Trauermücken Befall – Was tun?

Junior Gong

Junior Gong ist der Gründer von CannabisAnbauen.net vesorgt euch mit den Besten Tipps und Tricks rund um Indoor und Outdoor Growing von Weed.

Man hat einen Trauermucken-Befall in der Growbox und ist nicht sicher, wie man die Biester wieder los wird? Bevor man in Panik gerät, gibt es die passenden Maßnahmen, wie man die unliebsamen Besucher los wird.

Erkennen

Trauermücken sind 4-5mm große schwarze Fliegen, die aus der Erdoberfläche schlüpfen. Die Larven der Trauermücken tummeln sich in der Erde und sind länglich und durchsichtig. Sie leben etwa 25-30 Tage und schlüpfen dann zu Mücken.

Die Fliegen sind eher das kleinere Problem, sie greifen die Pflanzen nicht an. Allerdings legen sie neue Eier in der Erde ab und tragen zur Vermehrung bei.

Die Larven ernähren sich von den Wurzeln in der Erde. Als das schon nicht genug Schaden wäre, bieten die Fraßlöcher auch noch Nährboden für Pilze wie Pithium oder Fusarium. Das ist ein noch größeres Problem, das man unbedingt eindämmen sollte.

Junge Pflanzen können von den Larven recht schnell niedergemacht werden. Samen und Keimlinge sterben recht schnell, wenn sie von Trauermücken-Larven befallen werden. Ältere Pflanzen sind da schon widerstandsfähiger, da sie mehr Wurzeln haben und den Schaden kompensieren können.

Ursachen

Trauermücken kommen oft beim Indoor Growing vor. In der Growbox haben sie keine natürlichen Fressfeinde, so dass sie sich ohne Hindernisse ausbreiten können.

Meist ist eine Überwässerung schuld am Trauermücken-Befall. Die Larven lieben eine feuchte Umgebung und breiten sich bei Staunässe in der Erde rasant aus.

Minderwertige Qualität oder eine falsche Lagerung der Blumenerde tragen auch zur Trauermücken-Ausbreitung bei. Billige oder draußen gelagerte Erden enthalten oft Eier, die von weiblichen Trauermücken abgelegt wurden.

Loswerden

Hat man einmal die lästigen Viecher entdeckt, muss man umgehend handeln. Die ausgewachsenen Fliegen und die Larven müssen jeweils mit separaten Mitteln bekämpft werden.

  • Gegen die Larven helfen Nematoden
  • Gegen die ausgewachsenen Trauermücken helfen Gelbtafeln und Neemöl

Nematoden

Nematoden sind winzige weiße Fadenwürmer und eine super rein-biologische Methode, um die Larven in der Erde zu töten. Sie haben keinerlei Nebenwirkungen oder negative Effekte auf die Pflanze oder den Menschen. Wichtig ist, dass nicht irgendwelche sondern passende Nematoden gegen Trauermücken gekauft werden.

Die Nematoden werden gemäß Dosierungsanweisungen mit dem Gießwasser vermischt. Die Pflanze wird dann wie gewohnt gegossen. Nachdem sie in der Erde landen, fressen sie die Trauermücken Larven innerhalb von 2-3 Tagen auf. Sobald keine Larven mehr da sind, verhungern die Nematoden und sterben einfach ab.

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Gelbtafeln

Die Gelbtafeln sind klebrige Oberflächen, an denen die Fliegen kleben bleiben und dann sterben. Sie werden in der Growbox aufgestellt, bis alle Fliegen verschwunden sind.

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Neemöl

Das Neemöl wird mit Wasser verdünnt und auf die Blätter und die Erdoberfläche mit einem Zerstäuber aufgesprüht. Das tötet die erwachsenen Fliegen, die dann per Hand oder Pinzette entfernt werden können.

Wichtig ist die Pflanze in der Dunkelphase zu besprühen! Ansonsten können die Wasserkügelchen unter Licht Verbrennungen verursachen. Sie wirken unter Licht wie kleine Linsen, die das Licht bündeln.

Umtopfen

Wenn selbst Nematoden nicht gegen die Ausbreitung der Larven und Fliegen helfen und die Pflanze keine Verbesserung zeigt, sollte man die Pflanze in eine neue Erde umtopfen.

Umtopfen – wenn nichts anderes hilft

Dann sollte man sicherstellen, dass die neue Erde richtig gelagert wurde und hochwertiger Natur ist. Sie sollte locker sein und eine gute Durchwässerung bieten. Hier helfen Perlite und ggf. Blähton-Kugeln, die als unterste Schicht im Topf ausgelegt werden.

Mehr dazu in der Blumenerde Kaufberatung.

Vorbeugen

In 90% der Fälle ist eine Überwässerung Schuld am Befall. Also sollte man in Zukunft weniger und seltener gießen.

Beim nächsten Grow sollte man direkt zu hochwertiger Anzuchterde und Blumenerde greifen. Sie sollte mit Perliten versetzt sein, was sie lockerer macht. So kann das Wasser beim Gießen besser ablaufen.

Ich empfehle nur soviel Erde zu kaufen wie man gerade braucht. Will man dennoch auf Vorrat kaufen, sollte man die Erde nur drinnen in kühler und trockener Umgebung lagern. Auf keinen Fall draußen lagern!

Damit keine Trauermücken von außen reinkommen und ihre Eier ablegen können, sollte man ein Netz an den Lufteinlass der Growbox anbringen. Hier hilft es schon ein Netzstrumpf oder Fliegengitter dranzukleben.

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Kommentare

  1. MarcXL says:

    Zum Neemöl sei dazu gesagt das 250ml auf 15,95€ kommen, 500ml auf 19,95€ und 1000ml auf 29,95€
    So gesehen ist man mit den 250ml auf der teuren Seite, 2 Flaschen á 250ml kosten soviel wie 1000ml.
    Ich habe mir damals die 500er Menge für 19,95 bestellt, kommt als 2 Flaschen á 250ml.

  2. Alles klaro,thx…
    Ich denke, wenn es soweit ist, Start ich nen kleinen Growreport. :wink:

  3. Nas509 says:

    Also ich könnte ein Hausmittel empfehlen. Killt ALLES binnen kürzester Zeit.
    Für 5 Liter:
    1 Zwiebel
    1-2 Knoblauchzehen
    50g getrocknete Chilis
    10g Tabak (Nicht bei Mutterpflanzen)
    250 ml Rapsöl
    Man kann auch noch Ingwer zugeben wenn man möchte.
    Knoblauch am besten mit einer Knoblauchquetsche klein machen und die Chilis in einer elektronischen Kaffeemühle zu Pulver mahlen.
    Alle Zutaten in einen Mixer geben mit 750 ml Wasser ordentlich mixen und dann einen Tag stehen lassen.
    Am nächsten Tag das Gebräu filtern das restliche Wasser hinzugeben und den PH-Wert anpassen und dann laufen lassen.
    Kann sowohl zum spritzen als auch zum gießen verwendet werden.

  4. Was mir da gerade auffällt: Nirgends wird der Einsatz von Sand erwähnt. Eine Schicht Sand auf der Erdoberfläche (ca 1,5- 2cm) hindert die Mücken daran, ihre Eier abzulegen.

    Desweiteren fehlt hier auch: Die Abflusslöcher von Töpfen werden auch gerne als Ablageort für die Gelege genutzt. Einen Feinstrumpf mit 80,my hält die Viehcher davor ab, dort Eier abzulegen. Problem gelöst.

  5. Neem, Nematoden, insektizide Seife usw. ist ja alles toll, aber Trauermücken sind ein Anzeichen dass die Erde zu feucht ist. Also anstelle die T.M. bekämpfen, die Ursache angehen: Weniger (oft( giessen. Dann gehen die auch von selbst weg.

    • Weniger oft giessen und Erde dazw. austrocknen lassen (Topf anheben um zu testen, wenn leicht, dann giessen. Ansonsten nicht. Und kein staales Wasser in Untersetzer usw. lassen.)
  6. Wie ich vorhin schrieb… ist es zu trocken, kommen die SpiMi, ist es zu feucht, hat man Thripse und Trauermücken an der Backe.

    Aber weisste… man kann vorbeugen :slight_smile: dann kommen die erst gar nicht.

    Zum einen kann man bei jedem umtopfen Neemkuchen in die Erde geben, zum anderen kann man die Pflanzen mit Ackerschachtelhalmextract versorgen und so einem Befall vorbeugen. Eine Wöchentliche Behandlung mittels besprühen reicht aus.

  7. Bei Stoffpötten (Gronest) ist dieses schonmal abzuhaken. :wink:

    By the way, Viecher hatte ich bisher noch nicht (2 Grows) … wohl nur ne Frage der Zeit … :thinking:

  8. Geh mir weg mit den Dingern. Nach einem Durchgang hab ich die nur noch verflucht. Da ist man nach einem Handtieren mehr mit dem saubermachen beschäftigt, als mit den Pflanzen.

    Tekus sind geil ! Ich hab bestimmt 300- 400 von denen in allen Größen und Variationen. Für Outdoor sowie Indoor. Der größte “Topf” hat 250 Liter :smiley:

    Und keine Angst vor Insekten. Man kann da echt viel tun!

    Als erstes gehört Basilikum ins Zelt. Pro 25x 25cm 1 Plantje. Die Aromen vertreiben schon mal einige Fliegende Nervensägen.

  9. Sind offenbar auch DER Klassiker. An den Stoffpötten haben mich

    • Durchlüftung
    • Luftschnitt
    • (fast) unmögliche Übergießen
      gereizt und zum ausprobieren animiert. :slight_smile:

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