Kaufberatung: Wasserfilter für Cannabis Anbau (2021)

Wie alle anderen Pflanzen brauchen Cannabis jede Menge Wasser. Doch nicht immer ist das Leitungswasser geeignet. Wenn man sehr hartes Wasser hat, muss es vorher filtern. Erst dann kann man den Durst der Ladies damit stillen. Doch welchen Wasserfilter soll man kaufen? Und muss es eine ganze Filteranlage sein?

Kaufempfehlungen

Ob und welchen Wasserfilter man braucht, hängt vom Leitungswasser ab. Hier sollte man die Wasserwerte des lokalen Versorgers anschauen und entscheiden. Vor allem der EC-Wert und die Wasserhärte sind wichtig.

Bei einem EC-Wert von 0,4 oder weniger wird man ohne Wasserfilter auskommen. Bei einem EC-Wert von 0,4 bis 0,8 reicht ein Brita Wasserfilter Kanne. Beim EC-Wert über 0,8 hilft nur noch eine Umkehrosmoseanlage.

Brita Wasserfilter

Liegt der EC-Wert des Leitungswassers zwischen EC = 0,4 und 0,8, lässt es sich mit Hilfe einer Brita Wasserfilters Kanne um 0,2 bis 0,4 senken. Wir empfehlen direkt den großen Brita Wasserfilter Flow XXL.

Der Container hat 5,2L Filtervolumen, sodass man direkt genug Wasser für den Gießvorgang vorbereiten kann. Gießt man nach unserer bewährten „1/3 Formel“, wird man damit etwa 15L an Topfvolumen auf einmal gießen können.

Zu beachten ist, dass der Filter den pH-Wert vorübergehend senkt. Das gefilterte Wasser muss man über Nacht lüften lassen, danach korrigiert sich das von allein.

Natürlich gehen auch andere Marken, doch Brita hat sich hier als weitaus zuverlässiger als andere Marken erwiesen. Wichtig bei der Auswahl ist aber, dass es ein langsam fließendes System ist. Beispielsweise hat das Brita On Tap System in unserem Test absolut enttäuscht und den EC um gerade mal 0,1 gesenkt.

Umkehrosmose Anlage

Wer einen EC-Wert von 0,8 oder mehr im Leitungswasser hat, sollte direkt eine Umkehrosmose-Anlage installieren. So spart man sich viel Zeit und Arbeit das Leitungswasser ständig durch eine Wasserfilter-Kanne zu jagen.

Hier reicht eine kleine Anlage für maximal 100 EUR vollkommen aus. Meist können solche bis zu 200L pro Tag an gefiltertem Wasser ausgeben, was mehr als genug ist. Unsere Empfehlung ist die Anlage von Osmotech, die super Bewertungen hat und ausnahmsweise keine Fake-Marke aus China ist.

Da bei der Umkehrosmose alle Mineralien ausgespült werden, muss dem Wasser wieder Calcium und Magnesium hinzuzugeben. Dazu nimmt man ein CalMag Präparat, beispielsweise von BioBizz. Alternativ kann man das Osmosewasser wieder mit ungefiltertem Leitungswasser vermischen, falls dessen Calcium/Magnesium Verhältnis in etwa 3:1 beträgt.

Was beim Kauf beachten?

Ob und welchen Filter man braucht, hängt von zwei Faktoren ab: EC-Wert des Leitungswassers und Verfügbarkeit von Regenwasser.

Ist der EC-Wert des Leitungswassers nur leicht erhöht (max. um 0,3 erhöht) und man hat Zugang zu Regenwasser, reicht ein günstiger Brita Filter. Höhere EC-Werte und kein Zugang zu Regenwasser rechtfertigen einen Kauf einer Filter-Anlage. Unten sind unsere EC-Wert Faustregeln, nach denen man sich richten kann.

Wenn man Zugang zu Regenwasser hat:

  • EC = 0,2 bis 0,4 ⇨ man kann es direkt zum Gießen und Düngen verwenden
  • EC = 0,4 bis 0,8 ⇨ vorher mit Regenwasser vermischen (bei EC = 0,8 im Verhältnis 1:1)
  • EC = 0,8 bis 1,0 ⇨ mit Brita Filter filtern und dann mit Regenwasser vermischen
  • EC = 1,0 oder höher ⇨ Umkehr-Osmose Anlage nötig

Kein Zugang zu Regenwasser:

  • EC = 0 bis 0,4 ⇨ man kann es direkt zum Gießen und Düngen verwenden
  • EC = 0,4 bis 0,6 ⇨ mit Brita Filter filtern
  • EC = 0,6 oder höher ⇨ Umkehr-Osmose Anlage nötig

Was bei der Nutzung beachten?

Die meisten Dünger (bspw. BioBizz) sind gezielt auf Leitungswasser abgestimmt. Sprich, der EC-Wert darf nicht zu hoch aber auch nicht zu niedrig sein. Ein paar von Mineralien wie bspw. Calcium und Magnesium sind in zu niedriger Menge im Dünger vorhanden. Es ist so vom Hersteller gedacht, dass sie vom Leitungswasser kommen sollen.

Optimal für Gießwasser ist ein EC = 0,4. Alles darüber kann die Pflanze versalzen und Nährstoffprobleme auslösen. Und aller darunter ist zu wenig und kann Kupfer- oder Magnesiummangel verursachen.

Osmosefilter

Beim Einsatz des Osmosefilters werden die Mineralien zu 90-95 % rausgefiltert wird. Sprich, der EC-Wert des gefilterten Wassers ist dann sogar zu niedrig. Dann man das Wasser „remineralisieren“, sprich wieder etwas Mineralien dazugeben, damit der Salzgehalt für das Gießen optimal ist.

Falls das Calcium/Magnesium Verhältnis im Leitungswasser bei etwa 3:1 liegt, kann man etwas davon zum Osmosewasser dazumischen, bis der EC-Wert bei etwa 0,4 ist. Alternativ kann man ein CalMag Präparat zu dem Osmosewasser dazugeben. So ist es direkt als Gießwasser einsatzbereit.

Brita Filter

Der Brita Filter fügt dem Wasser Kohlensäure hinzu. Das senkt den pH-Wert vorübergehend. Man muss das gefilterte Wasser über Nacht lüften lassen, dann verflüchtigt sich die Kohlensäure wieder. Danach kann man das gefilterte Leitungswasser nochmals mit dem EC-Meter und pH-Meter kontrollieren und einsetzen.

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