Cannabis: Kupfermangel erkennen und lösen

Junior Gong

Junior Gong ist der Gründer von CannabisAnbauen.net vesorgt euch mit den Besten Tipps und Tricks rund um Indoor und Outdoor Growing von Weed.

Kupfer (Cu) ist ein Mikronährstoff. Er wird nur in Kleinstmengen von der Cannabispflanze gebraucht. Einige Sorten sind vor allem in der Blütephase für Kupfermangel anfällig. Gerade am Anfang der Blütephase kann das die Entwicklung der Buds erheblich stören und die Ernte stark minimieren.

Mobilität in Erde: niedrig

Mobilität in Pflanze: niedrig

Symptome

Charakteristisch für Kupfermangel sind metallisch glänzend dunkelgrüne Blätter an der Spitze der Pflanze. Oft wirken die Farben etwas bläulich oder lila. Meist sind die Blätter unter direktem Lichteinfall zuerst betroffen.

Zusätzlich zu der Verfärbung der Blattoberflächen kommen gelb/weiße Ränder und Spitzen. Oft rollen sich die Blattspitzen nach unten. Die betroffenen Blätter wirken insgesamt oft relativ fest und nicht so weich wie sonst.

In der Blütephase stoppt Kupfermangel den Reifeprozess der Buds. Die Blüten wachsen nur noch langsam oder gar nicht.

  • Blätter unter direktem Lichteinfall zuerst betroffen
  • Betroffene Blätter verfärben sich dunkelgrün, ggf. mit Blau- und Lila-Tönen
  • Oberflächen der betroffenen Blätter wirken glänzend und metallisch
  • Ränder und Spitzen der betroffenen Blätter verfärben sich gelb oder weiß
  • Ggf. sind betroffene Blätter relativ fest und Blattspitzen rollen sich ab
  • Buds reifen nicht heran oder wachsen sehr langsam

Verwechslungsgefahr

Kupfermangel kann oft mit Überdüngungserscheinungen verwechselt werden.

  • Kupfermangel: deutlich sichtbarer Kontrast zwischen den weiß/gelben Blatträndern und den dunkelgrün/blau-lila Blattoberflächen
  • Überdüngung: Spitzen werden weiß/gelb, später braun, wirken verbrannt und sterben ab

Häufigste Ursachen

Nicht immer ist ein „Abhandensein“ von Kupfer verantwortlich. Viel Wahrscheinlicher sind andere Probleme, die die Kupferaufnahme verhindern.

pH-Wert zu hoch

Kupfer wird am besten bei eher niedrigeren pH-Werten der Erde aufgenommen. Bei höheren pH-Werten sinkt die Kupferaufnahme. Spätestens ab einen pH-Wert von 7,0 ist die Kupferaufnahme drastisch reduziert.

Lösung: pH-Wert senken

Der pH-Wert sollte bei Grow auf Erde bei 6,0 — 7,0 liegen. (Hydro: 5,5 – 6,5). Bei Bio-Erde darf der pH-Wert etwas mehr schwanken, da diese Erden bessere Pufferwirkung haben.

Weicht der pH-Wert nur leicht ab, kann man zu speziellen pH-Plus oder pH-Minus Lösungen greifen. Ich empfehle die Lösungen von GHE. Damit kann man die Erde nicht aus Versehen übersalzen, was bei anderen Mitteln schnell der Fall ist. Sie eignen sich zur pH-Korrektur in der Blüte- und Wachstumsphase.

Überwässerung

Wenn überschüssiges Wasser nicht abfließen kann, hat die Pflanze Schwierigkeiten Nährstoffe aufzunehmen

Lösung: Gießen verbessern

Man muss sicherstellen, dass die Pflanze nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Wasser bekommt. Dafür gibt es keinen festes Schema. Man muss immer nach Bedarf der Pflanze gießen. Meist ist das alle drei Tage drei Fall.

Ein gutes Zeichen, dass es Zeit zu gießen ist: Sobald die oberste Erdschicht (ca. 3cm) ausgetrocknet ist. Beim Bewässern muss man die über die Erdoberfläche verteilt gießen, bis etwas Wasser aus den Löchern unten am Topf kommt.

Gießwasser zu stark gefiltert

Falls man pures Regenwasser oder Osmose-Wasser zum Gießen benutzt, kann die Pflanze zu wenig Kupfer abbekommen. Zur Erinnerung: Die meisten Cannabis-Dünger sind auf Leitungswasser abgestimmt. Sprich sie haben mit Absicht kaum oder gar keine Kupferanteile.

Lösung: Leitungswasser-Anteil erhöhen

Es reicht einfach etwas Leitungswasser dazumischen. Bei nicht zu hartem Leitungswasser empfehle ich ein 1:1 Verhältnis. Man sollte darauf achten, dass der EC-Wert im Rahmen bleibt. Hier hilft ein EC-Meter.

Tatsächlicher Kupfermangel

Wenn alle vorherigen Ursachen ausgeschlossen werden können, fehlt der Pflanze tatsächlich Kupfer und muss zugegeben werden.

Bei starkem oder fortgeschrittenen Mangel kann man zusätzlich zur Dünger-Dosis mineralhaltige Zusätze beimischen. Ich empfehle

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hervorragend als Zusatz zur Förderung des Wachstums und der Blüte

Vor- & Nachteile
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Vor- & Nachteile

Man sollte Kupfer auf keinen Fall isoliert hinzugeben, da die Dosierung schwierig ist und ein Überschuss andere Nährstoffe blockieren kann. Auch wenn mancherorts Kupferchelat, Kupfersulfat oder Kupferoxid empfohlen wird, rate ich davon ab. Eine Überdüngung tritt schneller ein, als man denkt. Das Gleiche gilt für Kupfernägel, da man die Dosis nicht kontrollieren kann.

Falls bereits mit mineralischem N-P-K Dünger gedüngt wird, die Dünger-Dosis mit jedem Mal leicht erhöhen und die Pflanze beobachten. Falls nicht, hochwertigen mineralischen Cannabis Dünger nehmen und mit 20 % der vom Hersteller empfohlenen Dosis starten.

Von da aus Pflanze beobachten und die Dosis ggf. erhöhen (25 %, 30 %, …), bis Verbesserungen eintreten. Sobald Verbesserungen eintreten, entweder so weiterdüngen oder schrittweise senken und mit organischem Dünger ersetzen.

Da Kupfer ein nicht sehr mobiler Nährstoff ist, werden betroffene Blätter meist nicht mehr gesund und sterben ab. Dafür sollten innerhalb von ca. 7 Tagen neue junge Blätter wieder gesund wachsen.

Deshalb auf den Zustand der neu wachsenden Blätter an der Spitze der Pflanze achten.