Kaufberatung: Growbox für Cannabis Anbau (2022)

Damit ein Indoor Grow ein voller Erfolg wird und am Ende das Maximum an Ernte rausspringt, braucht man erstmal eine Growbox. Doch welche Growbox ist am besten? Und was muss man beim Kauf beachten? In dieser Growbox Kauf zeigen wir, welche Growbox man am besten kauft, um eine fette Ernte zu bekommen.

Erstmal passenden Ort finden

Bevor es an die Kaufentscheidung geht, sollte man erstmal schauen, wo die Growbox am besten aufgestellt werden soll. Da eine Growbox nicht gerade unauffällig ist, sollte man schauen, wo man das Ding am besten aufstellt, sodass etwaige Besucher sie nicht unbedingt zu sehen bekommen.

Die meisten werden ihr Growzelt beispielsweise im Schlafzimmer, im Abstellraum, im Keller etc. aufstellen wollen. Oder falls man ein separates abschließbares Zimmer (bspw. ein Büro) hat, kommt das auch in Frage. Und wenn man wirklich nur ein einziges Zimmer hat, wo man mit Besuchern rechnen muss, muss die Growbox unbedingt getarnt werden.

Kriterien für einen Aufstellungsort:

  • Diskretion: Am wichtigsten ist natürlich, dass die Growbox vor potenziellen Besuchern versteckt wird.
  • Genug Platz: Falls man beispielsweise ein typisches 80x80x180cm Growzelt aufstellen will, sollte man etwa 30% Platz dafür einplanen. Schließlich muss man etwas Spielraum für die Luftzugänge und zur Arbeit an den Pflanzen lassen.
  • Luftaustausch möglich: Das Zimmer sollte optimalerweise ein Fenster oder sonstige Belüftungsmöglichkeit haben
  • Stabile Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Optimal sind 20-26°C Temperatur und etwa 30-50% Luftfeuchtigkeit sowie keine zu großen Schwankungen
  • Lautstärke „im Griff“: Da die Belüftung sehr viel Krach macht, muss man das entweder mit einplanen oder die Lautstärke der Growbox senken, indem man andere Lüfter und Controller kauft.

Je nachdem, wo man sich entscheidet, die Box aufzustellen, muss man ggf. in andere Equipment Teile investieren, um es dort optimal in Betrieb zu halten. Wir listen hier mal typische Orte auf.

Variante 1: Schlafzimmer 🛏️

Der „Klassiker“ unter den Growern. Das ist ein ausreichend privates Zimmer. Allerdings muss man sich um die Lautstärke kümmern.

Es ist keine Tarnung nötig: Kein anständiger Besucher wird unangemeldet ins Schlafzimmer gehen.

Frischluftzufuhr ist vorhanden: Sofern man nicht Drakula heißt, wird man ein Fenster im Schlafzimmer haben. Da man zum Schlafen sowieso für Luftaustausch sorgt, ist der Luftaustausch sichergestellt

Gute Temperatur und Luftfeuchte: Da man das Raumklima im Schlafzimmer sowieso möglichst kühl und nicht zu schwül hält, ist das auch optimal für die Pflanzen geeignet.

Lautstärke-Senkung nötig: Da Abluft-Ventilatoren auf voller Leistung verdammt laut sind, muss man bei der Setup-Zusammenstellung und eine Silent-Abluft kümmern. Dazu Lüfter 2-3x stärker dimensionieren und mit Stufentrafo herunterregeln.

  • Zusatz-Tipp: Wir empfehlen das Growzelt im Kleiderschrank unterzubringen, bspw. mit einer UndrcovrLab Box. Dadurch wird auch die Lautstärke etwas gedämmt.

Variante 2: Abstellkammer 🧹

Keine Tarnung nötig: Da meistens keine Besucher die Kammer öffnen werden, muss man sich nicht um Tarnung kümmern

Nimmt kein Platz von der Wohnfläche weg: Wenn die Wohnung schon so etwas klein ist, wird das Growzelt hier keinen wertvollen Wohnraum ein.

Laustärke egal: Sofern nicht zu viel Lärm durch die Tür dringt, muss man sich nicht großartig um die Lautstärke kümmern

❌ Schwierige Abluft-Planung: Wenn die Kammer einen Rohrschacht nach außen hat, muss man die Abluft-Anlage entsprechend planen. Oder falls sie zu klein ist, muss man das Abluft-Rohr

❌ Aktive Zuluft nötig: Meist wird man Zuluft aktiv ansaugen müssen, sofern kein Fenster nach außen zur Verfügung steht

❌ Begrenzter Platz: Bei kleinen Abstellkammern wird es schonmal sehr eng. Die Arbeit an den Pflanzen kann sehr schnell fummelig werden, wenn die Growbox nicht von den Seiten nicht mehr zugänglich ist.

Variante 3: Wohnzimmer 📺

Frischluftzufuhr ist vorhanden: Im Wohnzimmer gibt es meist ausreichend Fenster. Damit hat man genug Luftaustausch sichergestellt

Gute Temperatur und Luftfeuchte: Da man das Raumklima im Wohnzimmer sowieso möglichst kühl und nicht zu schwül hält, ist das auch optimal für die Pflanzen geeignet.

❌ Tarnung nötig: Sofern man regelmäßig Besuch erwartet, wird ein offenes Growzelt extrem auffällig wirken. Deswegen muss man sich hier um eine Tarnung kümmern.

Lautstärke-Senkung nötig: Da Abluft-Ventilatoren auf voller Leistung verdammt laut sind, muss man sich um eine Silent-Abluft kümmern. Man kann es aber flüsterleise hinbekommen, indem man Lüfter 2-3x stärker dimensioniert und mit Stufentrafo herunterregelt.

Variante 4: Keller 🕸️

Keine Tarnung nötig: Da meistens keine Besucher die Kammer öffnen werden, muss man sich nicht um Tarnung kümmern. Es sei denn, die Heizungsableser müssen dorthin.

Laustärke egal: Im Keller juckt der Lärm niemanden , da muss man sich nicht großartig um die Lautstärke kümmern

Ggf. unpassende Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Die meisten Keller sind oft entweder zu kühl, zu feucht oder gar beides. Hier muss man entweder die Luftzufuhr rigoros durchplanen oder für zusätzliche Beheizung der Growbox sorgen.

❌ Schwierige Abluft-Planung: Meist sind die Fenster des Kellers, sofern überhaupt vorhanden, sehr klein. Hier muss man meist die Abluft zum Fenster führen

❌ Aktive Zuluft nötig: Meist wird man Zuluft aktiv ansaugen müssen, sofern es zu kalt oder zu feucht im Kellerraum ist

Wie groß sollte Growbox sein?

Hat man sich nun für den passenden Ort entschieden, kann man sich um eine Größe kümmern. Natürlich sollte man auch sein Budget im Hinterkopf behalten. Je größer die Box, desto teurer ist sie natürlich. Und desto größere Lampe braucht man und desto größere Abluft braucht man etc.

Damit man als Grower eine gute Ernte abwirft, sollte die Growbox unabhängig von der Fläche ausreichend hoch sein. Denn manche Sorten wollen einfach hoch wachsen. Gerade in der Blütephase können sich die Ladies je nach Gattung noch mal um das Vierfache an Höhe zunehmen (auch Blütestretch genannt).

Unsere Empfehlung: Für einen möglichst einfachen und komfortablen Grow sollte die Growbox optimalerweise 180cm hoch oder zumindest 160cm hoch sein. Das hört sich zwar nach viel Platz nach oben an. Aber nach Abzug von Töpfen, Abluft und der Lampe (plus Abstand zur Pflanze) wird man effektiv nur etwa 100-120cm nutzen können.

Hat man allerdings nur wenig Höhe zur Verfügung oder man bevorzugt einen ganz kleinen Mini-Grow, wird man die Pflanze trainieren müssen. Dabei wird das Wachstum der Pflanzen so manipuliert, damit sie nicht zu hoch, aber dafür in die Breite wachsen.

Die Größe der Grundfläche und die Höhe der Box entscheiden am Ende, wie viel man am Ende ernten wird. Die Anzahl der Pflanzen auf der Fläche spielt da eher eine zweitrangige Rolle. Würde man zu viele Pflanzen auf eine kleine Fläche quetschen, würden sie sich gegenseitig das Licht wegzunehmen und am Ende die gleiche Ernte abwerfen wie mit weniger Pflanzen.

Die meisten Growboxen kommen in quadratischen bzw. rechteckigen Grundflächen wie 60x60cm, 80x80cm, 100x100cm etc. Dann gibt es aber auch spezielle Formate, wie beispielsweise die UndrCovrLab Reihe, die exakt auf die Maße von schwedischen Kleiderschränken zugeschnitten sind.

Unsere Top-Empfehlung ist eine 80x80x180cm Growbox perfekt geeignet. Hier kann man genug anbauen, um den typischen Eigenverbrauch für 1-2 Personen zu decken. Und mit 180cm Höhe hat man mehr als genug Platz nach oben, falls die Pflanzen aus Versehen doch etwas zu hoch wächst.

Für Low Budget Grower ist eine 60x60x160cm Growbox das absolute Minimum. Damit lassen sich bis zu vier mittelgroße Pflanzen hochziehen. Allerdings kann man die Pflanzen nicht zu hoch wachsen lassen. Um den Platz optimal auszunutzen, sollte man hier ausschließlich zu LED Lampen greifen.

Unsere High-End Empfehlung ist eine Growbox mit 100x100x200cm Maßen. Hier man extrem viel Spielraum, was die Arbeit an den Pflanzen extrem komfortabel macht. Auch kann man sich entscheiden, ob man die Box komplett voll mit Pflanzen stellt oder lieber etwas Platz dazwischen lässt.

Wenn man sich mit zwei oder drei Freunden den Grow teilt, dann kann man sogar zu einer 120x120cm Growbox zu greifen. Darüber hinaus gibt es noch größere Growboxen mit 150x150cm oder sogar 240x120cm und 240x240cm Zelte = das sind stolze 5,76 m2! Solche Größen geht schon in Richtung XXL Grow und werfen massive Erträge ab.

Unser Tipp: Ist man zwischen zwei Größen unentschlossen, besser zu größeren Variante greifen. Mehr Tipps zu der Entscheidung gibt es in unserem Artikel: Welche Growbox Größe kaufen?

Und was ist mit Mini-Growboxen?

Und was ist mit Mini-Growboxen? Die kleinen Stealth Boxen sind teilweise echt klein, so dass man direkt zu ScroG und SoG Techniken greifen muss. Wer aber nicht viel Wert auf hohe Ernten legt und einfach nur eine oder zwei niedrige Mini-Pflanzen anbauen will, sollte das locker hinbekommen.

Wer wirklich selten raucht, kommt mit einer ganz kleinen Minigrowbox beispielsweise mit 40x40cm oder 30x30cm Anbaufläche locker aus. Das Problem solch kleiner Growzelte ist, dass sie ziemlich niedrig sind. Dadurch muss die Pflanze kleiner gehalten werden. Es springt weniger Ernte raus. Das ist gerade für Anfänger, die nur ein oder zwei Pflanzen für einen kleinen Bedarf anbauen wollen, ärgerlich.

Wie viel kann man ernten?

Beim Indoor Anbau gilt: Statt die Ernte pro Pflanze zu messen, ist es besser nach Growbox-Größe zu gehen. Cannabis Pflanzen können unterschiedlich hoch und breit wachsen. Selbst gleiche Samen haben oft mehrere Phänotypen in der Genetik und können ungleichmäßig hoch und breit ausbilden.

Beispiel: Auf 100x100cm Fläche werden bis zu 9 Pflanzen (untrainiert) empfohlen. Nun könnte man zwar 12 Pflanzen (als 3×4 Raster) reinquetschen. Dann würden die Pflanzen mit zunehmender Größe sich gegenseitig das Licht wegnehmen und untereinander klein ausfallen. Und damit würde die Ernte mit diesen neun Pflanzen sogar noch niedriger ausfallen wie mit vier Pflanzen.

In der Tabelle unten gibt es typische Growbox Größen und die passende Anzahl Pflanzen. So lässt sich besser einschätzen, welche Größe am besten passt.

GrößeFlächePfl.ErtragOptimal für:
XXS30x30x60cm110-30gKleinst-Konsument
XS40x40x160cm130-75gSehr niedriger Eigenverbrauch
S60x60x160cm2-475-150gNiedriger Eigenverbrauch
M80x80x180cm2-4150-250gMittlerer Eigenverbrauch
L100x100x200cm6-9250-400gHoher Eigenverbrauch
XL120x120x220cm9-16400-800gHoher Eigenverbrauch für 2
XXL150x150x220cm12-16600-1200gHoher Eigenverbrauch für 3
XXXL240x120x240cm16-32800-1600gWer soll das alles rauchen?!
4XL240x240x200cm32-641600-3200gWohin mit dem ganzen Gras?!
Hinweis: Die Anzahl der Pflanzen bezieht sich jeweils auf Grows ohne Trainingsmethoden wie ScroG oder SoG.

Was macht eine gute Growbox aus?

Nachdem nun alle Kriterien bekannt sind, ist es an der Zeit eine hochwertige Growbox auszusuchen. Schließlich will man kein Geld zum Fenster rauswerfen und stattdessen Qualitätsware bekommen.

Kriterien:

  • Hohe Reflexionswerte: Am besten weiße Folie statt Silberfolie
  • Absolut lichtdicht: Gute Verarbeitung an den Nähten und am Reißverschluss
  • Hochwertiger Außenstoff: Das Nonplusultra ist ein 600D Nylon Außenstoff
  • Stabiles Gestell: Am besten 22mm Durchmesser, 16mm sind absolutes Minimum
  • Ausreichend Aufhängemöglichkeiten: Querstreben für Decke und Spanngurte sollten dabei sein
  • Ausreichend Abluft/Zuluft-/Kabel-Öffnungen: Sodass man etwas flexibel ist bei Belüftung und Verkabelung
  • Einfacher Zugang zu Pflanzen: Ausreichend große Front-Tür und ab 100x100cm zusätzliche Seitentüren

Alternative kann man sich einfach an unsere Kaufempfehlungen unten halten.

Faktor #1: Hohe Reflexionswerte

Im Inneren des Zelts sollte eine gute reflexive Beschichtung sein, sodass kein Licht verschwendet und stattdessen auf die Pflanzen reflektiert wird.

Am besten sind weiße Beschichtungen, die bis zu 92% Reflexionsgrad (was bspw. bei der Homebox der Fall ist). Bei günstigen Growboxen findet man meist nur billige Silberfolien im Inneren, die etwa 70% Reflexionsgrad haben. So wird fast ein Drittel der Lichtleistung der Lampe einfach verschwendet.

Viele Hersteller nutzen Mylar Folien und behaupten dabei, dass diese über 95% des Lichts reflektieren können. Allerdings wird dabei verschwiegen, dass das nur für Laborbedingungen gilt, unter denen der Stoff keinerlei Falten wirft und auch keinerlei Schmutz, Dreck, Staub etc. involviert ist.

Weiße Reflexionsfolien dagegen lassen sich einfacher reinigen, Dreck brennt sich nicht so schnell ein und behält seine reflexiven Eigenschaften auch bei Falten bzw. diese fallen nicht ganz so stark aus wie bei Silberfolien.

Faktor #2: Muss lichtdicht sein

Eine gute Growbox muss absolut lichtdicht sein. Hier muss der Reißverschluss halbwegs hochwertig. Manche billige Growboxen haben minderwertige Verschlüsse, sodass Licht an die Pflanze kommen und sie in ihrer Schlafphase aufwecken und das Wachstum stören kann.

Man sollte ebenfalls auf die Nähte des Bezugs achten, dass sie halbwegs fest und absolut lichtundurchlässig sind. Schließlich will man nicht, dass das Zelt nicht gleich bei der ersten Nutzung reißt. Auch der Rahmen sollte ausreichend stabil sein, sodass man schwere Lüfter und Lampen aufhängen kann, ohne dass die Konstruktion sich gleich verbiegt.

Auch sollte man auf die Reißverschlüsse achten. Billige Zipper können schonmal Licht durchlassen. Je „schwerer und fetter“ die Reißverschlüsse sind, desto besser. Auch werden sie länger halten als irgendwelche fummeligen Billig-Varianten.

Faktor #3: Hochwertiger Bezug

Damit man wirklich lange Freude am Growzelt haben kann, sollte der Außenbezug aus reißfestem und hochwertigem Material sein. Und je besser der Außenstoff, desto mehr kann das Zelt auf Spannung gehalten werden. Dadurch werden die Falten im inneren quasi ausgebügelt und die Reflexion dadurch leicht verbessert. Denn je weniger Falten in der Reflexionsfolie sind, desto besser wird sie reflektieren.

Beispielsweise wird in der Homebox Ambient Serie 600D Nylon verwendet, was das Nonplusultra ist. Günstigere Growzelte kommen stattdessen mit dünneren und damit günstigeren Polyestergewebe, beispielsweise 210D bei Secret Jardin Hydro Shoot Serie.

Faktor #3: Stabiles Metall-Gestell

Das Gestell ist quasi das Skelett, was der Growbox die Stabilität verleiht und gleichzeitig Aufhängemöglichkeiten für Belüftung, Beleuchtung und sonstige Zubehörteile bietet. Dieses besteht meist aus runden Metallstangen, die mit Plastikverbindern zusammengesteckt werden.

Je größer der Durchmesser der Stangen, desto besser. Hochwertige mittelgroße Boxen haben beispielsweise 22mm Durchmesser während die günstigeren Varianten nur 16mm dünn sind. Auch wenn 16mm Durchmesser normalerweise ausreichen, können die stärkeren Varianten das Zelt vor Schaden bewahren, falls man doch ruppiger damit umgeht.

Auch sollte man schauen, ob zusätzliche Querstreben schon dabei oder zumindest separat gekauft werden können. Diese bieten nicht nur mehr Möglichkeiten zum Anbringen von Clip-Ventis etc, sondern können die Zeltwände vor dem Zusammenziehen bewahren. Durch den Unterdruck werden die Wände nach innen zusammengezogen und können dadurch wertvollen Platz wegnehmen. Zusätzliche Stangen verhindern das.

Faktor #4: Aufhängemöglichkeiten

Damit auch stärkere Abluft-Anlagen sowie schwere LED Lampen ohne Probleme im Zelt aufgehängt werden können, sollte das Zelt flexible Möglichkeiten dafür bieten.

Neben den Positionen für die Abluft-Öffnungen selber sollten zusätzliche Querstreben. Diese Streben sollten sich auch problemlos verschieben lassen, um die Abluft-Anlage besser positionieren zu können.

Auch sollten ein paar Spanngurte dabei sein, um den Ventilator und AKF vibrationsfrei aufhängen zu können.

Faktor #4: Öffnungen für Belüftung und Stromkabel

Eine gute Growbox sollte mehrere runde Abluft- und Zuluft Öffnungen bieten, bestenfalls in unterschiedlichen Durchmessern und mehreren Positionen, Denn je nachdem, wo man das Zelt aufstellt, möchte man möglicherweise die Abluft nach links, recht oder nach oben ableiten.

Auch sollten die Durchmesser der Abluft-Löcher lieber eine Nummer größer sein als nötig. Denn je größer der Durchmesser, desto leiser wird die Box später sein.

Bei den Zuluft Öffnungen sollten unbedingt feinmaschige Insektengitter angebracht sein. Diese schützen die Pflanzen nicht nur vor Schädlingen, sondern halten auch Staub und groben Schmutz fern.

Oft vergessen Anfänger, dass ein oder mehrere Stromkabel in die Growbox geführt werden müssen. Dafür sollte die Box entsprechende Öffnungen haben, die sich entsprechend zusammenziehen lassen.

Faktor #5: Einfacher Zugang zu Pflanzen

Ein Faktor, der nicht vernachlässigt werden sollte, ist die „Zugänglichkeit“ zu den Pflanzen. Denn je nach Größe des Zelts sollte die Front-Tür ausreichend groß sein, damit man sich nicht später zu arg strecken muss, um bspw. beim Gießen an die Ladies ganz hinten zu kommen.

Manche Zelte haben beispielsweise eine „Rundum-Tür“, bei der der Reißverschluss um die gesamte Box herum geht, sodass man beim Öffnen nicht nur die Front, sondern auch die linke Seitenwand komplett aufziehen kann. Nachteil ist allerdings, dass dadurch die linke Seitenwand keine Zuluft oder Abluft hat.

Größere Zelte (ab 100x100cm) sollten bestenfalls zusätzliche Seitentüren haben. So haben beispielsweise die Homebox Q100+ und höher zusätzliche Seitenzugänge. Bei günstigeren Zelten in der gleichen Größe ist das nicht immer der Fall.

Manche Boxen haben ebenfalls ein kleines verschließbares Fenster an der Fronttür, um mal schnell einen Blick auf die Pflanzen werfen zu können, ohne dass man das Zelt öffnen muss. Das erleichtert die tägliche Kontrolle der Pflanzen und minimiert den möglichen Stress.

Faktor #6: Wasserdichter Boden

Bestenfalls sollte das Growzelt mit einem wasserdichten Einlegeboden kommen, sodass man diesen entnehmen und separat reinigen kann. Sollte beispielsweise mal irgendwo Wasser überschwappen oder beispielsweise ein Schlauch des Bewässerungssystems undicht sein, schützt man seine Wohnung vor einer MIni-Flut.

Diese Gefahr solle man nicht unterschätzen, da der Wassereinbruch schnell die Aufmerksamkeit der Nachbarn auf sich rufen kann, falls sie was davon merken. Und dann würde schonmal die Feuerwehr sich mit Gewalt Zugang zu eurer Wohnung verschaffen und eure Plantage entdecken.

Nicht vergessen: Zur Absicherung sollte man stets Untersetzer zu den Töpfen oder ein Garten-Tablett kaufen. Mehr dazu in der Kaufberatung für Töpfe.

Faktor #6: Zusätzliche Features

Manchmal kommen Growzelte mit interessanten Zusatz-Features, die einem das Grower-Leben einfacher machen.

Beispielsweise kann man bei der Secret Jardin Dark Street Serie die Abluft Löcher mit einem mitgelieferten Kit selber einschneiden und damit die genaue Position selbst bestimmen, wie es einem passt. Damit bekommt man volle Flexibilität, allerdings kann man diese später nicht mehr verschließen, sollte man seine Vorzüge ändern.

Growbox Kaufempfehlungen im Jahr 2022

Auch im Jahr 2022 ist unsere Growbox Top-Empfehlung die Homebox Ambient Serie von Eastside Implex. Man bekommt eine sehr hochwertige Box mit den besten Reflexionswerten und extrem hochwertiger Verarbeitung – und das in sehr vielen unterschiedlichen Größen und Ausführungen.

Als Low Budget Growbox empfehlen wir aktuell die Zelsius Growzelt Serie, die vom Preis-Leistung-Verhältnis einfach unschlagbar ist.

Als High-End Variante empfehlen wir das UndrCovrLab Growzelt, dessen Größen speziell für die IKEA Kleiderschränke zugeschnitten sind. Damit können die Zelte perfekt tarnen, ohne auch nur einen Zentimeter im Schrank zu verschwenden.

Top-Empfehlung

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Die aktuell beste Growbox ist die Homebox Ambient Serie. Die Homebox Ambient Serie ist bekannt für eine hochwertige Verarbeitung, robusten Stand und exzellente Reflexionswerte.

Top-Empfehlung
HOMEbox Ambient Q80+ Plus - 80 x 80 x 180 cm

Die Homebox ist ein sogenanntes Growzelt, das aus einem Metallgestell und einer Stoffhülle besteht. Im Inneren der Box ist eine glänzend weiße PAR+ Beschichtung angebracht, die im Schnitt 92% der „photosynthetisch aktive Strahlung“, sprich des Pflanzenlichts reflektiert. Zum Vergleich: Boxen mit Silberfolien reflektieren nur etwa 70-75%.

Dank der extrem starken Verarbeitung und sehr robuster Reißverschlüsse ist die Homebox Ambient absolut lichtundurchlässig, so dass in der Nachtphase die Pflanzen nicht gestört werden. Auch an den „Omniflow“-Lufteinlässe lassen sich dank der Doppel-Abdeckungen ganz einfach Lichtfallen anbringen.

Für den Luftauslass kann man entweder die etwas kleinere Öffnung oben an der Rückwand nehmen oder die etwas größere an der Decke. Beide lassen sich aber mittels einer Schnur licht- und luftdicht verkleinern, so sie auch als Kabelauslass benutzt werden können.

Die Homebox gibt in vielen unterschiedlichen Größen mit entweder quadratischen oder rechteckigen Grundflächen, was man an der Modellnummer erkennen kann (Q = quadratisch, R = rechteckig). Von der Q30 Mini Variante mit 30x30cm über die Q100 (100x100cm) bis hin zu Monster-Größen wie der Q300 (300x300cm) ist für jeden Geschmack was dabei.

Durch die im letzten Jahr eingeführte Plus Serie haben die meisten Homebox Ambient Modelle 20cm mehr Höhe bekommen. Wir empfehlen darauf zu achten, dass ein „+“ hinter der Modellnummer steht, bspw. Q60+, Q80+ usw.

Low Budget

Wer möglichst wenig ausgeben will, ist bei der Homelab Growbox Serie genau richtig. Sie kommt vom gleichen Hersteller wie die hochwertige Homebox Ambient Serie, hat aber etwas Abstriche und ist günstiger zu haben

Low Budget
HomeLab 80 - 80x80x180cm

HomeLab 80 - 80x80x180cm

von HomeLab

Preis: € 114,90 (€ 134,90)

Vorteil der Homelab Serie ist vor allem der sehr hochwertige und absolut lichtdichte Reißverschluss, der auch schon in der Homebox Serie verbaut ist. Genauso sind die Luftein- und Luftauslässe doppelt genäht, so dass auch diese absolut lichtdicht sind.

Von allen Low Budget Growboxen hat Homelab die meisten Öffnungen für Abluft, Zuluft und Kabeldurchlass. Damit hat man extrem viel Flexibilität bei der Belüftungs-Planung für das künftige Setup.

Innen ist eine Silberbeschichtung angebracht, die einen Reflexionsgrad von etwa 70% hat. Das ist halbwegs gut wenig und bei dem niedrigen Preis aber nachvollziehbar. Beim Außenmaterial findet man das 210D Polyester, ein typischer Stoff, der sich bei vielen anderen Low Budget Growzelten finden lässt.

High End

Wer das ultimative Growzelt haben will, der sollte zu einemUndrCovrLab Growzelt greifen. Dieses hat nicht nur eine großartige Verarbeitung und extrem hohe Reflexionswerte.

Im Inneren des UndrCovrLab Zelts ist eine Glossy White Folie angebracht, die in etwa 92% des PAR Lichts reflektiert. Außen wird das bewährte und extrem hochwertige 600D Nylon Gewebe verwendet, das auch schon bei der Homebox Ambient zum Einsatz kommt.

Das große Highlight ist aber, dass die Zelte speziell auf die Maße der Schränke eines beliebten schwedischen Möbelherstellers zugeschnitten sind. Damit kann man seinen Kleiderschrank in eine perfekt getarnte Growbox umwandeln – und das ohne großen aufwändigen Innenausbau.

DasUndrCovrLab M Growzelt ist mit 92x54x198cm speziell für den PAX Schrank zugeschnitten. Nimmt man den 201cm hohen Korpus, schließt das Zelt oben bündig mit der Deckenwand ab. Beim 239cm hohen Korpus hat man etwa 38cm extra Platz im Schrank, wo man die Abluft-Anlage anbringen kann.

DasUndrCovrLab S Zelt ist mit 75x45x165cm ist für die kleineren Schrank-Modelle wie bspw. KLEPPSTAD, PLATSA, RAKKESTAD und ANEBODA zugeschnitten. Auch wenn man oben im Schrank etwas Platz haben wird, wird man keine Abluft unterbringen können. Diese muss man innen anbringen, sodass man etwa 25cm weniger Höhe für die Pflanze zur Verfügung hat.

Mini-Growbox

Wer es lieber ganz klein halten und einen Mini-Grow machen will, für den empfehlen wir die Minigrowbox One. Auch wenn der Preis zuerst extrem abschreckend wirkt, bekommt man hier ein ganz besonderes Grow-Erlebnis.

Das Besondere an der Minigrowbox ist, dass es komplett ausgestatteter und perfekt getarnter Mini-Growschrank. Licht, Belüftung und Steuerung sind bereits fertig verbaut und speziell für die Box zugeschnitten. Das Design des Schranks ist unscheinbar, die Lautstärke ist gleich null. Sie ist getarnt, wie keine andere Box am Markt.

Das zugeschnittene LED Board hat 60W Gesamtleistung. Es sind hochwertige Osram LED Chips verbaut. Dadurch können die Pflanzen extrem nah ran. Und das müssen sie auch, da man innen nur 60cm Höhe hat. Praktisch: Ein ScroG Netz wird bereits mitgeliefert integriert.

Der Preis von 1300€ ist zwar mehr als happig. Dafür bekommt man Einiges an Funktionen geboten, die andere Boxen nicht haben. Beispielsweise können alle Komponenten über das eingebaute Display kontrolliert und gesteuert werden.

Auch kommt die Box und alle Komponenten fertig zusammengebaut. Es reicht die Minigrowbox einfach aufzustellen und schon kann man mit dem Grow loslegen.

Was ist mit Komplettsets?

Ein Komplettset ist ein Set aus Growbox samt und Beleuchtung, Lüfter und oft noch weiteres Zubehör fürs Growing. Dabei hat jeder Growshop eigene Kombinationen und Setups. Auch hat jeder Shop anderes Zubehör inklusive dabei. Weil alle Komplettsets so unterschiedlich sind, gehen auch die Preise oft stark auseinander.

Vorteil von Komplettsets ist, dass man sofort aufbauen und loslegen kann. Die ganze Vorab-Planung zur Zusammenstellung der Growbox entfällt komplett.

Ein weiterer Vorteil ist eine Ersparnis gegenüber dem Einzelkauf. Oft gibt es vom Growshop einen Rabatt, wenn man direkt alle Teile im Paket bestellt. Beispielsweise bekommt man bis zu 11% Rabatt bei Growland Komplettsets gegenüber dem Einzelkauf.

Gleichzeitig spart man sich Versandkosten, als wenn man von mehreren Shops bestellen würde. Und die Umwelt dankt einem dafür auch. 😉

Die Nachteile von Komplettsets hängen stark von dem jeweiligen Shop ab. Manche Shops sparen oft an den Komponenten und packen billige China-Lampen in ihre Sets rein statt hochwertige Modelle wie bspw. von Sanlight oder Lumatek zu nehmen.

Einzig bei Growland.net und Grow-Shop24.de konnte ich passende Komplettsets finden, die gut aufeinander abgestimmt sind. In Sachen Preis sind die Sets mehr als fair: Schon ab 400 EUR gibt es ein super abgestimmtes Growbox Komplettset. Mehr dazu in unserer Growbox Komplettset Kaufberatung.

Kann man auch ohne Growbox anbauen?

Klar könnte man einfach eine Cannabis-Pflanze in den Blumentopf setzen und im eigenen Zimmer neben das Fenster stellen. Das nennt sich dann Fensterbank-Grow. Doch ich garantiere, dass man von dem Ergebnis enttäuscht sein wird. Zumal man damit auch das Risiko eingeht, dass neugierige Nachbarn oder Passanten die Pflanze entdecken (oder auch „erschnüffeln“).

Alternativ kann man mit Outdoor Growing entweder im eigenen Garten oder in der freien Natur Cannabis anpflanzen. Dann ist man allerdings vom Klima und Wetter abhängig und kann nur einmal pro Jahr anbauen. Eine Einführung zum Thema Outdoor Growing gibt es hier.

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Alte Kommentare

4 Gedanken zu „Kaufberatung: Growbox für Cannabis Anbau (2022)“

  1. Hi Junior Gong,

    danke für die Übersicht. Ich habe ewig hin und her überlegt, welche der Boxen am besten in meine Wohnung passt. 60cm zu klein, 80cm zu Groß und wie auch immer…

    Dann wollte ich einen Aneboda Ikea Schrank umbauen, was mir aber zuviel Arbeit war. Nach weiterer Suche, bin ich dann auf die UndrCovrLab S Growbox mit 75x45x165cm auf Amazon gestoßen. Das Teil lässt sich direkt in den Ikea Schrank einbauen, paar löcher rein fertig.

    Hat das Teil von euch schon jemand im Betrieb? Wieviele Pflanzen würdest Du für die Grundfläche von 75×45 emfpehlen, bzw welches Licht?

    Danke im Voraus!
    LG Dino

    Antworten
    • An deiner Stelle würde ich eine PlatinumLED P-150 oder P-300 benutzen.
      Bei der Pflanzenanzahl hängt es davon ab was für ein Training du verwendest, d.h. ScroG oder ob du sie platzsparend wachsen lässt. Ich schätze aber, dass 2-3 Pflanzen rein passen sollten.

      Antworten
  2. Die ganze „Abhandlung“ mit den Kaufberatungen ist doch mal was handfestes zum Abspeichern.
    Ich muss mich halt mal Wiederholen, ich zeige keinerlei Reue dass ich mich in diesem Forum angemeldet habe, die vielen Beiträge, Kommentare, Tipps und Ratschläge haben mir schon sehr geholfen.

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