Molybdän Mangel bei Cannabis erkennen und lösen

Junior Gong

Junior Gong ist der Gründer von CannabisAnbauen.net vesorgt euch mit den Besten Tipps und Tricks rund um Indoor und Outdoor Growing von Weed.

Molybdän (Mb) ist eines der sekundären Mineralien. Die Cannabispflanze braucht extrem wenig Molybdän. Es ist nicht lange her, dass man überhaupt erst herausgefunden hat, dass Molybdän notwendiger Nährstoff ist. Ein Molybdän Mangel kommt relativ selten vor.

Molybdän wandelt in der Pflanze Nitrat (Stickstoff) zu Ammonium um, sodass die Pflanze den Nährstoff nutzen kann.

Mobilität in Erde: mittel

Mobilität in Pflanze: hoch

Symptome

Molybdän ist ein mobiler Nährstoff. Sprich die Cannabispflanze ist in der Lage den Nährstoff rechtzeitig dorthin zu transportieren, wo er gerade gebraucht wird.

Deshalb sind bei einem Mangel die mittleren oder unteren Blätter zuerst betroffen. Die Pflanze zieht dabei Molybdän aus den älteren Blättern und verteilt diesen auf die wichtigeren jungen Blätter, da sie mehr Licht abbekommen.

Charakteristisch für Molybdänmangel sind rötlich/orange (manchmal auch rosa) Ränder und Spitzen an den Blättern. Gleichzeitig verfärben sich Oberflächen der betroffenen Blätter gelb. In seltenen Fällen können sich auch die Blattoberflächen lila verfärben.

Im weiteren Verlauf werden die Blattspitzen und Ränder braun nekrotisch und sterben ab. Die Symptome wandern nach und nach auf benachbarte Blätter über.

  • Mittlere/untere Blätter zuerst betroffen
  • Blattspitzen und Ränder verfärben sich rötlich/orange oder rosa (Manchmal auch direkt im Blattinneren)
  • Betroffene Blätter färben sich gelb
  • Diese Verfärbung wandert nach und nach ins Blattinnere
  • Blattspitzen und -ränder verfärben im weiteren Verlauf braun (werden nekrotisch) und sterben ab

Ursachen + Lösungen

Nicht immer ist ein „Abhandensein“ von Molybdän die Ursache für den Mangel. Es kann sein, dass die Pflanze durch andere Umstände kein Molybdän aufnehmen kann. Wir müssen erst diese Fälle ausschließen.

Wenn man bereits düngt, ist der Mangel wahrscheinlich „induziert„. Sprich es ist genug Molybdän im Growmedium vorhanden, kann aber nicht von der Pflanze aufgenommen werden. In 90 % der Fälle sind pH-Wert, EC-Wert o.ä. schuld.

pH-Wert zu niedrig

Molybdän ist der einzige Mikronährstoff, der bei einem zu niedrigen pH-Wert nicht aufgenommen wird. Spätestens unter einem pH-Wert von 4,0 wird die Molybdänaufnahme komplett blockiert.

Lösung: pH-Wert erhöhen

Der pH-Wert sollte bei Grow auf Erde bei 6,0 — 7,0 liegen. (Hydro: 5,5 – 6,5). Bei Bio-Erde darf der pH-Wert etwas mehr schwanken, da diese Erden bessere Pufferwirkung haben.

Weicht der pH-Wert nur leicht ab, kann man zu speziellen pH-Plus oder pH-Minus Lösungen greifen. Ich empfehle die Lösungen von GHE. Damit kann man die Erde nicht aus Versehen übersalzen, was bei anderen Mitteln schnell der Fall ist. Sie eignen sich zur pH-Korrektur in der Blüte- und Wachstumsphase.

Tatsächlicher Molybdänmangel

Wenn alle vorherigen Ursachen ausgeschlossen werden können, fehlt der Pflanze tatsächlich Molybdän und muss zugegeben werden.

Bei starkem oder fortgeschrittenen Mangel kann man zusätzlich zur Dünger-Dosis mineralhaltige Zusätze beimischen. Ich empfehle

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Vor- & Nachteile
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Vor- & Nachteile

Man sollte Molybdän auf keinen Fall isoliert hinzugeben, da die Dosierung schwierig ist und ein Überschuss andere Nährstoffe blockieren kann.

Falls bereits mit mineralischem N-P-K Dünger gedüngt wird, die Dünger-Dosis mit jedem Mal leicht erhöhen und die Pflanze beobachten. Falls nicht, hochwertigen mineralischen Cannabis Dünger nehmen und mit 20 % der vom Hersteller empfohlenen Dosis starten.

Von da aus Pflanze beobachten und die Dosis ggf. erhöhen (25 %, 30 %, …), bis Verbesserungen eintreten. Sobald Verbesserungen eintreten, entweder so weiterdüngen oder schrittweise senken und mit organischem Dünger ersetzen.

Da Molybdän mobil ist, sollten die Symptome innerhalb von 5-10 Tagen aufhören sich auszubreiten. Leicht betroffene Blätter, die nur teilweise gelb sind, können sich noch erholen und dranbleiben.

Sind die betroffenen Blätter stark fortgeschritten gelb bzw. schon braun, können sich diese unter Umständen nicht mehr erholen. Diese sollten dann auch entfernt werden.