Marihuana fermentieren – so veredelst du deine Buds

Ist das eigene Weed erfolgreich gewachsen, die Marihuana Ernte erfolgreich verlaufen und auch schon erfolgreich getrocknet worden, freut man sich endlich den ersten Zug nehmen zu können! Natürlich könntest du nun dein Weed einfach einlagern und nach und nach konsumieren.

Echte Profis und Cannabis Liebhaber „veredeln“ die kostbaren Buds, indem sie die Ernte fermentieren bzw. curen. Dies ist der Prozess, welcher die Qualität des Weeds erheblich steigert und diesem einen einzigartigen Geschmack verleiht, an den Straßengras in Jahrmillionen nicht rankommt.

Erst eine sauber durchgeführte Fermentation bzw. Curing macht aus durchschnittlichen Gras ein einzigartiges, köstliches Produkt. Es ist um ein Vielfacher potenter, unglaublich mild beim Rauchen und kratzt nicht im Hals.

Gründe für das Fermentieren

Mit dem Trocknen sind die Buds zwar von außen ausreichend getrocknet, doch im Inneren sind sie immer noch voller Wasser.

Außerdem befindet sich noch das Chlorophyll in den Zellen, was der Pflanze auch ihr kräftiges Grün verleiht. Deshalb wird es auch Blattgrün genannt. Chlorophyll hilft der Pflanze während des Wachstums das Licht in Nährstoffe umzuwandeln (Photosynthese). Doch beim Rauchen hat Chlorophyll nur einen Effekt: Es macht das Weed beim Rauchen sehr kratzig im Hals.

kratziges weed husten
Dude, ist dein Weed nicht fermentiert oder was?!

Mit gutem Cannabis ist es wie mit einem guten Wein – es wird besser, wenn es heranreift.

Die frisch geernteten Buds entfalten erst ihr volles Geschmackspotential, wenn man Geduld zeigt und den Buds Zeit lässt im Inneren ordentlich durchzutrocknen und das Chlorophyll abzubauen. Deshalb veredelt man die frisch geernteten und getrockneten Buds, so dass diese zu einem unverwechselbaren Erlebnis heranreifen können.

Vorteile

Vorteile
  • Das Gras trocknet vollständig durch: Die Schimmelgefahr fürs spätere Einlagern wird erheblich gesenkt. Allein schon aus diesem Grund sollte schon fermentiert werden. Nichts ist ärgerlicher, als eine eingelagerte Packung des wertvollen Grün zu öffnen und nur noch braunes Schimmelgras zu erblicken.
  • Das Weed wird extrem mild: Die ständigen Hustenanfälle beim Rauchen eines Joints gehen einem auf den Sack? Dann wird man sich beim Rauchen von fermentiertem Weed wie im siebten Himmel vorkommen! Ordentlich fermentiertes Weed ist extrem mild beim Rauchen, kratzt so gut wie gar nicht im Hals. Da kann kein Dealer mithalten.
  • Die Buds entfalten ihr volles Geschmackspotential: Du glaubst nicht, wie vielfältig Cannabis schmecken kann! Einmal ordentlich fermentiert, wird jeder Zug ein Geschmackserlebnis sein – aufmerksame Raucher werden vielfältige Noten und Düfte feststellen.
  • Vaporizer-Erlebnis weitaus angenehmer: Auch Vapo-Nutzer profitieren vom deutlich besserem Geschmack. Einmal ordentlich fermentiert, werden die Geschmacksstoffe effektiver extrahiert. Die Folge: Ein vielfältiger, einzigartiger Geschmack. Auch ballert das Gras besser, so dass man weniger braucht, um das High zu erreichen. 😉

Nachteile

Nachteile
  • Geduld nötig: Ja, schon der Anbau dauer verdammt lange. Als Grower kann man es schon so kaum abwarten die ersten Buds zu probieren. Qualität braucht nun mal Zeit. Beim Fermentieren muss man mindestens 8 Wochen drauflegen, so dass man ein solides Gras hinbekommt.
  • Erfordert Übung und Einarbeitung: Sauberes Fermentieren bzw. Curen braucht etwas Übung und Einarbeitung. Man muss ein Gefühl für Luftfeuchtigkeit und Temperatur bekommen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
  • Schimmelgefahr bei falscher Handhabung: Mit „drauflos-fermentieren“ ohne einen festen Plan kann das Ganze schnell im Desaster enden. Wenn man nicht die gesamte Ernte an den Schimmel-Teufel abtreten will, braucht man ein festes Lüftungschema.
  • Man wird unfermentiertes Gras nie wieder genießen können oder wollen 😉 

Kurzum: Fermentieren lohnt sich einfach! 😉

Was passiert beim Fermentieren?

Am besten fasst es Wikipedia zusammen:

„Fermentation oder Fermentierung (lateinisch fermentum ‚Gärung‘) bezeichnet in der Biologie eine Form von enzymatischer Umwandlung organischer Stoffe.“

Viele Lebensmittel, die man täglich futtert, mit Hilfe von Fermentationsprozessen hergestellt.

Dazu gehören:

  • Milchprodukte wie Käse Joghurt, Sauermilch, Buttermilch, Kefir usw.
  • Sauerkraut, Kimchi, Miso, usw.
  • Rohwurst, wie bspw. Salami
  • Alkoholische Getränke wie Bier, Wein, Whiskey, usw.
Fermentation von Salzgurken, Ergebnis nach einer Woche
Fermentation von Salzgurken, Ergebnis nach einer Woche

Kurz gesagt: Fermentation macht alles um ein Vielfaches leckerer. 😉

Wie Fermentation starten?

Damit eine solche enzymatische Umwandlung stattfindet, braucht man:

  • Mikroorganismen, die den Prozess in Gang setzen (oftmals bereits in den Ausgangsprodukten vorhanden)
  • eine passende Umgebung (Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit) für die Umwandlung

Bei der Cannabis Fermentation ist es vor allem das Chlorophyll, das durch (gutartige) Bakterien und Mikroorganismen abgebaut wird (Das Chlorophyll verursacht beim Rauchen das Kratzen in deiner Kehle). Glücklicherweise sind die nötigen Bakterien bereits in den Buds vorhanden. Somit braucht man kein Chemie-Diplom für unser Vorhaben. 😉

Am Ende spielen Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit beim Fermentieren von Buds eine entscheidende Rolle.

  • Temperatur: Es darf nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt sein, damit die Bakterien ihre Arbeit verrichten können.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: Ist es zu trocken, kann der Fermentationsprozess stoppen und nicht mehr „neu gestartet werden. Ist es zu feucht, kann sich Schimmele bilden.

Methoden zum Fermentieren

Um die wertvollen Buds zu veredeln, hat du mehrere Optionen:

  • Cannabis Curing in Einmachgläsern: Einfachste und günstigste Methode
  • Im Humidor fermentieren: Aus der Zigarren-Welt kopiert

Curing in Einmachgläsern

Das Curing ist im Prinzip eine Passiv-Fermentation, da man keine Fermente (Bakterien o.ä.) hinzufügt, um den Prozess in Gang zu setzen.

Ablauf: Die frisch getrockneten Buds werden in Einmachgläser gelegt und regelmäßig gelüftet. Im Prinzip wird die Rest-Feuchtigkeit im Inneren des Buds „rausgeschwitzt“.

Das Curing sollte mindestens 14 Tage dauern. Am besten aber 8 Wochen oder länger. 😉

Vorteile von Curing

Vorteile
  • Kaum Extra Equipment nötig: Man kann mit dem üblichen Grow- und Lager-Equipment die Buds curen. Nach den Curing können die Buds in den selben Gläsern gelagert werden.
  • Schimmel-Ausbreitung kann kontrolliert werden: Wenn man die Ernte auf mehrere kleine Gläser verteilt, muss man im Fall von Schimmel nicht gleich die gesamte Ernte wegwerfen.

Nachteile von Curing

Nachteile
  • Schimmelgefahr, wenn man nicht genug lüftet: Die Buds müssen unbedingt rechtzeitig gelüftet werden, bevor sich Schimmel ausbreiten kann. Gerade in den ersten 3 Wochen reicht es schon die Buds ein paar Stunden zu spät zu lüften und damit perfekten Nährboden für Schimmel zu legen.
  • Passender Lagerort nötig: Gerade im Sommer kann es eventuell schwer sein einen kühlen und temperaturstabilen(!) Ort zu finden, wo man die Gläser diskret ernten kann.

Anleitung zum Cannabis Curing

Indoor Growing eBook

Im Indoor Growing eBook bekommst du eine Schritt-für Schritt Anleitung zum Curen von Cannabis in Einmachgläsern und ein bewährtes Lüftungsschema. So hat Schimmel keine Chance und man bekommt ein perfektes Curing Ergebnis.

Indoor Growing eBook von Junior Gong

Im Humidor fermentieren

Die Zigarren-Liebhaber sind hier Vorbild. Denn was für Tabak gut ist, kann auch für Cannabis angewandt werden. Hierzu bekommt man schon bald einen Blog-Artikel zu lesen.

Im Gefrierschrank fermentieren

Diese Methode ist höchst experimentell! Sobald es erste solide Ergebnisse aus Junior Gongs Laboratorium gibt, gibt es einen frischen Blog-Beitrag.

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