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Cannabis gießen – so bewässert man seine Pflanzen richtig

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Kaum ein Thema beim Cannabis Anbau wird häufiger diskutiert wie das Gießen der Pflanzen. Welches Wasser ist am besten? Wann ist zu viel, wann ist es zu wenig? Und wie sollte der pH-Wert sein? Wir räumen mit allen Mythen auf und zeigen, worauf es bei der Bewässerung von Cannabis Pflanzen wirklich ankommt. Und wir zeigen, wie man mit der simplen Drain-Methode quasi idiotensicher gießt und die Pflanze nie wieder zu viel oder zu wenig Wasser bekommt.

Warum braucht Cannabis Wasser?

Genau wie bei uns Menschen ist Wasser das wichtigste Gut für existierendes Leben. Die Pflanze transportiert Wasser mitsamt aller Nährstoffe, welche in der Erde durch reichliches aber bestimmtes düngen vorhanden ist und transportiert diese durch den Stamm in alle Teile der Pflanze. Die Nährstoffe werden verarbeitet und das Wasser an den Blattunterseiten „ausgeschwitzt“.

Cannabis gilt als relativ einfach in der Handhabung.

Wie fast alle Pflanzen braucht Cannabis folgendes, um zu wachsen:

  • Licht
  • Kohlendioxid (CO2)
  • Wasser
  • Nährstoffe 

Die Pflanze nimmt Kohlendioxid (CO2) aus der Luft auf. Wasser (samt Nährstoffen) gelangt über die Wurzeln in der Erde in die Pflanze. Lichtenergie von der Lampe wird über das Chlorophyll auf den Blättern „aufgenommen“. Durch chemische Prozesse in der Pflanze wird das alles in Zuckerbausteine verarbeitet. Daraus baut die Pflanze ihre Zellen. Sauerstoff (O2) wird über die Blätter als „Abfallprodukt“ abgegeben.

CO2 + Lichtenergie + Wasser + Nährstoffe = Zucker + O2

Ein Medium wie Erde oder Kokos wird an sich nicht benötigt. Beispielsweise gibt es Systeme wie in der Hydroponik oder Aeroponik, die komplett auf ein Medium verzichten. Bei dieser Technik holt sich die Pflanze alle Nährstoffe direkt aus dem Wasser, welches man vorher akribisch angepasst hat. Baut man auf Erde an, holt sich die Pflanze die Energie nicht aus dem Wasser, sondern in erster Linie von einem gesunden Bodenleben.

Deshalb gilt: Je besser man diese wenigen Punkte abarbeitet, umso höhere Erträge & Qualität sind zu erwarten.

Wasser gilt als essenziell wichtig, weshalb es auch etwas an Fingerspitzengefühl bedarf, um eine gesunde Entwicklung/reiche Ernte sicherzustellen, die mit wenigen Schädlinge einhergeht. Wir zeigen, wie!

Welches Wasser wird gegossen?

Wasser kann so unterschiedlich sein. Es kann voller Leben stecken oder tot sein. Zum Bewässern der heimischen Pflanzen kann zu Wasser aus dem Supermarkt, Wasserhahn, Regenfass bis hin zur Umkehrosmose-Anlage oder destilliertem Wasser greifen. Alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Bevor man sich für seine Wasserquelle entscheidet, sollte man den pH- und EC-Wert des Leitungswasser überprüfen. Dazu gibt es günstige Testgeräte, mit denen man schnell und einfach den Wert messen kann.

Cannabis bevorzugt Wasser mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,0 auf der Erde (bei Hydroponik etwas niedriger auf 5,5 bis 6,5) und einen EC Wert von 0,4 bis 0,8.

EC-Wert

Der EC-Wert steht für die elektrische Leitfähigkeit. Diese gibt die Salzkonzentration im Substrat oder in der Nährlösung wieder. Durch diesen Wert erfährt man, ob die Pflanze, entsprechend ihrer Lebensphase, die richtige Menge an Nährstoffen erhält.

Cannabis bevorzugt anfangs geringere Werte und mit steigender Entwicklung einen erhöhten Wert. Bedeutet, mit einer Erhöhung der Düngerzugabe steigert man den EC-Wert.

Optimales Gießwasser hat einen EC-Wert von 0,2 bis 0,4. So wird die Pflanze beim Gießen nicht übersalzen. Gleichzeitig hat man noch genug Luft nach oben, um Dünger dazuzugeben. Schließlich erhöht die Düngerzugabe den Salzgehalt.

pH-Wert

Der pH-Wert wird auf einer Skala von 0 bis 14 angezeigt und gibt an wie sauer (<5) oder basisch (>9) das Wasser ist. Der neutrale Wert liegt bei pH = 7.

Cannabis mag leicht saures Wasser mit pH = 6,0 bis 7,0. Das wird deshalb dann auch für ein passendes Gießwasser bevorzugt. Ist der pH-Wert leicht erhöht (7,0 bis 8,0)

Je nach Grow-Setup und welchen Dünger man verwendet, braucht man entsprechende Geräte, um pH- und EC-Wert zu messen.

Wer meist mit organischem Dünger arbeitet, dem reicht ein einfaches pH Test Kit von GHE.

Wer viel mit mineralischem Dünger arbeitet, einen Hydroponik Grow hat, sehr oft pH Probleme hat oder einfach den Komfort bevorzugt, der sollte zu dem digitalen pH-Meter VOLTCRAFT PHT-02 ATC greifen.

Wer pH- und EC-Wert gleichzeitig messen will, dem empfehlen wir das Kombi-Messgerät von Bluelab greifen. Gerade bei größeren Grows erspart es einem extrem viel Zeit und Mühe.

Leitungswasser

Am einfachsten wäre es natürlich die Pflanze mit Leitungswasser zu gießen. Doch hier ist schon das erste Problem. Je nach Region fällt die Wasserqualität sehr unterschiedlich aus. In vielen mitteleuropäischen Ländern ist es zu hart, enthält zu viele Mineralien oder das benötigte Calcium und Magnesium Verhältnis ist nicht optimal für die Pflanzen.

Inwieweit Wasser aus dem Wasserhahn geeignet ist, erfährt man durch den lokalen Wasserversorger. Viele Infos sind generell auf der Internetseite zu finden. Auch sollte man das Alter und den Zustand der Wasserrohre im Gebäude bedenken. Gerade in Altbauten sind oft alte Rohre verbaut, die kleine Mengen an Mineralien absondern können. Dann sollte man auf jeden Fall selber nachmessen.

Man sollte Wasser aus dem Wasserhahn für mindestens 24 Stunden ausgasen zu lassen, gerade auch im Hinblick auf den pH- und EC-Wert. So können sich Chloride verflüchtigen, die sonst die Messwerte nachhaltig verschieben können. Dazu einfach das Wasser in offene Plastikeimer füllen und über Nacht offen stehen lassen.

Erst nach dem Auslüften des Wassers kann man pH-Wert und EC-Wert messen, um das Wasser auf die Gießtauglichkeit zu überprüfen.

Der pH-Wert sollte bei 6,0 bis 7,0 liegen. Ist der pH-Wert leicht erhöht (sprich bei 7,0 bis 8,0) kann man beim mineralischen Grow das Wasser einfach vor dem Gießen mit einem pH-Down Mittel senken.

Beim organischen Grow raten wir von pH-Up/Down Mitteln ab, da viele Grower von pH-Wert Problemen damit berichten. Stattdessen gießt man in der Anzucht mit Mineralwasser aus dem Supermarkt und wechselt später nach dem Umtopfen auf Leitungswasser. Dann gibt man etwas mehr Dünger hinzu, um so den pH-Wert zu drücken. Mehr dazu den Abschnitt Supermarkt-Mineralwasser.

Der EC-Wert sollte bei maximal 0,4 mS liegen. Dann eignet es sich wunderbar zum Gießen von Cannabis. Falls der EC-Wert zu hoch ist, muss man das Leitungswasser vorher filtern. Je nachdem wie hoch der EC-Wert ist, muss ein anderes Filtersystem her.

Gefiltertes Wasser

Sollte der EC-Wert des Leitungswassers zwischen EC = 0,4 und 0,8 liegen, lässt es sich mit Hilfe eines Brita Wasserfilters Systems um 0,2 bis 0,4 Punkte senken. Wir empfehlen direkt das Brita On Tap System zu kaufen. Das spart einem das ständige hin und her gießen in einer normalen Filterkanne.

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Senkt den EC-Wert von Leitungswasser um bis zu 0,4 EC. Super, um leicht zu mineralisches Wasser gießtauglich zu machen.

Osmosewasser

Falls das Leitungswasser sehr hart ist (EC über 0,8), kommt man um eine Umkehrosmose-Anlage nicht herum. Damit kann man den EC-Wert weitaus besser senken. Doch durch sehr starke Filterung werden sogar zu viele Mineralien rausgespült, vor allem Calcium und Magnesium.

Da alle herkömmlichen Dünger auf Leitungswasser optimiert sind, haben sie nur sehr wenig Calcium und Magnesium enthalten. Um das Osmosewasser „pflanzentauglich“ zu machen, muss man nachträglich eine Cal/Mag Lösung hinzugeben. Wir empfehlen das GHE CalMag.

Supermarkt-Mineralwasser

Wenn die oben genannten Optionen nicht infrage kommen, kann man sogar zum Wasser aus dem Supermarkt greifen. Gute Erfahrungen wurden bisher mit dem LIDL Wasser „Saskia“ gemacht.

Hierbei stellt sich aber vielmehr die Frage, ob man so viele Liter Wasser schleppen möchte – verbraucht eine Cannabispflanze in ihrem Lebenszyklus doch bis zu 700 Liter Wasser. Deswegen empfehlen wir die Erde vor allem für die Anzucht einsetzen, falls das eigene Leitungswasser nicht ganz optimal ist.

Beispiel: Wenn man organisch growt, aber das eigene Leitungswasser im pH-Wert leicht zu hoch ist, kann man das Mineralwasser während der Anzucht zum Gießen nehmen einsetzen. Nachdem die Pflanze in einen größeren Kübel umgetopft wurde, kann man auf Leitungswasser wechseln sofort mit der Düngung starten.

Um den pH-Wert des Leitungswassers zu drücken, fängt man mit einer leicht erhöhten Düngerdosis an. Denn organische Erde kann zu viel Dünger weitaus besser puffern, als einen zu hohen pH-Wert. Dafür startet man mit maximal 50 % mehr als im Düngeschema, bis der pH-Wert der Düngelösung auf zumindest 7,0 gedrückt wurde.

Die erhöhte Dosis gilt nur für die ersten ein bis zwei Wochen. Danach geht man wieder Richtung Düngeschema. Dort steigert sich die Düngerdosis sowieso von Woche zu Woche, so dass der pH-Wert im weiteren Verlauf des Grows kein Problem mehr sein wird.

pH-Wert von Saskia Wasser – optimal zum Bewässern

Regenwasser: besser nicht!

Grundsätzlich sollte man die Finger vom Regenfass lassen. Regen enthält oftmals Schadstoffe (bspw. durch Smog). Bakterien können sich aufgrund der langen Standzeit optimal vermehren, Insekten ihre Eier ablegen. Dies kann zu unangenehmen Folgen innerhalb und außerhalb der Growbox führen.

Wie wird gegossen?

Hat man nun das passende Wasser parat, ist man bereit die Pflanze mit Wasser zu versorgen. Doch hier stellt sich schon das nächste Problem: Wie viel Wasser sollte es sein? Und gibt man besser öfter kleinere Portionen oder lieber etwas seltener und dafür größere Portionen? Und sollte das Wasser vorher aufgewärmt werden?

Temperatur

Pflanzen bevorzugen Wasser mit einer Temperatur von etwa 20 °C, was sich positiv auf die Entwicklung auswirkt. Eine gute Möglichkeit die Nährstofflösung in kurzer Zeit auf 20 °C zu erwärmen ist der Einsatz eines Aquarium-Heizstabes.

Wird die gewünschte Temperatur eingestellt, ist die Nährlösung innerhalb kürzester Zeit erwärmt. Dies funktioniert super einfach und absolut sicher.

Menge

Je nach Topfgröße und Pflanzenstadium werden unterschiedliche Mengen an Wasser benötigt. Im Anfangsstadium gilt es vor allem den Sämling/Keimling nicht zu ertränken. Auch ein ständiges feucht Halten fördert lediglich ein Schimmelrisiko. Bildet die Pflanze immer mehr Blätter, wird mehr Wasser benötigt.

Cannabis benötigt viel Wasser, jedoch auch Sauerstoff an den Wurzeln. Dies kann man durch viel Gießen mit anschließender Trockenphase sichern. Ist die Erde trocken und das Substrat locker, werden die Wurzeln optimal mit Sauerstoff versorgt.

Wer permanent Wasser nachschüttet, ertränkt seine Pflanzen, erstickt die Wurzel und riskiert den Totalausfall!

Überwässerte Pflanze

Drain-Gießen

Um die Pflanze vor Überwässerung zu bewahren, hat sich die Methode des „Drain-Gießen“ weit verbreitet und durchgesetzt. Dabei wird Wasser aus den Löchern des Topfs austreten. Das ist der sogenannte Drain und erwünscht. Sobald das der Fall ist, hat die Pflanze genug Wasser.

Als Richtwert zur benötigten Menge an Wasser nimmt man 1/3 des Topfvolumens. Wird beispielsweise ein 9 Liter Topf genutzt, nimmt man 1/3 des Volumens, sprich ungefähr 3 Liter Wasser. Diese 3 Liter werden mit der gewünschten Nährstoff-/Düngelösung vermischt und gleichmäßig im Topf verteilt (nicht über die Blätter gießen).

Dabei geht es nicht darum auf Zwang die Nährlösung durch den Topf zu jagen. Sollte der Drain nach 2,2 Litern einsetzen, kann man bei 2,4 Litern aufhören und die restliche Nährstofflösung für einige Tage (vor Sonne/Licht und hohen Temperaturen geschützt) aufbewahren.

Hierbei ist darauf zu achten, dass man nicht wahllos darauf losgießt, sondern viel mehr in Etappen gießt. Teilt man die Mischung in 5 Schritte, bspw. je 600ml (bei 3 Litern) auf. Zwischen jeder Etappe lässt man 15 bis 30 Minuten Zeit vergehen. So gewährleistet man, dass das Wasser nicht einfach nur durchsickert, sondern sich gleichmäßig verteilen kann, um Trockenspots in der Erde zu vermeiden.

Folgendes gilt zu beachten: 

Ausschlaggebend für ein gutes Verhalten zwischen Nass- und Trockenphase der Erde ist die Größe der Pflanze. Eine 10 cm große Pflanze in 9 Litern Töpfen wird es schwer haben, eine so große Menge problemlos zu verarbeiten. So besteht zum einen die Gefahr, dass sich Bakterien und Algen ausbreiten. Zum anderen bildet es die perfekte Grundlage für Trauermücken, ein typischer Schädling beim Cannabis Anbau.

Gießen nach der Drain-Methode zielt vorallem auf gesunde Pflanzen ab, die über genug Blatt- und Wurzelmasse verfügen.

Beim mineralischen Grow sollte man darauf achten, dass der Drain ca. 10 bis 15 % des Gießvolumens entsprechen sollte (in diesem Fall maximal 300 bis 450 ml). Es schützt das Medium vor Übersalzung.

Beim organischen Grow sollte der Drain möglichst klein ausfallen. Sprich man gießt schön langsam und nur solange, bis der erste Drain zum Vorschein kommt. Zu viel Drain zerstört jedoch das Bodenleben der organischen Erde, welches man sich mühevoll aufgebaut hat. Man spült sich sein Bodenleben sprichwörtlich aus.

Häufigkeit

Wie oft man gießt, hängt stark von der Topfgröße und dem Pflanzenstadium ab. Es gilt zu verstehen, dass ein 5 Liter Topf deutlich schneller trocknet als ein 18 Liter Topf.

Es ist wichtig zu erkennen, wann ein Topf trocken und leicht ist. Viele Grower wiegen die Töpfe, um zu wissen, wann sie wieder gießen können. Hierbei notiert man sich vor dem Gießen den Ausgangswert des Topfes im trockenen Zustand, ebenso den Wert im bewässerten Zustand.

Ist man schließlich beim Ausgangswert + 10-20 % angelangt, gießt man erneut. Ein Gefühl dafür zu bekommen, wie schwer oder leicht der Topf ist, reicht in der Regel aus.

Auch wenn die obere Schicht trocken erscheint, benötigt der Kern in aller Regel (je nach Wurzelwerk) einige Tage (+3/4 Tage – teilweise auch mal mehr als 6 Tage) um von den Wurzel verarbeitet zu werden.

Wird nach nur wenigen Tagen, ohne dass das Medium trocknen konnte, erneut gegossen, zerstört man sich unter Umständen das Wurzelwerk und fördert Wurzelfäule.

Außerdem stellt ein dauerhaft feuchtes Medium eine optimale Brutstätte für Trauermücken dar und dies gilt es zu vermeiden.

Zeitpunkt

Es wird empfohlen das Bewässern auf die Zeit zum Beginn der Beleuchtungsphase zu legen. So wird das Wasser gleich von den Pflanzen verarbeitet, während sie mit Lichtenergie versorgt werden. In der Nacht ruhen sie eher und würden das Wasser nur langsam aufbrauchen. Und wir wollen schließlich nicht, dass das Wasser nutzlos in der Erde „hängt“.

Eine häufig gestellte Frage: „weniger gießen und dafür häufiger – besser?“

Definitiv Nein. Wird ein Medium zwar häufiger, jedoch mit weniger Wasser gegossen, entstehen die oben genannten Trockenspots. Die Erde trocknet an diesen Stellen so stark aus, dass sie weder Wasser aufnehmen können, noch dass diese Stellen von den Wurzeln genutzt werden können. Außerdem steigt die Gefahr der Staunässe im oberen und mittleren Bereich, sowie auch die Schimmelgefahr.

Über- und Unterwässerung erkennen

Pflanzen zeigen ihr Wohlbefinden oftmals über die Blätter. Cannabis ist auch hier keine Ausnahme.

Ist die Pflanze durstig, lässt sie die Blätter hängen. Aber Achtung! Steht eine Pflanze permanent nass, lässt sie ebenfalls die Blätter hängen.

Auch wenn die Oberfläche trocken erscheint, gilt abzuwiegen, ob der Kern nicht doch feucht ist. Leider wird oftmals der Fehler begangen nachzugießen, statt zu warten.

Ermittelt wird es wie oben beschrieben. Ein Finger sollte nicht zum Prüfen des Kerns benutzt werden – so werden Wurzeln verletzt und Bakterien eingeschleust.

Probleme erkennen und behandeln!

  • Sollte man eventuelle Trockenspots festgestellt haben, hilft nur ein Tauchen des Topfes in Wasser (bspw. Badewanne). Anhand aufsteigender Luftblasen erkennt man, dass sich das Medium überall mit Wasser füllt. Je nach Größe und Struktur des Trockenspots, dauert es oft bis zu 15 Minuten, ehe sich keine Luftblasen mehr zeigen.
  • Ist die Erde über einen längeren Zeitraum zu nass, sollte man dem Ganzen einfach nur Zeit geben (7 Tage nicht gießen).
  • Ein Trauermücken-Befall lässt sich durch Gelbtafeln oder Neemöl in den Griff bekommen. Mehr im dazu passenden Artikel.
  • Nimmt die Erde, bzw. die Oberfläche, kein Wasser auf, so spricht man von hydrophober Erde. Sie wehrt sich gegen das Wasser und lässt es einfach abperlen. Hierbei empfiehlt es sich, die Oberfläche mehrmals mit einem Drucksprüher anzusprühen. So kann sie sich wieder an das Wasser gewöhnen und wird saugfähig.
  • Stellt man einen Gießspalt zwischen Medium/Substrat und Topf fest, so kann man den Rand leicht nach unten drücken und anfeuchten. Gegebenenfalls kann dieser Spalt mit etwas frischer Erde nachgefüllt werden.

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Kommentare

  1. Avatar for FOXP2 FOXP2 says:

    Finde ich unglücklich formuliert. Hier wird mineralisch und organisch Düngen in einen Topf geworfen.

    Bei einen mineralischen Grow gibt es kein Bodenleben und bei einem organischen Grow vermeidet man vorzugsweise auf Drain zu gießen.
    Minimaler Drain ist ja ok aber da sind 10 bis 15 % des Gießvolumens definitiv zu viel und zielt wohl auf das mineralische Düngen ab, da dabei weitaus schneller eine Versalzung entstehen kann.

  2. Haste da mal was wissenschaftliches zum lesen?

  3. Avatar for Monkey Monkey says:

    @mrvegas

    Ich hab hier was gefunden. Ist zwar aus dem Agrabereich aber ggf. lassen sich die Ergebnisse auf Growerde übertragen.

    https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/vortrag_klasse_lad_bawue_klasse_bodenbiologie_2015-10-29.pdf&ved=2ahUKEwj0ytukn9XsAhWRDuwKHb4BD80QFjANegQIEBAB&usg=AOvVaw2xlvEZ5HZ4wbUJtcM8_hfA

    EDIT:
    Laut dieses Berichts ist Mineraldünger nicht unbedingt schädlich für dass Bodenleben. Die Reihen in dem Bericht sind meist Langzeitstudien.

  4. Die kenne ich schon…deshalb meine Frage, vielleicht gibt es ja was aktuelleres

  5. Word :wink::+1:t2:

  6. Avatar for Monkey Monkey says:

    Also ich grow, auf Coco mit Mineraldünger plus Additive ( Canna Reihe). Ich impfe mein Cocosubstrat mit Trichoderma und Mykorrhiza, gieß einmal in der Woche händisch Bio Melasse und alle zwei Wochen zusätzlich händisch Greenhouse BioEnhancer ( Huminsäuren, Algenextrakt,
    Trichoderma Harzianum Stämmen und Bacillus Subtilis lt. Hersteller). Meine Pflanzen sehen immer super aus, nie Mängel und super Terpie Nugs. Ich bin kein Experte und hab kann nur mit den Soilgrows meiner Growllegen vergleichen die nicht so einen Herman um ihre Pflanzen machen wie ich. Tja im Vergleich sind meine Ernten in Bezug auf Trichome Besatz und Terpene echt besser ( Mikroskopprobe). Ich kann aber nicht sagen ob das nu an den Goodies im „Boden“ liegt, bin kein Gelehrter… :grin:

  7. Und ich nur noch auf Erde, wie du mineralisch und mache noch was fürs bodenleben, aber auch ohne einen Hermann (Klasse :joy:) zu mach machen…Probleme kenne ich auch nicht :+1:t2:

  8. Avatar for FOXP2 FOXP2 says:

    Na ja, mineralische Growerde + mineralischer Dünger = mineralischer Grow… wo soll da das Bodenleben herkommen? Wenn ich von Bodenleben lese, gehe ich von einen organischen Grow aus!

    Mir ist schon klar, dass Mineraldünger nicht das Bodenleben abtötet…die Biodiversität wird verändert, nimmt ab. Durch mineralische Düngung wird sogar die Biomasse/Boden-Mo’s erhöht.

    Quelle: Lehrbuch S.141 der Bodenkunde

    Aber halt nicht bei einem mineralischen Grow :wink:

  9. Avatar for jrgong jrgong says:

    Frei nach dem Motto: Die Menge macht das Gift :wink:

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