Beste Beleuchtung für Indoor Growing 2020

Junior Gong

Junior Gong ist der Gründer von CannabisAnbauen.net vesorgt euch mit den Besten Tipps und Tricks rund um Indoor und Outdoor Growing von Weed.

Die Beleuchtung ist einer der wichtigsten und gleichzeitig komplexesten Aspekte beim Indoor Cannabis Anbau. Ich möchte in diesem Artikel alles über dieses Thema so einfach wie möglich beibringen. Hier erfährt man genau, welche Lampen und Ausrüstung man braucht, wie viele Stunden Licht pro Tag für die Pflanzen am besten sind und welche Rolle die Lichtfarbe und Lumen bei der Auswahl des richtigen Leuchtmittels spielen.

Kaufempfehlungen

Allen Growern kann ich mittlerweile empfehlen: Direkt zu LED Lampen greifen. Nur in speziellen Fällen (Mini-Grows oder Outdoor Vorzucht) können Leuchtstoffröhren Sinn machen. Die klassische MHL/NDL Kombo macht nur Sinn, wenn man kostenlosen Strom bezieht, was ja eher selten der Fall ist.

Unsere Top-Kaufempfehlung ist die Sanlight Q-Serie. Der Hersteller aus Österreich bietet mit den hochwertigen LEDs extrem hochwertiges Farbspektrum, eine sensationelle Ausleuchtung und die aktuell effizienteste fertig zusammengebaute LED Growlampe auf dem Markt.

Wer ein kleines Budget hat, der greift zur Mars Hydro TS Serie. Diese neue Quantum Board Version des fairen China-Herstellers hat uns im TSW 2000 Testbericht extrem positiv überrascht.

Wer das absolut Beste vom Besten haben will, greift zur Pro Emit sunflow Reihe. Der wuchtige Preis von 679 EUR ist zwar hoch. Man bekommt aber extrem hochwertige CREE LEDs, stufenlose Dimmung und sensationelle Verarbeitung.

Testsieger

Aktuell ist meine klare Kaufempfehlung die Sanlight Q-Serie. Sie ist unser Nummer Eins Empfehlung nicht nur unter LED Pflanzenlampen, sondern sogar im Vergleich zu allen anderen Arten von Beleuchtung.

Seit November 2019 ist eine verbesserte und noch effizientere 2. Generation der Q-Serie erhältlich. Nun hat man nochmal etwa 10 % mehr Leistung und damit eine extra Portion Licht. Zudem sind die Module nun dimmbar, wofür ein separates Gerät gebraucht wird (voraussichtlich ab Q1 2020 erhältlich).

Großes Plus: Der Hersteller ist 100 % transparent in den technischen Angaben und stellt für alle Modelle und Growbox Größen PPFD Messungen zur Verfügung. So weiß man als Grower genau, wie viel Licht auf welcher Fläche man bekommt.

Alle Panels werden in Österreich hergestellt. Zum Einsatz kommen sehr hochwertige Osram LEDs. Die LED-Module lassen sich beliebig miteinander kombinieren, sodass man die Growbox perfekt ausleuchten kann. Dadurch kostet es aber auch mehr. Es gibt 3 Jahre Garantie vom Hersteller.

Je nach Fläche braucht man unterschiedliche Modelle und eine unterschiedliche Anzahl von Modulen. Unsere Empfehlungen weichen etwas von den offiziellen Sanlight Empfehlungen ab und sind quasi ein Mittelweg zwischen niedrigem Stromverbrauch und maximaler Ernte.

Testsieger
Sanlight Q4W LED 165W - 2. Generation
Sanlight Q4W LED 165W - 2. Generation
von Sanlight
€ 464,90 bei Grow-Shop24.de

Die aktuell beste LED Pflanzenlampe. Hochwertige Osram LEDs verbaut und lautlose Kühlung.

Varianten
  • Einfache Bedienung
  • Hochwertige Osram LEDs
  • Sehr niedriger Stromverbrauch
  • Sehr gute Ausleuchtung
  • Sehr gutes Farbspektrum
  • Absolut Geräuschlos
  • Modular kombinierbar
  • Günstiger Dimmer
  • Hergestellt in Österreich
  • 3 Jahre Garantie
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Mit 13cm etwas hoch
Testsieger
Sanlight Q4W LED 165W - 2. Generation
Sanlight Q4W LED 165W - 2. Generation
von Sanlight
€ 464,90 bei Grow-Shop24.de

Die aktuell beste LED Pflanzenlampe. Hochwertige Osram LEDs verbaut und lautlose Kühlung.

Varianten
  • Einfache Bedienung
  • Hochwertige Osram LEDs
  • Sehr niedriger Stromverbrauch
  • Sehr gute Ausleuchtung
  • Sehr gutes Farbspektrum
  • Absolut Geräuschlos
  • Modular kombinierbar
  • Günstiger Dimmer
  • Hergestellt in Österreich
  • 3 Jahre Garantie
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Mit 13cm etwas hoch

Low Budget

Als Low Budget Pflanzenlampe empfehle ich die Mars Hydro TS Serie. Diese Grow LEDs sind ideal für Sparfüchse, da man ein solides Quantum Board zu einem fairen Preis bekommt, das sogar dimmbar ist.

Seit 2019 hat Mars Hydro eine neue TS Serie auf dem Markt, die als Quantum Board aufgebaut ist (mehr dazu unten). Der Preis kann sich sehen lassen und die Lichtleistung ist dafür mehr als fair. Mars Hydro ist voll transparent und stellt PPFD Grafiken bereit, um sich einen fairen Eindruck verschaffen zu können.

Verbaut sind Epistar SMD LED Chips, die etwa im unteren Mittelfeld einzuordnen sind. Die Boards sind passiv gekühlt und damit vollkommen geräuschlos. Sie lassen sich allesamt dimmen, allerdings braucht man dazu einen Schraubenzieher. Das ist etwas umständlich, bei den Preisen aber verzeihbar.

Durch die Quantum Board Technologie können die Pflanzen extrem nah an die Lampe, sodass man gerade bei kleineren Growboxen die Höhe voll ausnutzen kann. Leider werden die Ränder nicht ganz so gut ausgeleuchtet, was ein Nachteil von diesem Aufbau ist.

Auch wenn der Hersteller bzw. die Marke aus China ist, bekommt man durch den offiziellen deutschen Händler drei Jahre Garantie. Wichtig ist bei dem deutschen Händler (unten verlinkt) und nicht direkt aus China zu kaufen, sodass man die deutsche Garantie bekommt.

High End

An der Spitze ist unsere High End Empfehlung: Die Pro Emit sunflow 150W. Es kommt der aktuell effizienteste COB LED-Chips zum Einsatz: CREE CXB 3590 LEDs.

Die sunflowPro Variante ist 100 EUR teurer und bietet ein paar Komfort-Funktionen. Sie lässt sich mittels Smartphone App steuern und sogar programmieren. So spart man sich die Zeitschaltuhr, um den Lichtzyklus einzustellen.

Ein sunflow Modul ist für eine 60x60cm Fläche ausgelegt. Für größere Flächen lassen sie sich modular miteinander verbinden und steuern. Dazu muss man zur sunflowPro greifen. Um Geld zu sparen, kann man direkt zu 2er und 4er Bundles greifen.

Mit 680 EUR ist die sunflow LED Leuchte verdammt teuer. Dafür bietet sie das beste Farbspektrum und die höchste Effizienz auf dem Markt. Und das alles inkl. 5 Jahre Garantie. Man kann ohne Zweifel die Pro Emit sunflow als den „Mercedes“ unter LED Grow Lampen bezeichnen.

High End
Pro Emit sunflow 150W LED
Pro Emit sunflow 150W LED
von Pro Emit
€ 679,00 bei Pro Emit
  • Spitzenqualität: Cree CXB 3590 LEDs
  • Stufenlos dimmbar
  • 5 Jahre Garantie
  • Made in Germany!
Varianten
  • Effizienteste LEDs verbaut
  • Extrem gutes Farbspektrum
  • Absolut Geräuschlos
  • Stufenlos dimmbar
  • Bluetooth Steuerung (Pro-Variante)
  • Extrem hochwertige Verarbeitung
  • Made In Germany
  • 5 Jahre Garantie
  • Teuerer Anschaffungspreis

Einen detaillierten Erfahrungsbericht zu allen Pro Emit Leuchten gibt es hier.

Für Outdoor Vorzucht

Wenn man viele Pflanzen für einen Outdoor Grow vorziehen will, sind Leuchtstoffröhren die beste Wahl. Sie sind super günstig, relativ lang, verbrauchen kaum Strom und können sehr nah an die Pflanzen ran. Da die Pflanzen bei der Vorzucht nicht so hoch werden, ist die schlechte Tiefenwirkung zu vernachlässigen.

Bei Growboxen bis 80x80cm Fläche empfehle ich zu Kompakt-Leuchtstoffröhren (PL-Ls) zu greifen. Diese haben eine etwas bessere Tiefenwirkung und eine kompaktere Bauform. Ab 100x100cm sind klassische T5 Leuchtstoffröhren (LSR) besser geeignet.

Ich empfehle eine fertige Armatur zu kaufen, bei denen Reflektor, Vorschaltgerät und Fassungen bereits integriert sind. Für PL-Ls empfehle ich die Elektrox Stecklingsarmatur für bis zu 4 Röhren. Für T5 Leuchtstoffröhren sind die Lightwave und Hydrofarm Armaturen ideal, um große Flächen für die Vorzucht auszuleuchten.

Praktisch: Bei allen Armaturen sind passende Leuchtmittel für die Wachstumsphase direkt dabei.

Lightwave T5 Armatur 60cm (2x24W)
Lightwave T5 Armatur 60cm (2x24W)
von Lightwave
€ 89,05 bei Amazon.de

Ideale Armatur wo Reflektor und Vorschaltgerät bereits verbaut sind. Es sind zwei T5 Röhren für die Wachstumsphase bereits dabei.

Varianten
  • Werden nicht heiß
  • Niedrige Stromkosten
  • Große Fläche kann ausgeleuchtet werden
  • Kompakte Bauform
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Niedrige Leuchtkraft
  • Sehr niedrige Tiefenwirkung
Elektrox Stecklingsarmatur für 2 x 55W Leuchtstoffröhren
Elektrox Stecklingsarmatur für 2 x 55W Leuchtstoffröhren
von Eletrox
€ 54,90 bei Grow-Shop24.de

PL-L Armatur, mit der man sofort loslegen kann. Reflektor und Vorschaltgerät sind mit verbaut. Passende Leuchtmittel für Wuchs und Blüte können direkt mitbestellt werden.

Varianten: Taifun 2x 36W | Elektrox 2x 55W | Elektrox 4x 55W

In der Leuchtstoffröhren-Kaufberatung erfährt man kurz und knapp, welche Sachen man kaufen muss.

Notwendiges Zubehör

Nur mit einer Lampe ist es meist nicht getan. Damit der Grow gelingt, braucht man etwas Zubehör. Für Leuchten bis 400 W reicht die solide digitale Zeitschaltuhr. Als Aufhängung empfehle ich die praktischen EasyRolls. Nicht vergessen sollte man die Method Seven LED Schutzbrille, da das Licht extrem schädlich für die Augen ist.

Zeitschaltuhr

Mit der Zeitschaltuhr lässt sich der Lichtzyklus einstellen. Der Lichtzyklus ist die Zeit, wie lange die Beleuchtung eingeschaltet sein soll und wie lange es dunkel sein muss.

Für Lampen bis 400 Watt reicht eine digitale Zeitschaltuhr. Meine Empfehlung ist das Modell von Revolt. Diese hat sich über die Jahre in der Grow Szene bewährt und ist relativ einfach zu bedienen. Dank einer verbauten Batterie werden die Programme nicht „vergessen“, wenn man sie vom Strom klemmt.

revolt Schaltuhr: Digitale Zeitschaltuhr mit LCD-Display, minutengenau
revolt Schaltuhr: Digitale Zeitschaltuhr mit LCD-Display, minutengenau
von revolt
€ 8,90 bei Amazon.de
  • Für Beleuchtung und Ventilatoren geeignet
  • Minutengenaue Schaltung möglich
  • Dank Batterie bis zu 20 Programme speichern
  • Maximal für 400W Leistung nutzen. Darüber zur analogen Variante greifen.

Für 600 – 1000 Watt Lampen sollte man zu einer analogen ZSU greifen, da stärkere Einschaltströme entstehen. Hier empfehle ich das Gerät von Legrand Omnirex, das unter Growern seit Jahrzehnten extrem beliebt ist. Sie ist für ihre Zuverlässigkeit und hochwertige Komponenten bekannt. Diese kann sehr gut mit den hohen Einschaltströmen der Vorschaltgeräte umgehen und unnötige (und teils gefährliche) Defekte vermeiden.

Testsieger
Analoge Zeitschaltuhr OmniRex, mechanisch mit 24 Stunden Programm
Analoge Zeitschaltuhr OmniRex, mechanisch mit 24 Stunden Programm
von LEGRAND
€ 14,15 bei Amazon.de
  • Ideal für Geräte mit hohen Einschaltströmen (bspw. Vorschaltgeräte für Lampen)
  • Schaltgenauigkeit bei ±5 Minuten
  • Hohe Schaltleistung (16 A), so dass man mehrere Geräte betreiben kann.

Für MHL/NDL über 1000W sollte man auf Nummer sicher gehen und ein Relais mit eingebauter Zeitschaltuhr kaufen. Wegen der hohen Einschaltströme der Vorschaltgeräte würden normale analoge Zeitschaltuhren schnell kaputt gehen oder die Lampe beschädigen.

Hier empfehle ich die Modelle von Davin. Diese Relais sind speziell für die Steuerung von Pflanzenleuchten entwickelt. Sie haben eine verbaute Sicherung, die den Kasten im Falle von Kurzschlüssen oder Überlastung sofort abschaltet.

High End
Davin DV-12 Relais mit Zeitschaltuhr 2x400W oder 2x600W 6A
Davin DV-12 Relais mit Zeitschaltuhr 2x400W oder 2x600W 6A
von Davin
€ 79,95 bei eBay
  • Sehr einfacher Anschluss dank Schuko Stecker
  • Höchste Sicherheit dank verbauter Sicherung
  • Steuerung von 2x 400W oder 2x 600W MHL/NDL Leuchten
Varianten

Variable Aufhängung

Die Höhe der Lampe muss mit zunehmender Höhe der Pflanze teilweise täglich verstellt werden. Meist ist nur eine stinknormale Aufhängung dabei, die sich nicht verstellen lässt.

Wenn man sich das Leben einfacher machen will, sind EasyRolls ein perfekter und äußerst günstiger Helfer. Damit kann man schnell und einfach die Höhe der Leuchte verstellen.

Easy Rolls 2.0, belastbar bis 10 kg, mit Karabinerhaken
Easy Rolls 2.0, belastbar bis 10 kg, mit Karabinerhaken
von Easy Rolls
€ 14,90 € 11,90 bei Amazon.de -20%

Genial, um den Abstand zur Pflanze ohne große Mühe zu verstellen. Einmal ausprobiert, will man es nicht mehr missen.

Schutzbrille

Was viele Grower nicht wissen: Viele Pflanzenlampen sind schädlich für das menschliche Augen. Oft sind nicht sichtbare Wellenlängen im Licht enthalten, die in Kontakt mit der Netzhaut Schäden verursachen oder gar Kopfschmerzen erzeugen.

Wer eine LED Beleuchtung nutzt, der sollte zu der hochwertigen Method Seven LED Schutzbrille greifen. Diese hat einen Industrie UV-Filter, der den typischen rechtlichen Standards entspricht. Damit kann man mehrere Stunden unter dem LED Licht verbringen, ohne dass die Augen Schaden nehmen oder gar ermüden.

Weiterer Vorteil: Die Brille „neutralisiert“ das LED Licht, sodass die Pflanzen so aussehen, als wären sie im natürlichen Licht. So kann man sie besser aus Krankheiten, Nährstoff-Probleme oder Schädlinge untersuchen.

Cultivator LED Schutzbrille
Cultivator LED Schutzbrille
von Method Seven
€ 59,90 bei Grow-Shop24.de
  • Schützt die Augen vor UV-Strahlung
  • Neutralisiert gleichzeitig das LED Licht

Wer mit einer Natriumdampflampe growt, der kann zu einer günstigen NDL Schutzbrille greifen. Auch wenn das orange Licht der NDL nicht wirklich schädlich ist, macht die Brille die tägliche Arbeit an der Pflanze einfacher.

Die NDL Schutzbrille filtert den Orangen Licht-Anteil, sodass die Pflanzen wie im natürlichen Licht erscheinen. So kann man mit einem schnellen Blick erkennen, wie es den Pflanzen geht.

Newlite Vision Schutzbrille für NDL Beleuchtung
Newlite Vision Schutzbrille für NDL Beleuchtung
von Newlite
€ 16,50 bei Grow-Shop24.de
  • Schont die Augen
  • Dank Blaufilter wie unter Tageslicht
  • Brillenband mitgeliefert

Ohne Licht geht es Nicht

Die kurze und vereinfachte Erklärung: Cannabis braucht Licht zum Wachsen – wie jede andere Pflanze. Nur mit genug Lichtenergie kann die Pflanze neue Zellen bilden. Je mehr Licht die Pflanze bekommt, desto mehr kann sie wachsen. Und je größer die Pflanze ist, desto mehr Buds kann sie später bilden.

Der Vorgang, bei dem das Licht in Energie zum Wachsen umgewandelt wird, nennt sich Photosynthese. Die Photosynthese ist quasi der „Stoffwechsel“ der Pflanze. Sie wandelt Lichtenergie in chemische Energie um. Diese wiederum nutzt sie, um ihre Zellen aufzubauen.

Entscheidend dabei ist ein Stoff namens Chlorophyll. Dieser steckt in den Zellen und gibt der Pflanze die grüne Farbe – deswegen auch „Blattgrün“ genannt. Dort findet die Photosynthese statt.

Die Pflanze nimmt Kohlendioxid (CO2) aus der Luft, Wasser (samt Nährstoffe) über die Wurzeln und Lichtenergie über das Chlorophyll auf den Blättern auf. Durch chemische Prozesse in der Pflanze wird alles in Zuckerbausteine (aus denen wiederum die Pflanze Zellen baut) verarbeitet. Sauerstoff (O2) wird über die Blätter als „Abfallprodukt“ abgegeben.

CO2 + Lichtenergie + Wasser = Zucker + O2

Grundsätzlich gilt: Je mehr Leuchtkraft die Pflanzen abbekommen, desto mehr Nährstoffe können sie verarbeiten und in Wachstum umsetzen. Resultat: dickere Blüten, bessere Ernte und ein höherer THC-Gehalt.

Welches Licht ist am Besten?

Cannabis liebt viel Licht. Ihre Stoffwechselfunktionen laufen am besten, wenn sie Licht in der richtigen Intensität (also Helligkeit) und passende Wellenlängen (Farbtemperatur bzw. Farbspektrum) erhält, weil so ihre Photosynthese auf dem Maximum laufen kann.

Wenn man Cannabis Indoor hochziehen will, muss künstliches Licht her. Er reicht nicht einfach die Pflanze unter eine Schreibtischlampe zu stellen. Denn wie jede andere Pflanze braucht Cannabis nicht nur eine große Menge an Licht, sondern auch das richtige Licht.

Entscheidend ist nicht unbedingt was für eine Lampe leuchtet, sondern was für ein Licht sie abgibt.

Hier zählen zwei Punkte: Eine für Cannabis geeignete Lampe muss die passende Farbtemperatur (bzw. Farbspektrum) haben und genug Helligkeit (bzw. genug Leistung) bieten, sodass die Pflanze diese Bestandteile in Wachstum umsetzen kann.

Kriterien für gutes Pflanzen-Licht:

  1. Passendes Licht:
  2. Ausreichendes Licht:
    • Helligkeit: 15.000 – 30.000 Lumen in Wuchs, 30.000 – 50.000 in Blüte
    • PPFD: 300 – 600 µmol/m²/s in Wuchs, 470 – 930 µmol/m²/s in Blüte

Farbtemperatur

Licht ist nicht gleich Licht. Es ist einem bestimmt schonmal aufgefallen, dass manche Birnen eher rötlich-warmes Licht ausstrahlen, andere wiederum eher kalt-weißes Licht. Wie das ausgegebene Licht am Ende aussieht, wird als Farbtemperatur ausgedrückt. Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) gemessen und wird bei vielen Leuchtmitteln immer auf der Packung angegeben.

Die Farbtemperatur kann als eine Art Qualität des Lichts verstanden werden.

ESL mit 125W und 6500K Farbtemperatur
Die Farbtemperatur ist meist auf der Packung angegeben

Wir Menschen sehen nicht nur die Farbtemperatur, sondern spüren auch den Unterschied. Bei Pflanzen hat das sogar einen weitaus größeren Einfluss, da es ihre „Nahrung“ ist. Je nach Stadium der Pflanze verlangt sie eine andere Farbtemperatur.

Damit Cannabis Pflanzen optimal wachsen, brauchen sie für Wachstumsphase und Blütephase unterschiedliche Farbtemperaturen. In der Wachstumsphase mögen die Pflanzen eher weißes, kälteres Licht. In der Blütephase bevorzugen sie eher rötliches Licht

WachstumsphaseBlütephase
6500K3500K
Cannabis Pflanze und Beleuchtung beim Indoor Anbau
Links: Wachstumsphase mit eher weißem Licht | Rechts: Blütephase mit eher rötlichem Licht

Bei vielen „oldschool“ Lampen wie MHL/NDL und Leuchtstoffröhren muss man zwei separate Leuchten kaufen. Eine für Wuchs, eine für Blüte. Bei LED ist es anders.

Heutzutage sind fast alle empfohlenen LED Pflanzenlampen sogenannte Vollspektrum Lampen. Dort werden mehrere Arten von Leuchtdioden gemischt. So ist die Leuchte für Wachstums- und Blütephase geeignet. Es muss nichts mehr umgeschaltet werden.

Farbspektrum

Das Farbspektrum misst im Prinzip das gleiche wie Farbtemperatur, ist aber genauer und „ausführlicher“. Dabei werden alle Anteile des Lichts heruntergebrochen um zu schauen, wie viele Rot, Grün, Blau Lichtwellen (sowie weitere nicht sichtbare Wellen) von der Lampe abgestrahlt werden.

Man kann es so sehen: Das Farbspektrum ist die Anzahl und Menge der Lichtwellen und die Farbtemperatur ist dessen Durchschnittswert.

Das Lichtspektrum ist die Strahlung der Sonne, welche auf der Erde ankommt. Man kann die Strahlung grob in zwei Bereiche einteilen. Einerseits die nicht-sichtbare Strahlung in Form verschiedenster Wellenlängen wie Röntgenstrahlung oder Radiowellen und dann die Strahlung, die für das menschliche Auge als Licht wahrgenommen wird.

Dank der Ozonschicht kommt aber nur der Bereich von ca. 300nm bis 1100nm auf der Erde an. Der für den Menschen sichtbare Bereich erstreckt sich von ca. 400nm (lila) bis hin zu 700nm (rot).

Da Cannabis wie jede andere Pflanze ursprünglich im Freien wächst, reagiert die Pflanze aufgrund biologischer Prozesse auf verschiedene Lichtspektren mit unterschiedlichen Reaktionen.

Im Frühjahr bis in den Sommer hinein ist das Sonnenlicht aufgrund des steilen Winkels der Erde zur Sonne eher bläulich und hat somit einen erhöhten Anteil blauen Lichtes. Die Photorezeptoren der Pflanze erkennen dies. Sie reagieren mit einem kompaktem Wuchs und Ausbildung der Blätter.

Sobald der Herbst beginnt, nimmt die Sonne ein niedrigen Winkel zur Erde. Dies verschiebt das Lichtspektrum in Richtung rotes Licht. Das gibt der Pflanze das Signal zur Blüte-Bildung. Die Pflanze wächst weiter in die Höhe, die Blattbildung wird aber heruntergefahren.

Die Messung des Farbspektrums ist nützlich zum Vergleich von LED Pflanzenlampen. Es ist aussagekräftiger für die Lichtqualität, die man bekommt, als die Farbtemperatur.

Beispiel: Zwei unterschiedliche Grow LEDs mit je 3500K Farbtemperatur müssen nicht gleichwertig gut sein, da der Wert nur eine Zusammenfassung des Lichts ist. Erst über das Farbspektrum erfährt man, wie die Zusammensetzung des Lichts ist.

In den letzten Jahren sind Vollspektrum LEDs sehr beliebt geworden, wie beispielsweise die CREE CXB 3590 LEDs (wird bei Pro Emit eingesetzt). Diese haben zwar insgesamt 3500K Lichttemperatur, beinhalten aber ein volles Farbspektrum. Es ist ein guter Kompromiss aus blauem und rotem Licht, sowohl für das Wachstum als auch für die Blüte geeignet.

Helligkeit

Wie stark eine Lampe leuchtet, wird mit der Helligkeit angegeben. Je größer die Fläche ist, auf der man growt, umso mehr Helligkeit wird benötigt, damit alle Pflanzen genügend Licht erhalten. Die Helligkeit wird oft in Lumen gemessen.

Das absolute Minimum sind 15.000 Lumen/m² für die Wachstumsphase und 30.000 Lumen/m² für die Blütephase. Alles darunter und das Wachstum der Cannabispflanzen verringert sich drastisch. Und was schlechter wächst, wirft weniger Ernte ab.

Optimal sind 30.000 Lumen/m² für die Wachstumsphase und 50.000 Lumen/m² für die Blütephase.

Wachstumsphase

Minimum: 15.000 Lumen/m²

Optimal für hohen Ertrag: 30.000 Lumen/m²

Blütephase

Minimum: 30.000 Lumen/m²

Optimal für hohen Ertrag: 50.000 Lumen/m²

Ein Problem mit Lumen ist, dass Hersteller damit bei manchen Lampenarten tricksen können. Lumen beziehen sich auf Helligkeit, die das menschlichen Auge wahrnimmt – größtenteils grünes und gelbes Licht.

Pflanzen nutzen zum Wachsen ein anderes Farbspektrum, nämlich größtenteils bläuliches und rotes Licht. Manche Anteile an Rot- und Blaulicht kann der Mensch aber nicht sehen. Diese Anteile werden bei der Lumenzahl nicht mit einberechnet. Sprich die Lumenzahl ist für Menschen gedacht, nicht für Pflanzen.

Hier kann ein Hersteller theoretisch gelbes und weißes Licht, also für die Pflanze „nutzlose“ Farbspektren, untermischen. Die Lampe ist dann fürs menschliche Auge heller und hat mehr Lumen. Davon hat aber die Pflanze nichts.

Die Helligkeit in Lumen ist nur aussagekräftig, wenn man zwei Lampen mit dem exakt gleichen Farbspektrum vergleichen will! Beispielsweise wenn man herausfinden will, welche von zwei Natriumdampflampen besser ist.

Helligkeit in Lumen – Einschränkungen:

  • NDL oder MHL können untereinander mit Lumen verglichen werden, da sie alle das gleiche Farbspektrum haben
  • LSR, ESL und PL-L müssen den gleichen Farbcode haben, um per Lumenzahl miteinander verglichen zu werden.
  • LED-Grow Lampen können mittels Lumen untereinander gar nicht verglichen werden, da viele Leuchtdioden verbaut sind, die allesamt unterschiedlicher Bauart und mit anderen Farbspektren sein können.

Da Lumen nicht alle Farbspektren einberechnen, brauchen wir eine besseren Messwert. Da kommt das Kürzel PPFD zum Einsatz.

PPFD

PPFD steht für bedeutet übersetzt Photosynthetische Photonenstromdichte und wird meist in µmol/m²/s (Mikromol pro Quadratmeter pro Sekunde) angegeben. Hier wird die Menge an (Licht-)Protonen gemessen, die auf einer bestimmten Fläche ankommen und somit verwertet werden können.

PPFD ist ein besseres Maß als der Lumenwert, da es auch Lichtwellen, die nicht für das menschliche Auge sichtbar sind, berücksichtigt. Dadurch kann man Lampen leistungstechnisch untereinander vergleichen, auch wenn sie unterschiedliche Farbspektren haben.

Mit PPFD kann man unterschiedliche LED Lampen miteinander oder mit einer NDL vergleichen. Oder mit einer Leuchtstoffröhre. Hiermit können wirklich alle Lampen miteinander verglichen werden können, ohne dass irgendwelche Trickserei möglich ist.

Gleichzeitig wird die Fläche berücksichtigt. Sprich der PPFD Wert gilt immer für eine bestimmte Fläche und berücksichtigt sogar reflexive Seitenwände. Meist werden die Messungen für typische Growbox Flächen wie 60x60cm, 80x80cm, usw. vorgenommen. Für die Seitenwände wird eine weiße reflektierende Oberfläche verwendet, wie es bei der Homebox der Fall ist.

Wie gut die PPFD einer Lampe auf einer Fläche ist, wird dann in einer Grafik wiedergegeben. So kann man nicht nur sehen, wie viele Photonen auf einer Fläche „ankommen“, sondern auch in welcher Menge. Sprich, damit kann man sehen, wie gut die Ausleuchtung der Grow Lampe auf der jeweiligen ist.

Im besten Fall will man eine gleichmäßige Verteilung der Strahlung auf einer Fläche. So kommt die gleiche Menge Licht für alle Pflanzen an.

Wie alle anderen Pflanzen hat Cannabis eine Obergrenze, wie viel Licht maximal verarbeitet werden kann. Zu wenig Licht ist genauso nutzlos, sodass auch eine Untergrenze eingehalten werden sollte. Unten sind die Min/Max Werte für die Cannabis Pflanze. Sie beziehen sich auf normale Anbaumethoden ohne zusätzliche CO2-Zufuhr.

Wachstumsphase

Minimum: 300µmol/m²/s

Maximum: 600µmol/m²/s

Blütephase

Minimum: 470µmol/m²/s

Maximum: 930µmol/m²/s

Die meisten hochwertigen Hersteller von LED Pflanzenlampen stellen PPFD Werte bereit. Bei minderwertigen Leuchten sind sie entweder nicht dabei oder werden irgendwo versteckt. Dann sollte man die Finger von der Lampe lassen. Keine PPFD Grafik – kein Kauf!

Unten ist eine typische Grafik einer PPFD Messung mit einer guten und gleichmäßigen Ausleuchtung. Es ist das Messergebnis der Sanlight Q6W 212W (1. Gen) auf 80x80cm Fläche. Direkt unter der Lampe (rote Fläche) wurden 622µmol an Licht gemessen. Weiter außen (orange Fläche) sind es immer noch etwa 600µmol. Zu den Rändern hin sind es weiter etwa 550µmol. Selbst den Ecken kommen immer noch 500µmol an.

Sprich auf der gesamten Fläche kommen mindestens 500 – 622µmol an Lichtstrahlung an. Selbst in den Ecken bekommt man mit 500µmol etwa 80 % der Maximal-Lichtmenge. Damit kann man bei diesem Setup mit einem gleichmäßigen und starkem Wachstum der Pflanze rechnen.

Doch je nach Bauart haben manche LED Grow Lampen Schwächen. Beispielsweise tendieren LED Quantum Boards dazu an den Rändern der Fläche weniger Licht zu liefern.

Unten ist eine Messung des Bloomstar FlatBoard XL 140W auf 80x80cm Fläche. Direkt im Zentrum kommen ca. 500µmol an Licht an. An den Rändern sind es nur noch 300 – 350µmol. Damit bekommt man an den Rändern gerade mal 66% der Maximal-Lichtmenge ab.

Leistung

Je stärker die Lampe leuchtet (und damit mehr Leistung hat), umso mehr Strom verbraucht sie. Je nach Lampen-Bauart gibt es jedoch Unterschiede in der Leistung und der resultierenden Helligkeit.

Jede Lampe wandelt die elektrische Energie in Licht und Wärme um. Moderne LED- und Energiesparlampen haben weitaus weniger Leistung (Watt). Sie bieten aber die gleiche Helligkeit wie beispielsweise NDL oder MHL. LED-Lampen haben einen höheren Wirkungsgrad und erzeugen mehr Licht und weniger Wärme. Dafür sind sie um ein Vielfaches teurer in der Anschaffung.

Beim Einkauf ist es einfacher sich an der Leistung zu orientieren. Je nach Wirkungsgrad und Farbspektrum der Lampenart wird es etwas schwierig sein die passende Leistung für seine Growbox Größe zu finden. Dafür haben wir eine Tabelle mit den von uns empfohlenen Lampen und Flächen.

In unserer Equipment-Tabelle die passende LED Lampe für die Growbox finden.

Lampenarten für Cannabis Anbau

Es gibt unterschiedliche Arten von Lampen, die für das Growen von Cannabis geeignet sind. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Im Jahr 2020 kann man sagen: LED Pflanzenlampen sind allen anderen Beleuchtungsarten klar überlegen.

Für 99% aller Grower sind LEDs schlichtweg die beste Wahl. Sie bieten ein exzellentes Farbspektrum, haben eine extrem hohe Lebensdauer und verbrauchen weitaus weniger Strom als klassische MHL und NDL Grow Lampen.

Ich empfehle andere Lichtarten nur noch für ganz bestimmte Fälle und Anwendungszwecke. MHL/NDLs sind durch die hohe Abwärme und den hohen Stromverbrauch nur noch zu empfehlen, wenn man einen sehr kühlen Raum hat (unter 15ºC) oder einen Pauschalpreis für Strom zahlt (bspw. in einem Wohnheim).

Leuchtstoffröhren sind ideal, wenn man auf einer großen Fläche viele Pflanzen mit niedriger Höhe möglichst günstig ausleuchten will. Das ist zum Beispiel bei der Vorzucht für Outdoor Growing der Fall.

LED Pflanzenlampen

LED (steht für light emitting diodes) ist wohl die spannendste Technologie in Sachen Indoor Growing. Vor allem in den letzten fünf Jahren hat die Technologie einen ordentlichen Schub hingelegt. Früher war es noch eher was für Bastler. Es gibt mittlerweile LED-Panels in allen Preisklassen zu kaufen, sodass auch Low Budget Grower von LEDs in ihren Growboxen profitieren können.

Der größte Vorteil ist der verdammt hohe Wirkungsgrad der LEDs, an die keine andere Lampenart herankommt. LEDs erzeugen weitaus weniger Wärme als NDL/MHL Lampen und brauchen entsprechend weniger Abluft-Leistung und können näher an die Pflanze heran. Hinzu kommt die sehr extrem hohe Lebensdauer (bis zu 15 Jahre bei durchgehender Nutzung).

Ein weiterer Vorteil ist, dass kein separates Vorschaltgerät benötigt wird. LED-Panels sind extrem anfängerfreundlich und sicher im Betrieb. Das Aufhängen von LED-Panels geht super schnell (dauert wenige Minuten) und man braucht keinerlei Kenntnisse in Sachen Elektrik oder Verkabelung.

Ob hohe oder niedrige Box, ob Mini-Grow, ScroG, SoG oder Schrank-Grow – LEDs sind für alle Grow-Techniken geeignet!

Nachteil ist der teilweise hohe Anschaffungspreis, durch den vor allem neue Grower abgeschreckt werden. Der ist oft um ein Vielfaches höher, als bei NDL/MHL. Auch die Auswahl eines passenden LED-Panels ist oft schwierig.

Da es viele LED-Arten gibt und Billighersteller aus China auf dem Markt drängen, kann man schonmal auf ein schlechtes Modell hereinfallen. Hier sollte man auf bewährte Hersteller setzen.

Nur, wenn die Komponenten stimmen, kann man mit einer hohen Lebensdauer und einer fetten Ernte rechnen und so langfristig Geld sparen.

Der Anschaffungspreis ist zwar hoch, aber durch die hohe Lebensdauer und sehr niedrigen Stromverbrauch spart man über die Jahre jede Menge Geld. Wichtig dabei ist die Auswahl eines hochwertigen LED-Panels mit passenden Farbspektrum für Wachstums- und Blütephase.

Es gibt eine Unmenge an LED-Panels im Internet zu kaufen. Gerade Anfänger sollten zu einem bewährten Modell greifen, da bei vielen unbekannten Panels entweder die Angaben oft fehlen oder nicht stimmen und auch oft die Komponenten minderwertig sind.

Wie schon oben erwähnt, ist meine Empfehlung die Sanlight LED Q-Serie. Mehr Details und anderen LED Modellen gibt es in der LED Pflanzenlampen Kaufberatung.

Metallhalogenlampe (MHL)

Eine Metallhalogenlampe ist in Sachen Indoor Growing der Klassiker schlechthin. Sie gibt ein kalt-weißes Licht mit 3500K Farbtemperatur ab. Sie wird in der Wachstumsphase verwendet.

Auch wenn die Lebensdauer bis zu 2 Jahre beträgt, sollte eine MHL ca. alle 12 Monate (sprich nach vier Grows) ausgetauscht werden, da sie sonst nicht mehr effizient arbeitet und an Leuchtstärke verliert. Die Lampen kommen bereits mit einem E40 Gewinde und werden einfach in den Reflektor eingeschraubt.

Eine MHL wird im Betrieb ziemlich heiß. Deshalb darf die Lampe nicht zu nah an die Pflanze heran. Anderenfalls verbrennen die Spitzen. Auch muss die Abwärme mit einem passenden Abluft-Ventilator abgesaugt werden. Bei Hitzeproblemen kann eine Cooltube helfen.

Meine Kaufempfehlung ist die Venture Sunmanster Cool MHL Serie. Diese Lampe hat sich in der Grow-Szene bewährt. Die Leuchten liefern ein super Farbspektrum und hohe Lebensdauer (10.000-15.000 Stunden). Für einen 150W Grow reicht die günstigere Elektrox Lampe.

Testsieger
Venture Sunmaster MHL Cool Deluxe 250 W
Venture Sunmaster MHL Cool Deluxe 250 W
von Venture Sunmaster
€ 34,90 bei Grow-Shop24.de

Die aktuell beste MH-Lampe für Indoor Growing. Ist nur für Wachstumsphase geeignet. Für die Blüte muss NDL in gleicher Leistung her. Vorschaltgerät und Reflektor nicht vergessen.

Varianten
  • Hohe Leuchtkraft
  • Sehr gute Tiefenwirkung
  • Gute Ausleuchtung
  • Einfache Bedienung & Aufbau
  • MHL/NDL einfach zu kombinieren
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Hoher Stromverbrauch
  • Werden heiß
  • Niedrige Lebensdauer
  • Brauchen viel Abstand zur Pflanze
  • Brauchen Vorschaltgerät

In der MHL/NDL Kaufberatung erfährt man kurz und knapp, welche Sachen man kaufen muss.

Natriumdampflampe (NDL)

Eine Natriumdampflampe (NDL) ist ein bewährtes Leuchtmittel für die Blütephase. Sie gibt eher rötliches Licht ab und signalisiert der Pflanze die Blüten auszubilden.

Ein Vorteil der NDL ist eine super Tiefenwirkung. Sprich, das Licht erreicht auch die unteren Blätter sehr gut. Damit wird das Bud-Wachstum animiert und dein Ertrag gesteigert. Die Lebensdauer liegt bei soliden 5 Jahren (beim durchgehenden Grow im Jahr), was bei dem niedrigen Kaufpreis eine super Preis-Leistung ist.

Die Lampe wird im Betrieb heiß, sodass Abstand zur Pflanze nötig ist. Andernfalls bekommt man Verbrennungen an der Spitze der Pflanze. Auch muss man auf die Extra-Hitze achten. Die Hitze muss mit einem ausreichend starken Abluft-Ventilator abgeführt werden. Bei Temperaturproblemen kann eine Cooltube Abhilfe schaffen.

Meine absolute Kaufempfehlung ist die Osram Nav-T NDL Serie. Hier hat Osram eine sensationelle Natriumdampflampe entwickelt, die aktuell konkurrenzlos ist. Mit 2000K Farbtemperatur bietet sie optimales Farbspektrum für die Blütephase.

Testsieger
Osram Nav-T Super 250W, Natriumdampflampe für Blüte
Osram Nav-T Super 250W, Natriumdampflampe für Blüte
von Osram
€ 22,90 bei Grow-Shop24.de

Die Osram NAV-T ist aktuell die beste NDL für die Blütephase, die man bekommen kann. Ideal in Kombination mit einer MHL. In 150-1000W erhältlich

Varianten

In der MHL/NDL Kaufberatung erfährt man kurz und knapp, welche Sachen man kaufen muss.

Leuchtstoffröhre (LSR)

Leuchtstoffröhren sind vor allem für die Wachstumsphase geeignet. Es gibt zwei Bauarten, die für den Grow geeignet sind: Die klassische lange T5 Röhre und die U-förmig gebogene Weiterentwicklung PL-L Kompakt-Leuchtstoffröhre.

Ein großer Vorteil ist, dass die Lampen nicht heiß werden und damit sehr nah an die Pflanzen ran können. Positiv ist auch der niedrige Stromverbrauch die kompakte Bauform (nur PL-L).

Leider haben Leuchtstoffröhren eine schlechte Tiefenwirkung und müssen deswegen sehr nah an die Pflanzen ran. Sie sind nicht für größere Pflanzen geeignet, da kaum Licht an die unteren Blätter kommt. Das ist vor allem in der Blütephase ein Problem, wo manche Sorten schonmal sehr hoch werden können.

Ich empfehle Leuchtstoffröhren vor allem für Vorzucht beim Outdoor Anbau. Es gibt zwar Röhren mit Farbtemperatur für die Blütephase, die sind aber nur für Mini Grows und spezielle Techniken wie SoG oder ScroG geeignet.

Bei der Wahl der Leuchtstoffröhren und Armaturen sollte man ca. 350W/m2 Fläche dimensionieren, um das Maximum der Leuchtkraft aus den LSR rauszuholen. Das absolute Minimum sind 200W/m2.

Bei Growboxen bis 80x80cm Fläche empfehle ich zu Kompakt-Leuchtstoffröhren (PL-Ls) zu greifen. Diese haben eine etwas bessere Tiefenwirkung und eine kompaktere Bauform. Ab 100x100cm sind klassische T5 Leuchtstoffröhren (LSR) besser geeignet.

Ich empfehle eine fertige Armatur zu kaufen, bei denen Reflektor, Vorschaltgerät und Fassungen bereits integriert sind. Für PL-Ls empfehle ich die Elektrox Stecklingsarmatur für bis zu 4 Röhren. Für T5 Leuchtstoffröhren sind die Lightwave und Hydrofarm Armaturen ideal, um große Flächen für die Vorzucht auszuleuchten.

Praktisch: Bei allen Armaturen sind passende Leuchtmittel für die Wachstumsphase direkt dabei.

Lightwave T5 Armatur 60cm (2x24W)
Lightwave T5 Armatur 60cm (2x24W)
von Lightwave
€ 89,05 bei Amazon.de

Ideale Armatur wo Reflektor und Vorschaltgerät bereits verbaut sind. Es sind zwei T5 Röhren für die Wachstumsphase bereits dabei.

Varianten
  • Werden nicht heiß
  • Niedrige Stromkosten
  • Große Fläche kann ausgeleuchtet werden
  • Kompakte Bauform
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Niedrige Leuchtkraft
  • Sehr niedrige Tiefenwirkung
Elektrox Stecklingsarmatur für 2 x 55W Leuchtstoffröhren
Elektrox Stecklingsarmatur für 2 x 55W Leuchtstoffröhren
von Eletrox
€ 54,90 bei Grow-Shop24.de

PL-L Armatur, mit der man sofort loslegen kann. Reflektor und Vorschaltgerät sind mit verbaut. Passende Leuchtmittel für Wuchs und Blüte können direkt mitbestellt werden.

Varianten: Taifun 2x 36W | Elektrox 2x 55W | Elektrox 4x 55W

Beim Kauf von Ersatzröhren muss man auf den Farbcode achten. Der Farbcode besteht aus drei Ziffern und gibt an, welches Farbspektrum und welche Farbtemperatur die Lampe hat. Für Wachstums- und Blütephase braucht man jeweils ein anderes Farbspektrum.

Empfohlene Farbcodes für Cannabis Anbau:

Wachstumsphase

860/865/965

Blütephase

827/830/930

Für Wuchs und Blüte zum Untermischen: 840/940 (Auf eine 840er/940er kommen mindestens 2 Wuchs- oder Blüte-LSRs)

Da das Licht einer LSR aus mehreren Spektren besteht, ist ein Vergleich mittels Lumen nur für Lampen mit gleichem Farbcode wirklich aussagekräftig (Sprich, man kann eine 860er mit einer anderen 860er mittels Lumen vergleichen).

Hier sollte man auch auf die Länge achten. Die Längen sind genormt und je nach Länge sind nur bestimmte Leistungs-Varianten erhältlich.

In der Leuchtstoffröhren-Kaufberatung erfährt man kurz und knapp, welche Sachen man kaufen muss.

Energiesparlampe (ESL)

Eine Energiesparlampe ist im Prinzip nichts anderes, als eine LSR, die gewunden ist. Sie wird ebenfalls kaum heiß und kann sehr nah an die Pflanzen heran.

Die Lebensdauer einer ESL ist sehr hoch und man braucht kein extra Vorschaltgerät (ist im Gewinde verbaut). Im Vergleich zur LSR ist eine ESL nochmal ein Stück platzsparender und passt dank dem Standardgewinde (E40) in einen Reflektor.

Wie bei LSR ist die Tiefenwirkung schlecht – sogar noch etwas schlechter wegen Verluste durch die Windungen. Die Lampe muss sehr nah an die Pflanze und eignet sich nicht für höhere Pflanzen. Der Abstand zur Pflanze muss mindestens 1x täglich angepasst werden und lässt wenig Spielraum zu. Die Gesamtleistung ist niedriger im Vergleich zu MHL und NDL, sodass sich ein reiner ESL Einsatz bei einer „normal“ hohen Growbox kaum lohnt.

Energiesparlampen sind vor allem für die Wachstumsphase geeignet. Es gibt aber auch Modelle für die Blütephase.

Absolute Anfänger erzielen mit ESL meist eher niedrige Erträge 0,2 – 0,4 g/W Trockenmasse (Zum Vergleich: Mit NDL/MHL sind für Anfänger 0,5 – 0,7 g/W möglich.) Mittlerweile werden ESL von den weitaus effizienteren und lichtstärkeren PL-L Bauformen verdrängt. Hinzu kommt, dass diese um ein Vielfaches billiger sind.

ESL eignen sich vor allem in kleinen Anzucht-Räumen für junge Pflanzen bis zur zweiten oder dritten Wachstumswoche. Grower mit einer sehr niedrigen Growbox (weniger als 80cm Höhe), die einen ScroG oder SoG Grow planen, können auch zu ESL greifen. Mittelgroße Growboxen mit einer Höhe zwischen 80 und 160cm fahren besser mit PL-L Modellen. Auch Outdoor-Grower können mit ESL ihre Kleinen platz- und stromsparend hochziehen, bevor sie ins Freie umgepflanzt werden.

Insgesamt sind Energiesparlampen eher was für fortgeschrittene Grower, die Erfahrung im Umgang mit Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Dünger haben oder eben zum Vorzüchten.

Für Anfänger gilt: Für die Blütephase eignen sich ESL nur als Zusatzbeleuchtung, wenn das „Hauptlicht“ z.B. die unteren Blätter nicht erreicht. So lassen sich Schattenstellen ausleuchten, um den Ertrag noch ein wenig zu steigern.

Es gibt viele unterschiedliche Modelle auf dem Markt. Alle hochwertigen Modelle geben sich mittlerweile nicht viel. Ich persönlich empfehle die Birnen von Tornado und Elektrox, beides sehr bewährte Marken im Grow-Bereich.

[Wuchs] Elektrox ESL 85W Grow 6500K Pflanzenlampe
[Wuchs] Elektrox ESL 85W Grow 6500K Pflanzenlampe
von Elektrox
Preis nicht verfügbar bei Amazon.de

85W Energiesparlampe E40 4U 230V 6400 Kelvin integriertes Vorschaltgerät. Das Licht fördert das Wachstum der Pflanze, kräftigt Stiele sowie Blätter und gibt ihr ein gesundes Grün

Varianten
  • Werden kaum heiß
  • Niedrige Stromkosten
  • Vorschaltgerät bereits verbaut
  • Kompakte Bauform
  • Einfache Montage
  • Durchschnittlicher Anschaffungspreis
  • Niedrige Leuchtkraft
  • Sehr niedrige Tiefenwirkung

In der ESL-Kaufberatung erfährt man kurz und knapp, welche Sachen man kaufen muss.

CDM/HCI Lampen

CDM steht für ceramic discharge metal-halide und ist die Technologie von Philips. HCI ist die von OSRAM entwickelte Konkurrenz-Variante. Beide sind im Prinzip eine Weiterentwicklung von MHL/NDL. Das Konzept ist bei beiden Varianten das gleiche, einziger Unterschied: Der Kolben ist aus durchsichtigem Aluminiumoxid-Keramik hergestellt anstatt Quarzglas, wie es bei MHL/NDL der Fall ist.

Die Bauart der CDM/HCI bringt viele Vorteile mit sich. Die Lampen sind weitaus effizienter in niedrigen und mittleren Leistungsbereichen (bis 300W). Auch das breitere Farbspektrum und die niedrigere Wärmeentwicklung sind ein Plus gegenüber den MHL/NDL Modellen.

CDM/HCIs müssen stets mit einem Schutzglas betrieben werden. In seltenen Fällen (und unsachgemäßem Umgang) kann es passieren, dass die Lampen platzen und die extrem heißen Kleinst-Splitter wegen des hohen Innendrucks in alle Richtungen fliegen. Das kann sehr schnell einen Brand auslösen. Leider gibt es kaum fertige Reflektoren mit Schutzverglasung zu kaufen, die man einfach anschließen und einschalten kann. Meist ist Bastelarbeit nötig. Nur erfahrene Elektriker sollten sich an CDM/HCI Leuchten wagen!

CDM/HCI Lampen müssen stets mit einem passenden Elektronischen Vorschaltgerät (EVG) betrieben werden müssen. Ein KVG (wie bspw. für NDL) ist eine schlechte Wahl, da dadurch die Lebensdauer der Lampe leidet (technische Gründe). Die Auswahl einer passenden CDM/HCI Lampe kann Anfänger schnell überfordern, weil jede Lampe in Sachen Wirkungsgrad, Farbspektrum, Lebensdauer und Tiefenwirkung unterschiedlich ist. Hinzu kommen viele technische Details, die man bei dem Umstieg auf CDM/HCI beachten muss.

CDM/HCI Leuchten sind für Kleingrower (unter 300W) effizienter als eine NDL, aber auch anspruchsvoller in der Handhabung. Sie sind eher für Grower mit Erfahrung und soliden Elektrik-Kenntnissen. Auch die Bereitschaft zum Basteln und Umbauen sollte da sein.

Sofern man einen Umstieg plant, sollte man sich über den Umgang mit den CDM/HCI Lampen einlesen und solide Elektrik-Kenntnisse aneignen. Und der Umstieg sollte gut überlegt sein, da die Anschaffungskosten für EVG und Reflektor und Schutzglas recht hoch ausfallen können.

In den nächsten Jahren könnte sich das aber ändern, da sich der Markt langsam etabliert und sich endlich der G12 Sockel auf dem CDM/HCI Markt durchsetzt. Sobald dieser als Standard auf dem Markt deklariert wird, kann man möglicherweise mit mehr fertigen Armaturen auf dem Markt rechnen.

Wie schon bei LSR muss man für Blütephase und Wachstumsphase unterschiedliche CDM/HCI Leuchtmittel kaufen. Zum Glück verwenden die Hersteller die gleichen Farbcodes. Durch die Bauart und Technik bieten die 9XX Lampen bessere Farbspektren als die 8XX. Man sollte nur Leuchtmittel mit dem G12 Sockel kaufen, da es am weitesten verbreitet ist. Andere Sockel sind kaum verbreitet oder sind langsam am Aussterben.

Empfohlene CDM/HCI Farbcodes für Cannabis Anbau:

Wachstumsphase: 942

Blütephase: 930

Hat dir der Artikel geholfen?

Was können am Artikel verbessern?

Sag uns, was wir an dem Artikel verbessern können, völlig anonym!