Samen falsch herum eingesetzt -was tun?

Der Samen wurde in die Anzuchterde eingesetzt. Und nun schaut statt eines grünen Stengels ein weißer flaumiger Ansatz aus der Erde raus? Dann muss man sofort handeln, wenn man den Grow retten will.

Wurzelansatz Wachstum

Manche Anfänger machen den Fehler und packen den Samen mit der spitzen Seite nach unten. Der Gedanke: Der Wurzeltrieb wächst schließlich aus der Spitze. Man will der Wurzel „helfen“ nach unten zu wachsen.

Ein häufiger Irrtum! Der erste Wurzelansatz wächst immer U-förmig aus der Samenspitze heraus. Das ist genetisch so „programmiert“.

Es ist extrem selten, dass der Wurzelansatz durch die Erde kommt. Wird der Samen falsch herum eingesetzt, dreht der Trieb normalerweise von allein um, sobald der erste Lichtansatz drankommt. Doch manchmal wächst der Trieb aus der Erde, wie auf dem Foto unten zu sehen.

Wenn es doch mal der Fall ist, ist noch nicht alles verloren. Wenn man den Samen ganz vorsichtig herausnimmt und umdreht, kann man den Keimling noch retten.

Vorsichtig umdrehen

Was man braucht:

Vorgehen:

  1. Hände gründlich mit Seife waschen und vollständig abtrocknen
  2. Pinzette vorher desinfizieren und kurz warten, so dass der Alkohol sich verflüchtigt
  3. Samen ganz ganz vorsichtig mit der Pinzette ausgraben
  4. Die Samenschale (niemals die Wurzel!) mit der Pinzette herausnehmen
  5. Den Samen mit dem Trieb nach unten in die Kule legen
  6. Samen vorsichtig wieder zugraben
  7. Erde drumherum ganz leicht festklopfen

Nun kann man nur noch warten und Daumen drücken, dass sich der Trieb von dem Stress erholt. Es kann ein paar Tage (oder gar eine Woche) dauern, bis die Schale aus der Erde zeigt und zu dem Sämling heranwächst.