Kaufberatung: Dünger für Indoor Growing

Ohne Nährstoffe geht nichts. Deswegen wird man Dünger brauchen, um am Ende fett ernten zu können. Doch ist nicht jeder Dünger für Cannabis geeignet. Denn wie so oft liegt der Teufel im Detail. In dieser Kaufberatung zeige ich, welcher Dünger der passende für den Indoor Anbau von Cannabis ist.

Kaufempfehlungen

Je nachdem, welche Erde man verwendet, muss ein passender Dünger her. Man sollte beachten, dass organische Dünger nur mit organischer Erde funktionieren.

Organischer Dünger

Für einen organischen Dünger empfehle ich direkt zur BioBizz Düngerserie greifen. Sie ist ideale Ergänzung zur BioBizz Erde, die unsere Blumenerde Kaufempfehlung ist.

Dazu ist BioBizz ein extrem hochwertiger organischer Dünger, der das Innenleben in der lebendigen Erde ordentlich anregt und zur Erdqualität beiträgt. Der Bio Grow Dünger ist für die Wachstumsphase, Bio Bloom ist für die Blütephase.

Mineralischer Dünger

Hier kann ich zwei Hersteller empfehlen: CANNA und Hesi. Beide sind wahre Klassiker unter mineralischen Cannabis Düngern. Ich benutze CANNA seit Jahren zum Langzeit-Düngen und Lösen Beheben von Nährstoffmängeln beim Grow auf Erde.

Wenn man auf Blumenerde growt, greift man zu der CANNA Terra Serie. Ich empfehle direkt Terra Vega für Wuchs und Terra Flores für Blüte zu kaufen.

CANNA Terra Flores, (NPK 2-2-4)
CYBER MONDAY 2019
CANNA Terra Vega, (NPK 3-1-4), 1 L für 200 L Nahrungswasser
CYBER MONDAY 2019

Mineralisch-Organischer Dünger

HESI Dünger sind mineralisch, haben aber einen kleinen Anteil an organischem Dünger mit drin. Der Vorteil: Der EC-Wert ist etwas niedriger, so dass die Gefahr der Überdüngung nicht ganz so hoch ist.

Dies ist nützlich, wenn das Leitungswasser einen hohen EC-Wert hat, man kaum Zugang zu Regenwasser hat oder Sorten anbaut, die empfindlich auf Überdüngung reagieren.

Für die Wachstumsphase greift man zu HESI TNT Complex. Für Blüte kauft man HESI Blüh Complex.

Spezial-Dünger

In 99% der Fälle wird man keine Spezial-Dünger brauchen. Die oben genannten Dünger haben alles, was die Pflanze braucht. Auch bei Nährstoffmängeln oder -überschüssen wird in der Regel der normale Dünger verwendet, um die Pflanze wieder zu heilen.

Was ist mit Erde/Dünger-Komplettsets?

Manche Grow-Shops verkaufen Erde-Komplettsets inkl. Dünger. Leider werfen viele Shops unnötige und teure Spezial-Dünger rein, die ein Großteil der Grower nicht braucht. Um nicht unnötig Geld aus dem Fenster zu werfen, sollte man genau drauf achten, was man kauft..

Ich die Erdsets von Grow-Shop24.de empfehlen. Diese haben nur Aussaaterde, BioBizz Grow Mix Erde inkl. mineralischen Dünger von CANNA im Paket. Auch dabei sind kleine Torftöpfe für die Keimung. Ein perfektes Anfänger Set ohne unnötigen Schnick Schnack.

Wozu Dünger?

  • Pflanze mit Nährstoffen versorgen: Dabei muss die Zugabe reguliert stattfinden. Wir wollen der Pflanze nicht zu viel und nicht zu wenig geben. Hochwertige Erden haben eine Art Pufferwirkung. Sie können viel Nährstoffe halten und die Cannabis Pflanze dennoch nicht überversorgen.
  • Nährstoffmangel beheben: Wenn die Pflanze Mangelerscheinungen hat, muss man nachhelfen. Ansonsten kackt die Pflanze recht schnell ab, wenn es ihr an Nährstoffen mangelt.
  • Erde lebendig halten: Gute Organische Dünger „beleben“ die Mikroorganismen in der Erde. Das ist gut für die Pflanze und die Umwandlung der Nährstoffe. Eine vitale Erde hält pH-Wert, Salze und Nährstoff-Versorgung im optimalen Bereich.

Woran kann man guten Dünger erkennen?

Cannabis hat einen speziellen Bedarf an Nährstoffen, so dass nicht jeder beliebiger Dünger aus dem Baumarkt geeignet ist. Für Wuchs und Blüte gibt es jeweils separate Dünger, da je nach Phase des Grows ein anderer Nährstoff-Mix gebraucht wird. Ist das Verhältnis der benötigten Nährstoffe aus der Balance, kann es schnell zu Mängeln oder Überschüssen kommen.

Guter Dünger hat folgende Eigenschaften:

  • Nährstoff-Mix auf Cannabis abgestimmt: Nährstoffe haben untereinander Wechselwirkungen. Manche können nur in Abhängigkeit anderer aufgenommen werden. Der Dünger sollte für Cannabis geeignet sein
  • Für Wuchs und Blüte erhältlich: Ich empfehle Wuchs- und Blütedünger den gleichen Hersteller zu kaufen. So sind beide aufeinander abgestimmt.
  • „Hochwertige“ Nährstoffe: Discount-Dünger haben oft Nährstoffe in „minderwertiger“ chemischer Bindung. Diese können nur langsam oder gar nicht von der Pflanze aufgenommen werden.

Es gibt zwei Arten von Düngern, die beide ihre Vor- und Nachteile haben: Mineralischer Dünger und Organischer Dünger.

Organisch oder mineralisch düngen?

Hier gibt es keinen klaren Sieger. Es kommt eher auf den Grow an und für was der Dünger gebraucht wird (Langzeitdung oder Behandlung von Nährstoffmangeln)

  • Organischer Dünger: Nährstoffe müssen erst von Mikroorganismen in der Erde umgewandelt werden, ehe sie von der Pflanze verarbeitet werden können.
  • Mineralischer Dünger: Nährstoffe sind bereits „verzehrfertig“ und werden nach der Düngung sofort von der Pflanze aufgenommen

Beide Arten von Düngern haben ihre Stärken und Schwächen. Keine der beiden hat am Ende die Oberhand. Am Ende kommt es darauf an, wie man growt und auf welcher Erde. Nicht alle Dünger-Arten sind für alle Arten von Erde bzw. Growmedium geeignet.

Mineralischer Dünger

Mineralische Dünger bestehen aus chemisch gelösten Nährstoffen, die sofort von der Pflanze verarbeitet werden können. Sie werden teils aus natürlichen Quellen gewonnen, teils aus synthetischer Erzeugung.

  • Wirkt sofort
  • Sehr günstig
  • Volle Kontrolle über Nährstoffe
  • Gefahr der Überdüngung
  • pH- und EC-Wert Messung nötig

Mineralischer Dünger ist perfekt geeignet, um akute Nährstoffmängel zu beheben. Auch sind mineralische Dünger besser geeignet, um verschiedene Nährstoff-Versorgungen zu testen und Dosierungen zu vergleichen.

Man muss mit der Dosierung vorsichtig sein, gerade beim Langzeitdung. Schon eine leicht erhöhte Dosis kann die Pflanze überversorgung und das Wachstum verlangsamen. Ein pH-Tester und EC-Meter helfen hier, um Überschüsse zu vermeiden.

Organischer Dünger

Organischer Dünger wird „natürlich“ gewonnen. Er besteht aus Abfallprodukten aus der Landwirtschaft. Die darin gelösten Nährstoffe können nicht direkt von der Pflanze aufgenommen werden, sondern müssen erst von Mikroorganismen in der Erde umgewandelt werden.

Die Wirkung ist damit zeitversetzt. Das ist einerseits gut, da man die Pflanze nicht so einfach überdüngen kann. Nachteil ist, dass aktue Nährstoffmängel damit nicht gelöst werden können.

  • Überdüngung schwer möglich
  • Kein pH- oder EC-Meter zur Düngung nötig
  • Fördert das Leben in der Erde (Mikroorganismen etc)
  • Nachhaltige Herstellung
  • Mehr Nährboden für Schädlinge, Schimmelpilze etc
  • Wirkt zeitversetzt, ca 1 bis 2 Wochen
  • Etwas teurer

Organischer Dünger ist perfekt geeignet, um die Pflanze dauerhaft mit Nährstoffen zu versorgen (Langzeitdung). Die Gefahr der Überdüngung ist recht niedrig, so dass pH- und EC-Meter nicht gebraucht werden (Zumindest solange man 20% der Hersteller-Dosis nimmt)

Damit ein hochwertiger organischer Dünger seine volle Wirkung entfalten kann, sollte die Erde dafür geeignet und von hoher Qualität sein. Organischer Dünger funktioniert nicht für Hydroponik oder „tote Erden“ wie Coco.

Organischer Dünger wirkt zeitversetzt, so dass akute Mangel besser mit mineralischem Dünger behoben werden sollten.

Bio Dünger

Bio-Dünger sind nichts anderes als organische Dünger die sich als Bio bezeichnen. Das Problem ist, dass nicht alle Cannabis Bio-Dünger eine Bio-Zertifizierung haben und sich dennoch Bio Dünger nennen (dürfen). Um keine Mogelpackung zu kaufen, solltest man beim Kauf von Cannabis Bio-Dünger auf offizielle Bio-Siegel achtenm hinter denen echte Zertifizierungen stecken.

Aus meiner eigenen Recherche zum Thema Sinn und Unsinn zur Bio-Zertifizierung in der Landwirtschaft bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Bio-Erzeugungen per se nicht besser sind, als aus der konventionellen Landwirtschaft. Vor allem Bio-zertifizierte Pestizide sind teilweise toxischer als konventionelle (bspw. Kupfersulfat). Wir mir widersprechen möchte, darf gern wissenschaftlichen Quellen (oder Beiträge, die wiederum wissenschaftlichem Quellen zitieren) in die Kommentare posten.

Eins steht aber fest: Bio-Anbau ist sehr umweltfreundlich und gut für das Bodenleben. Dies ist etwas, was in der Landwirtschaft unbedingt mehr gefördert werden sollte.

Bio-Dünger sind sehr hochwertig und fördern das Leben im Boden. Die Ernte ist aber nicht unbedingt schlechter als bei hochwertigen „Nicht-Bio“ Grows.

Was beim Kauf beachten?

Generell sollte man ein paar Punkte beim Kauf beachten:

  • Für Cannabis geeignet: Damit der Nährstoff Mix für die Cannabis Pflanze abgestimmt ist, sollte der Dünger speziell für Cannabis entwickelt sein
  • Für Wuchs und Blüte erhältlich: Guter Dünger hat zwei separate Mischungen – für Wachstumsphase und Blütephase
  • Funktioniert mit dem Growmedium: Nicht alle Dünger sind für alle Growmedien geeignet

Organischer Dünger funktioniert nur bei „lebendigen“ Growmedien, sprich es müssen Mikroorganismen in der Erde vorhanden sein. Damit fallen bspw. Hydroponik Grows raus. Bei rein mineralisch vorgedüngten Erden oder „toten“ Erden muss man Zusätze untermischen, so dass Leben in der Erde gestartet wird.

Mineralischer Dünger funktioniert bei allen Growmedien. Beim Einsatz auf lebendiger Erde muss man vorsichtig dosieren, da schon eine kleine Überdosis das Innenleben der Erde beeinflussen kann.

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