Umfallkrankheit – Was tun?

Da hat man gutes Geld für Seeds ausgegeben. Nachdem man sie sorgfältig zur Keimung gebracht und eingepflanzt hat, sprießt nun endlich was Grünes aus der Erde. Voller Zuversicht wagt man schon etwas Vorfreude auf eine baldige Ernte, denn schließlich scheint es dem Sämling ganz gutzugehen.

Doch dann wird einem der Traum von einem erfolgreichen Grow ganz unverhofft zunichtegemacht: Scheinbar grundlos ist der Keimling buchstäblich über Nacht umgefallen. Verzweifelt versucht man den Keimling noch zu retten, jedoch vergeblich. Unsere zukünftige Cannabispflanze ist der berüchtigten Umfallkrankheit zum Opfer gefallen…

Hier erfährt man alles über die Umfallkrankheit und kann lernen, wie man sie effektiv vorbeugen kann.

Was ist die Umfallkrankheit?

Bei der Umfallkrankheit handelt es sich um einen Pilzbefall. Er kann junge Pflanzen, die gerade aus der Erde gesprossen sind aber auch Samen während der Keimung betreffen. Wie der Name der Krankheit schon verrät, führt die Umfallkrankheit dazu, dass betroffene Keimlinge innerhalb weniger Stunden umfallen. Ist der Sämling umgefallen, ist in der Regel nichts mehr zu retten. Die Pflanze wird unweigerlich absterben.

Verantwortlich dafür sind Schimmelpilze wie Pythium oder Fusarium, welche bei Staunässe in der Erde (z. B. durch laufende Überwässerung) aber auch bei zu hoher relativer Luftfeuchtigkeit (RLF) auftreten.

Wann es vorkommen kann

  1. In der Anzucht. Die Umfallkrankheit gefährdet Sämlinge, die gerade aus der Erde gesprossen sind. Sämlinge benötigen nämlich eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit und auch die Anzuchterde im Topf darf niemals austrocknen. Weiterhin haben die Pflanzen in den ersten Lebenstagen nur wenig Widerstandskraft. Für Schimmel sind dies ideale Bedingungen.
  2. Bei der Keimung von Samen. Dieselben Schimmelpilze, welche Sämlinge im Nullkommanichts abtöten können, können auch Samen noch vor oder während der Keimung befallen. Der Samen stirbt dann ab und kommt gar nicht zum Keimen. In anderen Fällen keimt der Samen zwar, der Keim stirbt jedoch ab ehe er aus der Erde herauskommt.
  3. Auch Pflanzen mit Verletzungen wie z. B. abgebrochene Blätter oder Knickstellen sind überaus empfindlich für Pilzbefall. Schimmelsporen können dann in die Pflanze gelangen und schädigen sie dann nachhaltig.

Dieselben Schimmelpilze wie z. B. Fusarium oder Pythium welche Sämlinge und Samen befallen können, stellen auch eine Gefahr für ausgewachsene Pflanzen dar. Pythium ist zum Beispiel auch für die berüchtigte Wurzelfäule verantwortlich. Diese kann in allen Lebensphasen von Cannabis auftreten.

Ablauf der Umfallkrankheit

Befindet sich der Pilz in der Erde, greift er gezielt den Stängel des Keimlings an. Dies geschieht meist nahe an der Erdoberfläche, dort wo der Stängel aus der Erde kommt.

Meist dringt der Pilz nahe der Erdoberfläche in die Pflanze ein

Der Pilz dringt in das Holzgewebe (Xylem) des Sämlings ein und unterbricht die Wasserzufuhr der Pflanze. Dann geht alles sehr schnell: Zuerst verfärben sich die Blätter und der Stängel wird einen kraftlosen Eindruck machen. Der Stängel kann die Pflanze nicht mehr halten und der Sämling fällt um. Vom Pilzbefall bis zum Tod der Pflanze vergehen oft nur wenige Stunden.

Besonders Growanfänger fürchten die Umfallkrankheit, denn sie kommt meist ganz unverhofft und befällt Sämlinge denen es anscheinend gut geht.

Typische Ursachen

Die Umfallkrankheit kann von verschiedenen Pilzarten verursacht werden. Der parasitäre Pilz Pythium ist der häufigste Verursacher, aber sie kann auch von Fusarium und Botrytis ausgelöst werden.

Überwässerung von Sämlingen ist die häufigste Ursache

Übertragen werden die Pilzsporen durch Luft, Wasser, kontaminierte Erde oder infiziertes Saatgut. Jedoch wird immer große Feuchtigkeit benötigt, um die Umfallkrankheit ausbrechen zu lassen.

Diese Faktoren erhöhen das Risiko für die Umfallkrankheit:

  • Überwässerung. Zu feuchte Erde im Anzuchttopf durch Überwässern ist eine Hauptursache für die Umfallkrankheit
  • Schlechter Wasserablauf im Topf. Dies kann passieren, wenn verwendete Töpfe keine oder zu kleine Öffnungen am Boden haben. Dann bildet sich Staunässe in der Erde, die zu Schimmel führt
  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Growbox
  • Schlechte Luftzirkulation in der Anbauumgebung durch unterdimensionierte Abluft oder zu kleine/zu schwache Umluftventis. Stehende Luft wird dann nicht schnell abgeführt und die Luftfeuchtigkeit in der Box bleibt zu hoch. Es entstehen feuchte Spots zwischen den Pflanzen die dann zu Schimmel führen
  • Zu viele Pflanzen auf kleinem Raum. Eine zu dicht gepackte Growbox resultiert in schlechte Luftzirkulation um die Pflanzen herum. Das erhöht das Risiko für Schimmelbildung
  • Eine Feuchtigkeitskuppel (Mini Gewächshaus, Folie über Töpfen o.ä.) wird für die Keimung verwendet. Damit ist die Luftfeuchtigkeit für den Keimling jedoch viel zu hoch und es wird schnell zu Schimmel kommen!
  • Minderwertige oder falsch-gelagerte Erden können mit Pilzsporen verunreinigt sein. Feuchtigkeit wird zwar immer noch benötigt, um die Umfallkrankheit auszulösen, jedoch ist das Risiko bei bereits kontaminierten Samen oder Erden am höchsten.

Jeder dieser Faktoren für sich oder in Kombination mit anderen erhöht das Risiko für die Umfallkrankheit.

Wie die Umfallkrankheit erkennen

Wenn ein Sämling von Schimmel befallen wird, verläuft die Krankheit bei Keimlingen mit tückischer Rasanz: An einem Tag sieht der Sämling noch gesund aus, am nächsten Tag ist er dann sprichwörtlich „über Nacht“ umgefallen. Wenn das geschehen ist, ist es bereits zu spät für Gegenmaßnahmen. Viel Zeit, um auf Symptome zu achten, hat man demnach gar nicht.

Man kann jedoch lernen, die Anzeichen der Umfallkrankheit zu erkennen und kann sie mit geeigneten Maßnahmen vermeiden.

Meist wird am Anfang der Umfallkrankheit der Stängel gelblich, braun oder rötlich. Manchmal kann man auch kleine weiße Punkte am untersten Teil des Stängels, direkt über der Erdoberfläche erkennen. Im selben Bereich wird der Stamm schwach und dünn aussehen und hat eine dunklere Farbe.

Das Holzgewebe im Stängel des Keimlings ist nicht nur für den Transport von Wasser und Nährstoffen verantwortlich. Es hat auch Stützfunktion. Durch den Pilz wird der Stängel weich und verbiegt sich unter dem Eigengewicht des Sämlings. Innerhalb von wenigen Stunden fällt der Sämling dann um.

Was tun bei Umfallkrankheit?

Hat der Schimmelpilz einen Sämling befallen, kann man unglücklicherweise nur wenig tun. Der Sämling wird nicht mehr zu retten sein.

Jedoch heißt es jetzt schnell handeln, damit man eine Ausbreitung der Erkrankung auf noch gesunde Sämlinge verhindern kann! Ist nämlich ein Sämling von der Umfallkrankheit betroffen, stehen die Chancen gut, dass auch anderen Sämlinge in der Box dasselbe Schicksal ereilt…

  • Umgefallene Sämlinge sofort samt Töpfen aus der Growbox entfernen. Sämlinge und verwendete Erde sicher in Plastiktüten packen und sofort im Hausmüll entsorgen. Wichtig: Die kontaminierte Erde auf keinen Fall wiederverwenden!
  • Verwendete Töpfe und jegliches andere verwendete Equipment vor Wiederverwendung sorgfältig mit Alkohol desinfizieren

Notfallplan: Ausbreitung des Pilzes mit Peroxid stoppen

Diese Methode wird bereits befallene Sämlinge wohl nicht wiederbeleben, jedoch kann man damit laut einiger Grower die Ausbreitung des Pilzes stoppen.

Dazu etwa 20 Tropfen (1ml) 3% Peroxid auf die Erde um jeden Sämling tröpfeln. Das Peroxid wird den Pilz abtöten. Eine Garantie, dass diese Methode die anderen Keimlinge retten wird, gibt es aber nicht. Im Notfall ist es aber einen Versuch wert.

Rettungsversuche bei der Umfallkrankheit sind meist vergebens

Wichtig ist, dass man die Hauptursache(s) für die Umfallkrankheit (z. B. Überwässerung oder zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Anbauumgebung) ausfindig macht, um die Krankheit effektiv vorzubeugen.

Vorbeugen

Man kann wenig tun, wenn die Umfallkrankheit Pflanzen einmal befallen hat. Deswegen lässt man es am besten erst gar nicht soweit kommen! Mit den folgenden Tipps kann man der Umfallkrankheit effektiv vorbeugen.

Sämlinge richtig gießen

Ist der Samen einmal gekeimt, sollte man die Erde feucht, aber niemals komplett nass halten. Staunässe wird nämlich schnell zu Schimmel führen. Hier hilft ein Handsprüher, um das Medium einerseits nicht zu überwässern, andererseits aber auch vor dem Austrocknen zu schützen.

Für kleine Anzuchttöpfe eignen sich zum Gießen von geringen Mengen Wasser auch Laborpipetten oder ein Bratenspritzer gut.

Wichtig: Der Topf muss guten Wasserablauf haben. Deswegen soll man immer darauf achten, dass verwendete Pflanzgefäße unten Löcher für Wasserablauf haben. Zieht man in Bechern an, muss man auf jeden Fall unten Löcher reinbohren! Wasser darf niemals im Topf stehen!

Direktes Gießen aus der Kanne sollte erst starten, wenn der Sämling eine gewisse Größe erreicht hat. Mehr dazu in unserem Bewässerungsartikel.

Geeignete Erde zur Anzucht verwenden

Schlechter Wasserablauf und demzufolge Schimmelbildung kann auch von zu fester (tonhaltiger) Erde kommen. Cannabis liebt ein eher lockeres und luftiges Substrat, meist mit etwas Perlit zur Auflockerung.

Am besten hält man sich an unsere Empfehlungen für gute Erden von namhaften Herstellern wie Plagron, Biobizz usw.

Zur Keimung verwendet man am besten Anzuchterde. Anzuchterden für Cannabis haben eine optimale Beschaffenheit für Sämlinge, sprich, sie sind weder zu locker noch zu fest. Weiterhin sind Anzuchterden meist nicht (oder nur leicht) vorgedüngt. Dies ist wichtig, da Sämlinge weitaus besser ohne Dünger wachsen. Denn düngt man Sämlinge zu früh, wird dies zu einer Vielzahl von Problemen inklusive mangelnde Widerstandskraft gegen Pilze und Krankheiten führen. Demnach kann man mit ungedüngten Anzuchterden dem Risiko für Schimmel auch etwas entgegensetzen.


Temperatur und Luftfeuchtigkeit

In der Keim- und Anzuchtphase sollte die Temperatur optimalerweise bei 23 bis 26°C liegen. Die Luftfeuchtigkeit soll bei 40 bis 60% liegen.

Wichtig: Viele Grower glauben, dass zur Keimung eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit (>60%) und/oder hohe Temperaturen benötigt werden. Dies ist ein Growermärchen! In der Tat führt eine zu hohe Luftfeuchtigkeit bei der Anzucht nur zu Problemen wie der Umfallkrankheit.

Optimale Temperaturen und Luftfeuchtigkeit beim Anbau

PhaseTemperaturLuftfeuchtigkeit
Keim- & Anzuchtphase23 bis 26°C40 bis 60%
Wachstumsphase20 bis 30°C40 bis 70%
Blütephase18 bis 26°C40 bis 50%
Ende der Blütephase18 bis 26°C< 40%
Temperaturunterschied zwischen Licht und Dunkelphasemaximal 8°C
Zur Erinnerung: Optimale Temperaturen beim Cannabis Grow

Schimmelpilze lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen. Sind beide Werte nicht im optimalen Bereich für die Keimphase (Temperatur: 23 bis 26°C, RLF: 40 bis 60%), steigt das Risiko für einen Pilzbefall dramatisch. Deswegen auf jeden Fall Temperaturen und RLF bei der Anzucht im Auge behalten. Ist die Luftfeuchtigkeit im Growzelt zu hoch, muss man diese absenken.

Mini-Gewächshaus niemals komplett schließen

Es ist ein alter Mythos, dass Sämlinge eine hohe Luftfeuchtigkeit brauchen! Nutzt man ein Mini-Gewächshaus zur Keimung und Anzucht, darf man es auf keinen Fall komplett abschließen. Stattdessen sollte man den Deckel halb offen lassen oder ganz abnehmen: Der Sämling braucht nämlich frische Luft!

Will man während der Keimung den Topf mit Klarsichtfolie o.ä. vor Austrocknung schützen, dann sollte man auf jeden Fall alle paar Stunden lüften, um Schimmel vorzubeugen. Sobald der Keimling aus der Erde gesprossen ist, muss man die Folie komplett entfernen und den Keimling direkt unter das Licht stellen!

Tipp: Das Mini-Gewächshaus wird nur dann komplett geschlossen, wenn dort Stecklinge angezogen werden.

Belüftung verbessern

Auf gute Belüftung in der Growbox achten, sonst kommt es zu Schimmel

Auf gute Umluft achten: Man sollte sicherstellen, dass in der Box eine optimale Umluft herrscht. Gegebenenfalls kann man den Umluft Venti eine Stufe höher schalten.

Achtung: Sämlinge sind empfindlich! Eine sanfte Brise, die über die Pflänzchen streicht, ohne sie umzubiegen ist ideal.

Reicht der Platz in der Box, kann man auch einen zweiten Umluft Venti dazustellen. Am besten ist, wenn man zwei Ventis diagonal gegenüber in der Box aufstellt und diese sich gegenseitig anpusten. Damit bekommt man einen optimalen Luftstrom. Mehr dazu in unserem Umluft-Artikel.

Für ausreichend Abluft sorgen: Falls möglich, kann man die Abluft aus der Box höher einstellen. Ist die Abluft unterdimensioniert (zu schwach) für die Größe der Box, soll man diese mit einer leistungsfähigeren ersetzen. Hilfe dazu findet man bei unserer Kaufberatung für Belüftung für den Cannabis Anbau.

Zuluft-Filter anbringen: Am Zuluftloch zur Box sollte man immer Filter anbringen. So kommen weniger Schimmel Sporen von außen rein. Deswegen sollte man am besten schon beim Kauf eines Growzelts darauf achten, dass die Zuluftöffnung einen Filter hat.

Sauberkeit und Hygiene

Mit Sauberkeit beim Anbau kann man das Risiko für Schimmel minimieren

Auf Sauberkeit und Hygiene achten! Wir empfehlen beim Umgang mit der Pflanze nicht ohne Grund immer Nitrilhandschuhe zu tragen. Alle Werkzeuge sollten auch regelmäßig desinfiziert werden – gerade, wenn man sie im eigenen Garten oder an Zimmerpflanzen auch einsetzt. So werden mögliche Pilzsporen beseitigt.

Frische Klamotten anziehen, bevor man die Growbox öffnet. Pilzsporen befinden sich überall in der natürlichen Umgebung. Mit der Kleidung und an den Schuhen gelangen sie in die Box. Deswegen sollte man vor jedem Arbeiten in der Box frische Kleidung anziehen und Schuhe wechseln.

Haustiere von Growbox fernhalten: Pilzsporen können auch mit Haustieren in die Box gelangen. Deswegen sollte man aufpassen, dass die vierbeinigen Freunde nicht in die Growbox gelangen.

Abgefallene Pflanzenteile sofort aus der Box entfernen: Abgefallenen Blätter, Äste oder anderen organischen Abfall soll man nie in der Box lassen. Diese sind eine ideale Brutstätte für Pilze und Bakterien. Sauberkeit in der Box ist das höchste Gebot, damit man Schimmel vorbeugen kann.

Steriles Medium für die Keimung verwenden. Für die Keimung der Samen sollte man nur sterile Anbaumedien verwenden. Spezielle Anzuchterde für Cannabis ist am besten. Wichtig: Alte Topferden soll man nicht wieder verwenden. Auch sollte man keine Erden aus zweifelhafter Herkunft verwenden. Diese enthalten oft schon Schädlinge, Pilzsporen und andere schädliche Mikroorganismen.

Sämlinge nicht zu früh düngen

Sämlinge soll man in den ersten ein bis zwei Wochen nicht düngen. Düngt man nämlich zu früh im Leben der Pflanze, hindert man Sämlinge nicht nur an der Entwicklung gesunder Wurzeln, sondern man erhöht auch das Risiko für Erkrankungen.

Mit dem Düngen sollte man erst anfangen, wenn der Sämling eine gewisse Anzahl an Blattpaaren entwickelt hat. Das ist in der Regel 5-10 Tage nach der Keimung der Fall. Und auch dann solle man erst einmal mit niedriger Nährstoffdosierung anfangen.

Wir empfehlen, dass man sich immer an die Düngerschemas der Hersteller hält. Wann verschiedene Hersteller Tag 1 der Vegi zählen (sprich, der Zeitpunkt, wo man anfängt Dünger zu geben) variiert jedoch je nach Hersteller/Dünger.

Es ist demnach wichtig, dass man weiß, ab wann man mit der Gabe von Dünger anfängt. Zur Orientierung haben wir hier eine Liste mit Empfehlungen von bekannten Herstellern:

HerstellerEmpfehlung zum StartDosierungsschema
BioBizzSobald Pflanze etwa 10-15 cm groß ist oder 2 – 4 Blätter hat.Zum Schema
CANNA TerraBeim ersten richtigen BlattpaarZum Dosierungsrechner
HESIKeine konkrete EmpfehlungZum Schema
PlagronSobald die Pflanze „true leaves“ ausbildetZum Dosierungsrechner
GreenhousefedingVor dem Start des Grows unter die Erde mischenZum Dosierungsrechner
(Hersteller hierzu kontaktiert)

Die Dosierungsempfehlungen der Hersteller sollte man immer beachten! Im Zweifel ist es immer ratsam, dass man weniger dosiert als zuviel! Probleme durch Überdüngung sind immer weitaus schwerer zu beheben als leichte Unterdüngung.


Weitere Tipps

Eine vollgestopfte Growbox soll man vermeiden!

Hochwertige Samen verwenden: Auch wenn die Hauptursache für die Umfallkrankheit zu hohe Feuchtigkeit ist, können Samen die mit Pilzsporen kontaminiert sind das Risiko erhöhen. Samen aus zweifelhafter Herkunft sollte man demnach nicht nur aus diesem Grund vermeiden. Da spart man am falschen Ende!

Growbox nicht mit Pflanzen vollstellen: Ob zur Anzucht oder in den späteren Lebensphasen der Pflanzen: Die Growbox sollte man nie proppenvoll mit Pflanzen zustellen. Einige Pflanzen weniger, die problemlos wachsen können, sind besser als eine Menge Pflanzen, wo es dann wegen Platzmangel, schlechter Luftzirkulation usw. nur zu Problemen (Schimmel, Schädlinge usw.) kommt.

Keine Torfquelltöpfe/Jiffys usw. zum Keimen verwenden: Damit hat man oft mehr Probleme als Vorteile. Zur Keimung sind ganz normale kleine Anzuchttöpfe (TEKU o.ä.) am besten geeignet. Verwendet man alternativ Trinkbecher oder Joghurtbecher, dann muss man auf jeden Fall unten Löcher reinbohren. Gießwasser muss immer gut abfließen können! Mehr dazu in unserer Topf-Kaufberatung.


Kaufempfehlungen

Geeignete Töpfe

Für die Keimung empfehlen wir klassische Plastiktöpfe mit 0,25-0,5 Liter Volumen. Auch wenn es viele spezielle Anzucht-Behälter gibt, sind die klassischen Teku-Töpfe immer noch am zuverlässigsten.

Für die Anzucht empfehle ich zu Air Pots zu greifen.

Top-Empfehlung
 Air-Pot Superoot 3 Liter
Vor- & Nachteile
  • Bessere Sauerstoffversorgung
  • Fördert Wurzelwerk Verzweigungen
  • Sehr niedriges Gewicht
  • Einfache Lagerung
  • Einfach umzutopfen
  • Niedrigere Nährstoffaufnahme an Wurzelenden
  • Etwas teurer

Die Seitenwände des Topfes haben Löcher, an denen Licht an die Erde kommt. Sobald die Wurzeln durchwachsen, bekommen sie durch das Licht den Impuls zum Rückzug unter die dunkle Erde. Dort bilden sie dann weitere feine Wurzeltriebe.

Dieser Prozess wird Lichtbeschneidung genannt. Damit bekommt man eine bessere Durchwurzelung, wodurch die Nährstoffaufnahme verbessert wird. Solch eine feine Durchwurzelung ist gerade in der Anzuchtphase erwünscht.

Die 3L Variante kostet nicht viel mehr als andere Topf Arten, sodass man viele Vorteile für einen ganz kleinen Aufpreis bekommt.

Unsere Kaufberatung für Töpfe zum Cannabis Anbau hilft die richtigen Töpfe zu finden!

Sauberkeit und Hygiene

Ein Satz NitrilHandschuhe gehört zum Grundrepertoire eines jeden Growers. Die Handschuhe verhindern, dass man irgendwelche Krankheitserreger oder Sporen aus der Umwelt an die Pflanze weitergibt. Wichtig ist, dass sie puderfrei sind!

Insbesondere bei der Keimung besteht die Gefahr, dass man den Seed verschmutzt und mit Krankheitserregern ansteckt. Aber auch bei der Kontrolle der Blätter auf Schädlinge oder Nährstoffmängel sind die Handschuhe extrem hilfreich, um möglichen Dreck und Sporen nicht weiterzuverteilen.

Die meisten Grower unterschätzen, wie hilfreich Desinfektionsmittel sein können. Hier kann man entweder zu Isopropyl Alkohol greifen oder zu einem typischen Desinfektionsmittel aus der Drogerie.

Bacillol Schnelldesinfektionsmittel
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von Paul Hartmann
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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Vor allem Gartenwerkzeuge wie Erntescheren etc. sollten vor der Arbeit an Cannabis Pflanzen ordentlich desinfiziert werden. Gerade, wenn sie draußen im Garten im Einsatz waren, kann man damit schnell Pilze, Sporen oder andere Verschmutzungen in die Growbox einschleppen.

Auch ist ein Desinfektionsmittel ein Muss, wenn man in der Growbox einen Schimmelbefall oder ähnliche Probleme hatte. Dann muss man alle Oberflächen ordentlich desinfizieren, um alle Sporen und Schimmelreste restlos zu beseitigen.

Handschuhe fürs Arbeiten in der Box sollten auch bei keinem Grower fehlen!

Belüftung

Um Cannabis beim Indoor Anbau mit Frischluft zu versorgen, braucht man eine Belüftungs-Anlage für die Growbox. Man kann die Komponenten entweder einzeln kaufen oder mit einem Abluft-Komplettset alle Teile im Paket kaufen.

Die absolute Mindest-Ausstattung:

  • Abluft-Ventilator: Pustet die verbrauchte Luft aus der Growbox und saugt gleichzeitig frische Luft an
  • Aktivkohlefilter: Filtert den verräterischen Cannabis Geruch aus der ausgehenden Luft
  • Luftschlauch: Verbindet den Aktivkohlefilter und Abluft-Ventilator mit der Abluft-Öffnung
  • Umluft-Ventilator: Verteilt die Luft in der Growbox und erzeugt eine leichte Brise

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