Schimmel auf Erde – Was tun?

Wenn man beim Anbau Schimmel auf der Erde entdeckt, könnte man schon erst mal in Panik geraten. Jedoch ist Schimmel, der nur auf der Oberfläche der Erde auftritt, glücklicherweise meist harmlos und stellt kein größeres Problem dar. Schimmel auf der Erde kann jedoch auf ein anderes Problem, wie zum Beispiel Überwässerung oder zu hohe Luftfeuchtigkeit hindeuten.

Hier kann man erfahren, was es mit Schimmel auf Erde auf sich hat und kann lernen wie man ihn beseitigt und vorbeugt.

Was ist Schimmel auf der Erde?

Hat man Schimmel auf der Erde gefunden, muss man nicht sofort in Panik geraten. Denn nicht alle Arten von Schimmel sind schädlich. Denn es gibt „gute“ und „schlechte“ Schimmelpilze, die auf der Erde vorkommen können.

Zu den „guten“ Pilzen auf der Erde zählen Mykorrhiza und Trichoderma. Diese können uns sogar helfen Schimmelbefall und andere Probleme direkt an der Pflanze zu vermeiden. Erkennen kann man diese guten Pilze daran, dass sie meist eine helle, grau-weiße bis gelblich-grünliche Farbe haben. Mehr dazu kann man weiter unten im Abschnitt Guten Schimmel auf der Erde erkennen erfahren.

Zu den „schlechten“ Pilzen auf der Erde zählen beispielsweise Pythium oder Fusarium. Diese Pilze sind schädlich, da sie keine Symbiose mit der Pflanze eingehen, sondern im Gegenteil parasitär sind. Sie befallen die Pflanze und verursachen Krankheiten, wie die berüchtigte Wurzelfäule.

Bevor man nun den Schimmel entfernen will, sollte man erst mal feststellen, ob es eine gute oder schlechte Art ist.

Wie sieht „guter“ Schimmel aus?

Eins vorab: Guter Schimmel kommt nur dann vor, wenn die Rahmenbedingungen dafür auch stimmen. Beispielsweise kann guter Schimmel nur auftauchen, wenn man organisch anbaut und die Erde bzw. der untermischte Dünger Mykorrhiza oder Trichoderma enthält. Beispielsweise weist Green House Feeding explizit darauf hin, dass bei Verwendung von deren BioDünger sich ein Pilz auf der Erde bilden kann, der auf keinen Fall entfernt werden sollten.

Das Pilzgeflecht von Mykorrhiza, welches man bei hochwertigen Bio-Erden findet, kann man manchmal auf der Erde sehen, wenn man zum ersten Mal die Packung aufmacht. Auch könnte sich der Pilz erst nach einiger Zeit Lagerung der Erde zeigen oder er taucht dann im Topf auf der Erde auf, wenn man die Erde verwendet.

Mykorrhiza hat meist eine weißliche, graue oder gelblich-grüne Farbe und hebt sich damit auch deutlich von der Erde ab. Jedoch ist Mykorrhiza kein Parasit, sondern lebt im Gegenteil in einer wertvollen Symbiose mit unseren Pflanzen.

Zum Beispiel wandelt Mykorrhiza totes Material in der Erde in wertvolle Spurenelemente um, die von den Pflanzenwurzeln direkt aufgenommen werden können. Weiterhin stärkt Mykorrhiza das Wurzelwerk und hilft mit der Wasser- und Nährstoffaufnahme. Im Gegenzug bekommt Mykorrhiza Kohlenhydrate von der Pflanze.

Sieht man genau hin, kann man die haarartigen Pilzfäden des Geflechts gut erkennen. In Wirklichkeit ist die gesamte Erde von diesen feinen Pilzfäden durchzogen.

Haarartige Pilzfäden kann man bei Mykorrhiza gut erkennen

Schlechten Schimmel auf der Erde erkennen

Ein klares Anzeichen für einen schlechten Schimmel ist, wenn dieser unerwartet auftritt. Das ist der Fall, wenn man eine „nicht-lebendige“ Erde und mineralischen Dünger verwendet, wo kein Mykorrhiza oder sonstige Pilze enthalten sind. Dann ist das Auftauchen von Schimmel auf der Erdoberfläche zu 99% ein Problem! Diesen sollte man dann entfernen und Gegenmaßnahmen einleiten, sodass er nicht normal vorkommt.

Doch wie unterscheidet man einen guten von einem schlechten Pilz beim organischen Grow? Hier kann man nach der Farbe gehen. Manchmal erkennt man die schlechten Pilze auf der Erde an der blau-grauen Farbe. Im Gegensatz dazu kann Mykorrhiza oft weiß oder gelblich-grün erscheinen.

Schlechter Schimmel taucht oft unerwartet auf. Meist hat er eine grau-blaue Farbe.

Verwechslungsgefahr: Kalkablagerungen auf der Erde

Wenn man in einer Region mit hartem, sprich kalkreichem Leitungswasser lebt, kann es zu Ablagerungen von Kalk oder anderen Mineralien auf der Erde kommen. Dieser Belag auf der Erde kann dann schon täuschend wie Schimmel aussehen.

Kalkablagerungen auf der Erde sind jedoch völlig harmlos. Schön sind sie natürlich nicht. Solche Ablagerungen kommen vermehrt bei hohen Umgebungstemperaturen vor, wenn die Pflanzen eine relativ warme Wurzelzone haben. Dann steigt nämlich das Gießwasser durch den Topfballen nach oben, verdunstet an der Oberfläche und lässt die darin gelösten Mineralien zurück.

Um die Kalkablagerungen von der Erde zu entfernen, reicht es die Oberfläche der Erde leicht abzutragen und mit frischer Erde aufzufüllen. Wichtig ist, die Wurzelzone kühler zu bekommen. Gegebenenfalls muss man die Temperaturen im Growzelt reduzieren. Auf gute Umluft im unteren Bereich bei den Töpfen soll man auch achten. Hierzu kann man Umluft-Ventilatoren so einstellen, dass diese kühlere Luft, die in die Box reinkommt, auf die Töpfe pusten.

Folgen von schlechtem Schimmel

Schimmel, solange dieser sich nur an der Oberfläche der Erde findet, ist meist eher ein kosmetisches Problem. Jedoch kann Schimmel auf der Erde ein Anzeichen sein, dass man möglicherweise überwässert oder dass die Luftfeuchtigkeit in der Growbox zu hoch ist.

Oft ist Schimmel auch ein Indiz, dass die Belüftung in der Growbox vielleicht nicht optimal ist. Diese Faktoren sollte man dann schnellstmöglich überprüfen damit man Probleme finden und beheben kann. Denn sonst könnte es zu weitaus schwereren Problemen als nur Schimmel an der Erdoberfläche kommen.

Sprich, auch wenn Schimmel auf der Erde keine direkte Gefahr für die Pflanzen darstellt, ignorieren sollte man ihn auch nicht.

Typische Ursachen


Überwässerung oder schlechter Wasserablauf

Schimmel auf der Erde ist oft ein Zeichen von Staunässe in der Erde. Ursachen dafür sind meist Überwässerung oder ein schlechter Wasserablauf im Topf (zu feste Erde oder keine Ablauföffnungen am Boden.) Der Schimmel lässt dann nicht lange auf sich warten.


Zu hohe Luftfeuchtigkeit

Schimmelbildung kann durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Growbox ausgelöst werden. Auch bei Verwendung von Mini Gewächshäusern mit geschlossenen Deckel oder wenn man Töpfe mit Folie bedeckt hält, besteht ein hohes Risiko für Schimmel.

Schimmelsporen gelangen von außen in die Growbox

Schimmelsporen befinden sich überall in der natürlichen Umgebung. Sie verbreiten sich durch die Luft, Erde oder das Wasser. Sporen können von außerhalb mit der Kleidung, mit kontaminiertem Saatgut und Erden aber auch mit Haustieren einen Weg in die Growbox finden. Bei Belüftungsanlagen ohne eingesetzten Filtern können Pilzsporen auch in die Growbox gelangen.


Was tun bei Schimmel auf Erde?

Grund zur Panik ist Schimmel, der sich nur oben auf der Erdoberfläche befindet nicht. Hat man beispielsweise Mykorrhiza zur Erde zugegeben oder man verwendet eine Erde, die diesen guten Pilz bereits enthält, dann kann er sich schon mal zeigen.

Will man den Schimmel von der Erdoberfläche zu entfernen, reicht es die Oberfläche der Erde leicht abzutragen und frische Erde aufzufüllen.

Ist Schimmel jedoch unerwartet aufgetaucht, ist dies oft ein Anzeichen, dass es andere Probleme, wie zum Beispiel bei der Bewässerung oder mit der Belüftung der Box gibt. Deswegen sollte man beim Auftreten von Schimmel Gießverhalten, Belüftung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

  • Ist die Luftfeuchtigkeit in der Growbox zu hoch, muss man diese absenken.
  • Sind die Temperaturen in der Box nicht im „grünen“ Bereich, sprich, sie sind zu hoch oder zu niedrig, muss man sie auf die optimalen Werte bringen. Siehe dazu die Tabelle weiter unten.
  • Das Gießverhalten sollte man auch überprüfen. Eventuell sollte man weniger bzw. weniger oft gießen.

Zur Erinnerung: Zwischen dem Bewässern sollte man der Erde im Topf immer Gelegenheit geben etwas auszutrocknen. Dann wird sich auch kein Schimmel bilden.

Vorbeugen

Schimmel auf der Erde kann man mit geeigneten Maßnahmen effektiv vorbeugen:

Temperatur und Luftfeuchtigkeit im optimalen Bereich halten

Um Probleme mit Schimmel zu verhindern, muss man Temperatur und Luftfeuchtigkeit (RLF) in der Box im optimalen Bereich halten. Ein Augenmerk sollte man auch auf die Temperatur in den Töpfen werfen. Diese kann nämlich durchaus höher oder niedriger als die Umgebungstemperatur sein.

Ist die Temperatur in den Töpfen zu hoch, kann man beispielsweise Umluft so ausrichten, dass die kühlere Luft, die in die Box einströmt, auf die Töpfe gepustet wird. Und sind die Temperaturen in der Growbox generell zu hoch, dann muss man sie absenken.

Beim Indoor Anbau sollte die Temperatur optimalerweise bei 23 bis 26°C liegen. Die Luftfeuchtigkeit sollte in der Wachstumsphase bei 40 bis 70% liegen. In der Blütephase sollte sie auf 40 bis 50% gesenkt werden. In der Spätblüte sollte man die RLF möglichst auf etwa 40% bekommen, um die Schimmelgefahr möglichst komplett zu eliminieren. Der Grund dafür ist, dass die Buds durch ihre verwobene Struktur kleine Wasseransammlungen bilden können, welche nur schwer wieder verdunsten.

PhaseTemperaturLuftfeuchtigkeit
Keim- & Anzuchtphase23 bis 26°C40 bis 60%
Wachstumsphase20 bis 30°C40 bis 70%
Blütephase18 bis 26°C40 bis 50%
Ende der Blütephase18 bis 26°C< 40%
Temperaturunterschied zwischen Licht und Dunkelphasemaximal 8°C
Zur Erinnerung: Optimale Temperaturen und Luftfeuchtigkeit beim Cannabis Anbau

Sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit nicht im optimalen Bereich für die jeweilige Lebensphase (siehe Tabelle) steigt das Risiko für einen Pilzbefall dramatisch. Deswegen auf jeden Fall Temperaturen und RLF im Auge behalten. Ist die Luftfeuchtigkeit im Growzelt zu hoch, muss man diese absenken.

Belüftung verbessern

Auf gute Belüftung in der Growbox achten, sonst kommt es zu Schimmel

Auf gute Umluft achten: Man sollte sicherstellen, dass in der Box eine optimale Umluft herrscht. Gegebenenfalls kann man den Umluft Venti eine Stufe höher schalten.

Reicht der Platz in der Box, kann man auch einen zweiten Umluft Venti dazustellen. Am besten ist, wenn man zwei Ventis diagonal gegenüber in der Box aufstellt und diese sich gegenseitig anpusten. Damit bekommt man einen optimalen Luftstrom. Mehr dazu kann man in unserem Umluft-Artikel erfahren.

Richtig Gießen, Überwässerung vermeiden

Die Erde soll nie dauerhaft nass gehalten werden. Zwischen jedem Bewässern sollte man der Erde im Topf immer Gelegenheit geben etwas auszutrocknen.

Zum richtigen Gießen gibt es eine hilfreiche Regel, mit der man sich die Bewässerung sehr einfach machen kann. Mit der „1/3 Regel“ kann man herausfinden, wie viel Wasser bzw. Düngelösung man für seine Pflanzen herstellen muss und wann man gießen kann.

Grundidee:

  • Bei jedem Gießen nimmt man etwa 1/3 des Topfvolumens an Wasser und gießt, bis unten Drain rauskommt.
  • Nach dem vollständigen Gießen notiert man sich das Gewicht des Topfes mit der Pflanze. So bekommen wir das „voll gewässerte“ Gewicht der Pflanze im Topf.
  • Sobald der Topf nur noch 1/3 des Gewichts vom letzten Gießen hat, ist es an der Zeit wieder zu gießen.

Tipp: Lieber weniger oft als zu oft und zu viel gießen. Ansonsten besteht Gefahr von Überwässerung. Trockenphasen zwischen dem Bewässern sind erwünscht!

Unser Gießtutorial hilft zur richtigen Bewässerung von Cannabis!

Töpfe mit gutem Wasserablauf verwenden

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Damit Staunässe und somit Schimmel sich gar nicht erst bilden kann, sollte man für optimalen Wasserablauf (sog. Drainage) sorgen. Das fängt schon beim Kauf an. Man sollte stets Töpfe kaufen, die genug Löcher an der Unterseite haben, so dass überschüssiges Wasser beim Gießen sofort herauslaufen kann.

Benutzt man Stofftöpfe (Pflanzsäcke, „Smart Pots“) oder Airpots, kann das Gießwasser immer optimal abfließen. So kann man Staunässe in der Erde effektiv vermeiden.

Wichtig: Die Pflanzen sollte man niemals im Ablaufwasser (Drain) in den Untersetzern stehen lassen. Dieses Wasser sollte man immer wegschütten. Denn nichts lieben Pilze und Bakterien mehr als abgestandenes Wasser.

Unsere Kaufberatung für Töpfe zum Cannabis Anbau hilft die richtigen Töpfe zu finden!

Auf Sauberkeit und Hygiene achten

Mit Sauberkeit beim Anbau kann man das Risiko für Schimmel minimieren

Auf Sauberkeit und Hygiene achten! Wir empfehlen beim Umgang mit der Pflanze nicht ohne Grund immer Nitrilhandschuhe zu tragen. Alle Werkzeuge sollten auch regelmäßig desinfiziert werden – gerade, wenn man sie im eigenen Garten oder an Zimmerpflanzen auch einsetzt. So werden mögliche Pilzsporen beseitigt.

Frische Klamotten anziehen, bevor man die Growbox öffnet. Pilzsporen befinden sich überall in der natürlichen Umgebung. Mit der Kleidung und an den Schuhen gelangen sie in die Box. Deswegen sollte man vor jedem Arbeiten in der Box frische Kleidung anziehen und Schuhe wechseln.

Haustiere von Growbox fernhalten: Pilzsporen können auch mit Haustieren in die Box gelangen. Deswegen sollte man aufpassen, dass die vierbeinigen Freunde nicht in die Growbox gelangen.

Abgefallene Pflanzenteile sofort aus der Box entfernen: Abgefallenen Blätter, Äste oder anderen organischen Abfall soll man nie in der Box lassen. Diese sind eine ideale Brutstätte für Pilze und Bakterien. Sauberkeit in der Box ist das höchste Gebot, damit man Schimmel vorbeugen kann.

Sterile Erden verwenden. Mit sterilen Grow Medien kann man das Risiko für Schimmel stark reduzieren. Keimlinge sind besonders empfindlich, da sie nur geringe Widerstandskraft haben. Deswegen sollte man für die Keimung von Samen am besten sterile Anbaumedien verwenden. Anzuchterde für Cannabis ist hier am besten. Wichtig: Alte Topferden soll man nicht wieder verwenden. Auch sollte man keine Erden aus zweifelhafter Herkunft verwenden. Diese enthalten oft schon Schädlinge, Pilzsporen und andere schädliche Mikroorganismen.

Hochwertige Erden verwenden

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Schlechter Wasserablauf und demzufolge Schimmelbildung kann auch von zu fester (tonhaltiger) Erde kommen. Cannabis liebt ein eher lockeres und luftiges Substrat, meist mit etwas Perlit zur Auflockerung.

Minderwertige oder schlecht-gelagerte Erden können auch schon mit Pilzsporen oder Schädlingen kontaminiert sein. Dann wird es auch bei aller Sauberkeit beim Arbeiten in der Growbox zu Problemen kommen. Schimmel, der sich dann auf der Erde zeigt, wäre dann das kleinste Problem. Denn das Risiko für weitaus gefährlichere Schimmelvarianten wie die Wurzelfäule (Root Rot) steigt dann nämlich auch.

Am besten hält man sich an unsere Empfehlungen für gute Erden von namhaften Herstellern wie Plagron, Biobizz usw.

Weitere Tipps

Verwendetes Equipment sauber halten: Töpfe und Untersetzer sowie verwendete Instrumente (Scheren, Pipetten usw.) soll man immer sauber halten. Deswegen sollte man vor jedem Grow verwendete Utensilien mit Alkohol oder fungiziden Desinfektionsmitteln gründlich reinigen. Am besten sollte man eine komplette Grundreinigung der Growbox und allem Equipment vor jedem neuen Grow machen.

Die Gerätschaften soll man insbesondere auch reinigen, nachdem ein Schimmelbefall beim Anbau aufgetreten ist. Denn sonst können die kontaminierten Töpfe und andere Utensilien einen weiteren Schimmelbefall auslösen.

Wichtig: Zum Reinigen muss man auf jeden Fall Alkohol oder fungizide Desinfektionsmittel verwenden. Durch einfaches Reinigen mit Wasser wird man die Pilzsporen nämlich nicht los!

Kaufempfehlungen

Sauberkeit und Hygiene

Ein Satz NitrilHandschuhe gehört zum Grundrepertoire eines jeden Growers. Die Handschuhe verhindern, dass man irgendwelche Krankheitserreger oder Sporen aus der Umwelt an die Pflanze weitergibt. Wichtig ist, dass sie puderfrei sind!

Insbesondere bei der Keimung besteht die Gefahr, dass man den Seed verschmutzt und mit Krankheitserregern ansteckt. Aber auch bei der Kontrolle der Blätter auf Schädlinge oder Nährstoffmängel sind die Handschuhe extrem hilfreich, um möglichen Dreck und Sporen nicht weiterzuverteilen.

Die meisten Grower unterschätzen, wie hilfreich Desinfektionsmittel sein können. Hier kann man entweder zu Isopropyl Alkohol greifen oder zu einem typischen Desinfektionsmittel aus der Drogerie.

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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Vor allem Gartenwerkzeuge wie Erntescheren etc. sollten vor der Arbeit an Cannabis Pflanzen ordentlich desinfiziert werden. Gerade, wenn sie draußen im Garten im Einsatz waren, kann man damit schnell Pilze, Sporen oder andere Verschmutzungen in die Growbox einschleppen.

Auch ist ein Desinfektionsmittel ein Muss, wenn man in der Growbox einen Schimmelbefall oder ähnliche Probleme hatte. Dann muss man alle Oberflächen ordentlich desinfizieren, um alle Sporen und Schimmelreste restlos zu beseitigen.

Handschuhe fürs Arbeiten in der Box sollten auch bei keinem Grower fehlen!

Belüftung

Um Cannabis beim Indoor Anbau mit Frischluft zu versorgen, braucht man eine Belüftungs-Anlage für die Growbox. Man kann die Komponenten entweder einzeln kaufen oder mit einem Abluft-Komplettset alle Teile im Paket kaufen.

Die absolute Mindest-Ausstattung:

  • Abluft-Ventilator: Pustet die verbrauchte Luft aus der Growbox und saugt gleichzeitig frische Luft an
  • Aktivkohlefilter: Filtert den verräterischen Cannabis Geruch aus der ausgehenden Luft
  • Luftschlauch: Verbindet den Aktivkohlefilter und Abluft-Ventilator mit der Abluft-Öffnung
  • Umluft-Ventilator: Verteilt die Luft in der Growbox und erzeugt eine leichte Brise

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