Testbericht: Graveda Graspresso – Rosin Press bis zu 600kg

Vorwort von Sir_Smokealot:

Ich hatte das Glück für einen Test zur oben genannten Presse in Frage zu kommen. Ich musste mich nur bei Graveda per Mail melden. Am darauf folgenden Tag hatte ich schon eine Antwort im Postfach mit der Benachrichtigung, dass die Presse für den Versand fertig gemacht wurde. Nach zwei Tagen konnte ich sie schon entgegen nehmen. Das war schonmal eine freundliche kurze Verständigung per Mail und eine schnelle Zusendung.

Verpackung & Lieferumfang

Graveda hat das Paket ist gut verpackt, so dass selbst die gröbsten Postboten keine Chance haben Schaden anzurichten. Die Presse steckte in einem Folienbeutel und war durch Formstyropor gut geschützt.

Im Lieferumfang findet sich eine Kurzanleitung, Anschlusskabel und ein Maulschlüssel, mit dem der Druck für die Pressbacken eingestellt wird. Im Prinzip ist alles dabei, was mach braucht.

Graveda Graspresso 600kg Presse -Lieferumfang
Lieferumfang der Graspresso Presse

Verarbeitung

Das Gerät macht einen sehr hochwertigen Eindruck und ist sauber verarbeitet. Es gibt keine scharfen Kanten und alle Kabel sind sauber geführt. Mit einem Eigengewicht von sechs Kilogramm und den 4 Gummifüßen ist sie recht standhaft. Da wackelt nichts so schnell auf dem Tisch.

Die Pressplatten sind aus Edelstahl und haben eine Fläche von 7,5 x 5 cm. Damit hat man genug Platz um Buds im Bereich des Eigengebrauch zu pressen.

Handling und Aufbau

Die Presse ist von Haus aus komplett aufgebaut und verschraubt. Man muss nur das Stromkabel anschließen und in die Steckdose packen. Der Anschluss und der An/Aus Schalter sind auf der Rückseite des Geräts.

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Laut Hersteller kann die Presse bis zu 600 Kilogramm „Druck“ erzeugen. Wieviel Druck beim vollen Durchpressen des Hebels erzeugt wird, kann man mit dem mitgelieferten Schlüssel anpassen. Dazu stellt man die Stellschraube über der oberen Pressbacke ein.

An der Stellschraube findet sich aber leider keine Skala oder Einstufung. Es wäre praktisch, wenn man zumindest eine Art Zifferblatt oder ähnliches hätte, um ablesen zu können in welchem Druck-Bereich man sich befindet. So muss man sich die Stellung selber einprägen oder herumprobieren.

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Man sollte auch beachten, dass diese Stellschraube nur minimal verstellt werden darf. Eine ganze Umdrehung könnte dort schon für einen Schaden an den Pressbacken sorgen. Diese könnten sich sogar bei zu hoher Druckanwendung verziehen. Dann schließen beide Backen nicht mehr bündig zueinander ab und man bekommt nie wieder den Maximaldruck. Hier wäre es besser gewesen wenn man die Einstellung über mehrere Umdrehungen vornehmen könnte.

Temperatur und Zeit werden mit dem Pfeiltasten eingestellt. Die Temperatur ist von 0 – 250°C in 1 Grad Schritten einstellbar. Man kann die Temperatur Anzeige auch auf Fahrenheit umstellen. Damit kann man sogar in kleineren Temperatur-Schritten arbeiten, da die Fahrenheit Skala größer ist.

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Das digitale Display ist gut beleuchtet und dementsprechend auch vernünftig ablesbar

Das Vorheizen geschieht mit geschlossen Pressbacken. Nach Erreichen der vorgegebenen Zeit, für 120°C hat sie ca. 4min. gebraucht, kann man das zu verarbeitende Material zwischen die Backen legen.

Nun schließt man die Presse mit Hilfe des Hebelarms. Hier gibt es den sogenannten Druckpunkt, der beim Schließen überwunden werden muss — er sollte nur leicht zu spüren sein. Ist dieser Druckpunkt zu stark und mit normaler Kraft nicht zu überwinden, ist die Stellschraube zu stark verstellt und muß zurückgestellt werden.

Ist dies vollbracht, betätigt man nun den roten Knopf für die Eieruhr. Läuft die eingestellte Zeit ab, welche im Display angezeigt wird, ertönt in kurzen Abständen ein Piepton, der erst wieder durch nochmaliges Betätigen zu Beenden ist. Dann kann man die Pressbacken lösen und das Material entnehmen.

Pressergebnis

Ich hab mir für den Pressversuch mal eine kleine Blüte (0,8g) von der September Ernte des kleinen Minigrows von the Doctor herausgesucht. Vielleicht nicht gerade die optimale Sorte bezüglich Trichombesatz. Aber es ist anzunehmen, dass sich dort was auspressen lässt.

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Diese wurde im ersten Durchgang mit 110°C gepresst, im zweiten Durchgang dann mit 125°C, jeweils für 25 Sekunden.

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Erster Durchgang
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Zweiter Durchgang
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Man bekommt ein recht gutes Ergebnis heraus
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Fazit von Sir_Smokealot

Man bekommt hier eine Presse geboten, mit der man vom Preis her keine zu großen Ausgaben hat und einen guten Einblick in der Eigenversorgung zur Rosin Extrakt Herstellung bekommt. Nochmal ein großes Dankeschön an das Gravedateam und jrgong, die mir diesen Testbeitrag mit dem Gerät ermöglicht haben.

Die Graveda Graspresso Rosin Press ist direkt bei im Graveda.de Shop erhältlich und kostet 129,99 EUR inklusive Versand.

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Kommentare

  1. Ups, hätte auch gedacht, dass das Teil teurer ist!

  2. da wra jemand da hier im forum vor ein paar monaten der sich genau diese presse gekauft hat und auch gesagt vhat man muss sich dran gewoehnen aber sie waere sehr robust fuer dne preis. 130 euro ist echt net viel-wenn die werbung stimmt

  3. Danke fuers Testen, waere gut wenn auch ein testbericht vorliegen wuerde fuer die langzeitanwendung… :slight_smile: und was nimmst du fuer das papier ist das backpapier doer butterbrotpapier?

  4. Ich hatte erstmal nichts anderes dar, und hatte es mit einr Art von Brotbackpapier gemacht.

  5. apropos das wird doch bei hitze rausgepresst, muss man das zeuchs fuer ehm orale freuden wie kapseln udn so vorher decarboxilieren doer passiert das ebim pressvorgang?

  6. Der kurze intensive Pressvorgang würde da wohl nicht ausreichen.
    Da müsstest du bei Konsum über den oralen Weg wohl eher nachhelfen.
    Wie es da bei größeren Pressen aussieht weiß ich nicht, könnte mir aber vorstellen durch den höheren Druck benötigst du auch weniger Hitze.

    Sprich du könntest ja das Material ne Stunde in der Presse belassen und das z.B. nur 90°C.
    Da bekommst du dann ein ganz helles durchsichtiges Resultat.

  7. Preise um die 100 € und aufwärts sind nachvollziehbar …Material und Aufbau ist ähnlich wie Transferpressen für Textilien / Caps / Tassen. Die gibt es schon jahrzehntelang auf den Markt …das meiste davon kommt mittlerweile aus China.

  8. Wenn man bedenkt, was so ein Teil für die Haare kostet…

    Da pack ich doch ein paar Euronen mehr drauf und kauf mir etwas gescheites.

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