox auf. Mit ausreichend Belüftung schützt man die Kleinen vor zu hohen Temperaturen, sodass sie optimal wachsen können.

Auch muss die Luft im Inneren der Box verteilt werden, sodass kein Hotspot direkt unter dem Licht entsteht. Zudem hilft es den Pflanzen, wenn hin und wieder eine leichte Brise um sie herum weht. Sie bilden dadurch einen kräftigeren Stamm und dichteres Blattwerk.

Hinzu gilt es die Abluft geruchsfrei zu bekommen! Dies erreicht man mit einem passenden Aktivkohlefilter (AKF). Man sollte NIEMALS ohne einen Aktivkohlefilter Cannabis anbauen.

Für eine gute Umluft ist unbedingt zu sorgen! Die Pflanzen stärken sich durch die Windbewegungen und man beugt Schimmel vor.

Erde

Die Blumenerde ist das Medium, worüber die Cannabispflanze Nährstoffe aufnimmt, die sie zum Wachstum braucht. Dabei muss die Zugabe reguliert stattfinden, sodass die Pflanze nicht „überfüttert“ wird.

Die Blumenerde speichert Wasser, in welchem die Nährstoffe in chemischer Form gelöst sind. Diese werden dann nach und nach von den Wurzeln aufgenommen. Die Erde fungiert dabei wie ein Puffer bzw. ein Vorratslager aus dem sich die Pflanze ihre Nährstoffe bezieht.

Gleichzeitig bieten sie einen Raum für die Wurzeln, sodass die Pflanze stabil und fest verankert bleibt.

Dünger

Die Cannabispflanze braucht neben CO2 und Licht die passenden Nährstoffe zum Wachsen. Hier helfen Düngerpräparate, die den Ladies das passende Futter geben. Diese werden der Pflanze mit zunehmendem Wachstum beigegeben, sodass die gedeihen kann. Dabei muss die Zugabe reguliert stattfinden. Wir wollen der Pflanze nicht zu viel und nicht zu wenig geben.

Es gibt zwei Arten von Dünger: organisch und mineralisch. Organische Dünger müssen erst von Mikroorganismen umgewandelt werden, ehe sie aufgenommen werden können. Damit sie erst funktionieren, muss die Erde organisch sein. Mineralische Dünger wirken sofort und können auf allen Erden verwendet werden.

Wenn man auf organischer Erde anbaut, sollte man einen organischen Dünger nehmen – am besten direkt vom gleichen Hersteller. Man kann zusätzlich mineralischen Dünger in kleinen Portionen dazugeben, beispielsweise um akute Nährstoffmängel zu beheben. Die Portionen sollten sehr klein sein, da die mineralischen Nährstoffe den Mikroorganismen schaden können.

Wenn man auf mineralischer Erde anbaut, muss man zu mineralischen Düngern greifen. Da mineralische Erde keine Mikroorganismen enthält, funktionieren organische Dünger hier nicht.

Töpfe

Blumentöpfe

Egal ob groß oder klein, Töpfe sollten stets undurchsichtig sein, sodass kein Licht an die Wurzeln kommt. Licht stoppt das Wurzelwachstum, was die Nährstoffaufnahme bremst.

Die Töpfe sollten genug Drainage haben. Im Boden der Töpfe müssen dafür mehrere Löcher sein. So kann überschüssiges Wasser abfließen. Damit vermeidet man Staunässe im Topf, wodurch sich Pilze und andere Probleme einschleichen können.

Damit man nicht schwer heben muss, sollten die Töpfe möglichst leicht sein. Die Pflanzen müssen während des Grows oft bewegt werden, bspw. beim Umtopfen oder falls die Erde gespült werden muss. Wir empfehlen Töpfe aus Plastik oder Stoff.

Die großen Endtöpfe sollten stets quaderförmig sein, um den Platz in der Growbox optimal auszunutzen. Runde Töpfe nehmen genauso viel Platz ein, haben aber weniger Volumen. Gerade bei kleinen Growboxen (beispielsweise 60x60cm) zählt jeder Zentimeter der Fläche und sollte optimal ausgenutzt werden.

Hier unsere Kaufempfehlung:

Werkzeug & Zubehör

Werkzeug kaufen

Der Anbau von Cannabis lässt sich mit den entsprechenden Werkzeugen erleichtern. Hierfür gibt es einige nützliche Hilfsmittel.

  • Erntehelfer
  • Schutzbrillen
  • Hygieneartikel
  • Messgeräte
  • pH-Test Kit
  • EC-Meter
  • Taschenmikroskop
  • Trockennetz

Sicher online Käufe tätigen

Tipps zum sicheren Online-Bestellen

Tipp #1 – Fake Daten nutzen : Beim Online Kauf ist niemand verpflichtet seine wahren Daten anzugeben. Das ist NICHT illegal. Man hat die Freiheit komplett erfundene Daten anzugeben, es gibt kein Gesetz dagegen. Man kann die Rechnungsadresse „obfuskieren“ , sprich Fake Daten eingeben. Auch die Email Adresse sollte keinen Aufschluss über die eigene Identität geben können. Hier empfehle ich ProtonMail.

Tipp #2 – An Freunde liefern lassen : Man sollte sein Equipment nie an die eigene Adresse liefern lassen. Besser ist die Lieferung an Freunde oder Bekannte, die Privatsphäre genauso viel schätzen, wie man selber. Deshalb nie die eigene Adresse (oder eigenen Namen) für Lieferadresse nutzen.

Tipp #2.1 – Riskant aber dennoch möglich : Man kann sogar noch ein Schritt weiter gehen und einen Fake-Namen für den Empfänger nehmen. Dann überklebt man das Schild auf der Klingel für den Tag der Lieferung. Nur dann sollte man sicherstellen, dass man am Tag der Lieferung zuhause ist und die Sendung nicht im Paket-Shop landet. Andernfalls muss man sich bei der Abholung ausweisen.

Tipp #3 – Nicht selber zahlen : Bei der Online-Bezahlung sollte man es vermeiden direkt vom eigenen Bankkonto die Bestellung zu bezahlen. Besser ist es, wenn ein Freund oder Bekannter die Bestellung über sein Bankkonto , Paypal Account oder sonstiges bezahlt. Dann kann man demjenigen das Geld bar zurückgeben.

Bonus-Tipp : Wenn möglich, mit Bitcoin oder anderen Cryptowährungen bezahlen. Ist technisch gesehen nicht 100% anonym, aber die Bürokraten sind Jahre davon entfernt es ordentlich auszuwerten. (Da JrGong Crypto unterstützt, bietet er 20% Rabatt beim Kauf des Indoor Growguide eBooks bei Zahlung mit Bitcoin & Co.)

Was man NICHT machen sollte:

  • Einzelteile bei mehreren Shops kaufen: Es ist riskanter seine Daten bei ganz vielen Shops zu hinterlassen. Besser ist es stets bei einem zuverlässigen Shop zu bleiben und immer dort zu bestellen. Andernfalls steigt die Gefahr, dass einer der Shops Scheiße baut und von der Polizei durchsucht wird.
  • Teile über Kleinanzeigen kaufen: Man sollte nicht irgendwelchen Kleinanzeigen in Sachen Growing Equipment trauen. Die Gefahr ist zu hoch, dass es sich um Diebe handelt, die einem die Kohle abziehen und die Ware nicht hergeben. Schließlich würde ein Grower nie zur Polizei rennen, um sich zu beschweren, dass man beim Kauf von Grow-Equipment über den Tisch gezogen wurde.
  • Zur Packstation liefern lassen: Die Packstation der Post ist nicht anonym. Es ist eine Registrierung und eine Verifikation der Daten (über die Postadresse) nötig. Deswegen besser die Packstation nicht nutzen.
  • Bei Dropshipping-Shops kaufen: Einige Shops betreiben selber kein Lager, sondern lassen direkt die Ware über Großhändler an den Endkunden liefern. Dieses Prinzip, bei dem man bei Shop A kauft, es aber dann von Shop B geliefert wird, nennt sich Dropshipping. Das Problem dabei ist, dass die Daten bei zwei Anbietern landen: Shop und Großhändler. Leider sind solche Shops manchmal schwer als solche zu erkennen, da sollte man im Zweifelsfall anrufen. Oder sich stattdessen stets an vertrauenswürdige bewährte Anbieter wie Grow-Shop24.de halten.
  • Aus dem Ausland bestellen: Wer sich darauf verlässt, dass ein Shop aus dem Ausland die Daten nicht weitergibt, muss enttäuscht werden. Gerade innerhalb der EU Zone haben die Ämter sich Wege und Systeme geschaffen, um Daten recht fix an ihre Kollegen im anderen Land weiterzugeben.

Outdoor Anbau

Outdoor Anbau

Indoor vs. Outdoor

Die Frage ob man Indoor oder Outdoor anbauen „sollte“, hängt hauptsächlich von den wohnlichen Gegebenheiten ab! In einer Großstadt wird es eher schwierig sein einen sicheren Outdoor-Spot zu finden. Auch ist es schwieriger in einem Mehrfamilienhaus – unentdeckt – Indoor zu growen, als im Eigenheim.

Die Kosten sind beim Indoor-Anbau relativ hoch, während sie sich beim Outdoor-Grow eher im niedrigen Bereich ansiedeln.

Verständlicherweise hat man beim Indoor-Grow die vollständige Kontrolle über das ganze Geschehen. Andererseits kann man einen Outdoor-Grow viel einfacher abbrechen, falls mal etwas nicht sicher erscheint.

Das Risiko ist bei beiden Anbauweisen groß!

Vor- und Nachteile Indoor-Anbau:

  • Man muss keinen sicheren Spot suchen
  • Volle Kontrolle
  • Kosten hoch
  • Risiko hoch

Vor- und Nachteile Outdoor-Anbau:

  • Kosten relativ niedrig
  • Lässt sich zur Not leicht abbrechen
  • Erschwerte Kontrolle
  • Risiko hoch

Keimphase

Keimphase

Ein gesunder Samen weist eine dunkle, marmorierte Farbe auf und ist sehr hart. Ist er hellgrün, weich oder gar hohl wird die Keimrate wenig bis null betragen.

Man kann den Samen direkt in die Erde setzen oder in einem anderen feuchten Medium (z.B. zwischen zwei feuchten Papiertüchern) vorkeimen lassen und dann erst in die Erde einsetzen.
[hier folgt eine kleine bebilderte Anleitung!]

In allen Fällen ist es wichtig, dass das Medium nie ganz austrocknet. Der Keimprozess würde zum Erliegen kommen, da die Samen keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen können. Die optimale Temperatur liegt hier zwischen 21 und 23 Grad Celsius.

Cannabis keimt im Dunkeln! Licht wird erst benötigt, sobald der Keimling sich durch die Erde drückt!

Als Anfänger würde ich nach den eigenen motorischen Fähigkeiten gehen. Ist man zu grobmotorisch, versucht man sich erst mal mit Einsetzen des Samens direkt in die Erde!

Dann sieht man zwar erst ob der Samen keimt, wenn er sein Köpfchen durch die Erde drückt, aber man hat auch nicht das Risiko die frisch gekeimte Pfahlwurzel (Keimwurzel) beim Umsetzen zu verletzen.

Hat man ältere Samen oder will man die Keimrate einer Sorte ermitteln, empfiehlt sich das Vorkeimen. So kann man genau beobachten wie sich die Samen verhalten.

Vor- und Nachteile beim Vorkeimen:

  • Man sieht genau ob und welche Samen keimen
  • Keimverhalten kann beobachtet werden
  • Ältere Samen können erst geprüft werden
  • Verletzungsgefahr des Keimlings sehr hoch
  • Ein Arbeitsschritt mehr

Vor-, und Nachteile beim Einsetzen direkt in die Erde:

  • Verletzungsgefahr des Samens gering
  • Ein Arbeitsschritt weniger
  • Samen sollte korrekt eingesetzt werden
  • Man sieht viel später ob der Samen keimt

WICHTIG: Den Samen und/oder Keimling sollte man, wenn es geht, nicht mit den Fingern anfassen. Die Fette auf unserer Haut werden den Samen schädigen und die Keimrate negativ beeinflussen. Auch können so Bakterien und Keime übertragen werden. Deshalb ist hierfür eine Pinzette zu empfehlen.

Will man seinen Samen direkt in die Erde setzen, sollte man die Erde VOR einsetzen des Samens wässern, da sie danach nochmal zusammensackt und sonst der Samen eventuell viel zu tief sitzt. Dieser sollte in einer Tiefe von 1 bis 2 Zentimetern eingesetzt werden.

(Vielen Dank an Lowryder)

Die Temperaturen sollten in dieser Phase zwischen 26 und 28 Grad Celsius betragen. Sind die Temperaturen niedriger, wird das Wachstum gehemmt, während zu hohe Temperaturen die Schimmelbildung fördern!

Wenn man sich den Samen genau anschaut, wird man sehen, dass er an einer Seite eine Spitze und an der anderen Seite ein rundes Ende besitzt. Man setzt den Samen mit der Spitze nach oben in die Erde. Die Keimwurzel tritt an der spitzen Seite aus, formt ein U und wächst dadurch nach unten. Dann drückt den Rest nach oben.

Im besten Fall keimt der Samen nach 24 Stunden, es kann aber auch mal bis zu 14 Tage dauern bis sich das kleine Köpfchen (oft noch mit Samenschale besetzt) durch die Erde drückt.

Als nächster Schritt sollte sich die Samenkapsel vom Keimling lösen und die zwei Keimblätter kommen zum Vorschein.

(Vielen Dank an elcy)

In seltenen Fällen kann es passieren das zwar die Samenkapsel abfällt, sich aber die Samenhülle nicht eigenständig löst. Dann muss man erste Hilfe leisten und die Hülle vorsichtig entfernen. Von alleine wird es der Keim nicht schaffen und würde verkümmern!

Dies macht man am besten mit einer Pinzette und einem Zahnstocher! Beides sollte „keimfrei“ sein. Zuerst besprüht man den betroffenen Keim inklusive Hülle mit Wasser. Nach ein paar Minuten sollte die Hülle schön durchfeuchtet sein und sich besser lösen lassen.

Wichtig: Der Keim ist extrem empfindlich! Hier gilt es unbedingt vorsichtig zu arbeiten! Man hält den Keim leicht mit der Pinzette fest und versucht mit dem Zahnstocher die Hülle vorsichtig runterzupulen.

Anzucht

Anzuchtphase

Nun wird sich der Keimling erstmal um ein gutes Wurzelsystem bemühen, um dann rasant oberirdisch wachsen zu können. Außer den Keimblättern werden nun alle nachkommenden Blätter die typische gezackte Blattform aufweisen.

Die Anzahl der Blattfinger wird sich nach und nach erhöhen: Erst ein Blattfinger, dann drei, dann fünf, dann sieben, dann neun, und so weiter. Bei extrem großen Pflanzen können sich schon mal 11-Finger Blätter ausbilden!

Spätestens sobald die ersten gezackten Blätter zu sehen sind, sollte für ausreichend Licht und gute Umluft gesorgt werden! Bekommen sie das nicht, könnte es ganz schnell zum „Spargeln“ kommen.

(Vielen Dank an Patrik)

Cannabis benötigt immer eine gute Umluft! Rund um die Uhr, also 24/7.

In der Sämlingsphase stärkt sich der Stamm hauptsächlich durch das „Tanzen“ der Pflänzchen im Wind. Fehlt dieser, bleibt der Stamm dünn und schlaksig und droht unter dem steigenden Gewicht der wachsenden Blätter umzuknicken.

Ähnlich verhält sich der Sämling, wenn kein ausreichendes Licht vorhanden ist. Dann ist er nämlich genötigt schnell zum Licht hinzuwachsen und kommt mit der Stammstärkung nicht hinterher.

Ist dieser Fall eingetreten und der Sämling spargelt, sollte man die Ursache beseitigen (Lichtmangel, zu wenig Umluft), den Sämling umtopfen und bis hoch zu den Keimblättern in die Erde einsetzen! Somit ist die Pflanze gestützt und kann sich weiter normal entwickeln. Vorsichtig, damit nichts bricht!

Wachstumsphase

Wachstumsphase

Gehen wir davon aus, dass Indoor angebaut wird und man reguläres oder feminisiertes Saatgut hat! Für Autoflowering-Samen gelten wieder andere Beleuchtungszeiten.

Dann steuert man die Beleuchtung in der Wachstumsphase so, dass die Pflanzen mindestens 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit bekommen.

Ganz wichtig: in der Nachtphase absolute Dunkelheit! Selbst ein kleiner Lichtschein kann Cannabis stressen und zum Zwittern bringen.

Nun kommt es hauptsächlich auf die Höhe des Zeltes, Raumes oder Growbox an, die man zur Verfügung hat, wie lange man die Pflanze in der Wachstumsphase hält. Jeder Strain hat ein unterschiedliches Charakteristikum und neigt zu einem starken oder weniger starken Wachstumschub (Stretch) nach Einleitung der Blütephase.

Deshalb ist es wichtig seine Samensorte zu kennen, um mit den Breederangaben eine Einschätzung zu eben diesem Stretch zu haben. So kann man dann die voraussichtliche Höhe seiner Pflanzen am Ende des letzten Wachstumsschubs einschätzen.

Achtung: Bei manchen Sativa-lastigen Sorten kann das bis zu 300 % oder gar 400 % Zuwachs, ab Einleitung der Blütephase, in der Höhe betragen!

So sollten gesunde Pflanzen in der Wachstumsphase aussehen:

(Forumsbild)

Da man die Dauer der Wachstumsphase individuell pro Grow festlegen kann, hat man außerdem die Möglichkeit verschiedene Techniken an den Pflanzen anzuwenden:

  • LST – low-stress-training (wird noch bearbeitet)
  • HST – high-stress-training (wird noch bearbeitet)

Jede angewandte Technik birgt in irgendeiner Weise Stress für die Pflanze. Schneidet man etwas ab oder bindet man was runter etc. wird die Pflanze sehr wahrscheinlich mit einem kurzen Wachstumsstopp reagieren, um diese Stellen zu reparieren. Deshalb sollte man ihr nach solchen Prozeduren noch einige Zeit „zur Erholung“ gönnen, bevor man letztendlich die Blütephase einleitet.

Blütephase

Blütephase

Die Blütephase leitet man bei regulärem und/oder feminisiertem Saatgut mit Umstellung der Beleuchtungszeit auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit (12/12) ein.

Allerdings muss die Pflanze erst über ein gewisses biologisches Alter verfügen, eine Art von Pubertät hinter sich haben, um in die Blütephase gehen zu können.

Nach ungefähr 4 Wochen Lebenszeit zeigt eine Pflanze automatisch (unabhängig von der Beleuchtungszeit) ihr Geschlecht. Der ehemalige Sämling ist nun zu einer reifen Pflanze herangewachsen. Wir befinden uns also in der Vorblüte!

Ab diesem Zeitpunkt kann man die Pflanze mit der Beleuchtung von 12/12 in die Blüte schicken! Dadurch wird sie ihre Hormone umstellen und innerhalb ca. 7 bis 10 Tagen die Blüte anfangen.

Blütetage werden erst ab Sichten der ersten Stigmen an den Triebspitzen gerechnet!

Auch bei der Methode 12/12 from seed to harvest (12 Stunden Beleuchtung vom Samen bis zur Ernte), wird die Pflanze erst dann das Blühen anfangen, sobald sie die Vorblüte erreicht hat!

Stecklinge allerdings sind immer abhängig von dem Alter der Mutterpflanze! Hat diese bei Entnahme des Stecklings die Vorblüte schon erreicht lässt sich ein Steckling sofort in die Blüte schicken. Er muss keine Pubertät mehr durchleben, da er immer so alt ist wie die Mutter zum Zeitpunkt der Abnahme!

Autoflower müssen nicht in die Blüte „geschickt“ werden, sie beginnen (wie der Name schon sagt) automatisch und unabhängig der Beleuchtungszeit zu blühen!

Weibliche Vorblüte

Bei einer weiblichen Pflanze bildet sich an jeder Triebachsel und Blattachsel ein Blütenkelch (die sogenannte Calyxe) mit je 2 Blütenstempeln (Pistille).

(Forumsbild)

Männliche Vorblüte

(Forumsbild)

Bei einer männlichen Pflanze entstehen Pollensäcke (auch Bananen genannt) an ebensolchen Trieb- und Blattachseln.

Sollte keine Bestäubung der weiblichen Blüten – zur Samengewinnung – gewollt sein, sollte man alle männlichen Pflanzen und/oder Zwitter schleunigst aus dem Anbauraum entfernen und vernichten.

Dabei ist darauf zu achten, dass man im besten Fall keine Pollen in der Gegend verteilt! Dies kann durchaus zu Teilbestäubungen führen. Dadurch büßt man einen Teil seines Ertrages ein, da jetzt Samen in den bestäubten Blüten produziert werden.

Hier eine etwas ausgereiftere männliche Pflanze:

(Vielen Dank an BriansMom)

(Forumsbild)

Was ist mit Zwittern

Wenn beide Geschlechtsmerkmale vorhanden sind, handelt es sich um einen Zwitter! Sie sollten ebenso aus dem Anbauraum entfernt werden. Sonst werden sie relativ schnell die Weibchen bestäuben und sie für den angedachten Konsum unbrauchbar machen.

Weibliche Blüte

Es bilden sich nun überall kleine Blüten, die aus unzähligen einzelnen Blütenkelchen mit jeweils 2 Blütenstempeln bestehen. In den nächsten Wochen werden diese immer zahlreicher und schwellen nach und nach zu dicken Buds heran.

Die Dauer der Blütephase ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich! Grob gesagt braucht eine Pflanze der Gattung Indica zwischen 6 und 9 Wochen und der Gattung Sativa zwischen 10 und 12 Wochen, bis sie einen erntereifen Zustand erreicht hat.

Am Ende der Blütezeit wird die Pflanze anfangen ihre Färbung zu ändern. Die Blätter werden vermehrt gelb, sie beginnt zu herbsteln! KEINE PANIK! Das ist im Lebenszyklus so vorgesehen. Dies geschieht, weil die Pflanze nochmal all ihre Kraft aus den Blättern saugt und in die Reifung der Blüten steckt.

Hier mal ein Foto einer – vermutlich – erntereifen Pflanze: Vermutlich deshalb, weil man den Erntezeitpunkt NIEMALS anhand ihres Aussehens beurteilen sollte.

(Vielen Dank an Ruhr-Pot)

Erntezeitpunkt

Erntezeitpunkt

Der optimale Erntezeitpunkt wird anhand der Färbung der Trichome (Harzdrüsen) ermittelt. Am besten nimmt man dazu ein Taschenmikroskop mit einer 60 bis 100 fachen Vergrößerung! Nun schaut man sich zum Ende der angegebenen Blütezeit regelmäßig die Trichome auf der Pflanze an.

Am Anfang sind sie klar und durchsichtig (unreif), werden dann milchig/grau und undurchsichtig (reif), bis sie zu bernsteinfarben, bräunlich wechseln (abreifend).

  • Trichome sind klar und durchsichtig: Pflanze ist noch unreif!
  • Trichome sind milchig/grau und undurchsichtig: Pflanze ist reif! THC sehr hoch, Turn euphorisierend.
  • Trichome sind bernsteinfarben: Pflanze reift langsam ab! CBD erhöht sich, Turn eher entspannend.
  • Trichome sind bräunlich schwarz: Pflanze ist überreif! Optimaler Erntezeitpunkt leider verpasst.

Das heißt, zum Ernten gibt es ein bestimmtes Zeitfenster, in dem es auf die eigenen Ansprüche bezüglich der Wirkung ankommt. Hier nochmal etwas detaillierter:

Trocknung

Trocknung

Nachdem die Pflanze geerntet ist, gibt es natürlich auch einiges bei der Trocknung zu beachten.

Nachdem dem die Cannabis Buds erfolgreich geerntet wurden, ist noch jede Menge Rest-Feuchtigkeit und Chlorophyll in den Blüten enthalten. Direkt nach der Ernte ist 75% der Blüten-Masse nichts anderes als Wasser. Würde man die Buds sofort rauchen, würde es wirklich stark im Hals kratzen und fast ungenießbar sein.

Das Ziel beim Trocknen ist, dass der Wasseranteil der Buds unter 20% sinkt. Optimal sind ca 10-15%. Um diesen Zustand zu erreichen, braucht man etwa ein bis zwei Wochen Trockenzeit

Durch den Wasserverlust verringert sich die Gesamt-Masse der Buds. Die Menge des THC bleibt jedoch gleich, wodurch mehr THC auf weniger Masse vorhanden ist. So werden die Buds erheblich potenter. Man muss viel weniger Cannabis-Masse konsumieren, um den gleichen Effekt zu erreichen.

Wenn die Cannabis Buds gar nicht oder nicht ausreichend lange getrocknet werden, besteht akute Schimmelgefahr beim späteren Fermentieren bzw. Curen. Beim Einlagern der Buds in geschlossene Behälter würde die überschüssige Feuchtigkeit aus den Buds schnell entweichen und Schimmel ansetzen.

Nicht nur das Wasser verschwindet im Trockenprozess. Auch wird das Chlorophyll abgebaut. Deswegen verlieren die Buds im Prozess auch leicht an grüner Farbe. Das Chlorophyll ist eher beim Konsum eher störend und verursacht beim Rauchen das typische Kratzen und Husten im Hals.

Zusätzlich werden mehr Aromen in den Buds „freigegeben“, die beim Konsumieren sonst durch die Feuchtigkeit und das Chlorophyll überdeckt wären. Bei getrocknetem Weed bekommt viel mehr und weitaus interessantere Geschmacksnoten.

Der einzige Nachteil beim Trocknen ist, dass man 1-2 Wochen Geduld mitbringen muss. Klar kann man es wahrscheinlich nach der ganzen Arbeit kaum abwarten seine eigens angebauten Pflanzen endlich zu rauchen. Als Grower sollte man Geduld mitbringen. Die Buds laufen dir nicht weg, so weit ist die Gentechnik noch nicht! 😉

Der ganze Aufwand macht sich jedoch auf jeden Fall bezahlt! Außerdem ist Trocknen einfach ein geiles Gefühl, denn man weiß, dass man selbst etwas geschafft hat und die Vorfreude ist einfach unbeschreiblich groß.

Mehr dazu im Artikel:

Lagerung

Lagerung

Lagern sollte man sein Gras in verschraubbaren luftdichten Gläsern. Wichtig ist, dass sie kühl und dunkel abgestellt werden.

In den ersten Wochen sollte man sämtliche Gläser regelmäßig lüften und auf Schimmel kontrollieren. Um die Feuchtigkeit im Glas auf einem optimalen Niveau zu halten, gibt es Hilfsmittel die austretende Feuchtigkeit im Glas ausgleichen.

Hier ein Beispiel: Boveda verkauft sogenannte Humidipaks. Sie geben – wenn nötig – Feuchtigkeit ab, oder nehmen welche auf um die Feuchtigkeit im Glas stabil zu halten. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen und von verschiedenen Herstellern. WICHTIG: Die Feuchtigkeit von Cannabis sollte während der Lagerung 58 bis 62% betragen!

Beachtet man das nicht, droht Schimmelgefahr! ACHTUNG!

Veredelung

Veredelung

Durch eine optimale Trocknung kann man seine Ernte im nachhinein „veredeln“! Das nennt man curen. Man sollte es auf jeden Fall, auch als Anfänger, versuchen. Der Unterschied im Geschmack und Geruch ist einfach phänomenal!

Verarbeitung

Verarbeitung
  • Kief/Skuff
  • Hasch aus Trockensiebung
  • Rosin
  • Bubble Hash
  • Extrakte
  • Öle
  • in der Küche

(Ein eigener Beitrag über das Thema Verarbeitung folgt!)

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Kommentare

  1. Das Curen ist auch Fermentieren.
    Unter Fermentieren verstand man früher die anaerobe (== ohne Sauerstoff) Vergärung.
    Heute versteht man darunter ziemlich viele, völlig verschiedene „Zersetzungs“- oder „Umwandlungs“. Prozesse. Die können, wie beim Curen, aerob (mit Sauerstoff), oder ohne ablaufen.
    Es gibt aber auch enzymatische Fermentation.

    Wie auch immer: Beim Curen soll das Chlorophyll zersetzt und das THCa in THC umgewandelt werden. Beides Reaktionen, die der Definition von Fermentation entsprechen.

    Curen kann getrost Fermentation genannt werden.

  2. FOXP2 says:

    Da frag ich mich gerade, ob du es überhaupt gelesen hast!

    Da bin ich anderer Meinung.
    Fermentieren und curen dienen zum veredeln, aber curen ist nicht fermentieren!
    Fermentierung ist ein Prozess an dem Enzyme beteiligt sind z.B. u.a. Milchsäurebakterien. Die einzig mir bekannte Fermentationsveredelung dürfte die Malawi Cob Methode sein, dafür ist aber eine sehr hohe Restfeuchte von +70% nötig bzw. Voraussetzung. Da geht die Schimmelgefahr natürlich steil nach oben.

    Beim Curing kommen chemische Prozesse ohne Mithilfe von Mikroorganismen ins Spiel, z.B. Denaturierung des Porphyrin Ring des Chlorophylls, Zerfall von Kohlenhydrate, Cellulose bei langer Lageung etc… Um diese Prozesse im Gang zu halten, braucht es eine gewisse Restfeuchte, die bewährten 55%-65%.

    Wenn du die Seite besucht hättest, wäre dir aufgefallen das der Florian Gärtner ist, der „Erfinder“ des Flo Düngers, der mittlerweile oft zum Einsatz kommt und sich bewährt hat und sich auch recht gut verkauft. :wink: Hier noch einmal sein Fazit

    Das als Blödsinn zu titulieren, ist Blödsinn…

  3. Wenn man belastbare Erkenntnisse gewinnen will, die einem für die Zukunft weiterhelfen – doch, dann muss man genau das machen.

    Wir können froh sein über alle, die versuchen, hinter die Dinge zu schauen, um daraus Regeln abzuleiten, mit denen sich arbeiten lässt. Ich würde sogar sagen: letztlich sind es die Nerds, die die Welt voranbringen.

    Die Frage, ob es einen Unterschid zwischen Fermentation und curing gibt (und wenn ja, wo sie verläuft), interessiert mich auch schon länger, von daher freue ich mich über jeden Diskussionsbeitrag dazu. In diesem Sinne – weitermachen jungs :wink: :+1:

    [klugshyce off]

  4. mal ganz was anderes, was mir grade auffiel:

    • der imperativ von „lesen“ ist „lies“, und nicht „lese“. das zieht sich durchs gesamte forum und ist nicht nur falsch, sondern macht mir jedesmal mega-cringe… :grimacing:

    • Pubertät wird mit b geschrieben, nicht mit p. kommt auch öfter vor, mindestens zwei mal im bereich „blütezeit“.

    mir fallen bestimmt noch mehrere fehler auf, aber dazu brauchte ich mehr zeit und muße…

  5. „Lies“ stirbt langsam aus, das lässt sich seit Jahren im Internet beobachten. Danke, dass du darauf hinweist (und dich dem Vorwurf der Klugscheißerei aussetzt)! Ich hab da schon ein bisschen resigniert … andererseits ist Sprache halt lebendig, und wenn das „lies“ ausstirbt und dem „lese“ platz machen muss, dann ist es halt so, das hat es im Laufe der Zeit immer gegeben und wir werden da letztlich nichts gegen tun können.

    Ich ärgere mich über viele Fälle von falschem Deutsch (ich nenne es Fußballerdeutsch, weil Fußballer-Interviews ein besonders effektiver Verbreitungsweg dafür sind), aber ich frage mich auch immer wieder, ob es nicht einfach in der Natur der Sprachen liegt, weil halt immer Evolution stattfindet … Aber ganz aufgeben werde ich auch nicht :smiling_imp:.

  6. Heißt es nicht „…als wie Menschen“ … ??? :thinking:

  7. Ich finde, bei den quasi offiziellen Texten sollte schon auch die Rechtschreibung stimmen. Das kann durchaus ein Qualitätsmerkmal für so eine Seite sein. Im Übrigen ist das Niveau textlich hier schon ziemlich gut (ich meine jetzt nicht das Forum ;)).

    Und Korrekturlesen ist nun wirklich keine Schande.

  8. ey.ich fand das nicht asi. bisschen zickig vielleicht, aber hey, das hab ich auch schon mal.
    und ja, ich bin bekennender rechtschreib-fan und mache zB korrekturlesen schon gerne. ich würde das auch für den guide anbieten, bin aber derzeit unsicher, ob ich die zeit übrig habe. (wobei es derzeit so aussieht, als hätte ich mindestens die nächsten zwei wochen nicht wirklich viel zu tun. von daher: wenn gewünscht, kann ich gerne über die einträge im anfänger-guide drüber gehen und korrektur lesen. was ich nicht sicher kann, sind kommaregeln, da kriegt mein gatte regelmäßig hörner, wenn er meine hausarbeiten etc. liest.sonstige grammatik und rechtschreibung sitzen allerdings 1 a).
    @Sebugsux (glaub ich) hatte es genau getroffen: wenn es um eine offizielle seite geht (und das ist ja der growguide nun mal, auch wenn wir hier alle total lässig und so sind), ist - auch - die rechtschreibung und die korrekte grammatik ein aushängeschild. haltet das gerne für kleinlich, aber mehr leute als man so denkt, achten tatsächlich darauf. von daher: angebot steht, wenn Ihr wollt.

    edit: ich hatte (für mein gefühl) sachlich und emotionslos (mit ausnahme der ich-botschaft von wegen cringe) formuliert. ich nehme an, dass das als (für eine frau) grob und unhöflich rüber kam. so war es nicht gemeint. auf die füße treten wollte ich niemandem.

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