Beste Blumentöpfe für Indoor Growing [2019]

Blumentöpfe dürfen bei keinem Indoor Grow fehlen, schließlich muss die Blumenerde irgendwo landen. Doch welche Töpfe sind die richtigen? Und vor allem wie groß sollten sie sein? In dieser Blumentopf Kaufberatung wird kurz und knackig erklärt, worauf man beim Kauf achten muss.

Kaufempfehlung (+Tabelle)

Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, man sollte zu Stofftöpfen als Endtöpfe greifen. Diese haben jede Menge Vorteile gegenüber Plastiktöpfen, kosten nur ein bisschen mehr und sind nicht sehr kompliziert in der Handhabung.

Für die Keimung und Anzucht empfehle ich zu Airpots zu greifen. Durch die „Lichtbeschneidung“ an den Seitenwänden fördern sie eine dichte Durchwurzelung der Erde, sprich genau das was man in der Anzucht erreichen will. Lichtbeschneidung bedeutet, dass die Pflanzen an einer Öffnung des Topfes herausragen und durch das auf sie fallende Licht den Impuls zum Rückzug unter die dunkle Erde bekommen.

Für Keimung (max 0,5L)

Wenn man zwei Mal umtopfen will, sollte man zu einem sehr kleinen Topf mit maximal 0,5L Volumen greifen. Hier reichen entweder normale Anzuchttöpfe oder ganz einfache, am besten schwarze Plastikbecher (keine durchsichtigen!) aus dem Baumarkt.

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Für Keimung & Anzucht (max 5L)

Töpfe mit 1,5 bis maximal 5 Liter Volumen sind ideal für Keimung oder Anzucht, ehe die Pflanzen umgetopft werden. Man kann sie für Keimung und Anzucht in einem nutzen und somit nur einmal umtopfen.

Hier empfehle ich die Air Pots, da sie durch die Lichtbeschneidung eine optimale Durchwurzelung in der Anzucht der Pflanze herstellen. Die 3L Variante kostet nicht viel mehr als andere Topf Arten, so dass man viele Vorteile für einen ganz kleinen Aufpreis bekommt. Das spätere Umtopfen ist extrem einfach, da die Air Pots Seitenwand einfach abgenommen werden kann.

Wer es gut und günstig mag, kann zu klassischen Blumentöpfen greifen. Sie sind die günstigste Variante und man kann mit ihnen weiterhin solide Ergebnisse einfahren. Manche Grower mögen Airpots einfach nicht und bevorzugen solide feste Töpfe, so dass es manchmal pure Geschmackssache ist.

End-Töpfe (max. 18L)

Als Endtöpfe empfehle ich Stofftöpfe von Gronest. Sie sind extrem platzsparend und wiegen kaum etwas. Die Stoffgriffe machen die Handhabung sehr einfach, gerade wenn die Pflanze eine gewisse Größe und damit auch Gewicht erreicht hat.

Die Stofftöpfe verhindern Staunässe, fördern das Wurzelwachstum, bringen mehr Sauerstoff an die Wurzeln und sind leichter vom Gewicht her. Bei kleinen Growboxen sind sie praktisch, da man sie enger zusammenschnüren kann, falls sie in voller Größe nicht in die Box passen.

Allerdings sollte man sie nur als Endtöpfe einsetzen und nicht zur Anzucht oder als Zwischentöpfe. Die Wurzelenden wachsen in den Stoff hinein, so dass ein Umtopfen fast unmöglich ist ohne die Wurzeln zu beschädigen.

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Ideale Endtöpfe für Cannabis Indoor Anbau. Verhindert Staunässe und verbessert Sauerstoffversorgung der Wurzeln. Ideal für Growboxen mit 180cm Höhe.

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Wer es gut und günstig mag, kann auch beim Endtopf weiterhin zu klassischen Blumentöpfen greifen. Sie sind die günstigste Variante und man kann mit ihnen weiterhin solide Ergebnisse einfahren. Manche Grower mögen Stofftöpfe einfach nicht und bevorzugen solide feste Töpfe, so dass es manchmal pure Geschmackssache ist.

Air Pots wären als End-Töpfe kontraproduktiv, da die Wurzelenden wegen der Lichteinlässe weniger Nahrung aufnehmen können. Ich rate daher von ihnen als Endtopf ab.

Tabelle

Je nachdem wie groß die Growbox ist, müssen andere Größen von Endtöpfen her. In der Tabelle unten sind typische Growbox-Größen und jeweils passende Anzahl und Menge an Endtöpfen.

Wozu mehrere Blumentöpfe?

Würde man mehrere Pflanzen in einen riesigen Topf packen, würden sie sich gegenseitig die Nährstoffe wegnehmen. Mit einem eigenen Topf für jede Pflanze gibt es kein Konkurrenzkampf. Jede Pflanze kann dadurch ohne Probleme Nährstoffe aufnehmen und ihr volles Potential ausschöpfen.

Egal ob groß oder klein, Töpfe sollten stets undurchsichtig sein, so dass kein Licht an die Wurzeln kommen kann. Endtöpfe sollten stets quaderförmig sein, um den Platz in der Growbox optimal auszunutzen.

Welche Größe kaufen?

Ich empfehle für die Keimung und Anzucht kleinere Blumentöpfe zu kaufen und später umzutopfen. So mindert man die Gefahr von Fäule oder Schimmel in der Erde. Ist der Topf zu groß und die Pflanze noch jung, würde das Wasser einfach nach unten sickern und die Wurzeln drohen auszutrocknen.

Für die Keimung und Anzucht sollten die Töpfe 0,5 bis 5 Liter Volumen haben. Wenn man zwei Mal umtopfen will, sollte man die Keimung in sehr kleinen Töpfen mit max 0,5L Volumen machen.

Die End-Töpfe sollten 7 bis 18 Liter Volumen haben. Die Größe der Endtöpfe hat Einfluss auf das Wachstum der Cannabis Pflanze. In größeren Töpfen können sich die Wurzeln besser ausbreiten. Je mehr Wurzeln die Pflanze bildet, desto höher wächst sie. Je nach Höhe der Growbox empfehle ich unterschiedliche Volumen für die Töpfe.

Welche Größe für welche Growbox die passende ist, kann man einfach in der Kaufempfehlungs-Tabelle oben nachschauen.

Keimung-Töpfe: 0,5L Volumen
Anzucht-Töpfe: 0,5L – 5L Volumen
End-Töpfe: 7-18L Volumen je nach Sorte, Fläche und Höhe der Growbox.

Wie oft umtopfen?

Schon vor dem Kauf sollte planen, ob man die Pflanze einmal, zweimal oder gar nicht umtopfen will. Davon hängt es ab, welche Größen man braucht.

  • Als Anfänger empfehle ich die Pflanze nur einmal umzutopfen, um sie nicht unnötig zu stressen.
  • Empfindliche Sorten sollten nur einmal umgetopft werden
  • ScroG/SoG Grows brauchen maximal 7L Töpfe, da die Pflanzen niedrig wachsen
  • Bei Automatics Torftöpfe für Anzucht nehmen oder direkt in End-Töpfen keimen

Die maximale Größe der End-Töpfe hängt vom Platzangebot der Growbox ab. In der Tabelle unten sind maximale Topf-Größen für verschiedene Growboxen gelistet. Die Tabelle geht davon aus, dass der gesamte Platz (Breite, Tiefe und vor allem Höhe) in der Growbox genutzt werden soll.

Was beim Kauf beachten?

  • Genug Drainage: Im Boden der Töpfe müssen genug Löcher sein. So kann überschüssiges Wasser abfließen und es wird somit Staunässe vermieden.
  • Niedriges Gewicht: Die Pflanzen müssen während des Grows oft bewegt werden, bspw. beim Umtopfen oder falls die Erde gespült werden musst. Damit man nicht schwer heben muss, stets zu Töpfe aus Plastik oder Stoff greifen
  • Rechteckige Form: Falls man nur wenig Platz in der Growbox hat, die großen Töpfe stets in rechteckiger Form kaufen
  • Lichtundurchlässig: Die Wurzeln der Pflanze dürfen kein Licht abbekommen. Keine transparenten Töpfe kaufen.
  • Untersetzer: So wird beim Gießen das überschüssige Wasser aufgefangen. Töpfe am besten direkt mit passenden Untersetzern kaufen.

Welche Blumentöpfe sind die besten?

Je nach Phase und Anwendung hat man verschiedene Möglichkeiten für Töpfe:

  • Plastik-Töpfe
  • Torftöpfe
  • Stofftöpfe
  • Air Pots

Plastik-Töpfe

Der Klassiker unter den Blumentöpfen. Sie sind gut und günstig und werden in jedem Baumarkt verkauft. Man bekommt damit garantiert solide Ergebnisse. Allerdings kann es je nach Umgang und Befüllung zu Staunässe kommen. Und die Sauerstoffversorgung der Wurzeln kann manchmal nicht so gut sein.

Man sollte stets schwarze undurchsichtige Töpfe kaufen. Um den Platz in der Growbox optimal zu nutzen, am besten immer quadratische Töpfe (und nicht runde) nehmen.

Vor- und Nachteile:

  • In jedem Baumarkt zu kaufen
  • Sehr günstig
  • Pflegeleicht
  • Mittlere Sauerstoffversorgung
  • Heizt Erde unter Lampe leicht auf

Torftöpfe

Torftöpfe eignen sich vor allem für die Keimung und die Anzucht. Sie sind aus 100% organischen Material. Dadurch müssen sie beim Umtopfen nicht entfernt werden. Der Torftopf kann einfach in die neue Erde mit rein.

Sobald die Wurzelenden kein Platz mehr in der Erde haben, wachsen sie einfach durch das Torf hindurch. So weiß man sofort, wann es Zeit ist umzutopfen.

Großer Nachteil ist, dass die Erde in den Töpfen sehr schnell austrocknet. Je größer die Töpfe sind, desto öfter muss man sie nachwässern. Somit kann man sie nicht für länger als acht Stunden alleine lassen.

Hinzu kommt, dass man auch stetig auf die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit achten muss, da die Torftöpfe auch von außen Schimmel ansetzen können. Das ist das Todesurteil für kleine Keimlinge.

Vor-/Nachteile:

  • 100% organisch
  • Schonendes Umtopfen
  • Einfache Handhabung
  • Trocknen extrem schnell aus
  • Nur einmal verwendbar
  • Qualitätsschwankungen
  • Schimmelrisiko

Stofftöpfe

Stofftöpfe sind aus festem undurchsichtigen Gewebe, was sie sehr flexibel in der Handhabung macht. Sie sind leicht im Gewicht und können sehr einfach gelagert werden.

Sie verbessern die Versorgung der Wurzeln mit Sauerstoff und verhindern Staunässe in der Erde, da die Stoffwand Wasser und Luft durchlässt.

Allerdings lassen sie die Erde dadurch schneller austrocknen. Es ist auch schwerer Pflanzen aus ihnen umzutopfen, so dass sie nicht für die Keimung oder Anzucht geeignet sind.

Vor-/Nachteile:

  • Mehr Sauerstoffversorgung, schnelleres Wachstum
  • Sehr niedriges Gewicht
  • Mehr Kühlung für die Erde
  • Kompakte Lagerung
  • Erde trocknet schneller aus
  • Etwas teurer
  • Nicht für Anzucht/Keimung geeignet

Air Pots

Air Pots gelten sind der neueste Trend in Sachen Blumentöpfen. Sie sind quasi ein Hybrid aus Plastik und Stofftöpfen.

Die Seitenwände haben jede Menge kleine Lichtlöcher, so dass die Wurzelenden nicht an die Seitenwände wachsen und stattdessen in der Erde viele kleine Abzweigungen bilden. Dies wird „Lichtbeschneidung“ genannt.

Das ist vor allem in der Anzucht nützlich, damit die Pflanze ein stark verzweigtes Wurzelwerk bildet. Doch nach etwa 3-4 Wochen ist das nicht mehr förderlich für die Pflanze, da die Wurzelenden durch den Kontakt mit Licht keine Nährstoffe aufnehmen können und folglich an den Öffnungen vertrocknen.

Deswegen sind Airpots extrem gut als Anzuchttöpfe, aber nicht wirklich als Endtöpfe geeignet. Zum Umtopfen kann die Seitenwand sehr einfach abgenommen werden, was sie doppelt praktisch macht.

Vor-/Nachteile:

  • Hohe Sauerstoffversorgung der Wurzeln
  • Lichtbeschneidung fördert stark verzweigtes Wurzelwerk
  • Sehr niedriges Gewicht
  • Kompakte Lagerung
  • Einfach zum Umtopfen
  • Wurzelenden nehmen weniger Nahrung auf durch Lichtkontakt
  • Etwas teurer

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Kommentare

  1. jrgong says:

    Der erste Test der Kommentar-Funktion über das Forum anstatt der Blog Software

  2. jrgong says:

    Unter https://www.cannabisanbauen.net/blumentoepfe-kaufberatung/#Kaufempfehlung findest du eine ganze Tabelle mit Growbox Größen und passenden Töpfen. Für 80x80x160 empfehle ich 4x11 L laut der Tabelle

    Somit ist das ok :wink:

    Jein. Solange du genug Abstand zwischen Lampe und Pflanze lässt, ist es machbar. Die jungen Sämlinge sind sehr empfindlich.

    Du hast nicht viel Höhe zur Verfügung, so dass du mit einer MHL nicht das volle Potential entfalten kannst. Denn damit deine Pflanze nicht zu hoch wächst, müsstest du schon recht früh in die Blüte schicken. Sonst riskierst du Verbrennungen und musst sie evtl runterbinden.

    Für deine 80x80x160cm Growbox sind 4x55W CFL (bzw. ich nenne sie PL-L) besser geeignet. Siehe dazu die Tabelle in der PL-L Kaufberatung.

  3. Hallo :v:

    Hab dem ganzen auch noch etwas zuzufügen: ich nutze RootPouches, das sind so Pflanzsäcke. Hat den Vorteil wie bei den AirPots, dass die Luft besser in der Erde zirkuliert kann :grin: Hier noch ein Bildchen:


    Man sieht hier sehr schön das gesunde Wurzelwachstum der Pflanze rechts im Vergleich zu der links :wink: Das Bild hab ich mir aus dem Netz gezogen :see_no_evil:
  4. Ich wurde wegen so etwas schon verklagt. Bei einem Erdballen in diesem Forum hier sicherlich nicht sooooo das Problem, aber lass das lieber (oder schreib die Quellenangabe dazu).

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