Kaufberatung: Klimasteuerung Abluft-Ventilator (2021)

Wer ein optimales Klima für seine Pflanzen in der Growbox herstellen will, muss auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit achten. Mit einer automatischen Steuerung am Abluft-Ventilator kann man sich die ständige Kontrolle und Steuerung sparen. Wir zeigen, welche Klima-Controller euch einen Erfolg garantieren.

Kaufempfehlungen

Unsere Top-Empfehlung sind die GSE Stufen-Klimacontroller. Diese sind speziell zur Steuerung von Ventilatoren in der Pflanzenzucht entwickelt. Der Anschluss ist extrem einfach, da alle Modelle Steckdosen haben, an die die Ventilatoren angeschlossen werden. Durch die Stufentrafo-Bauart sind sie zudem absolut lautlos.

Für Low Budget Grower empfehlen wir GSE stufenlose Klimasteuerungen. Die stufenlosen Steuerungen sind sehr kompakt und relativ günstig. Dafür erzeugen sie deutlich hörbare Brumm-Geräusche. Gleichzeitig sind sie nicht für alle Motor-Arten geeignet.

Unsere High-End Empfehlung ist ein Prima Klima Abluft-Ventilator mit eingebauter Klimasteuerung. So spart man sich quasi ein Gerät und gibt am Ende die gleiche Summe aus. Gerade, wenn man nicht ganz so viel Platz in der Growbox hat, macht das einen das Leben extrem einfach.

Top-Empfehlung

Die GSE Stufentrafo Klimasteuerungen haben 6 feste Stufen zur Regelung. Durch diese Bauart erzeugen sie keinerlei Brummgeräusche oder Vibrationen, egal auf welcher Leistungsstufe. Sie sind ideal für Stealth Grows geeignet, die keine Lautstärke erzeugen sollen.

Durch die Stufentransformator-Bauweise sind sie im Prinzip für alle Motorarten von Ventilatoren geeignet. Beispielsweise sind sie ideal, um die von uns empfohlenen Abluft-Ventilatoren von Prima Klima und Soler & Palau zu steuern.

Insgesamt stehen acht Varianten zur Verfügung. Man kauft das jeweils passende, je nachdem ob man einen Sensor nur für Temperatur oder auch Luftfeuchtigkeit will und ob man nur die Abluft oder auch einen Zuluft-Ventilator regeln will.

Da die meisten Grower ohne aktive Zuluft anbauen, empfehle ich zum Abluft-Modell mit Temperatur- und Luftfeuchtigkeits-Sensor zu greifen. Es ist gerade mal 50EUR teurer als das Modell nur mit Temperatur-Sensor, sodass das Luftfeuchtigkeits-Upgrade Sinn macht.

Low Budget

Die stufenlosen GSE Klimasteuerungen sind sehr präzise bei der Ansteuerung der Geräte. Ich empfehle mindestens das Abluft-Modell mit Temperatur-Sensor und Empfindlichkeits-Regler. Damit kann man die Mindestgeschwindigkeit des Ventilators einstellen, so dass beispielsweise die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ansteigt.

Vor dem Kauf sollte man unbedingt sicherstellen, dass der Ventilator überhaupt mit einem stufenlosen Dimmer betrieben werden darf. Ventilatoren mit bestimmten Motor-Bauarten können hier langfristig Schaden nehmen.

Großer Nachteil der stufenlosen Klimasteuerung ist, dass sie Brummgeräusche am Ventilator erzeugt. Unter der 50% Einstellung kann es nicht nur deutlich brummen (Bei 10% ähnlich laut wie bei einer Mikrowelle), langfristig kann man damit auch den Motor des Lüfters schädigen – selbst wenn dieser Dimmer-kompatibel ist. Deswegen sollte man den Lüfter stets im oberen Leistungsbereich (über 50%) laufen lassen.

Die günstigeren Modelle haben kein Regler für die Mindestdrehzahl und können den Lüfter-Motor beschädigen. Wer zusätzlich einen Zuluft-Ventilator steuern möchte, kann zum nächsthöheren Modell greifen.

High End

Meine High End Empfehlung ist der Prima Klima EC Ventilator mit eingebauter Klimasteuerung. Dieser ist eine eigene Liga in Sachen Abluft-Ventilatoren. Nicht nur, dass er hochwertig verarbeitet und sehr laufruhig ist. Er hat eine eingebaute Temperatur-Steuerung.

Die kleinste 125 mm Variante hat stolze 680m3/h Luftdurchsatz. Das reicht locker für eine 120x120cm Growbox geeignet. Für kleinere Setups mit 100x100cm Fläche oder weniger eignet er sich ebenfalls, da man den Venti stufenlos herunterregeln kann. Dank EC Motor gibt es nicht einmal irgendwelche Brummgeräusche auf niedrigen Stufen.

Alle Drehregler für die Klima-Steuerung sind direkt am Gehäuse zugänglich. Mit drei Reglern stellt man eine Wunsch-Temperatur, eine Mindest- und Maximaldrehzahl ein. So kann man ein extrem leises bzw. fast lautloses Setup einstellen.

Wozu eine automatische Lüfter-Steuerung?

Der größte Vorteil einer automatischen Lüfter-Steuerung ist, dass man damit Temperatur und Luftfeuchtigkeit voll automatisch im optimalen Bereich halten kann. Gerade im Hochsommer ist das extrem praktisch, wenn die Abluft automatisch aufgedreht wird, sobald es heiß in der Wohnung wird.

Gleichzeitig spart man jede Menge Arbeit und Zeit. Man muss Temperatur und Luftfeuchtigkeit nicht mehr ständig kontrollieren. Hat man einmal die optimalen Einstellungen gefunden, kann man entspannt zur Arbeit fahren und sich sicher sein, dass die Pflänzchen ein optimales Klima haben.

Wer eine Stealth Growbox hat, kann die Lautstärke der Abluft senken, sodass die Growbox unhörbar bleibt. Wichtig ist hier, dass man zu einem Stufentrafo-Regler greift, da diese lautlos sind. Die stufenlosen Steuerungen erzeugen ein deutlich hörbares Brummen.

Was beim Kauf beachten?

Eine automatische Steuerung muss vor allem eins sein: zuverlässig. Wenn man schon einer Maschine seinen Grow anvertraut, muss das Ding Top-Qualität sein. Nicht umsonst ist GSE unsere Top-Empfehlung, da sie seit über 15 Jahren extrem zuverlässige Qualität liefern.

Wem eine niedrige Lautstärke wichtig ist, der sollte zu einem Stufentrafo Modell greifen. Diese erzeugen kein verräterisches Brummen und schonen gleichzeitig den Lüfter-Motor. Aber sie sind deutlich teurer, da die Schaltung weitaus aufwendiger aufgebaut ist.

Wenn man stattdessen eine günstige stufenlose Steuerung nimmt, sollte man darauf achten, dass eine Mindestdrehzahl eingestellt werden kann. Unter 50% Leistung bekommt man ein deutlich hörbares Brummen. Je nach Bauart des Lüfters kann dieser auf niedrigen Stufen langfristig beschädigt werden. Manche springen auf niedrigen stufen gar nicht erst an, wenn nicht genug Anlaufspannung erzeugt wird. So kann schnell Geruch aus der Growbox austreten!

Ob man nur Temperatur oder auch Luftfeuchtigkeit regeln will, ist jedem Grower selber überlassen. Wer öfter Probleme mit Schimmel oder generell Wasserablagerungen hat, sollte zu einem Modell mit Luftfeuchtigkeits-Sensor greifen. Je nach Modell kostet das Upgrade nicht viel mehr, sodass es sich oft lohnt direkt zu dem Kombo-Modell zu greifen.

Automatisch oder doch manuell?

Zur Steuerung der Belüftungsanlage kann man entweder einen manuellen Dimmer bzw. Stufentrafo kaufen oder eine automatische Klimasteuerung.

Automatische Klima-Controller sparen einem sehr viel Zeit und Arbeit. Man muss nicht ständig Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrollieren und den Lüfter manuell rauf und runterschalten. Gerade, wer den ganzen Tag auf der Arbeit ist, wird die Controller zu schätzen wissen. Auch im Sommer sind sie eine große Hilfe, falls man starke Temperaturschwankungen im Zimmer hat.

Allerdings muss man den automatischen Steuerungen ein gewisses Maß an Vertrauen schenken. Und es braucht etwas Zeit, bis man optimale und zuverlässige Einstellungen gefunden hat. Auch muss man bei der Einstellung beachten, dass auf sehr niedrigen Stufen manche Lüfter gar nicht erst anspringen, da nicht genug Anlaufspannung vorhanden ist.

Manuelle Lüfter-Steuerungen (oft Dimmer oder Drehzahlregler) sind ideal, wenn man knapp bei Kasse ist und genug Zeit hat, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit regelmäßig zu kontrollieren. So hat man die volle Kontrolle über die Pflanzen ohne sich auf die Technik verlassen zu müssen.

Allerdings muss man bei manuellen Reglern Temperatur und Luftfeuchtigkeit stets im Auge behalten. Vor allem die Min/Max Werte am Thermo-Hygrometer verraten, ob Temperatur und Luftfeuchtigkeit möglicherweise zu stark schwanken.

Auch wenn automatische Steuerungen ihre Vorteile haben, empfehle ich Anfängern für den ersten Grow nur manuelle Steuerungen. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sollte man händisch anzupassen. Nur so bekommt man nach und nach ein Gefühl für das Klima in der Growbox. So lernt man Stück für Stück, was und wie viel man tun muss, um das Klima zu korrigieren. Möglicherweise stellt man dann fest, dass man keine Klima-Steuerung braucht.

Hat man einmal den Dreh raus, kann man immer noch auf einen automatischen Klima-Controller aufrüsten. Mit genug Erfahrung als Grower wird man es leichter haben die passenden Einstellungen schnell zu finden und für die Pflanzen das optimale Klima zu schaffen.