Cannabis Indoor Growing – Wo Anfangen?

Wie kann man sich das vorstellen: Man macht den Kleiderschrank auf und es strahlen einem die eigenen Marihuana Pflanzen entgegen, die fröhlich vor sich hin wachsen und gedeihen. Und das ganz privat und diskret in den eigenen vier Wänden. Mit einem Indoor Grow kann man diesen Traum zur Realität machen.

Was ist Indoor Growing?

Indoor Growing ist der Szenebegriff für den Anbau von Cannabis Pflanzen in einem geschlossenen Raum, wie einem Schrank oder gleich ein ganzes Zimmer. Das Herzstück der privaten Indoor Grows ist die Growbox. Das ist der typische Name für einen geschlossenen Schrank, in dem die Cannabis Pflanze hochgezogen wird.

Da es logischerweise kein Sonnenlicht in der Box gibt, muss man die Cannabis Pflanze mit einer Pflanzen-Lampe bestrahlen, damit sie ordentlich wächst. Durch eine Zeitschaltuhr wird ein Tag/Nacht Wechsel simuliert, genau wie in der freien Natur.

Für genug Frischluft sorgt ein Belüftungssystem. Ganz wichtig ist ein Aktivkohlefilter, um den Cannabis Geruch zu filtern und so diskret zu bleiben. Hinzu kommt ein Umluft-Ventilator für eine leichte Brise in der Growbox.

Die Pflanzen werden in Blumentöpfe gesetzt, zusätzlich gedüngt und regelmäßig mit Wasser gegossen, so dass genug Nährstoffe für das Wachstum vorhanden sind.

Typisches Growbox Setup: Licht, Abluft, AKF, Umluft und Pflanzen in Töpfen

Wieviel kann man indoor ernten?

Wenn man Growbox, Beleuchtung und Belüftung passend zusammenstellt, kann man indoor sehr hohe Ernteerträge erzielen. Wieviel man am Ende rausbekommt, hängt von ganz vielen Faktoren ab: Platz, Lichtmenge und dessen Farbspektrum, Cannabis Sorte, Genetik der Samen, Erdqualität, Dünger-Qualität, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, potentieller Stress, und und und.

Solange man die drei wichtigsten Faktoren (Beleuchtung, optimaler Nährstoff-Mix und passendes Klima) einhält, wird man eine großartige Ernte einfahren. Die Tabelle unten ist ein guter Anhaltspunkt, wie viel Ertrag man ungefähr einfahren kann, wenn man 80% richtig macht. Mehr zum Thema Indoor Ertrag gibt es hier.

GrößeDimensionenPflanzenMHL/NDLErnteFür
Mini (XS)30x30x60cm175W10-30gMini-Grow
Klein (S)60x60x160cm4150W75 – 150gNiedriger Eigenverbrauch, nur niedrige Sorten
Mittel (M)80x80x180cm6250W150 – 250gEigenverbrauch 1-2 Leute
Groß (L)100x100x200cm10400W250 – 400gEigenverbrauch 2-3 Leute
Sehr groß (XL)120x120x240cm12-15600W400 – 800gEigenverbrauch 3-4 Leute
Extra groß (XXL)240x120x240cm24-301000W800-1600gEigenverbrauch 6-8 Leute

Vor- und Nachteile von Indoor Anbau

Mal ehrlich: Die eigene kleine Cannabis Farm in den eigenen vier Wänden? Das ist der ultimative Traum jedes Kiffers.

Mit einem Indoor Grow muss man nie wieder dieses mulmige Gefühl erleben, wieder zum Dealer rennen zu müssen und jedes mal aufs neue abgezockt zu werden. Stattdessen erntet man das eigene Zeug und verarbeitet es zu Qualitätsgras (Siehe Fermentation).

Es ist ein großartiges Gefühl Spitzen-Weed direkt zuhause wachsen und gedeihen zu sehen ohne auch nur einen Fuß vor die Tür setzen zu müssen.

Man muss sich nie wieder mit Billiggras oder gefährlichen Streckmitteln rumärgern. Man ist komplett unabhängig und weiß zu 100%, was man da genau konsumiert. Schließlich hat man die Pflänzchen hochgezogen, sich um sie gekümmert, sie gegossen und ordentlich getrocknet.

Man hat in der Growbox fast 100% Kontrolle für eine perfekte Umgebung für die Pflanzen, was so in der freien Natur nicht möglich wäre. Alle Faktoren (Licht, Wasser, Luft, Nährstoffe, etc) können optimal eingestellt werden.

Im Gegensatz zur freien Natur gibt es keine neugierigen Förster oder Spaziergänger, die die Plantage entdecken könnten. Man bestimmt, wer zu welcher Zeit in die eigenen vier Wände rein darf und wer nicht.

Man kann Indoor bis zu vier Mal im Jahr ernten. Egal welche Jahreszeit draußen herrscht, in der Growbox gibt man selber das Wetter vor. Beim Outdoor Growing ist man dagegen auf die Jahreszeiten und die Gunst der Natur angewiesen.

Nachteil für Neueinsteiger sind die hohen Anschaffungskosten für Growbox, Lampen, Belüftung, Filter etc. Sofern man absolut gar kein Equipment zu Hause hat, muss man mindestens 500 Euro für den Einstieg ins Indoor Growing einplanen.

Man hat Indoor nicht unendlich viel Platz und kann nur eine begrenzte Zahl an Pflanzen anbauen. So muss man schon beim Kauf planen, wieviele Pflanzen man anbauen möchte bzw. wie groß die Box am Ende sein sollte.

Sobald die Cannabis-Pflanze eine gewisse Größe erreicht, verbreitet sie ordentlich Geruch. Und das kann ungewollte Aufmerksamkeit erzeugen. Deshalb muss beim Anbau drinnen die Abluft mittels Aktivkohlefilter gefiltert werden, so dass Nachbarn, Passanten oder andere Besucher nicht neugierig werden.

  • Nie wieder zum Dealer
  • Gras von Spitzenqualität
  • Bis zu 4x pro Jahr ernten
  • Diskretion möglich
  • Hohe Einstiegskosten
  • Begrenztes Platzangebot
  • Stromverbrauch
  • Geruchsrisiko

Was braucht man alles?

Um Cannabis Indoor anzubauen, braucht man einiges an Equipment. Zum Glück sind viele Sachen einmalige Anschaffungen mit sehr hoher Lebensdauer, so dass man auf Dauer weitaus weniger ausgibt als bei Gras auf der Straße.

Man sollte als Grundlage mindestens 500 EUR an Investition einplanen. Neben der Ausstattung für die Growbox braucht man jede Menge Kleinigkeiten, bspw. Thermo-/Hygrometer, Erntescheren, Behälter zum Lagern, etc. Hier summieren sich den Ausgaben recht schnell.

Indoor Growing Equipment Checkliste (Unten kann man sie runterladen)

Um nichts zu vergessen, empfehle ich die ausführliche Indoor Growing Equipment Checkliste im PDF Format herunterzuladen. So hat man eine volle Übersicht über alle Equipment Teile. So vergisst man am Ende nicht und kann beruhigt mit dem Grow loslegen.

Ist das Grow-Equipment erstmal besorgt, bestimmen Verbrauchsmaterial, Ersatzkäufte und der Stromverbrauch die Grow-Kosten. Hinzu kommen eventuelle Reparaturen.

Tipp: Mit dem Growbox-Konfigurator das perfekte Setup finden.

Aber ich habe wenig Geld!

Wie man sieht, ist der Indoor Anbau von Gras kein billiges Unterfangen. Man braucht nunmal ein gewisses Maß an Equipment, um überhaupt sicher und diskret Indoor growen zu können.

Wenn man beispielsweise nur 300 EUR zur Verfügung hat, hat man extrem begrenzten Spielraum! Meist geht es dann auf Kosten der Sicherheit oder Diskretion. Die meisten Grower, die mit so wenig Geld anfangen, geben am Ende das doppelte aus, da sie am Ende doch zu den besseren Teilen greifen (müssen).

Um nicht am falschen Ende zu sparen, sollte man sich die eigenen Ressourcen zunutze machen. Unten sind ein paar Beispiele.

Sparmöglichkeiten:

  • Zu zweit für Eigenbedarf growen: So kann man sich die Kosten für die Growbox teilen
  • Outdoor Grow? Wenn man einen großen privaten Garten hat oder auf dem Land wohnt, kann man sich an den Outdoor Anbau wagen.

Auch wenn der Cannabis Anbau teuer erscheint: Langfristig spart man definitiv Geld. Man muss kein überteuertes Gras mehr beim Dealer kaufen. Man spart auch weitere „Kosten“: Die eigene Gesundheit! Man tut dem eigenen Körper einen Gefallen, da man keine giftigen Streckmittel mehr rauchen muss. 😉

Wenn man selbst dann noch nicht genug Geld hat, dann ist es ganz einfach: Man sollte nicht indoor growen!

Damit man sicher & diskret zu Hause growen kann, braucht man nun mal ein gewisses Budget. Wenn man falschen Ende spart, dann wird es am Ende nur nochmal teurer. Wer billig kauft, kauft zweimal.

Growbox

Auch wenn manche etwas anderes behaupten – für optimales Wachstum der Pflanze braucht man eine geschlossene, licht- und luftdichte Growbox, in der die Pflanze herangezogen werden kann (und nein, Fensterbank ist in 90% aller Fälle keine Alternative).

Grundsätzlich hat man die Wahl: Man kann entweder eine Growbox selber bauen oder eine fertige Growbox kaufen.

Kaufen oder selber bauen?

Eine fertige Growbox (oft Growzelt genannt) hat den Vorteil, dass sie innerhalb von wenigen Minuten aufgestellt werden und man sofort mit dem Grow beginnen kann. Nachteil ist, dass sie nicht wirklich tarnbar ist. Außerdem ist sie lauter als eine selbst gebaute Growbox, da der Stoff den Lärm des Ventilator nicht abfängt.

Eine Growbox selber zu bauen hat den Vorteil, dass es weitaus günstiger ist und man als Grower selber entscheidet, wie groß sie werden soll und welches Material man nimmt. Jedoch braucht man einiges an Zeit zum Aufbau und natürlich handwerkliches Geschick.

Noch bessere Alternative: Man kann die Vorteile aus beidem kombinieren und einen fertigen Kleiderschrank zur ultimativen Stealth Growbox umbauen. Damit hat man sowohl Tarnung, Geräuschdämmung und man spart einiges an Zeit und Geld.

Immer noch unsicher, was besser ist? Dann unseren Artikel lesen: Growbox kaufen oder selber bauen?

Welche Growbox kaufen?

Die aktuell beste Growbox ist die Homebox Ambient Serie. Die Homebox Ambient Serie ist bekannt für eine hochwertige Verarbeitung, robusten Stand und exzellente Reflexionswerte.

Die Homebox ist ein sogenanntes Growzelt, das aus einem Metallgestell und einer Stoffhülle besteht. Im Inneren der Box ist eine glänzend weiße PAR+ Beschichtung angebracht, die im Schnitt 92% der „photosynthetisch aktive Strahlung“, sprich des Pflanzenlichts reflektiert. Zum Vergleich: Boxen mit Silberfolien reflektieren nur etwa 70-75%.

Dank des extrem starken Verarbeitung und sehr robuster Reißverschlüsse ist die Homebox Ambient absolut lichtundurchlässig, so dass in der Nachtphase die Pflanzen nicht gestört werden.

Allerdings lassen die Lufteinlässe leider Licht durch, da sie links und rechts angebracht sind statt auf der Rückseite. Hier muss man entweder die Pflanzen im jungen Stadium etwas aufbocken oder mittels der mitgelieferten Abdeckungen eine Lichtfalle basteln. Sind die Pflanzen einmal in größere Töpfen, wird das aber kein Problem mehr sein.

Für den Luftauslass kann man entweder die etwas kleinere Öffnung oben an der Rückwand nehmen oder die etwas größere an der Decke. Beide lassen sich aber mittels einer Schnur licht- und luftdicht verkleinern, so sie auch als Kabelauslass benutzt werden können.

Die Homebox gibt in vielen unterschiedlichen Größen mit entweder quadratischen oder rechteckigen Grundflächen, was man an der Modellnummer erkennen kann (Q = quadratisch, R = rechteckig). Von der Q30 Mini Variante mit 30x30cm über die Q100 (100x100cm) bis hin zu Monster-Größen wie der Q300 (300x300cm) ist für jeden Geschmack was dabei.

Durch die im letzten Jahr eingeführte Plus Serie haben die meisten Homebox Ambient Modelle 20cm mehr Höhe bekommen. Wir empfehlen darauf zu achten, dass ein „+“ hinter der Modellnummer steht, bspw. Q60+, Q80+ usw.

Top-Empfehlung
HOMEbox Ambient Q80+ Plus / S 80x80x180cm
HOMEbox Ambient Q80+ Plus / S 80x80x180cm
von HOMEbox
€ 189,90 bei Grow-Shop24.de
  • Top Verarbeitung: Hochwertige Materialien
  • Beste Reflexionswerte dank PAR+ Beschichtung
  • Extra hoch: Plus Serie mit 180cm Höhe
Varianten

Wer möglichst wenig ausgeben will, ist bei der Zelsius Growbox Serie genau richtig. Diese bietet einen günstigen Indoor Growing Einstieg bei solider Qualität.

Die Zelsius Growbox ist solide verarbeitet und hat einen lichtdichten Reißverschluss. Das ist bei vielen Budget-Growzelten nicht der Fall. Allerdings sollte man die Box nicht übermäßig viel belasten, da die Nähte und das Gerüst nicht so hochwertig sind wie bei einer Homebox.

Innen ist eine Silberbeschichtung angebracht, die einen Reflexionsgrad von etwa 70% hat. Das ist halbwegs gut wenig und bei dem niedrigen Preis aber nachvollziehbar.

Großer Plusplunkt: Selbst die 40x40cm Variante gibt es mit 160cm Höhe. Solch eine hohe Mini-Growbox findet man bei anderen Herstellern nicht.

Mehr zum Thema Growbox in unserer Growbox Kaufberatung.

Beleuchtung

Cannabis braucht jede Menge Licht zu wachsen. Das ist das Futter der Pflanze. Je mehr Pflanzen es sind und je größer sie werden, desto mehr Lichtenergie braucht man für ein optimales Wachstum.

Je nach Grow-Phase braucht die Cannabis Pflanze eine andere Farbtemperatur, um optimal zu gedeihen.

  • In der Wachstumsphase braucht die Pflanze mehr Blauanteil um kräftige Wurzeln, einen soliden Stamm und dichtes Blattwerk zu bilden. Hier eignen sich Metallhalogenlampen, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen oder LEDs.
  • In der Blütephase braucht sie eher rötliches Licht für eine optimale Blütenbildung und Anreicherung von THC in den Buds. Hier sind Natriumdampflampen oder LEDs am besten geeignet.
Cannabis Pflanze und Beleuchtung beim Indoor Anbau
Links: Wachstumsphase mit eher weißem Licht | Rechts: Blütephase mit eher rötlichem Licht

Beleuchtungsarten

In Sachen Beleuchtungsart hat man die Qual der Wahl. Es gibt jede Menge Arten von Leuchten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Und alle kommen mit unterschiedlichen Leistungen und Farbtemperaturen. Hier kann man schnell überfordert sein.

LED Panels

LED Leuchten sind nach wie vor der heilige Gral in Sachen Indoor Anbau. Und sie werden von Jahr zu Jahr besser. Durch den Fortschritt der LED Technik empfehle ich 99% aller Grower direkt zu LED Grow Lampen zu greifen.

Aktuelle Generationen bieten ein perfektes Farbspektrum, haben eine enorme Leuchtkraft und das alles bei sehr niedrigem Stromverbrauch. Es gibt nun sogar im Low Budget Bereich durchaus starke Vollspektrum LEDs, die auf voller Leistung durchgehend für Wuchs und Blüte eingesetzt werden können.

Die relativ hohen Preise werden durch die lange Lebensdauer (bis zu 15 Jahre!) und niedrigeren Stromkosten wettgemacht. Wer also nachhaltig growt wird belohnt.

DieSanlight EVO Serie bietet unserer Meinung nach die aktuell besten LEDs für Cannabis Anbau. Sie bieten eine starke Lichtausbeute und sehr hochwertige Verarbeitung zum fairen Preis. Mit einer Effizienz von 3 µmol/s bekommt die aktuell höchste Lichtausbeute in Relation zur Leistung.

Die EVO Serie ist der brandneue Nachfolger der beliebten Q-Serie. Verbaut sind extrem hochwertige Osram High Power LEDs, die mit einer Sekundäroptik als Schutz gegen Schmutz und Dreck gesichert sind. Neu ist, dass jedes LED-Modul etwas größere Spannweite und damit eine bessere Ausleuchtung hat.

Neu ist auch das erweiterte Farbspektrum der EVO LED: Nun hat man auch FarRed direkt integriert, was im Prinzip das „Einschlafen“ der Pflanzen beschleunigt. Mit FarRed kann man beispielsweise die Wuchsphase leicht verlängern.

Neben dem magnetischen Dimmer, den man extra kaufen muss, gibt es nun auch einen Bluetooth Dimmer, mit dem das Licht über das Smartphone gesteuert werden kann. Neu ist, dass man über die App die Lampe komplett ausgeschaltet werden kann.

Großes Plus: Der Hersteller ist 100% transparent in den technischen Angaben und stellt PPFD Messungen sowie ausführliche Dokumentationen zu Versuchsreihen zur Verfügung.

Je nach Fläche braucht man unterschiedliche Modelle und eine unterschiedliche Anzahl von EVO Lampen. Man sollte beachten, dass das Anschlusskabel separat gekauft werden muss, damit man beim Kauf von mehr als einer Leuchte keine überschüssigen Kabel bekommt. Für jedes Setup hat Sanlight eine Tabelle bereitgestellt, welche und wie viele Kabel man dazu kaufen muss.

Raumgröße [cm]Empfohlene LeuchtenAnzahl LeuchtenAnschlusskabel AI0024Anschlusskabel gewinkelt AI0037H-Verteiler AI0018Verlängerung 1m gerade AI0022Verlängerung 2m gerade AI0023Verlängerung 1m gewinkelt AI0040Abschlusskappe AI0021
60 x 60EVO 3-6011
80 x 80EVO 4 -8011
100 x 100EVO 3 -10021121
120 x 120EVO 4 – 12021121
150 x 150EVO 5 – 15021121
240 x 120EVO 4 – 120412141

Mehr Details gibt es in unserer LED Growlampen Kaufberatung.

Metallhalogen- & Natriumdampflampe (MHL/NDL)

Metallhalogen– und Natriumdampflampen (MHL/NDL) sind ein Klassiker beim Cannabis Anbau. Allerdings sind sie am Aussterben, da sie kaum noch mit LEDs mithalten können.

Die MHL ist für die Wachstumsphase, die NDL für die Wachstumsphase. Beide Leuchten sind sehr günstig und die Montage relativ einfach. Die Leuchtkraft und die Tiefenwirkung sind sehr hoch, so dass man fette Ernten einfahren kann.

Nachteil ist, dass die Lampen sehr heiß werden und immer etwas Abstand zur Pflanze brauchen. Auch verbrauchen sie relativ viel Strom und müssen öfter ersetzt werden. In den niedrigen Leistungsbereichen sind MHL/NDLs sehr ineffizient, so dass ich nur ab 400W zu ihnen greifen würde.

Für die Wachstumsphase empfehle ich die Venture Sunmaster Cool MHL Serie. Die Leuchten liefern ein super Farbspektrum für die Vegetationsphase und eine hohe Lebensdauer (10.000-15.000 Stunden).

Top-Empfehlung
Venture Sunmaster MHL Cool Deluxe 250 W
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Die aktuell beste MH-Lampe für Indoor Growing. Ist nur für Wachstumsphase geeignet. Für die Blüte muss NDL in gleicher Leistung her. Vorschaltgerät und Reflektor nicht vergessen.

Varianten

Für die Blütephase empfehle die Osram Nav-T NDL Serie. Osram ist bekannt für hochwertige und langlebige Leuchtmittel.

Top-Empfehlung
Osram Nav-T Super 250W, Natriumdampflampe für Blüte
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von Osram
€ 17,90 bei Grow-Shop24.de

Die Osram NAV-T ist aktuell die beste NDL für die Blütephase, die man bekommen kann. Ideal in Kombination mit einer MHL. In 150-1000W erhältlich

Varianten

Mehr zu meinen Empfehlungen gibt es in der MHL/NDL Kaufberatung.

Leuchtstoffröhren (LSR)

Leuchtstoffröhren (LSR) sind eine interessante Beleuchtungsarte für die Wuchsphase, da sie wenig Strom verbrauchen und kompakt in der Höhe sind. Es gibt sie als klassische lange T5 Röhren und seit ein paar Jahren als kompakte U-förmig gebogene PL-L Röhren.

Sie können sehr nah an die Pflanzen heran, da sie kaum heiß werden. Allerdings haben sie eine niedrige Tiefenwirkung und nicht so viel Leuchtkraft. Deswegen sind sie am besten für die Wachstumsphase geeignet, solange die Pflanzen noch klein sind. Für die Blüte kommen nur die PL-L Kompaktleuchtstoffröhren bei Selbstbau Mini-Grows in Frage, wo jeder Zentimeter zählt.

Ich empfehle Leuchtstoffröhren vor allem für die Vorzucht beim Outdoor Grow, da man damit viele Pflanzen sehr günstig ausleuchten kann. Sie sind auch bei Mini-Grows mit niedriger Höhe nützlich und können dort auch für die Blüte verwendet werden.

Bei Growboxen bis 80x80cm Fläche empfehle ich zu Kompakt-Leuchtstoffröhren (PL-Ls) zu greifen. Diese haben eine etwas bessere Tiefenwirkung und eine kompaktere Bauform. Ab 100x100cm sind klassische T5 Leuchtstoffröhren (LSR) besser geeignet.

Ich empfehle eine fertige Armatur zu kaufen, bei denen Reflektor, Vorschaltgerät und Fassungen bereits integriert sind. Für PL-Ls empfehle ich die Elektrox Stecklingsarmatur für bis zu 4 Röhren. Für T5 Leuchtstoffröhren sind die Lightwave und Hydrofarm Armaturen ideal, um große Flächen für die Vorzucht auszuleuchten.

Praktisch: Bei allen Armaturen sind passende Leuchtmittel für die Wachstumsphase direkt dabei.

Mehr dazu gibt es in der Leuchtstoffröhren Kaufberatung.

Energiesparlampen (ESL)

Energiesparlampen (ESL) sind nichts anderes, als ineinander gewundene Leuchtstoffröhren in Form einer gewöhnlichen Glühbirne. Vorteil ist, dass das Vorschaltgerät bereits im Gewinde verbaut ist und die Montage sehr einfach ist. ESLs sind etwas teurer und haben etwas weniger Tiefenwirkung als LSR.

ESLs sind am besten für die anfängliche Wachstumsphase geeignet. Für den Wuchs sind sie nur in speziellen Fällen geeignet, beispielsweise für Mini Grows oder als Zusatzlampen zur bestehenden Beleuchtung.

Ich empfehle die Hersteller Elektrox und Philips, da sie mit die höchste Lichtausbeute (Lumen/Watt) in ihren Energiesparlampen bieten. Man sollte beim Kauf zu mindestens 50W Leistung greifen. Alles darunter lohnt sich nicht wegen der extrem niedrigen Lichtausbeute und schlechten Tiefenwirkung.

[Wuchs] Elektrox ESL 85W Grow 6500K Pflanzenlampe
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Preis nicht verfügbar bei Amazon.de

85W Energiesparlampe E40 4U 230V 6400 Kelvin integriertes Vorschaltgerät. Das Licht fördert das Wachstum der Pflanze, kräftigt Stiele sowie Blätter und gibt ihr ein gesundes Grün

Varianten

Mehr dazu in der Energiesparlampen-Kaufberatung.

Belüftung

Da die Growbox geschlossen ist, die Pflanze aber frisches CO2 braucht, muss für Luftaustausch gesorgt werden. Gleichzeitig werden damit überschüssige Luftfeuchtigkeit und die Hitze abtransportiert.

Ein komplettes Abluft Set besteht aus:

In 99% der Fälle braucht man kein Zuluft-Ventilator, da die Abluft genug Unterdruck erzeugt, um Frischluft anzusaugen.

Venti und AKF sind ein Dreamteam und müssen zueinander passen

Abluft-Ventilator

Der bewährteste und gleichzeitig einfachste Weg „verbrauchte“ Luft aus der Growbox zu bekommen ist mit einem Abluft-Ventilator. Dieser bläst die Luft aus der Growbox heraus, so dass frische kühle Luft angesaugt werden kann.

Bei einem üblichen Aufbau erzeugt der Abluft-Ventilator einen Unterdruck in der Growbox. So wird automatisch frische Frischluft über die Zuluft-Öffnungen ansaugt. So braucht man keinen zusätzlichen Zuluft-Ventilator.

Der Abluft-Ventilator wird gemäß der Leistung der Lampe gekauft. So stellt man sicher, dass die Abwärme der Lampe ausreichend abtransportiert wird und es nicht zu heiß in der Growbox wird.

Welche Abluft für welche Lampe ist die richtige? Alles dazu in der Abluft-Kaufberatung.

Aktivkohlefilter

Aktivkohlefilter von Prima Klima

Um den Marihuana Geruch am Luftauslass zu filtern, wird ein Aktivkohlefilter (AKF) benötigt. Dieser wird vor den Abluft-Ventilator geschraubtt und saugt wie eine Gasmaske alle Geruchspartikel auf, bevor diese durch die Abluft-Öffnung nach außen gelangen können und schließt sie in der Aktivkohle ein.

Es ist extrem fahrlässig (und wie ich finde, mehr als dumm!) ohne Aktivkohlefilter zu growen. Man bringt sich damit unnötig in Gefahr!

Da die Aktivkohle im Filter sich mit der Zeit mit Partikeln vollsaugt, muss der AKF regelmäßig ausgetauscht werden. Je nach Modell lässt die Filterwirkung nach 12-24 Monaten Einsatz nach.

Der AKF muss stets mit dem gleichen oder nächsthöheren Luftdurchsatz des Abluft-Ventilators gekauft werden. Sprich wenn der Ventilator 500m3/h Luftdurchsatz hat, kauft man einen AKF mit etwa 500 m3/h oder was darüber verfügbar ist.

Unsere Top-Empfehlung ist die Aktivkohlefilter Eco Line von Prima Klima. Der tschechische Hersteller ist bekannt in der Industrie und auch in der Grow-Szene. Prima Klima hat sich in den letzten 10 Jahren zu DER Marke schlechthin für Indoor Gärtner entwickelt.

In der Eco Line sind Modelle in allen typischen Rohrdurchmessern von 100 bis 250mm erhältlich. Sie decken damit alle möglichen Ventilatoren ab und sind somit für alle typische Growbox-Größen geeignet.

Praktisch: Das Vorvlies aller Prima Klima AKFs hat die gleiche Lebensdauer wie der AKF selber. So muss man sich nicht separat um den Austausch kümmern. Beides wird gleichzeitig ersetzt.

Der AKF wird stets passend zum Ventilator gekauft. Er muss den gleichen Rohr-Durchmesser und den gleichen oder nächst höheren Luftdurchsatz haben.

Alles im Detail in wird in der Aktivkohlefilter Kaufberatung erklärt.

Umluft-Ventilator

Zusätzlich muss im Inneren der Growbox ein kleiner Ventilator für Umluft angebracht werden. Dieser wird in der Growbox gebraucht, um die Luft um die Pflanzen herum zirkulieren zu lassen und gleichzeitig die Pflanzen leicht zu bewegen.

Dadurch wird der Stamm gestärkt und das Wachstum angeregt. Auch wird die Hitze von der Lampe in der Growbox verteilt, so dass kein „Hotspot“ direkt unter dem Licht entsteht.

Für kleine Growboxen (bis 40x40cm) empfehle ich den GHP Clip-Ventilator kleiner Dieser zieht nur 5 Watt und ist mit 20cm Durchmesser sehr kompakt. Er hat einen robusten Elektromotor, der für Dauerleistung ausgelegt ist.

Für mittelgroße Growboxen (60x60cm oder 80x80cm) empfehle ich den Monkey Fan 20W Clip-Ventilator. Dieser kann mit der Clip-Zange ganz einfach in beliebiger Höhe im Zelt befestigt werden. Mit 17cm Durchmesser ist er sehr platzsparend.

Vorteil ist, dass er von allein hin- und her schwenkt und so eine dynamische Brise erzeugt. Mit 20 Watt Leistung bekommt man genau die richtige Dosis an Wind in der Box. Man kann zwischen zwei Stufen wählen: 1700 und 2300 rpm.

Für große Growboxen (über 100x100cm) ist der geräuscharme Honeywell AVANTGARDE am besten geeignet. Für 100x100cm und 120x120cm reicht einer. Für 240x120cm muss man zwei kaufen.

Mit 40 Watt Leistung hat er genug Dampf, um eine kräftige Brise zu erzeugen. Man kann aus drei Stufen wählen, falls es auf voller Leistung zu viel ist. Dennoch ist er mit 18cm Durchmesser sehr kompakt.

Vorteil ist der sehr leise Betrieb. Auf erster und zweiter Stufe ist er so gut wie gar nicht zu hören. Erst auf dritter Stufe hört man ihn wirklich. Damit ist er auch als Silent-Umluft für kleinere Boxen durchaus geeignet.

Je nach Größe der Box braucht man mehrere Ventilatoren: Für 100x100cm und 120x120cm reicht einer. Für 240x120cm muss man zwei kaufen. Für 240x240cm braucht man entsprechend vier.

Für Growräume empfehle ich den Schwenkventilator auf Stativ. So muss sich nicht auf Wand-Befestigungen verlassen und kann ihn überall hinstellen.

Tipp: Die Empfehlungen oben sind nicht in Stein gemeißelt. Statt eines großen Ventilators kann man auch zu mehreren kleinen greifen und in der Growbox verteilen.

Mehr dazu in der Umluft-Kaufberatung

Erde & Dünger

Damit die Pflanzen genug Nährstoffe bekommen, müssen passende Blumenerde und Dünger her. Minderwertige Erde kann einen Grow sehr schnell versauen, so dass man hier nicht sparen sollte.

Hinzu kommen die Blumentöpfe. Jede Pflanze kommt in einen eigenen Topf, da sich die Pflanzen sonst die Nährstoffe gegenseitig wegnehmen würden.

Blumenerde

Man braucht zwei Arten von Erde: Anzuchterde für Keimung und Anzucht (muss nährstoffarm sein) und hochwertige Blumenerde (am besten vorgedüngt) für den End-Topf. Die Pflanze wird dann später aus der Anzuchterde in die normale Blumenerde umgetopft. Am besten kauft man beides vom gleichen Hersteller.

Unsere ultimative Empfehlung ist die BioBizz Erde für einen organischen Anbau. Für die Keimung und Anzucht nimmt man den Biobizz Light Mix Erde. Für den End-Topf nimmt man den vorgedüngten BioBizz All-Mix. Passend dazu sollte man auch den organischen BioBizz Dünger kaufen.

Wer mehr Kontrolle über die Nährstoffzugabe will, sollte zu einer „nicht lebendigen“ Erde greifen und mineralisch düngen. Damit sind die Nährstoffe sofort verfügbar. Unsere Empfehlung ist die Plagron Grow-Mix Erde. Sie ist für drei Wochen vorgedüngt. Für die Anzucht passt dazu die Plagron Light Mix Erde.

Die kompletten Empfehlungen gibt es in der Blumenerde-Kaufberatung.

Dünger

Man braucht speziell für Cannabis entwickelten Dünger, da die Pflanze einen bestimmten Nährstoff Mix braucht. Für Wachstums- und Blütephase braucht man zwei separate Mischungen, da die Pflanze mit der Blüte ihren Nährstoff-Bedarf ändert.

Anfängern empfehlen wir organisch zu düngen. Aber auch erfahrene Grower können sich damit das Leben einfach machen, da man damit so gut wie gar nicht überdüngen kann und die Handhabung extrem einfach ist. Nicht vergessen: Die Erde muss die sogenannten „Effektiven Mikroorganismen“ enthalten, damit organischer Dünger seine Wirkung entfalten kann. Falls man sich unsicher ist, welche Erde mit welchem Dünger „kompatibel“ ist, einfach beides vom gleichen Hersteller kaufen. So ist man auf der sicheren Seite.

Unsere Top-Empfehlung ist die organische BioBizz Dünger-Reihe. Sie passt optimal zur von uns ebenfalls empfohlenen BioBizz Erde. Am besten kauft man das BioBizz Starter-Set, wo die wichtigsten Basis-Dünger und Zusatz-Mittel direkt mit dabei sind.

Für fortgeschrittene Grower, die volle Kontrolle bei der Nährstoffzugabe haben wollen, empfehlen wir zur mineralischen CANNA Terra Düngerserie greifen. Die hat sich seit Jahrzehnten in der Grower-Szene bewährt.

Eine dritte Option ist ein organisch-mineralisch Dünger. Damit fährt man quasi einen Mittelweg zwischen organischer Langzeitversorgung und mineralischer Sofort-Verfügbarkeit. Wir empfehlen das HESI Starter-Set Erde zu kaufen, so dass man direkt alle Mittel vorhanden hat.

Für absolut faule Grower empfehlen wir die organischen Pulver-Dünger von Green House Feeding. Dieser wird einfach einmalig unter die Erde gemischt, so dass man nicht mehr mit jedem Bewässern eine Nährlösung anmischen muss. Damit kann man sogar ein Automatisches Bewässerungssystem beim organischen Grow benutzen.

Alle detaillierten Empfehlungen gibt es in der Cannabis Dünger Kaufberatung

Blumentöpfe

Töpfe mit 1,5 bis maximal 5 Liter Volumen sind ideal für Keimung oder Anzucht, ehe die Pflanzen umgetopft werden. Man kann sie für Keimung und Anzucht in einem nutzen und somit nur einmal umtopfen.

Hier empfehle ich die Air Pots, da sie durch die Lichtbeschneidung eine optimale Durchwurzelung in der Anzucht der Pflanze herstellen. Die 3L Variante kostet nicht viel mehr als andere Topf Arten, so dass man viele Vorteile für einen ganz kleinen Aufpreis bekommt. Das spätere Umtopfen ist extrem einfach, da die Air Pots Seitenwand einfach abgenommen werden kann.

Als Endtöpfe empfehle ich Stofftöpfe von Gronest. Sie sind extrem platzsparend und wiegen kaum was Die Stoffgriffe machen die Handhabung sehr einfach, gerade wenn die Pflanze eine gewisse Größe erreicht hat.

Die Stofftöpfe verhindern Staunässe und Überwässerung, fördern das Wurzelwachstum, bringen mehr Sauerstoff an die Wurzeln und sind leichter vom Gewicht her. Bei kleinen Growboxen sind sie praktisch, da man sie enger enger schnüren kann, falls sie in voller Größe nicht in die Box passen.

High End
Gronest Stofftopf, 11L
Gronest Stofftopf, 11L
von Gronest
€ 2,95 bei Grow-Shop24.de

Ideale Endtöpfe für Cannabis Indoor Anbau. Verhindert Staunässe und verbessert Sauerstoffversorgung der Wurzeln. Ideal für Growboxen mit 180cm Höhe. Bei 200cm Höhe zu der 15L Variante greifen.

Varianten

Die Empfehlungen im Detail gibt es in der Blumentopf-Kaufberatung

Werkzeug & Zubehör

Anfänger vergessen oft Sachen wie Erntescheren und Equipment zum Trocknen oder Lagern. Dabei sind sie mehr als notwendig. Oft fällt einem erst dann auf, dass diese Tools fehlen, wenn man sie gerade braucht.

Messgeräte wie Thermo-/Hygrometer, pH Messgerät und ggf. ein EC-Meter werden gebraucht, um die Grow-Umgebung und die Werte in der Erde zu messen. Hat man einmal Nährstoff-Probleme, kann man ohne Messgeräte nur schwer rausfinden, was mit der Pflanze nicht stimmt.

Für die Ernte sollte man sich frühzeitig mit passenden Gartenscheren eindecken. Dann müssen die Pflanzen beschnitten und manikürt werden. Hier sollte man zu mehreren Arten von Ernte-Scheren greifen, da einem sonst der Arm abfällt.

Alle Empfehlungen im Detail gibt es in der Werkzeug & Zubehör Kaufberatung

Hanfsamen für Indoor Anbau

Nichts geht ohne Cannabis Samen. Diese können in verschiedenen Seed Shops online bestellt werden. Glücklicherweise ist der Besitz und der Verkauf der Samen in vielen europäischen Ländern vollkommen legal. Und dank dem Postgeheimnis und der Zollfreiheit bekommt man meist keine Schwierigkeiten mit dem Versand.

Hier kann man zwischen zwei Sorten wählen: Sativa und Indica. Mittlerweile gibt es auch Kreuzungen aus beiden Arten, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Sativas tendieren dazu höher zu wachsen. Indicas wachsen eher kompakt und buschig. Alle Unterschiede werden hier erklärt.

Da nur weiblichen unbestäubten Pflanzen für den Konsum geeignet sind, empfehle ich stets feminisierte Cannabis Samen zu kaufen. Diese werden zu 99% weiblich, so dass man garantiert Pflanzen bekommt, die man später auch wirklich rauchen kann.

Reguläre Samen werden zu 50% weiblich und zu 50% männlich. Sprich, sobald das Geschlecht der Pflanzen sichtbar wird, müssen die männlichen aussortiert werden. Reguläre Seeds sind eher was für Grower, die Samen selber züchten wollen.

Dann gibt es noch Automatics. Diese haben die besondere Eigenschaft, dass sie unabhängig vom Lichtzyklus in die Blütephase übergehen. Sie haben quasi eine innere genetische Uhr, die nach einem bestimmten Zeitpunkt die Blüte auslöst. Allerdings wachsen Autos meist kleiner und werfen kleinere Ernten ab. Viele Anfänger greifen indoor zu Autos, wovon ich allerdings abrate.

Beim Kauf sollte man auf ordentliche Qualität der Seeds achten. Samen mit schlechter Genetik können jede Menge Probleme bereiten, bspw. schlecht keimen, Zwitter hervorbringen oder krüppelhaft wachsen. Falls man gar keine Ahnung hat welche Seeds die passenden für einen sind, schafft die Hanfsamen-Kaufberatung Abhilfe.