Blütenfäule (Bud Rot) – Was tun?

Zusammen mit Schädlingsbefall und Nährstoffproblemen ist Schimmel eines der häufigsten Probleme beim Cannabis Anbau. Die gefürchtete Blütenfäule (Botrytis, engl. Bud Rot) gehört hier mit dazu. Wenn er nicht frühzeitig erkannt wird, kann dieser tückische Schimmel einem die Ernte in kurzer Zeit vernichten. Hier erfährt man alles über Bud Rot und kann herausfinden wie man ihn erkennt, bekämpft und vorbeugt.

Was ist Bud Rot?

Wie der Name es schon sagt, versteht man unter Blütenfäule oder engl. Bud Rot einen Schimmelbefall an den Cannabis Blüten bzw. den Buds. Durch die dichte, verwobene Struktur im Innern sind die Blüten von Cannabis besonders empfindlich für Schimmelbildung.

Bud Rot wird durch den Schimmelpilz Botrytis (Grauschimmel) ausgelöst. Grauschimmel entsteht vor allem bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit (RLF) jenseits von 85% in Kombination mit kaum Luftbewegung. In Sachen Temperatur kann Grauschimmel schon ab 3°C entstehen, sprich auch bei kühler Luft in der Box. Dabei bevorzugt er eher eine warme (22 bis 25°C) Umgebung.

Gelangt Feuchtigkeit in die Buds, kann sich das Wasser dort ablagern. Bei ungünstigen Bedingungen, beispielsweise wenn die Luftfeuchtigkeit in der Box dauerhaft zu hoch und die Umluft unzureichend ist, kann das Wasser nicht schnell genug verdunsten. Das sorgt dann schnell für die Bildung von Grauschimmel in den Buds.

Hat der Schimmel einen Bud befallen, kann er sich rasch auf anderen benachbarten Pflanzenteilen ausbreiten. Befallenes Gewebe verfault und zerfällt. Handelt man nicht schnell, kann einem die ganze Ernte der Blütenfäule zum Opfer fallen.

Blütenfäule aka Bud Rot: Buds sind besonders empfindlich gegenüber Schimmel

Bud Rot erkennen

Das Fatale an Bud Rot ist, dass er in das Pflanzengewebe eindringt und dort lange Fäden (sog. Hyphen) bildet, die man von außen nicht erkennen kann. Hat man einmal Bud Rot an den Blüten entdeckt, hat sich der Pilz schon bereits großflächig im Pflanzengewebe ausgebreitet. Dieses Fädengeflecht (das sog. Myzel) reicht meist über den sichtbaren Teil des Grauschimmels hinaus, weswegen man beim Entfernen des Schimmels sehr großzügig abschneiden muss.

Um Bud Rot möglichst früh zu erkennen, muss man die Buds leicht aufbiegen, um auf den Stiel blicken zu können. Dieser verliert bei einem Befall seine grünliche Färbung und erscheint weißlich, gräulich oder braun. Dann hat man auch einen guten Blick, um nach braunen und verfaulten Pflanzenteilen zu schauen.

Ein frühes Anzeichen für Bud Rot ist manchmal auch ein weißlicher Schimmelflaum außen an den befallenen Buds. In diesem frühen Stadium kann man den befallenen Bud möglicherweise noch retten und die Ausbreitung stoppen, wenn man die befallenen Teile sofort entfernt.

Im Spätstadium vom Bud Rot hat die Fäule schon viel vom Bud eingenommen. Dann kann man bei den befallenen Buds auch außen braune oder gräuliche Verfärbungen erkennen. Diese heben sich dann auch stark vom Rest des Buds ab. Teile vom Bud, wie Zuckerblätter oder Blütenhärchen (Pistils) werden stellenweise braun und trocknen schließlich aus. Dann sieht man auch mit wenig Growerfahrung, dass etwas mit dem Bud wohl nicht stimmt.

Biegt man den Bud dann bei den befallenen Stellen auf, ist das Innere bei fortgeschrittenem Bud Rot meist auch bröselig/staubig und fällt auseinander.

Bud Rot unter dem Mikroskop

Schimmel gehört zu den Hyphenpilzen. So genannt da diese aus fadenförmigen Zellen (Hyphen) bestehen. Betrachtet man verdächtige Buds unter einer Lupe oder mit einem Mikroskop, kann man bei einem Befall die typischen Merkmale von Schimmel erkennen.

Handelt es sich um Schimmel, erkennt man ein Pilzgeflecht aus fadenartigen Härchen. Trichome dagegen bilden keine Härchen. Diese sehen bei Vergrößerung eher wie kleine Pilze mit einem Kopf am oberen Ende aus.

Verwechslungsgefahr

Nicht nur Growanfänger können manchmal die Trichome, die kleinen pilzförmigen Auswüchse an den Buds, mit Schimmel verwechseln. Besonders bei Sorten welche milchig-weiße Trichome bilden („White Widow“ o.ä.) kann man schon mal in die Irre geführt werden.

Mit einer Lupe oder einem Mikroskop kann man sich aber Klarheit verschaffen.

Auch bei Sorten, welche dunkle Buds bilden bzw. wo sich die Blütenhärchen (Stigmas) stark dunkel verfärben, könnte man auf den ersten Blick Bud Rot vermuten. Wenn man genau hinsieht, kann man jedoch sehen, dass nur die Härchen außen braun sind. Bei vielen Sorten ist dies völlig normal.

Bei Bud Rot sind normalerweise auch Zuckerblätter und ggf. auch der Stiel betroffen. Meist ist auch nicht der komplette Bud befallen, sondern man erkennt stellenweise faule Flecken. Diese heben sich dann farblich vom Rest des Buds ab.

Manchmal verfärben sich im Frühstadium vom Bud Rot einige Zuckerblätter bei den befallenen Buds gelblich. Dann könnte man den Bud Rot, wenn man nicht genau hinsieht mit anderen Problemen wie Lichtverbrennungen verwechseln.

Raupenbefall könnte man auch für „typischen“ Bud Rot, der durch Feuchtigkeit hervorgerufen wird verwechseln. Raupen fressen nämlich Löcher in die Buds, sodass diese letztendlich auch verschimmeln. Wenn man gut hinsieht, kann man jedoch die Fresslöcher und vielleicht sogar die Raupen erkennen.

Raupenbefall könnte man mit Bud Rot verwechseln.

Typische Ursachen

Bud Rot kommt logischerweise nur in der Blütephase vor, da sich erst die Blüten gebildet haben müssen. Je weiter die Blüte fortgeschritten ist, sprich je größer, fester und reifer die Buds, desto empfindlicher sind diese gegenüber zu hoher Feuchtigkeit.

Die zwei Hauptursachen für Bud Rot sind eine zu hohe Luftfeuchtigkeit um die Pflanzen und nicht ausreichend Luftbewegung. Schon ab 50% Luftfeuchtigkeit in der Blütephase steigt das Bud Rot Risiko, da die RLF durch Temperaturschwankungen schnell mal hochschießen kann.

Da sich die Luftfeuchte in der Growbox nie gleichmäßig verteilt, ist gute Umluft extrem wichtig, so dass sich keine Wasserablagerungen bilden können.

Bud Rot ist auch ein großes Thema beim Outdoor Anbau, wo einem Regenwetter im Herbst sehr schnell die Ernte vernichten kann.

Typische Ursachen für Bud Rot:

  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit: Kann zu Wasserablagerungen in den Blüten führen
  • Abluft aus der Box zu schwach: Luftfeuchtigkeit wird nicht schnell genug abtransportiert
  • Unzureichend Umluft: Bei zu wenig Luftbewegung können sich Schimmelsporen absetzen
  • Zu viele Pflanzen in der Box: Pflanzen sind zu dicht beieinander
  • Wasser an Buds durch Gießen/Sprühen
  • Besonders feste Buds bei einigen Sorten
  • Schwächliche Pflanzen: Verletzungen, Schädlinge oder Mängel können Schimmel begünstigen
  • Regenwetter beim Outdoor Growing

Folgen von Bud Rot

Sind Buds einmal von Bud Rot befallen, sind diese nicht mehr zu retten. Die befallenen Buds sollte man dann großzügig entfernen und schnellstmöglich im Hausmüll entsorgen.

Wichtig: Verschimmelte Buds auf gar keinen Fall konsumieren, da Schimmel stark gesundheitsschädlich ist!

Dass man einige Buds wegen Bud Rot entsorgen muss und deswegen bei der Ernte Einbußen in Kauf nehmen muss, ist jedoch noch nicht alles. Denn die Botrytis kann auch auf noch-gesunde Buds übergehen. Die Pilzsporen gelangen durch die Luft zu anderen Buds und können dort dann ebenfalls den Bud Rot auslösen.

Erkennt man demnach den Bud Rot nicht rechtzeitig und beseitigt die Ursache nicht, dann kann einem der gesamte Grow schnell dem Bud Rot zum Opfer fallen.


Was tun bei Bud Rot Befall?

Sollte es schon zu einem Befall gekommen sein, muss man alle befallenen Pflanzenteile großzügig entfernen! Hierbei muss man unbedingt sauber arbeiten, damit keine Sporen verteilt werden. Diese können nämlich gesunde Buds infizieren!

Das heißt:

  • Umluft sofort ausschalten, damit sich Sporen nicht weiter verbreiten
  • Nitril-Handschuhe anziehen
  • Schneidewerkzeug desinfizierten
  • Alle Pflanzen aus der Growbox entfernen
  • Schimmel-befallene Bud-Teile großzügig wegschneiden. Auf jeden Fall entsorgen, sie sind nicht zur Weiterverwendung geeignet!
  • Pflanzen mit dichtem Blattwuchs entlauben. Dazu Blätter die Buds und andere Blätter bedecken entfernen. Auch kann man Blätter, die sowieso kein Licht bekommen entfernen.
  • Growbox und alle Equipment Teile (Ventilatoren, Thermometer) von innen gründlich reinigen und desinfizieren

Die befallenen Pflanzenteile/Buds sind nicht zu retten und müssen großzügig weggeschnitten werden! ACHTUNG GESUNDHEITSSCHÄDLICH! Die entfernten Pflanzenteile am besten NICHT auf den Kompost werfen! Sonst kann sich der Schimmelpilz ungehindert von dort aus weiterverbreiten!

Beim Entfernen der schimmligen Buds muss man äußerst vorsichtig vorgehen, damit möglichst keine Pilzsporen auf andere Pflanzenteile kommen. Befallene Buds muss man behutsam abschneiden und sofort in Plastiktüten geben und verschließen.

Stark befallene Pflanzen sollte man am besten komplett entsorgen!

Bevor man die gesunden Pflanzen wieder in die Growbox stellt, muss man alle Oberflächen und Geräte im Inneren gründlich säubern und desinfizieren.

Nachdem wir betroffene Buds großzügig entfernt, dicht-wachsende Pflanzen entlaubt und die Growbox gereinigt haben, können wir die Pflanzen wieder zurück in die Box stellen.


Vorbeugen

Sind die Pflanzen schon von Bud Rot befallen, kann man ihn, wenn überhaupt nur mit viel Aufwand noch stoppen. Jedoch kann man dem Bud Rot effektiv vorbeugen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Beim Indoor Anbau sollte die Temperatur optimalerweise bei 23 bis 26°C liegen. Die Luftfeuchtigkeit sollte in der Wachstumsphase bei 40 bis 70% liegen. In der Blütephase sollte sie auf 40 bis 50% gesenkt werden. In der Spätblüte sollte man die RLF möglichst auf etwa 40% bekommen, um die Schimmelgefahr möglichst komplett zu eliminieren. Der Grund dafür ist, dass die Buds durch ihre verwobene Struktur kleine Wasseransammlungen bilden können, welche nur schwer wieder verdunsten.

PhaseTemperaturLuftfeuchtigkeit
Keim- & Anzuchtphase23 bis 26°C40 bis 60%
Wachstumsphase20 bis 30°C40 bis 70%
Blütephase18 bis 26°C40 bis 50%
Ende der Blütephase18 bis 26°C< 40%
Temperaturunterschied zwischen Licht und Dunkelphasemaximal 8°C
Zur Erinnerung: Optimale Temperaturen und Luftfeuchtigkeit beim Cannabis Anbau

Wichtig: Auch muss man beachten, dass der mögliche Temperaturabfall von der Licht- auf die Dunkelphase nicht mehr als 8°C beträgt. Denn sonst bilden sich Wasserablagerungen (Tau) in der Box, die zu Schimmelbildung führen.

Dazu kann man ein digitales Thermometer, das die maximalen und minimalen Temperaturen anzeigt anbringen. Damit bleiben Temperaturabfälle (z.B. in der Nacht) nicht verborgen und man kann entsprechend handeln. Beispielsweise könnte man dann bei Bedarf in der Dunkelphase („Nacht“) die Temperatur etwas höher einstellen.

Mit einem Thermometer das Minimal- und Maximalwerte anzeigt bleiben Temperaturabfälle nicht verborgen.

Alternativ kann man die Licht- und Dunkelphasen in der Box auch den natürlichen Tageslichtphasen entgegensetzen. Sprich, man schaltet das Licht in der Nacht an und hat es tagsüber aus. Damit kann man Temperaturabfälle, die dann zu Tau und somit Schimmel führen auch ausgleichen.

Belüftung verbessern

Die Abluft muss der Größe der Box entsprechen.

Für ausreichend Abluft sorgen: Abluft aus der Box, wenn möglich, höher einstellen. Ist die Abluft unterdimensioniert (zu schwach) für die Größe der Box, soll man diese mit einer leistungsfähigeren ersetzen. Hilfe dazu findet man bei unserer Kaufberatung für Belüftung für den Cannabis Anbau.

Auf gute Umluft achten: Man sollte sicherstellen, dass in der Box eine optimale Umluft herrscht. Gegebenenfalls kann man den Umluft Venti eine Stufe höher schalten. Reicht der Platz in der Box, kann man auch einen zweiten Umluft Venti dazustellen. Am besten ist, wenn man zwei Ventis diagonal gegenüber in der Box aufstellt und diese sich gegenseitig anpusten. Dann kriegt man einen optimalen Luftstrom.

Zuluft-Filter anbringen: Filter am Zuluftloch anbringen. So kommen weniger Schimmel Sporen von außen rein. Schon beim Kauf eines Growzelts darauf achten, dass die Zuluftöffnung einen Filter hat.

Sauberkeit und Hygiene

Sauberkeit beim Arbeiten in der Box ist Pflicht. Beim Umgang mit Pflanzen sollte man Handschuhe tragen.

Auf Sauberkeit und Hygiene achten! Wir empfehlen beim Umgang mit der Pflanze nicht ohne Grund immer Nitrilhandschuhe zu tragen. Alle Werkzeuge sollten auch regelmäßig desinfiziert werden – gerade, wenn man sie im eigenen Garten oder an Zimmerpflanzen auch einsetzt. So werden mögliche Pilzsporen beseitigt.

Frische Klamotten anziehen, bevor man die Growbox öffnet. Pilzsporen befinden sich überall in der natürlichen Umgebung. Mit der Kleidung und an den Schuhen gelangen sie in die Box. Deswegen vor jedem Arbeiten in der Box frische Kleidung anziehen und Schuhe wechseln.

Haustiere von Growbox fernhalten: Pilzsporen können auch mit Haustieren in die Box gelangen. Deswegen sollte man aufpassen, dass Hasso und Minka nicht in die Growbox gelangen.

Vergilbte Blätter rechtzeitig entfernen: Wenn sich z. B. bei Stickstoffmangel die Blätter gelb verfärben und nicht mehr erholen, diese rechtzeitig entfernen. Aber erst, wenn die Blätter sich ohne Kraft abzupfen lassen. Sind die Blätter noch fest dran, würde man die Pflanze nur verletzen.

Abgefallene Pflanzenteile sofort aus der Box entfernen: Keine abgefallenen Blätter, Äste oder anderen organischen Abfall in der Box lassen. Diese sind eine ideale Brutstätte für Pilze und Bakterien. Sauberkeit in der Box ist das höchste Gebot, damit man Schimmel vorbeugen kann.

Blätter trocken halten

Kein Wasser auf Blätter oder Buds gießen. Sonst droht Schimmel!

Blätter trocken halten: Die Blätter sollten stets trocken gehalten werden. Beispielsweise sollte man beim Bewässern darauf achten, kein Wasser auf die Blätter zu gießen. Allgemein sollte man insbesondere in der Blütephase niemals Wasser auf die Blätter und Blüten sprühen!

Hat man beim Bewässern paar Blätter erwischt, kann man das Wasser mit einem sauberen Küchentuch vorsichtig von den Blättern aufsaugen.

Schimmelresistente Sorten wählen

Sorten mit luftigen Buds und wenigen Zuckerblättern sind meist schimmelresistent.

Um das Risiko für Schimmel schon im voraus zu minimieren, kann man Strains wählen, die schon als schimmelresistent bekannt sind. Solche Sorten haben nicht ganz so dichte Buds und eine eher „luftige“ Struktur mit weniger Blattanteil. Somit kann Umluft besser an die Blüten kommen und es gibt ein geringeres Risiko für Schimmel.

Dazu zählen z.B. Durban Poison, Super Silver Haze, White Widow und viele mehr. Ob eine Sorte resistent gegenüber Schimmel ist, kann man in den Strain-Beschreibungen ersehen.

Zusatz-Tipp: Eine kürzere Blütephase minimiert das Risiko für Schimmel ebenfalls. Deswegen kann es durchaus hilfreich sein eine schnellblühende Sorte zu wählen, die schon nach 6-8 Wochen reif zur Ernte ist

Bud Rot beim Outdoor Anbau vermeiden

Regenwetter ist meist die Ursache für Bud Rot beim Outdoor Anbau.

In unseren kühl-gemäßigten Breitengraden ist Schimmel beim Outdoor Anbau immer ein Thema. Grund: Der Sommer ist relativ kurz und wird schnell von einem regnerischen Herbst gefolgt. Einige Langblüher (meist Sativas) werden dann nicht rechtzeitig fertig, sprich sie blühen bis spät in den Herbst (Oktober, November) hinein. Das nasse Wetter führt dann zu Schimmel bei den Buds und die gesamte Ernte ist dann für die Katz‘.

Was kann man tun? Für den Außenanbau kürzer blühende Sorten verwenden. Durch die kürzere Blütezeit kann man diese Sorten noch rechtzeitig vor dem Regenwetter im Herbst ernten.

Welche Sorten für den Außenanbau in unseren Klimazonen gut geeignet sind, kann man in den Strainbeschreibungen ersehen.

Weitere Tipps

Growbox nicht zu dicht mit Pflanzen vollpacken: Viele Pflanzen mit vielen Buds in einem kleinen Bereich resultieren in schlechte Luftzirkulation. Damit gibt es ein erhöhtes Risiko für Bud Rot. Besser weniger Pflanzen anbauen und somit für eine bessere Umluft bei den Pflanzen sorgen. Die Buds der Pflanzen sollten sich niemals gegenseitig berühren. Idealerweise lässt man immer genügend Freiraum (20-30cm) zwischen allen Buds.

Bei einer vollgestopften Growbox erhöht sich das Risiko für Schimmel.

Verletzungen bei Pflanzen vermeiden: Insbesondere in der Blüte muss man aufpassen, dass die Pflanzen keine Verletzungen wie abgerissene Blätter, Knickstellen usw. bekommen. Dadurch können nämlich Erreger und Schimmelpilze in die Pflanzen gelangen. Sollten die Pflanzen Verletzungen haben, diese mit Veredelungsband umschließen. Zur Not geht auch normales Klebeband (Tesa o.ä.) oder Heftpflaster.

Pflanzen gesund und schädlingsfrei halten: Gesunde Pflanzen sind viel widerstandsfähiger gegenüber Infektionen und Schimmelbefall. Schädlinge sollte man immer sofort bekämpfen.

Pflanzen wenn nötig entlauben: Berühren sich Blätter von Pflanzen in der Box, kann dies zu feuchten Stellen und demnach Schimmel führen. Deswegen sollte man große Blätter, die Buds bedecken oder berühren, sowie alle Blätter, die übereinander liegen immer entfernen. So verbessert man die Luftzirkulation um die Buds herum und verhindert, dass sich Feuchtigkeit ansammelt.

Buds regelmäßig kontrollieren: Ganz besonders in der Spätblüte soll man Pflanzen regelmäßig auf Bud Rot überprüfen. Dies gilt insbesondere, wenn man Sorten mit besonders großen und dicht-gepackten Buds anbaut.

Kaufempfehlungen

Sauberkeit und Hygiene

Sauberkeit in der Growbox ist das höchste Gebot. Handschuhe fürs Arbeiten in der Box und Desinfektionsmittel für Tools sollten deswegen bei keinem Grower fehlen.

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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Belüftung

Um Cannabis beim Indoor Anbau mit Frischluft zu versorgen, braucht man eine Belüftungs-Anlage für die Growbox. Man kann die Komponenten entweder einzeln kaufen oder mit einem Abluft-Komplettset alle Teile im Paket kaufen.

Die absolute Mindest-Ausstattung:

  • Abluft-Ventilator: Pustet die verbrauchte Luft aus der Growbox und saugt gleichzeitig frische Luft an
  • Aktivkohlefilter: Filtert den verräterischen Cannabis Geruch aus der ausgehenden Luft
  • Luftschlauch: Verbindet den Aktivkohlefilter und Abluft-Ventilator mit der Abluft-Öffnung
  • Umluft-Ventilator: Verteilt die Luft in der Growbox und erzeugt eine leichte Brise

Kommentare

  1. Soweit, so hilfreich!
    Eine Frage stellt sich mir.
    Es wird zwar erwähnt, die Venti’s diagonal anzuordnen, aber auf welcher Höhe?
    In der Vegi logischerweise noch etwas über der Topfhöhe…ändert sich das mit der Blüte bspw. auf Höhe der „Pflanzenspitze“ ?