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ScroG – Cannabis Anbau Methode für maximalen Erfolg

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Indoor angebaute Cannabis Pflanzen können aufgrund ihrer natürlichen Wuchsform ihr volles Potenzial nicht ausschöpfen. Um dies zu ändern, bedienen sich Grower verschiedener Trainings- und Anbaumethoden. Eine der effizientesten Methoden ist die ScroG Methode, die wir im folgenden Artikel vorstellen.

Was ist ScroG?

ScroG steht für Screen of Green und bedeutet so viel wie „Grüner Schirm“ oder „Grüne Wand“. Bei dieser Anbaumethode wird ein Schirm in Form eines Netzes oder Gitters zwischen die Ladys und deren Lichtquelle gespannt.

Ziel ist es, das gesamte Netz mit Trieben zu füllen und so das Blühpotenzial jedes einzelnen Triebes zu optimieren. Da es keinen Haupttrieb mehr gibt, sondern alle Triebe gleich lang sind, wird das zur Verfügung stehende Licht optimal verteilt und kann von allen Trieben in gleichem Maße absorbiert werden.

So erhält der Grower eine Vielzahl von Colas anstatt eines einzigen Headbuds. Das komplette Netz wird durch die ScroG Technik mit Blüten gefüllt sein. Fluffige Blüten, wie man sie von einem Standard Grow kennt, gibt es bei dieser Methode nicht, da alle Blüten gleichviel Licht bekommen.

Hier sehen wir einen ScroG Grow in der Blüte.

Bei einem ScroG arbeitet man mit einer geringen Anzahl an Pflanzen, die man durch Topping zum Ausbilden mehrerer Seitentriebe anregen sollte. Unter Topping versteht man Beschneiden des Haupttriebs, eine Form von High Stress Training (HST). Beschneidet man diesen, so bildet die Pflanze anstatt eines einzelnen langen Haupttriebs, zwei neue Triebe nach. Außerdem wird die Energie in die bereits vorhandenen Seitentriebe gelenkt, die an Länge gewinnen.

Für einen erfolgreichen Grow sollte sich man sich vorab mit der Topping-Technik vertraut machen. Diese ist zwar nicht unbedingt nötig, erhöht jedoch die Chance auf einen erfolgreichen ScroG.

Die beiden „neuen“ Haupttriebe kann man ebenfalls wieder toppen und erhält so vier Haupttriebe usw. Ist man mit der Anzahl der Triebe zufrieden, so lässt man diese bis zum Netz wachsen. Der Grower flechtet die Triebe dann ins Netz ein und sorgt damit für ein horizontales Wachstum. Dieses Einflechten ist eine Form von Low Stress Training kurz LST.

Bei dieser LST-Technik trainiert man die Pflanze durch Runterbinden bis zum Erreichen der gewünschten Wuchsform. Um die Pflanze nicht zu verletzen und unnötigen Stress zu vermeiden, muss das Einflechten ins Netz vom Grower möglichst vorsichtig durchgeführt werden.

Eine weitere HST-Trainingsmethode ist das sogenannte Lollipopping. Dieses sollte für einen erfolgreichen ScroG während der ersten Blütewochen zum Einsatz kommen. Hierbei entfernt man alle Triebe und Blätter unterhalb des Netzes. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass die Pflanze ihre gesamte Energie in das Bilden von Blüten steckt.

Vor- und Nachteile

Mit ScroG kann man aus der Cannabispflanze das Maximum an Ertrag rausholen, was ScroG zu einer der effektivsten Anbaumethoden überhaupt macht. Allerdings muss der Grower für einen ScroG etwas mehr Zeit aufwenden als ein Standard Grow benötigen würde. Grund hierfür ist die lange Wachstumsphase.

Rechnet man beim Standard Grow mit einer Wachstumsphase von ca. vier bis fünf Wochen, so muss man seinen Lieblingen für einen erfolgreichen ScroG ca. sieben bis acht Wochen Wachstum gönnen.

Das Einflechten ins Netz sowie das empfohlene Topping macht einen ScroG außerdem arbeitsintensiver als einen Standard Grow.

Vorteile

Die Scrog Technik sorgt durch das horizontale Pflanzenwachstum für eine optimale Nutzung der zur Verfügung stehenden Fläche. Jeder Centimeter der Growbox wird durch Einflechten ins Netz vom Grower mit Trieben gefüllt. Diese wachsen nach Umstellung der Beleuchtungszeit auf 12/12 Stunden gleichmäßig zu prächtigen Colas heran.

Durch das Einflechten ins Netz gibt es keinen Haupttrieb mehr, der Schatten auf die weiter unten liegenden Triebe werfen kann. Alle Triebe sind gleich lang und können somit das Licht im gleichen Maße aufnehmen. Dies ist beim Indoor Grow ein entscheidender Vorteil. da das Licht und somit ein entscheidender Kostenfaktor optimal genutzt wird. Im Innenbereich verwendete Beleuchtungssysteme haben außerdem oftmals nicht dieselbe Tiefenwirkung wie die Sonne beim Outdoor Grow. Bei einem ScroG spielt dieser Punkt keine Rolle mehr.

Das Nutzen der ScroG Methode macht es dem Grower möglich mit wenig Pflanzen zu arbeiten. Durch das Topping und Einflechten ins Netz wird aus der einzelnen Pflanze das Maximum an Ertrag herausgeholt. Es ist somit nicht nötig eine große Anzahl an Pflanzen in einem Durchgang anzubauen. Dass bestimmte Strains oftmals kostspielig sind, stellt jeder Grower früher oder später einmal fest.

Cannabis Fans können durch den Anbau weniger Pflanzen mit der ScroG Methode bei der Anschaffung von Samen oder Stecklingen einiges an Geld sparen. Arbeitet man mit einer Mutterpflanze, so hat diese eine geringe Anzahl gleichstarker Stecklinge weitaus schneller ausgebildet als eine hohe Anzahl.

Der Anbau besonders hochwachsender Pflanzen in einer Growbox ist bei einem Standard Grow nicht möglich, da der Platz nach oben beschränkt ist. Durch Anwenden der ScroG Methode und das Trainieren der Pflanze zu horizontalem Wachstum können auch sehr hochwachsende Sorten gut in einer Growbox kultiviert werden.

Die optimale Nutzung der vorhandenen Fläche sowie die maximale Lichtausbeute sorgen bei einem ScroG für maximalen Ertrag. Bei einem Standard Grow erntet man aufgrund der natürlichen Wuchsform der Cannabis Pflanze einen Haupttrieb und somit einen kompakten Headbud. Die Seitentriebe bilden leichtere Blüten aus, was den Ertrag schmälert. Bei einem ScroG gibt es keine Seitentriebe mit leichteren Blüten, sondern nur kompakte Colas und somit einen weitaus besseren Ertrag.

Durch die gleichmäßige Beleuchtung aller Triebe können diese das Licht optimal absorbieren und zu festen, großen Blüten heranreifen. Fluffige, kleine Blüten von mäßiger Qualität, die sich beim Standard Grow im unteren Bereich der Pflanze finden, gibt es bei einem ScroG nicht.

Ein ScroG bringt nur große, feste Blüten hervor, die sich wesentlich schneller ernten lassen. Vor allem lassen sie sich aber auch einfacher und schneller trimmen als kleinere Blüten.

Nachteile

Beim ScroG muss der Grower mit einer Wachstumsphase von bis zu acht Wochen rechnen. Dies ist verglichen zum Standard Grow mit einer Wachstumsphase von ca. vier Wochen ein wesentlicher Nachteil der ScroG Methode.

Das Einflechten ins Netz ist relativ zeit- und arbeitsintensiv. Der Grower muss hier stetig am Ball bleiben, um nicht Gefahr zu laufen, dass einzelne Triebe zu lang und starr werden um sie unters Netz führen zu können. Um beim Einflechten nicht abzubrechen müssen die Triebe biegsam und flexibel sein. Nur junge, frisch gewachsene Triebe weisen diese Eigenschaften auf.

Da Autoflower Strains automatisch in die Blüte gehen, können diese nicht für einen ScroG genutzt werden. Die notwendige lange Wachstumsphase ist nicht gewährleistet. Autoflower Sorten würden in die Blüte gehen, bevor das Netz gefüllt ist und können daher nicht genutzt werden.

Vorteile:

  • Optimale Flächennutzung
  • Maximale Lichtausbeute
  • Wenig Pflanzen erforderlich
  • Anbau hochwachsender Pflanzen
  • Maximaler Ertrag
  • Hohe Qualität
  • Zeitersparnis bei Ernte

Nachteile:

  • Lange Wachstumsphase
  • Arbeitsintensive Wachstumsphase
  • Autoflower Sorten ungeeignet

Geeignete Sorten

Im Prinzip eignen sich alle Sativa oder Indica Sorten für ScroG. Doch da Sativa und Indica Sorten genetisch unterschiedlich sind, sind sie nicht alle gleich gut geeignet. Automatic Sorten hingegen sind für ScroG komplett ungeeignet. Da diese automatisch blühen, kann man die Wachstumsphase nicht verlängern, was beim Scroggen wichtig ist.

Für einen ScroG eignen sich besonders hochwachsende Sativa Strains, die für das Ausbilden vieler Seitentriebe bekannt sind. Durch ihre Genetik tendieren dazu sehr hoch zu wachsen. In der Blütephase kann eine Sativa Pflanze bis zu 400 % an Höhe gewinnen. Dieser Höhenzuwachs wird Stretch genannt.

Da reine Sativa Sorten heute kaum noch zu finden sind, sollte man auf Sativa-lastige Hybrid-Sorten zurückgreifen. Sprich, diese sind eine Mischung aus Sativa und Indica Genetik, wobei der Sativa Anteil über 50 % liegt. Bei Sativa-lastigen Sorten kann der Grower ebenfalls von einem immer noch gewaltigen Stretch ausgehen. Die ScroG Technik machte es oftmals erst möglich hochwachsende Strains in einer Growbox mit begrenzter Höhe zu kultivieren.

Ein ScroG ist jedoch auch mit Indica-lastigen Sorten möglich. Diese nehmen in der Blütephase zwar auch nochmals an Höhe zu, der Stretch ist jedoch deutlich weniger ausgeprägt als bei Sativa-lastigen Sorten. Reine Indicas sind aufgrund ihrer Wuchsform eher für andere Anbaumethoden wie einen SoG (See of Green) geeignet. Da bei einem ScroG mit Trainingsmethoden wie Topping und LST gearbeitet wird, sollte eine stressresistente Sorte gewählt werden.

Es kann sowohl mit Samen als auch mit Stecklingen gearbeitet werden. Aufgrund des homogenen Wuchses sowie der wegfallenden Anzuchtphase verwenden die meisten Grower Stecklinge. Beim Verwenden von Samen sollte man ausschließlich feminisierte Sorten wählen.

Der Anbau verschiedener Strains in einem Durchgang ist beim ScroG durchaus möglich. Um eine optimale Lichtausbeute zu gewährleisten, sollte man auf ein ähnliches Wuchsverhalten achten. Die Mischung von Sativa- und Indica-lastigen Strains in einem Durchgang ist daher nicht zu empfehlen.

Optimale Anzahl der Pflanzen

Grundsätzlich arbeitet man beim ScroG mit einer geringen Anzahl von Pflanzen. Im Vergleich zu einem Standard Grow wachsen die Pflanzen mehr in die Breite als in die Höhe. Daher ist es wichtig, dass man nicht zu viele Pflanzen nebeneinanderstellt. Anderenfalls werden sie „ineinander“ wachsen und sich gegenseitig das Licht wegnehmen.

Man sollte jeder Pflanze eine Fläche von mindestens 30×30 cm einräumen. Wie viel Platz es am Ende genau ist, hängt stark von der Sorte ab. Je nach Genetik ist eine Anzahl von einer bis zu fünf Pflanzen pro Quadratmeter optimal.

Als Faustregel kann man sich an einer Anzahl von maximal sechs Indica-lastige Strains pro Quadratmeter und maximal vier Sativa-lastigen Strains pro Quadratmeter orientieren.

In einer 30×30 cm Growbox sollte man nur eine Pflanze hochziehen und scroggen. Da solche Mini-Growboxen meist sehr wenig Höhe haben, muss man die Pflanzen möglichst niedrig halten. Damit ist der ScroG hier quasi Pflicht. Anderenfalls würden die Pflanzen sehr schnell in die Höhe schießen und sich am Licht verbrennen.

Arbeitet man mit einer 60×60 cm Growbox, empfiehlt es sich mit ein bis zwei Pflanzen zu arbeiten. Dann sollte man den Ladies eine Wachstumsphase von ca. sechs bis acht Wochen gönnen, um das Netz zu füllen. Sativa-lastige Sorten werden hier schneller soweit sein als Indica-lastige Sorten.

Die Bilder unten zeigt einen ScroG mit dem Strain Silver Haze im 11 Liter Stofftopf, der in einer 60×60 cm Box angebaut wurde. Das Netz wurde 50 cm über den Töpfen angebracht. Beleuchtet wurde mit einer Sanlight Q4W. Der beeindruckende Ertrag von 101,7g feinster, trockener Haze Blüten wird den Gärtner sicher gefreut haben.

Bei einer 80×80 cm Growbox können maximal vier Indica-lastige Sorten zu einem ScrOG heranwachsen. Entscheidet man sich für eine Sativa-lastige Sorte, genügen ein bis zwei Pflanzen.

Bei einer 100×100 cm Growbox ist der Anbau von bis zu sechs Indica-lastigen Pflanzen möglich. Growt man einen Sativa-lastigen Strain, so können auch bei dieser Größe der Growbox ein bis zwei Pflanzen genügen, um das Netz in sechs bis acht Wochen zu füllen.

Hier sehen wir den beachtlichen ScroG eines Growers in einer 90×90 cm Growbox. Angebaut wurden 4 Black Domina, die Topfgröße ist leider nicht bekannt. Beleuchtet wurde mit Bloomstar und Hydroca LED. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein sehr schöner ScroG. Der Ertrag wurde leider nicht angegeben, es dürfte aber beachtlich gewesen sein.

Ähnlich wie bei einer 100×100 cm Growbox, sollte man auch bei Verwendung einer 120×120 cm Growbox mit fünf bis sechs Indicas oder zwei bis vier Sativas sehr gute Ergebnisse erzielen.

Größe der Töpfe

Da beim ScroG die Pflanzen nicht mehr in die Höhe schießen, kann man ruhig zu größeren Töpfen greifen. Im Gegensatz zu einem Standard Grow muss man das Höhenwachstum beim ScroG nicht unter Kontrolle halten. Wo man normalerweise 11 Liter Töpfe nimmt, damit die Pflanzen nicht über anderthalb Meter hinauswachsen, kann man beim ScroG „voluminöser“ ansetzen.

Hier gilt – Umso größer der Schuh, desto größer die Cannabispflanze. Baut man vier bis fünf Pflanzen auf einen Quadratmeter an, sollte man Töpfe mit einem Fassungsvermögen von mindestens 15 bis 20 Liter nutzen. Grower, die mit nur einer Pflanze pro Quadratmeter arbeiten, können sogar 25 bis 35 Liter Töpfe verwenden.

Soll ein ScroG in einer 60×60 cm Growbox verwirklicht werden, so kann man eine Pflanze im 25 Liter Topf oder zwei Pflanzen in 15 Liter Töpfen anbauen.

In einer 80×80 cm Growbox kann man ein bis zwei Sativa-lastige Pflanzen in 25 Liter Töpfen oder bis zu vier Indica-lastige Pflanzen in 15 Liter Töpfen kultivieren.

Bei einer Growbox mit 100×100 cm Fläche kann man vier bis fünf Pflanzen im 15 bis 20 Liter Topf oder aber ein bis zwei Pflanzen im 25 bis 35 Liter Topf zu einem ScroG heranwachsen lassen.

Arbeitet man mit einer 120×120 cm Growbox, können vier bis sechs Indicas im 15 bis 20 Liter Topf angebaut werden. Wählt man hingegen einen Sativa-lastigen Strain, so kann man zwei bis vier Pflanzen in einem 25 bis 35 Liter Topf kultivieren.

Topfarten

Ist das Netz erst einmal ordentlich gefüllt, gelangt nur noch wenig Luft und somit Sauerstoff unterhalb des Netzes und somit zu den Töpfen. Um eine gute Sauerstoffzufuhr im Wurzelbereich zu gewährleisten, sollte man anstatt der Standard Plastik-Töpfe zu Stofftöpfen oder Air-Pots greifen.

Diese sind speziell für eine verbesserte Sauerstoffversorgung der Wurzeln konzipiert und dadurch für einen ScroG eine gute Wahl. Die Nutzung von Stofftöpfen oder Airpots ist optional, also kein Muss für einen erfolgreichen ScroG. Sollte sich der Grower für die Nutzung entscheiden, empfehlen wir folgende Größen. Unsere Empfehlung sind die Gronest Stofftöpfe.

Welches Netz kaufen?

Für die gängigen Growboxen sind Netze erhältlich, die einfach mit einem Haken an den Seitenstangen befestigt werden. Teilweise sind bei einigen Growboxen die Netze auch bereits im Lieferumfang enthalten.

Grower, die es gerne etwas stabiler haben möchten und handwerklich begabt sind, können sich beispielsweise aus 4 Latten und Maschendraht einen eigenen Schirm basteln. Die Maschen des Drahtes sollten hierbei ca. 5×5 cm groß damit die Blüten später gut durchpassen und nicht gequetscht werden.

Wer lieber ein fertiges Netz kaufen will, kann zum Pronet ScroG Netz greifen. Dieses kann in Growboxen von 60×60 cm bis 120×120 cm verwendet werden.

Bewässerung

Um sich das Bewässern seiner Pflanzen zu erleichtern, ist die Nutzung eines Gießstabs oder einer Tröpfchenbewässerung eine günstige Alternative zur klassischen Bewässerung mit der Gießkanne.

Gießstab

Das Verwenden eines Gießstabs erleichtert das Bewässern beim ScroG Anbau enorm. Auch Pflanzen im hinteren Bereich sind mit dem 90 cm langen Gießstab leicht zu erreichen. Den nützlichen Helfer kann man ganz easy direkt an einen Wasserschlauch anschließen oder mit einer Wasserpumpe und einem Tank betreiben.

Tröpfchenbewässerung

Mit einem Tröpfchenbewässerungsset das über eine digitale Zeitschaltuhr gesteuert wird, kann man seine Pflanzen automatisch bewässern. Hierzu ist ein Tank nötig, aus dem bereits mit Nährstoffen versetztes Wasser direkt ins Substrat der Pflanzen gepumpt wird. Düngt man organisch, ist diese Art der Bewässerung jedoch nicht geeignet.

Autopot System

Das Autopot System ist ein passives Bewässerungssystem, mit dem man sich die Handbewässerung ersparen kann. Es ist weder Strom noch Zeitschaltuhr nötig und es wird kein Abwasser produziert. Die Nährlösung (Wasser+Dünger) wird aus dem dazugehörigen Tank an das Aqua Wave Modul geleitet, dieses versorgt sie Pflanzen dann mit der Nährlösung. Zu beachten ist allerdings, dass organische Düngung mit einem Autopot System nicht möglich ist. Organische Dünger sind zum einen nicht stabil genug, sprich sie sollten nicht für längere Zeit im Voraus angemischt werden da sie sonst „kippen“. Zum anderen verstopfen die feinen Schläuche des Systems bei Verwendung von organischen Düngern sehr schnell.

Vorgehensweise

Im Gegensatz zu einem „normalen“ Grow, bei dem der Grower seine Pflanzen einfach zuerst in der Wachstumsphase und dann in der Blütephase halten würde, hat man beim ScroG etwas mehr Arbeit.

Sowohl in der Wachstumsphase, als auch in der Blütephase muss die Pflanze bei einem ScroG trainiert werden. Nur so erreicht man das gewünschte horizontale Wachstum und das Ausbilden mehrerer Colas bei einer Pflanze.

In der Wachstumsphase sollte man die Pflanzen toppen, dies hat zur Folge, das mehrere Haupttriebe ausgebildet werden und das Wachstum der Seitentriebe angeregt wird. Außerdem muss man bei einem ScroG die Triebe ins Netz einflechten (eine Art von Low Stress Training) und evtl. mit Pflanzenbindern am Netz fixieren.

In der Wachstumsphase entfernt man alle Triebe und Blätter die es nicht geschafft haben durchs Netz zu wachsen. Diesen Vorgang nennt man Lollipopping.

Um die Trainingsmethoden effektiv durchzuführen, empfiehlt es sich die Artikel aus unserer kleinen Einkaufsliste zu besorgen:

  • ScroG Netz
  • Schere für Topping
  • Nitril-Handschuhe
  • Pflanzenbinder

In der Wachstumsphase

Während der Wachstumsphase ist es beim ScroG notwendig, dass man seine Pflanzen dazu bringt in die Breite zu wachsen. Hierzu bedient man sich der Trainingsmethode Topping. Bei dieser Technik entfernt man der Pflanze den eigentlichen Haupttrieb. Das führt dazu, dass mehrere Haupttriebe ausgebildet werden. Das Topping sollte je nach Sorte in der 2. bis 3. Wachstumswoche bei einer Größe von ca. 20 cm erfolgen.

So sieht eine Cannabis Pflanze nach erfolgtem Topping aus

Nach dem Topping lässt man nun seine Pflanzen ganz normal weiter wachsen. Denn erstmal müssen die Pflanzen eine bestimmte Höhe erreichen, ehe sie ins Netz eingeflechtet werden können.

Die Höhe des ScroG Netzes hängt von der Sorte ab. Bei Indica-lastigen Strains wird es in ca. 25 cm Höhe angebracht. Bei Sativa-lastigen Strains wird es etwas höher bei ca. 40 cm Höhe angebracht. Gemessen wird jeweils ab der Oberkante der Töpfe.

Hat die Pflanze die Höhe des Netzes erreicht, beginnt der eigentliche ScroG. Damit die Triebe horizontal weiter wachsen, verbindet man diese durch Einflechten mit dem Netz. Hierzu wird der Trieb durch eine Masche unter das Netz geführt und dort, wenn nötig, mit Pflanzenbindern o.ä. fixiert. Diesen Vorgang wiederholt man so lange, bis das Netz in gewünschtem Masse gefüllt ist.

Da Cannabispflanzen nach Einleitung der Blütephase einen Wachstumsschub erhalten, sollte ca. 80 Prozent des Netzes vor Einleiten der Blüte gefüllt sein. Die restlichen 20 Prozent wachsen während des Stretch in den ersten ein bis zwei Blütewochen zu. Ist das Netz zu voll, können sich die Pflanzen gegenseitig behindern und der gewünschte Effekt ist dahin. Lässt man das Netz nicht voll genug wachsen, nutzt man die vorhandene Fläche nicht optimal, was sich natürlich negativ auf den Ertrag auswirkt.

Sobald das Netz in diesem Maße gefüllt ist, empfiehlt es sich einen zweiten Umluft-Ventilator für den unteren Bereich der Growbox zu verwenden. Durch das mit Trieben stark bewachsene Netz ist die nötige Luftzirkulation nicht mehr optimal gewährleistet. Die Zirkulation der Luft ist jedoch auch im unteren Bereich der Growbox wichtig, um einen für die Pflanzen schädlichen Hitzestau zu vermeiden.

In der Blütephase

Nach Umstellen der Beleuchtungsdauer auf 12/12 Stunden wird man in den ersten ein bis zwei Wochen einen Wachstumsschub feststellen. Hat man die Umstellung richtig abgepasst, wächst das Netz in dieser Zeit vollständig zu. Nun erlaubt man der Pflanze durch das Netz nach oben zu wachsen.

Hier sehen wir ein mit Pflanzen gefülltes Netz bereit für die Blütephase

Alle Triebe, die es nicht durch das Netz geschafft haben, bekommen jetzt nicht mehr genug Licht und werden vom Grower vorsichtig entfernt. Bei diesem Vorgang, dem sogenannten Lollipopping, werden alle Triebe und Blätter unterhalb des Netzes mit einem scharfen Skalpell abgeschnitten. Dies hat zur Folge, dass keine unnötige Energie in Teile der Pflanze verschwendet wird, die ohnehin kein Licht abbekommen. Das Lollipopping sollte spätestens mit Ende der dritten Blütewoche abgeschlossen sein.

Hier sehen wir Cannabis Pflanzen nach erfolgtem Lollipopping

Man erreicht mit dieser Technik, dass die Pflanze ihre gesamte Energie in die Bildung der Hauptblüten steckt. Außerdem wird eine bessere Luftzirkulation gewährleistet und somit der Bildung von Schimmel vorgebeugt.

Nach und nach werden sich immer mehr Blüten bilden. Damit diese möglichst viel Licht absorbieren, steckt man Blätter, die im Weg sind, vorsichtig unter das Netz.

Jetzt gilt es nur noch seine Lieblinge optimal mit Nährstoffen zu versorgen und den Anblick des ScroG beim Öffnen des Growbox zu genießen.

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