Wieviel Ertrag pro Pflanze möglich?

Wieviel Cannabis kann ich ernten? Diese Frage stellen sich vor allem Erstgrower. Schließlich will keiner sich drei Monate lang um Pflanzen kümmern, nur um am Ende ein paar Gramm rauszuholen, die nach zwei Wochen weg sind.

Die Trockenmasse zählt

Der Ertrag beim Cannabis Anbau wird in Gramm gemessen, indem alle Buds nach dem Trocknen gewogen werden. Vorher wiegen würde kein Sinn machen, da beim Trocknen noch sehr viel Feuchtigkeit in den Buds enthalten ist. Im Trockenprozess verlieren die Buds 75% an (Wasser)masse!

Die Genetik bestimmt den maximalen Ertrag

Die Genetik ist quasi das Potential, das die Pflanze mit sich bringt. Manche Cannabis Züchtungen werfen sehr hohe Ernten ab, andere weniger. Je nach Sorte und Veranlagung wachsen die Pflanzen unterschiedlich hoch, haben unterschiedlich lange Blütephasen und bilden unterschiedlich viele Terpene und Cannabinoide.

Die Breeder der Hanfsamen geben oft an, wieviel Gramm man pro Pflanze maximal rausholen. Die Angaben sollte man mit Vorsicht genießen. Oft sind sie übertrieben oder nur unter absolut perfekten Ideal-Bedingungen zu erreichen. Am Ende wollen die Breeder die Samen vermarkten und runden schonmal großzügig auf. Am Ende kann niemand nachweisen, ob ein Breeder tatsächlich falsche Angaben macht.

Nur weil eine Sorte größere bzw. mehr Buds bildet, muss das nicht unbedingt besser sein. Wenn eine Sorte zwar einen riesen Ertrag abwirft und kaum THC und Terpene bildet, muss man mehr Blattmasse rauchen um überhaupt was zu merken. Eine Sorte mit 20% weniger Ertrag aber dafür doppelt so viel THC und Terpenen ist da einfach effektiver, da man netto nur halb so viel Platz und halb so viel Licht für den gleichen braucht.

Autoflower Samen, die unabhängig von der Lichtumstellung die Blüte einleiten, werfen grundsätzlich weniger Ertrag ab. Hinzu kommt, dass die Vegi-Phase absolut perfekt ablaufen muss, da sie nicht verlängert werden kann. Probleme in der Wachstumsphase können schonmal die Ernte schmälern. Dafür sind sie robuster gegen Witterung und Schimmel, weswegen viele Anfänger zu Autos greifen. Indoor machen Automatics aber einfach wenig Sinn.

Fläche ist wichtiger als Anzahl Pflanzen

Statt die Ernte pro Pflanze zu messen, ist es besser nach Fläche zu gehen. Cannabis Pflanzen können unterschiedlich hoch und breit wachsen. Selbst gleiche Samen haben oft mehrere Phänotypen in der Genetik und können ungleichmäßig hoch und breit ausbilden.

So entstehen Schattenstellen in der Growbox und die Pflanzen nehmen sich gegenseitig das Licht weg.

Das Gegenteil ist auch möglich. Sind zu wenige Pflanzen auf der Fläche, verschwendet man möglicherweise Licht und Strom.

Am Ende sollten nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige Pflanzen in der Growbox stehen.

Nährstoff-Mix für Top Ernte

Die Nährstoffe sind das Futter für die Pflanze. Sie werden bei der Photosynthese mit Hilfe der Lichtenergie „verdaut“ und für den Aufbau der Zellen genutzt. Wieviel an Nährstoffen die Pflanze verarbeiten kann ohne überdüngt zu werden, hängt davon ab, wieviel Licht die Pflanze zu dem Zeitpunkt bekommt.

Solange man auf hochwertiger vorgedüngter Blumenerde anbaut, bekommt die Pflanze ohne Probleme genug Futter. Eventuelle Nährstoffmängel können mit mineralischem Dünger sehr schnell behoben werden (hier hilft die Nährstoff-Diagnose). Die Pflanzen bessern sich dann innerhalb weniger Tage und können ruck zuck kräftig weiterwachsen.

Überdüngung ist meist das größere Problem. Bekommt die Pflanze zu viel Nährstoffe, wird das Wachstum gehemmt und die Blätter nehmen Schaden durch Ablagerungen der Dünger-Salze. Dann muss man die Pflanze spülen und quasi einen „Dünger-Neustart“ machen.

Viele Dünger Hersteller haben überzogene Angaben in Sachen Dosierung. Anfänger können die Pflanze schonmal schnell überdüngen. Man sollte bei mineralischem Dünger mit 20% der vom Hersteller empfohlenen Dosis starten. Bei organischem Dünger kann man 50% der Empfehlung arbeiten.

Ist die Erntemenge dermaßen wichtig?

Man sollte in Sachen Ertrag weiterdenken: Was bringt einem schon eine XXL Ernte, wenn das Weed gar nicht ballert oder einfach nix aufregendes mit sich bringt?

Im Vergleich zu üblichem Straßengras hat man beim Eigenanbau die volle Freiheit und kann zu Sorten greifen, die nicht superschnell blühen, aber dafür weitaus potenter und interessanter im Aroma ist.

Viele aktuelle Cannabis Züchtungen haben dermaßen viel THC oder CBD und so viele Terpene, dass sie einfach weitaus stärker wirken als Sorten aus den 70er oder 80er Jahren. Und mit der Fermentierung kann man die Buds sogar noch potenter machen

So muss man sich mit eigens angebautem Weed statt der üblichen drei Joints nur noch einen reinballern, um den gleichen Effekt zu bekommen.

Am Ende ist es doch viel schöner angenehmes wohlschmeckendes Spitzengras zu haben, was einem wirklich Spaß und Entspannung bringt. Da geht Qualität einfach über Quantität.

Drei Tipps, um Ertrag zu steigern

Wenn man mit dem Ertrag kämpft oder am Ende des Grows einfach mickrige Ernten bekommt, hat wohl Potential zur Verbesserung. Hier gibt es drei Tipps, wie man aus mageren Ernten mit wenig Aufwand Spitzenerträge machen kann.

Tipp 1: Licht optimieren

Licht ist quasi der Antrieb für den Stoffwechsel der Pflanze. Es dient als Energiequelle für die Verarbeitung der Nährstoffe bei der Photosynthese. Wieviel Licht Cannabis Pflanzen maximal verarbeiten können, wurde durch die Wissenschaft schon nachgemessen.

Bei MHL/NDL Leuchten kann man die Leuchtkraft mit Lumen berechnen. Hier ist der optimale Wert bei 30.000 Ln/m2 für die Wachstumsphase und 50.000 Ln/m2 für die Blütephase.

Bei LED Beleuchtung muss man mit PPFD Wert rechnen. Dieser gibt an, wieviel µmols an PAR (Photosynthetisch Aktive Strahlung) auf einer Fläche von 100x100cm pro Sekunde ankommen (Einheit: µmols/m2/s). Für den Wuchs ist ein PPFD = 500 optimal, bei der Blüte ist ein PPFD = 1000 perfekt. Hochwertige LED-Panels geben diesen Wert immer mit an.

In der Licht Tabelle vom Equipment-Guide gibt es passende Licht-Empfehlungen für alle üblichen Growbox-Größen.

Wer noch keine Growbox hat, kann sein optimal abgestimmtes Setups mit dem Growbox Konfigurator bestimmen.

Tipp 2: Nicht zu viele Pflanzen auf kleiner Fläche

Je nach Sorte und deren potentieller Größe muss man die Anzahl der Pflanzen anpassen. Bei Strains, die dazu neigen in die Breite wachsen, macht es Sinn eine Pflanze weniger reinzustellen, so dass keine Schattenstellen entstehen und manche Pflanzen zu kurz kommen. Falls man kleine und schnellblühende Pflanzen growt, kann man aufstocken und mehr Pflanzen reinstellen.

Tipp: Man kann unterschiedlich hohe Pflanzen rotieren und die größeren in die Ecken der Growbox stellen. So bekommen die kleineren Pflanzen in der Mitte mehr Licht und können die anderen beim Wachstum „einholen“.

Optimal sind etwa 10 Pflanzen pro Quadratmeter. In der Tabelle unten sind typische Growbox-Größen und empfohlene Menge an Pflanzen.

 GrowboxPflanzenMHL/NDLErnteFür
Mini30x30x60cm175W10-30gMini-Grow
Klein60x60x160cm4150W75 - 150gNiedriger Eigenverbrauch, nur niedrige Sorten
Mittel80x80x180cm6250W150 - 250gEigenverbrauch 1-2 Leute
Groß100x100x200cm10400W250 - 400gEigenverbrauch 2-3 Leute
XL120x120x240cm12-15600W400 - 800gEigenverbrauch 3-4 Leute
XXL240x120x240cm24-301000W800-1600gEigenverbrauch 6-8 Leute

Tipp 3: Die Basics richtig machen

Am Ende gibt es keine geheimen Tricks und Techniken, mit der man über Nacht seine Ernte verdoppeln kann. Ausreichend Licht, passendes Klima, optimaler Nährstoffmix und möglichst wenig Stress – das sind die vier wichtigsten „Zutaten“ für eine gesunde Cannabis Pflanze.

Leider vergessen Anfänger oft diese Aspekte und die Pflanzen wollen einfach nicht. Genau sowas kann man mit dem Indoor Growguide eBook vermeiden. Die Schritt-für-Schritt Anleitung erklärt alle wichtigen Basics und führt durch den gesamten Grow, so dass man selbst beim ersten Mal eine fette Ernte bekommt.

Wer auch so fette Ernten hinlegen will, wie andere Leser unten, sollte noch heute zuschlagen.

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