Kaufberatung: Dünger für Cannabis Anbau (2021)

Junior Gong

Junior Gong ist der Gründer von CannabisAnbauen.net & versorgt euch mit den Besten Tipps und Tricks rund um Indoor und Outdoor Growing von Weed.

Ohne Nährstoffe geht nichts. Deswegen wird man Dünger brauchen, um am Ende fett ernten zu können. Doch ist nicht jeder Dünger für Cannabis geeignet. Denn wie so oft liegt der Teufel im Detail. In dieser Kaufberatung zeige ich, welcher Dünger der passende für den Indoor Anbau von Cannabis ist.

Kaufempfehlungen

Nicht nur Anfängern empfehlen wir organisch zu düngen. Auch erfahrene Grower können sich damit das Leben einfach machen, da man damit so gut wie gar nicht überdüngen kann und die Handhabung extrem einfach ist. Nicht vergessen: Die Erde muss die sogenannten „Effektiven Mikroorganismen“ enthalten, damit organischer Dünger seine Wirkung entfalten kann. Falls man sich unsicher ist, welche Erde mit welchem Dünger „kompatibel“ ist, einfach beides vom gleichen Hersteller kaufen. So ist man auf der sicheren Seite.

Unsere Top-Empfehlung ist die organische BioBizz Dünger-Reihe. Sie passt optimal zur von uns ebenfalls empfohlenen BioBizz Erde. Am besten kauft man das BioBizz Starter-Set, wo die wichtigsten Basis-Dünger und Zusatz-Mittel direkt mit dabei sind.

Für fortgeschrittene Grower, die volle Kontrolle bei der Nährstoffzugabe haben wollen, empfehlen wir zur mineralischen CANNA Terra Düngerserie greifen. Die hat sich seit Jahrzehnten in der Grower-Szene bewährt.

Eine dritte Option ist ein organisch-mineralisch Dünger. Damit fährt man quasi einen Mittelweg zwischen organischer Langzeitversorgung und mineralischer Sofort-Verfügbarkeit. Wir empfehlen das HESI Starter-Set Erde zu kaufen, so dass man direkt alle Mittel vorhanden hat.

Für absolut faule Grower empfehlen wir die organischen Pulver-Dünger von Green House Feeding. Dieser wird einfach einmalig unter die Erde gemischt, so dass man nicht mehr mit jedem Bewässern eine Nährlösung anmischen muss. Damit kann man sogar ein Automatisches Bewässerungssystem beim organischen Grow benutzen.

Top-Empfehlung

Für einen organischen Dünger empfehle ich uneingeschränkt die BioBizz Düngerserie greifen. Wir empfehlen zum Biobizz Starters Pack zu greifen, so dass man direkt alle notwendigen Dünger und Zusätze am Start hat.

BioBizz ein extrem hochwertiger organischer Dünger, der das Innenleben in der lebendigen Erde ordentlich anregt und zur Erdqualität beiträgt. Der Bio Grow Dünger ist für die Wachstumsphase, Bio Bloom ist für die Blütephase.

Man sollte beachten, dass die Erde ebenfalls organisch sein muss, damit der Dünger seine Wirkung voll entfaltet. Wir empfehlen dazu die passende BioBizz Erde, die gleichzeitig unsere Top-Empfehlung für Cannabis Erde ist.

Vor allem Anfänger werden sich bei der Benutzung der BioBizz Dünger freuen – man muss nicht ständig EC- und pH-Werte kontrollieren. Es reicht einfach nach dem empfohlenen Dünge-Schema vorzugehen und wird damit super Ergebnisse einfahren.

Für volle Kontrolle

Als mineralischen Dünger ist unsere aktuelle Top-Empfehlung die CANNA Terra Serie. Diese Düngerreihe ist ein Klassiker unter mineralischen Cannabis Düngern. Wir empfehlen direkt das CANNA Terra Starter-Kit zu kaufen, wo schon alles dabei ist.

Wichtig ist, dass man bei der Dosierung des Düngers den pH- und EC-Wert kontrolliert. Dazu hat CANNA einen eigenen Düngeschema-Rechner auf ihrer Webseite, um die richtige Dosis schnell und einfach zu berechnen.

Der Mittelweg

HESI Dünger sind mineralisch, haben aber einen kleinen Anteil an organischem Dünger mit drin. Der Vorteil: Der EC-Wert ist etwas niedriger, so dass die Gefahr der Überdüngung nicht ganz so hoch ist. Das ganze gibt es als praktische HESI Starterbox Erde.

Ein mineralisch-organischer Dünger ist nützlich, wenn beispielsweise das Leitungswasser einen hohen EC-Wert hat oder Sorten anbaut, die empfindlich auf Überdüngung reagieren.

Man sollte beachten, dass der HESI Dünger nur dann seine volle Wirkung entfaltet, wenn die Erde einen organischen Anteil hat. Am einfachsten ist es die HESI Grow Mix Erde zu verwenden, da der Dünger damit optimal funktionieren wird. Bei anderen Erden sollte man auf den organischen Anteil achten.

Für Faule: Pulverdünger

Eine relative neue Alternative auf dem Markt sind Feststoffdünger in Pulver Form, die einfach unter die Erde gemischt werden. Im Gegensatz zum Flüssigdünger muss man nicht mehr bei jeder Bewässerung nachdüngen. Man kann damit automatische Bewässerungssysteme nutzen, was mit organischen Flüssigdüngern sonst nicht möglich ist, da die meisten die Wasserleitungen verstopfen.

Unsere aktuelle Empfehlung ist hier der BioGroworganische Pulver-Dünger von Green House Feeding. Dieser besteht aus drei Produkten: BioGrow für den Wuchs, BioBloom für die Blüte und Enhancer für zusätzliche Verbesserung der Bodenqualität.

Auch wenn wir die Produkte selber noch nicht ausprobiert haben, berichten unsere Nutzer im Forum von einfacher Handhabung, was gerade Anfängern zugutekommt. Es reicht das Pulver beim Umtopfen unterzumischen. Das ist ideal, wenn man minimalen Arbeitsaufwand beim Grow verfolgt.

Laut Erfahrungen im Forum funktioniert der Pulverdünger sogar mit bereits zuvor benutzter BioBizz Light Mix Erde. Sprich, es reicht eine hochwertige Light Mix Erde zu kaufen, die man damit durch den gesamten Grow hindurch verwenden kann.

Der BioGrow Pulver wird beim Umtopfen unter die Erde gemischt, so dass von da an nur noch reines Wasser gegossen werden muss. Dann soll er für etwa acht Wochen halten, so dass man eine übliche Wachstumsphase locker abdeckt. Fällt die Wachstumsphase relativ kurz aus, muss man die Dosierung entsprechend kleiner gestalten

Der Bloom Dünger wird bei der Umstellung auf die Blütephase mit der obersten Schicht der Erde vermischt, so dass er mit jeder Bewässerung langsam die Erde runterwandert und sich dort entfaltet. Eine Anwendung reicht für etwa acht Wochen. Fällt die Blütephase länger aus, muss man die erste Dosis leicht runterfahren und in der dritten bis fünften Blütewoche nachdüngen.

PS: Wer lieber mineralisch und/oder auf anderen Erden wie Kokos growt, für den gibt es auch passende mineralische Varianten des Pulver-Düngers.

Funktionen von Dünger

Die Cannabispflanze braucht neben CO2 und Licht die passenden Nährstoffe zum Wachsen. Hier helfen Düngerpräparate, die den Ladies das passende Futter geben. Diese werden der Pflanze mit zunehmendem Wachstum beigegeben, sodass die gedeihen kann. Dabei muss die Zugabe reguliert stattfinden. Wir wollen der Pflanze nicht zu viel und nicht zu wenig geben.

Es gibt zwei Arten von Dünger: organisch und mineralisch. Organische Dünger müssen erst von Mikroorganismen umgewandelt werden, ehe sie aufgenommen werden können. Damit sie erst funktionieren, muss die Erde organisch sein. Mineralische Dünger wirken sofort und können auf allen Erden verwendet werden.

Wenn man auf organischer Erde anbaut, sollte man einen organischen Dünger nehmen – am besten direkt vom gleichen Hersteller. Man kann zusätzlich mineralischen Dünger in kleinen Portionen dazugeben, beispielsweise um akute Nährstoffmängel zu beheben. Die Portionen sollten sehr klein sein, da die mineralischen Nährstoffe den Mikroorganismen schaden können.

Wenn man auf mineralischer Erde anbaut, muss man zu mineralischen Düngern greifen. Da mineralische Erde keine Mikroorganismen enthält, funktionieren organische Dünger hier nicht.

Guten Dünger erkennen?

Cannabis hat einen speziellen Bedarf an Nährstoffen, so dass nicht jeder beliebiger Dünger aus dem Baumarkt geeignet ist. Der Nährstoff-Mix des Düngers muss nicht nur zu Cannabis passen, sondern auch auf auf die jeweilige Phase abgestimmt sein.

Für Wachstums- und Blütephase gibt es jeweils separate Dünger, da die Pflanze einen, etwas davon abhängigen, anderen Bedarf hat. In der Wachstumsphase benötigt Cannabis viel Stickstoff und weniger Phosphor und Kalium. In der Blütephase dreht sich das Ganze, nun sind Phosphor und Kalium gefragter als Stickstoff. Ist das Verhältnis der benötigten Nährstoffe aus der Balance, kann es schnell zu Mängeln oder Überschüssen kommen.

Bei der Qualität des Düngers liegt der Teufel wie so oft im Detail. Discount-Dünger haben oft Nährstoffe in „minderwertiger“ chemischer Bindung. Diese können nur langsam oder gar nicht von der Pflanze aufgenommen werden. Um sowas zu erkennen, muss man sich gut in Chemie auskennen. Deswegen ist es besser auf Nummer sicher zu gehen und Billigdünger zu meiden.

Guter Dünger – Eigenschaften:

  • Nährstoff-Mix auf Cannabis abgestimmt
  • Für Wuchs und Blüte erhältlich
  • „Hochwertige“ Nährstoffe

Gute Organische Dünger „beleben“ die Mikroorganismen in der Erde. Das ist gut für die Pflanze und die Umwandlung der Nährstoffe. Eine vitale Erde hält pH-Wert, Salze und Nährstoff-Versorgung im optimalen Bereich.

Organisch oder mineralisch düngen?

Es gibt zwei Arten von Düngern, die beide ihre Vor- und Nachteile haben: Mineralischer Dünger und Organischer Dünger.

Bei Organischen Düngern: müssen die Nährstoffe erst von Mikroorganismen in der Erde umgewandelt werden, ehe sie von der Pflanze verarbeitet werden können. Bei mineralischen Düngern: sind die Nährstoffe bereits „verzehrfertig“ und werden nach der Düngung sofort von der Pflanze aufgenommen. Organisch-Mineralische Dünger sind eine Mischform von beiden Arten.

Beide Arten von Düngern haben ihre Stärken und Schwächen. Keine der beiden hat am Ende die Oberhand. Am Ende kommt es darauf an, wie man growt und auf welcher Erde. Nicht alle Dünger-Arten sind für alle Arten von Erde bzw. Growmedium geeignet.

Mineralischer Dünger

Mineralische Dünger bestehen aus chemisch gelösten Nährstoffen, die sofort von der Pflanze verarbeitet werden können. Sie werden teils aus natürlichen Quellen gewonnen, teils aus synthetischer Erzeugung.

Mineralischer Dünger ist perfekt geeignet, um akute Nährstoffmängel zu beheben. Auch sind mineralische Dünger besser geeignet, um verschiedene Nährstoff-Versorgungen zu testen und Dosierungen zu vergleichen.

Gerade als Anfänger muss man mit der Dosierung vorsichtig sein, vor allem beim Langzeitdüngung. Schon eine leicht erhöhte Dosis kann die Pflanze überdüngen und das Wachstum verlangsamen. Ein pH-Tester und EC-Meter helfen hier, um Überschüsse zu vermeiden.

Vor- und Nachteile:

  • Sofort verfügbar
  • Hilft gegen Nährstoffmängel
  • Überdüngung möglich
  • pH- & EC-Kontrolle Pflicht

Organischer Dünger

Organischer Dünger wird „natürlich“ gewonnen. Er besteht aus Abfallprodukten aus der Landwirtschaft. Die darin gelösten Nährstoffe können nicht direkt von der Pflanze aufgenommen werden, sondern müssen erst von Mikroorganismen in der Erde umgewandelt werden.

Damit ein hochwertiger organischer Dünger seine volle Wirkung entfalten kann, sollte die Erde dafür geeignet und von hoher Qualität sein. Organischer Dünger funktioniert nicht für Hydroponik oder „tote Erden“ wie Cocos.

Organischer Dünger ist perfekt geeignet, um die Pflanze dauerhaft mit Nährstoffen zu versorgen (Langzeitdüngung). Die Gefahr der Überdüngung ist recht niedrig, so dass pH- und EC-Meter nicht gebraucht werden.

Die Wirkung des Düngers ist zeitversetzt. Nachteil ist, dass akute Nährstoffmängel damit nicht gelöst werden können. Man muss etwa ein bis zwei Wochen vorher düngen, ehe die Pflanze die Nährstoffe braucht. Bei akuten Mängeln muss man zu mineralischem Dünger greifen, was dem Innenleben der Erde schaden kann.

Gleichzeitig sind die Dünger meist etwas teurer als mineralische Varianten. Gerade die Bio-Varianten, beispielsweise von BioBizz kosten nicht wenig, sind es aber unserer Meinung nach wert.

  • pH- & EC-Kontrolle entfällt
  • Überdüngung schwer möglicher
  • Weed wird schmackhafter
  • Zeitverzögert verfügbar
  • Schlecht gegen Nährstoffmängel

Organisch-Mineralischer Dünger

Organisch-Mineralische Dünger sind eine Mischform von beiden Arten. Sie sind dazu gedacht eine Planke zwischen den zwei Arten zu schlagen. So sollen die Nachteile beider Arten kompensiert werden.

Bio Dünger

Bio-Dünger sind nichts anderes als organische Dünger die sich als Bio bezeichnen. Das Problem ist, dass nicht alle Cannabis Bio-Dünger eine Bio-Zertifizierung haben und sich dennoch Bio Dünger nennen (dürfen). Um keine Mogelpackung zu kaufen, solltest man beim Kauf von Cannabis Bio-Dünger auf offizielle Bio-Siegel achten hinter denen echte Zertifizierungen stecken.

Aus meiner eigenen Recherche zum Thema Sinn und Unsinn zur Bio-Zertifizierung in der Landwirtschaft bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Bio-Erzeugungen per se nicht besser sind, als aus der konventionellen Landwirtschaft. Vor allem Bio-zertifizierte Pestizide sind teilweise toxischer als konventionelle (bspw. Kupfersulfat). Wer mir widersprechen möchte, darf gern wissenschaftlichen Quellen (oder Beiträge, die wiederum wissenschaftlichem Quellen zitieren) in die Kommentare posten.

Eins steht aber fest: Bio-Anbau ist sehr umweltfreundlich und gut für das Bodenleben. Dies ist etwas, was in der Landwirtschaft unbedingt mehr gefördert werden sollte.

Bio-Dünger sind sehr hochwertig und fördern das Leben im Boden. Die Ernte ist aber nicht unbedingt schlechter als bei hochwertigen Nicht-Bio Grows.

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Kommentare

  1. Moin, da fehlt aufjedenfall BioTabs.

    Das man schwer Überdüngen kann und der Umgang leicht sei kann ich aufjedenfall nicht bestätigen, diverse Foren sind voll mit problem Grows. Die ganzen anfänger mit Hesi welche nicht volles Schema fahren haben sehr oft bessere Pflanzen da stehen, das spricht aufjedenfall nicht für ein leichten Umgang

    Wenn Umgang heißt kein PH / EC Messen dann stimmt das.

    Gibt aber auch da Mineraldünger , wo man auch kein PH einstellen muss oder EC Messen wenn man unter Schema vom hersteller bleibt und immer mit Drain gießt.

    LG